RX 580: Adrenalin 26.5.2 bricht ab, manuelle Installation mit MUI-Fehler

stereodreieck86

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RX 580: Adrenalin 26.5.2 inzwischen installiert – Ursache der früheren Fehler unklar​

Update vom 14.10.2026: Inzwischen funktioniert die Installation von AMD Adrenalin 26.5.2. Ich kann allerdings nicht sagen, welche Änderung letztlich den Unterschied gemacht hat. Ich möchte den bisherigen Verlauf trotzdem festhalten, falls jemand ähnliche Probleme hat oder eine Idee zur Ursache hat.

Aktueller Stand​

AMD Software: Adrenalin Edition startet jetzt und zeigt Version 26.5.2 an. Die angezeigten Treiberversionen sind:

  • AMD-Treiberversion: 23.19.25.01-260423a-201039C-AMD-Software-Adrenalin-Edition
  • AMD Windows-Treiberversion: 31.0.21925.1001
Das entspricht den Versionsangaben in AMDs offiziellen Release Notes für Adrenalin 26.5.2 für Polaris und Vega.

Die Karte wird im Geräte-Manager als Radeon RX 580 Series erkannt. GPU-Z liefert inzwischen wieder Takt-, Temperatur-, Lüfter- und Auslastungswerte. Ein Spiel läuft bei mir aktuell mit ungefähr 30 FPS auf Ultra. Das ist noch kein langer Stabilitätstest, aber immerhin funktioniert die Karte wieder im normalen Spielebetrieb.

Einen kurzen FurMark-Test habe ich ebenfalls durchgeführt. HWiNFO hat dabei eine maximale GPU-Kerntemperatur von ungefähr 71 °C aufgezeichnet; die Lüfter haben sich gedreht und erreichten ungefähr 2.700 U/min. Bei einem der früheren Testläufe war allerdings zusätzlich der FurMark CPU Burner aktiv. Deshalb würde ich die bisherigen Messungen nicht als sauberen, kontrollierten GPU-Stabilitätstest ansehen.

Was ursprünglich passiert ist​

Mit meiner PowerColor RX 580 8 GB ließ sich der offizielle AMD-Installer zunächst nicht starten. Bei Adrenalin 26.5.2 und auch bei 26.1.1 kam direkt:

Setup has detected an incompatible build. Setup will now exit.

Daraufhin habe ich das Paket entpackt und eine manuelle Installation über den Geräte-Manager probiert. Windows fand den Radeon-RX-580-Treiber und die INF-/Katalogsignaturprüfung war erfolgreich. Beim Import des Treiberpakets scheiterte der Vorgang dann beim Kopieren von amdxc64.dll in einen temporären Ordner mit:

ERROR_MUI_FILE_NOT_LOADED (0x00003B01)

Im SetupAPI-Protokoll gab es außerdem eine Warnung zu einer nicht gefundenen amdwddme.inf. Interessant war, dass derselbe Fehlercode bereits bei einer früheren Android-/USB-Treiberinstallation aufgetaucht war – damals beim Umgang mit WinUSBCoInstaller2.dll. Es schien daher möglich, dass neben dem AMD-Paket auch Windows selbst beteiligt war.

Zwischenzeitlich hatte Windows Update den AMD-Treiber 31.0.12027.9001 installiert. Im Updateverlauf stand sowohl eine erfolgreiche Installation dieses Treibers am 13.10. als auch ein fehlgeschlagener Versuch mit 0x80240009. Das war der Stand, bevor Adrenalin 26.5.2 schließlich funktionierte.

Was ich zwischenzeitlich geändert habe​

Leider sind dabei mehrere Dinge zusammengekommen, sodass sich die Ursache nicht sauber eingrenzen lässt:

  • Auf C: waren bei früheren Installationsversuchen nur etwa 0,41 GB frei. Ich habe Android-Studio-Caches, den Gradle-Cache und das Android-SDK auf ein anderes Laufwerk verschoben. Der freie Speicher stieg dadurch zeitweise auf 13,41 GB. Nach weiteren Programmaktualisierungen waren bei einer späteren Messung allerdings wieder nur etwa 3,26 GB frei. Den aktuellen Wert habe ich noch nicht erneut geprüft.
  • DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth lief erfolgreich durch. sfc /scannow fand beschädigte Windows-Dateien und meldete, diese repariert zu haben.
  • Das Media Feature Pack wurde bei Windows 10 Home N neu installiert. Die anschließende Paketabfrage bestätigte, dass die Media-Features-Pakete installiert sind.
  • Ich habe die W10Privacy-Einstellungen zurückgesetzt. Auch mit WinUtil habe ich versucht, Einstellungen auf den Standard zurückzustellen. Ich kann aber nicht sicher sagen, ob damit wirklich alle früheren Tweaks rückgängig gemacht wurden. WinUtil hat nebenbei Programmaktualisierungen ausgeführt; mindestens ein Paket schlug dabei fehl.
  • Die Windows-Dienste DeviceInstall (Geräteinstallationsdienst) und DsmSvc (Geräteinstallations-Manager) wurden geprüft. Beide liefen, der Starttyp stand auf „Manuell“.
  • Bei Windows 10 Home N wurde zusätzlich mit Sprachpaketen experimentiert. Das englische Sprachpaket wurde installiert, die Windows-Anzeigesprache ist aber weiterhin Deutsch. Die von PowerColor vorgeschlagene vollständige Entfernung und Neuinstallation der aktiven deutschen Anzeigesprache habe ich bisher nicht durchgeführt.
  • Nach dem Zurücksetzen von W10Privacy zeigte Windows zeitweise „offline“ an, obwohl Internetzugriff vorhanden war. Ich habe die NCSI-Prüfwerte auf Microsofts Verbindungstest-Endpunkte umgestellt; danach meldete Windows wieder eine bestehende Netzwerkverbindung. Ob das mit dem Grafiktreiberproblem zusammenhing, weiß ich nicht.
  • Die AMD Cleanup Utility hatte ich ebenfalls ausgeführt. Sie schien den Bereinigungsvorgang abzuschließen; lediglich der Bericht ließ sich wegen der Meldung über den nicht mehr unterstützten Internet Explorer 11 nicht öffnen.
Ich habe also weder einen sauberen Vergleich auf einer separaten Windows-Installation durchgeführt noch eine Windows-Reparaturinstallation vorgenommen. Da Adrenalin inzwischen installiert wird, habe ich diese größeren Schritte zunächst zurückgestellt.

Hardware und System​

  • Intel Core i5-6500
  • Gigabyte GA-B150-HD3P
  • 16 GB DDR4-2133
  • PowerColor Radeon RX 580 8 GB, Modellbezeichnung auf dem Produktlabel: AXRX 580 8GBD5-3DHDV2/OC
  • be quiet! 550-W-Netzteil
  • Windows 10 Home N, 22H2, 64 Bit, Build 19045.6466
  • Samsung 850 EVO 250 GB, Samsung 860 EVO 500 GB und Samsung MZVLB256HAHQ 256 GB NVMe
  • Kein PCIe-Riser
Die Hardware-ID der Grafikkarte lautet PCI\VEN_1002&DEV_67DF&SUBSYS_2378148C.

Ich habe außerdem das vorhandene VBIOS mit GPU-Z ausgelesen. Version 015.050.002.001.000000, BIOS-ID 113-C9403100_101, Datum 25.06.2019. Die Hashes des Dumps stimmen mit dem TechPowerUp-Eintrag 214862 überein. Dieser Eintrag ist allerdings als nicht verifiziert gekennzeichnet. Ich habe kein anderes BIOS geflasht und möchte das ohne eindeutige technische Begründung auch nicht machen. PowerColor habe ich um eine Bestätigung gebeten.

Fazit​

Die Treiberinstallation funktioniert jetzt, aber ich weiß nicht, warum. Es könnte am zuvor extrem knappen Speicherplatz, an den reparierten Windows-Dateien, an Änderungen durch die Datenschutz-/Debloat-Tools, an einem zwischenzeitlichen Treiberzustand oder an einer Kombination davon gelegen haben. Keine dieser Erklärungen ist bislang belegt.

Ich werde jetzt zunächst prüfen, ob das Spiel über längere Zeit stabil läuft. Falls jemand einen ähnlichen MUI-/SetupAPI-Fehler gesehen hat oder eine gute Möglichkeit kennt, im Nachhinein die entscheidende Änderung zu identifizieren, wäre ich für Hinweise dankbar.
 
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Hast du die Karte gebraucht oder neu gekauft? Falls gebraucht, dann ...
ich habe auf reddit einen Beitrag (Hinweis auf BIOS etwa in der Mitte) gefunden, wo es heisst, dass damals viele RX580 und andere Grafikkarten fürs mining verwendet wurden und dafür schon mal ein anderes BIOS aufgespielt bekommen haben.
Schau doch mal mit GPU-Z nach, welche device-id angezeigt wird.
Bei techpowerup.com zB gibt es das richtige BIOS, falls wirklich ein verändertes aufgespielt wurde.
 
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Danke für den Hinweis, das mit dem BIOS schaue ich mir an. Die Karte habe ich gebraucht bei Kleinanzeigen gekauft.

GPU-Z zeigt folgende Werte:
  • GPU: Ellesmere, Revision E7
  • Subvendor: PowerColor
  • Device ID: 1002 67DF - 148C 2378
  • 8 GB Samsung GDDR5
  • BIOS-Version: 015.050.002.001.000000
  • Standardtakt: 1350 MHz GPU / 2000 MHz Speicher
  • UEFI ist aktiviert
Ich habe die GPU-Z-Screenshots angehängt.

Allerdings wird die Karte momentan noch als „Microsoft Basic Display Adapter“ angezeigt, weil der AMD-Treiber nicht installiert ist. Sowohl Adrenalin 26.5.2 als auch 26.1.1 scheitern bei mir mit „Setup has detected an incompatible build“. Bei der manuellen Installation findet Windows zwar den RX-580-Treiber, der Paketimport scheitert aber beim Kopieren von amdxc64.dll mit ERROR_MUI_FILE_NOT_LOADED (0x00003B01).

Ein BIOS habe ich selbst bisher nicht geflasht. Ich würde deshalb erst das vorhandene BIOS sichern und mit einem wirklich passenden Eintrag vergleichen, bevor ich überhaupt an ein Flashen denke.

Gibt es anhand dieser Daten einen konkreten TechPowerUp-BIOS-Eintrag, den ich mit meiner PowerColor-Karte vergleichen sollte?

ChatGPT-Bild 12. Okt. 2026, 23_54_21.png
ChatGPT-Bild 12. Okt. 2026, 23_54_13.png
ChatGPT-Bild 12. Okt. 2026, 23_54_06.png
 
2019 gab es Refresh-Modelle von den RX500er Karten und die haben auch dementsprechend ein 2019er BIOS!
Erkennt man optisch daran, dass die Neuen keinen VGA-Anschluss DVI-Anschluss mehr haben...zumindest bei Sapphire. Keine Ahnung, ob das PowerColor auch so gehandhabt hat.
 
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Meine hat keinen VGA, das erklärt das Problem trotzdem nicht.

Ich konnte inzwischen auch den Aufkleber auf der Grafikkarte fotografieren. Die Modellkennung lautet AXRX 580 8GBD5-3DHDV2/OC, also offenbar eine PowerColor Red Dragon RX 580 8 GB OC.

Das passt zu den von GPU-Z angezeigten 1350/2000 MHz und zur Subsystem-ID 148C:2378. Mein ausgelesenes BIOS stimmt außerdem bytegenau mit dem entsprechenden TechPowerUp-Image überein. Das Builddatum 25.06.2019 bleibt zwar auffällig gegenüber den Vergleichseinträgen von 2017, könnte aber auch zu einer späteren Revision gehören.

Hat jemand genau diese Modellvariante und kann bestätigen, welches BIOS beziehungsweise welches Builddatum dafür üblich ist?
 
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Ich würde auch stark auf das BIOS tippen. Die Karte müsste vom Windows Update bereits automatisch erkannt worden und damit kein Basic Adapter mehr sein.
 
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Mal geschaut was ein Linux-System hinsichtlich der Grafikkarte anzeigt?
Vielleicht dort ebenfalls mal ein Game starten?
 
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stereodreieck86 schrieb:
Ich habe W10Privacy und Chris Titus Techs WinUtil benutzt, um Windows stark zu debloaten und die Privatsphäre-Einstellungen zu verschärfen.
Funktioniert die GPU/Treiber unter einem LiveLinux zb? Wenn ja, dann teste das nochmal mit einer funktionierenden Windows Installation. Zur Not auch mal in einem anderen PC.
 
Moin zusammen,

kurzes Update: Ich habe inzwischen eine Rückmeldung von PowerColor bekommen. Die Anfrage habe ich erst kurz nach Mitternacht gestellt, die Antwort kam bereits heute Morgen – das ging wirklich schnell. Natürlich kann das auch ein besonders positiver Einzelfall sein, aber für unsere Fehlersuche ist die Rückmeldung auf jeden Fall hilfreich.

PowerColor vermutet aufgrund des Abbruchs des regulären Installers und des fehlgeschlagenen manuellen Imports beschädigte beziehungsweise beeinträchtigte Windows-Treiberbereitstellungskomponenten. Empfohlen wurden folgende Schritte:

  • Eine saubere, unveränderte Windows-10-Installation ohne Debloat- und Privacy-Tools testen, um die Grafikkarte und das Treiberpaket unabhängig von meiner bestehenden Installation zu prüfen.
  • Die Hardening-Einstellungen von WinUtil und W10Privacy auf Standardwerte zurücksetzen. PowerColor weist darauf hin, dass restriktive Registry-Berechtigungen oder deaktivierte Systemdienste die Prüfungen des AMD-Setups beeinträchtigen könnten.
  • Die Dienste „Device Install Service“ und „Device Setup Manager“ prüfen und sicherstellen, dass sie aktiviert sind und laufen.
  • Das Windows-Anzeigesprachpaket entfernen und neu installieren, um mögliche Probleme mit den Sprachressourcen einzugrenzen.
  • Falls nötig, eine Reparaturinstallation von Windows 10 durchführen und dabei persönliche Dateien und Anwendungen beibehalten.
Ich habe diese Schritte noch nicht ausgeführt. Bevor ich Einstellungen zurücksetze, werde ich die aktuelle Konfiguration sichern. Ich möchte die Ursachen möglichst nachvollziehbar eingrenzen und nicht mehrere Dinge gleichzeitig verändern.

Noch ein wichtiger Punkt: Windows Update hatte den AMD-Treiber 31.0.12027.9001 angeboten, die Installation ist laut Updateverlauf aber mit 0x80240031 fehlgeschlagen. Auch der manuelle Import scheitert mit ERROR_MUI_FILE_NOT_LOADED (0x00003B01). Windows verwendet deshalb weiterhin den Microsoft Basic Display Adapter.

Das BIOS habe ich inzwischen ausgelesen und mit dem TechPowerUp-Image verglichen. Die SHA-1- und MD5-Prüfsummen stimmen exakt überein. Das Builddatum 2019 könnte zu einer späteren Revision passen, ist aber noch nicht von PowerColor bestätigt worden. Ich habe deshalb weiterhin nicht vor, ein anderes BIOS zu flashen.

Als Nächstes werde ich die Windows-Dienste prüfen und dann – nach Sicherung der aktuellen Konfiguration – mit den von PowerColor empfohlenen Tests beginnen. Den Linux-Live-Test aus eurem Vorschlag behalte ich ebenfalls im Hinterkopf, falls wir Windows als Ursache weiter eingrenzen müssen.

Danke euch für die hilfreichen Hinweise!
 
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just_f schrieb:
Funktioniert die GPU/Treiber unter einem LiveLinux zb? Wenn ja, dann teste das nochmal mit einer funktionierenden Windows Installation. Zur Not auch mal in einem anderen PC.
LiveLinux habe ich noch nicht getestet.
 
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Soviel rumprobieren, anstatt man einfach mal schnell ein frisches Windows aufsetzt oder zumindest ein Live Linux bootet.

Von einem Softwarefehler würde ich hier allerdings fast nicht ausgehen, selbst ohne Treiber sieht das ausgelesene in GPU-Z maximal seltsam aus.

Treiberinstallationen sind keine Raketenwissenschaft. Die manuelle Installation via Geräte Manger sollte immer funktionieren, vorausgesetzt der Treiber passt zum Gerät.

Die Rückmeldung von PowerColor ist nett, aber kaum hilfreich, das sind generische Standard Tipps, dafür braucht man den Hersteller Support echt nicht.

Wie dem auch sei, das rumgebastle in der Installation war von Anfang an nicht zielführend. Frisches Windows und/oder LiveLinux um die Karte selbst auszuschließen, alles andere macht keinen Sinn.
 
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absolut,
Windows? -> re-boot
Linux? -> be root :)
 
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