RX 580: Adrenalin 26.5.2 bricht ab, manuelle Installation mit MUI-Fehler

stereodreieck86

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Update: 13.10.2026 – PowerColor hat geantwortet, Windows-Netzwerkerkennung repariert, Sprachpaketprüfung noch offen

Ich versuche weiterhin, den AMD-Grafiktreiber für meine gebrauchte PowerColor RX 580 unter Windows 10 22H2 zu installieren. Inzwischen habe ich das VBIOS ausgelesen, verschiedene Installationswege ausprobiert, Windows-Komponenten repariert und PowerColor kontaktiert.

PowerColor hat relativ schnell geantwortet und einen konkreten Diagnoseplan vorgeschlagen. Einige der empfohlenen Prüfungen habe ich bereits durchgeführt, andere stehen noch aus.

Mein System​

  • CPU: Intel Core i5-6500
  • Mainboard: Gigabyte GA-B150-HD3P
  • RAM: 16 GB DDR4-2133
  • Grafikkarte: PowerColor Radeon RX 580, 8 GB
  • Modellkennung auf dem Kartenaufkleber: AXRX 580 8GBD5-3DHDV2/OC
  • Netzteil: neues be quiet! 550 W
  • Betriebssystem: Windows 10 Home N, 22H2, 64 Bit, Build 19045.6466
  • SSDs: Samsung 850 EVO 250 GB, Samsung 860 EVO 500 GB und Samsung MZVLB256HAHQ 256 GB
  • Kein PCIe-Riser
Die Grafikkarte habe ich gebraucht über Kleinanzeigen gekauft. Der Verkäufer hat sie vor dem Versand mit Subnautica 2 in 1440p und höchsten Einstellungen getestet. Ob sie früher fürs Mining verwendet wurde, ist nicht bekannt.

1. Das ursprüngliche Treiberproblem​

Der reguläre Installer von AMD Adrenalin 26.5.2 WHQL bricht sofort mit dieser Meldung ab:

Setup has detected an incompatible build. Setup will now exit.

Adrenalin 26.1.1 zeigt denselben Fehler.

HWiNFO erkennt die GPU. Im Geräte-Manager steht weiterhin „Microsoft Basic Display Adapter“, allerdings ohne Fehlercode.

Die Hardware-ID lautet:

PCI\VEN_1002&DEV_67DF&SUBSYS_2378148C

Bei einer manuellen Installation aus dem extrahierten AMD-Paket unter

C:\AMD\AMD-Software-Installer\Packages\Drivers\Display\WT6A_INF

findet Windows den Treiber „Radeon RX 580 Series“, Version 31.0.21925.1001. Die INF-/Catalog-Signaturprüfung ist erfolgreich. Der Paketimport scheitert anschließend beim Kopieren von amdxc64.dll in ein temporäres Verzeichnis mit:

ERROR_MUI_FILE_NOT_LOADED (0x00003B01)

Zusätzlich steht im Protokoll eine Warnung, dass amdwddme.inf im Paket nicht gefunden wurde.

Ein ähnlicher Fehler trat bereits am 13. September bei einer Android-/USB-Treiberinstallation auf. Damals scheiterte die Sicherung von WinUSBCoInstaller2.dll mit den Fehlern 0x00003AFC und 0x00003B01.

2. Auch Windows Update konnte den Treiber nicht installieren​

Windows Update bot folgenden AMD-Anzeigetreiber an:

Advanced Micro Devices, Inc. – Display – 31.0.12027.9001

Im Updateverlauf wurde für einen Installationsversuch am 12.10.2026 der Fehler 0x80240031 angezeigt.

Auch dieser Weg hat bisher nicht zu einem installierten AMD-Treiber geführt. Windows verwendet weiterhin den Microsoft Basic Display Adapter.

Damit sind bislang der reguläre Adrenalin-Installer, der manuelle Geräte-Manager-Import und der Windows-Update-Installationsversuch fehlgeschlagen.

3. Windows-Reparaturen und freier Speicherplatz​

Folgende Maßnahmen habe ich bereits durchgeführt:

  • DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth wurde erfolgreich abgeschlossen.
  • sfc /scannow fand beschädigte Windows-Dateien und meldete, dass sie repariert wurden. Eine erneute SFC-Prüfung nach Neustart steht noch aus.
  • Das Media Feature Pack wurde vorübergehend entfernt und anschließend wieder installiert. Die aktuellen Media-Features-Pakete werden in der DISM-Paketliste als installiert
 
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Hast du die Karte gebraucht oder neu gekauft? Falls gebraucht, dann ...
ich habe auf reddit einen Beitrag (Hinweis auf BIOS etwa in der Mitte) gefunden, wo es heisst, dass damals viele RX580 und andere Grafikkarten fürs mining verwendet wurden und dafür schon mal ein anderes BIOS aufgespielt bekommen haben.
Schau doch mal mit GPU-Z nach, welche device-id angezeigt wird.
Bei techpowerup.com zB gibt es das richtige BIOS, falls wirklich ein verändertes aufgespielt wurde.
 
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Danke für den Hinweis, das mit dem BIOS schaue ich mir an. Die Karte habe ich gebraucht bei Kleinanzeigen gekauft.

GPU-Z zeigt folgende Werte:
  • GPU: Ellesmere, Revision E7
  • Subvendor: PowerColor
  • Device ID: 1002 67DF - 148C 2378
  • 8 GB Samsung GDDR5
  • BIOS-Version: 015.050.002.001.000000
  • Standardtakt: 1350 MHz GPU / 2000 MHz Speicher
  • UEFI ist aktiviert
Ich habe die GPU-Z-Screenshots angehängt.

Allerdings wird die Karte momentan noch als „Microsoft Basic Display Adapter“ angezeigt, weil der AMD-Treiber nicht installiert ist. Sowohl Adrenalin 26.5.2 als auch 26.1.1 scheitern bei mir mit „Setup has detected an incompatible build“. Bei der manuellen Installation findet Windows zwar den RX-580-Treiber, der Paketimport scheitert aber beim Kopieren von amdxc64.dll mit ERROR_MUI_FILE_NOT_LOADED (0x00003B01).

Ein BIOS habe ich selbst bisher nicht geflasht. Ich würde deshalb erst das vorhandene BIOS sichern und mit einem wirklich passenden Eintrag vergleichen, bevor ich überhaupt an ein Flashen denke.

Gibt es anhand dieser Daten einen konkreten TechPowerUp-BIOS-Eintrag, den ich mit meiner PowerColor-Karte vergleichen sollte?

ChatGPT-Bild 12. Okt. 2026, 23_54_21.png
ChatGPT-Bild 12. Okt. 2026, 23_54_13.png
ChatGPT-Bild 12. Okt. 2026, 23_54_06.png
 
2019 gab es Refresh-Modelle von den RX500er Karten und die haben auch dementsprechend ein 2019er BIOS!
Erkennt man optisch daran, dass die Neuen keinen VGA-Anschluss DVI-Anschluss mehr haben...zumindest bei Sapphire. Keine Ahnung, ob das PowerColor auch so gehandhabt hat.
 
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Meine hat keinen VGA, das erklärt das Problem trotzdem nicht.

Ich konnte inzwischen auch den Aufkleber auf der Grafikkarte fotografieren. Die Modellkennung lautet AXRX 580 8GBD5-3DHDV2/OC, also offenbar eine PowerColor Red Dragon RX 580 8 GB OC.

Das passt zu den von GPU-Z angezeigten 1350/2000 MHz und zur Subsystem-ID 148C:2378. Mein ausgelesenes BIOS stimmt außerdem bytegenau mit dem entsprechenden TechPowerUp-Image überein. Das Builddatum 25.06.2019 bleibt zwar auffällig gegenüber den Vergleichseinträgen von 2017, könnte aber auch zu einer späteren Revision gehören.

Hat jemand genau diese Modellvariante und kann bestätigen, welches BIOS beziehungsweise welches Builddatum dafür üblich ist?
 
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Ich würde auch stark auf das BIOS tippen. Die Karte müsste vom Windows Update bereits automatisch erkannt worden und damit kein Basic Adapter mehr sein.
 
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Mal geschaut was ein Linux-System hinsichtlich der Grafikkarte anzeigt?
Vielleicht dort ebenfalls mal ein Game starten?
 
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stereodreieck86 schrieb:
Ich habe W10Privacy und Chris Titus Techs WinUtil benutzt, um Windows stark zu debloaten und die Privatsphäre-Einstellungen zu verschärfen.
Funktioniert die GPU/Treiber unter einem LiveLinux zb? Wenn ja, dann teste das nochmal mit einer funktionierenden Windows Installation. Zur Not auch mal in einem anderen PC.
 
Moin zusammen,

kurzes Update: Ich habe inzwischen eine Rückmeldung von PowerColor bekommen. Die Anfrage habe ich erst kurz nach Mitternacht gestellt, die Antwort kam bereits heute Morgen – das ging wirklich schnell. Natürlich kann das auch ein besonders positiver Einzelfall sein, aber für unsere Fehlersuche ist die Rückmeldung auf jeden Fall hilfreich.

PowerColor vermutet aufgrund des Abbruchs des regulären Installers und des fehlgeschlagenen manuellen Imports beschädigte beziehungsweise beeinträchtigte Windows-Treiberbereitstellungskomponenten. Empfohlen wurden folgende Schritte:

  • Eine saubere, unveränderte Windows-10-Installation ohne Debloat- und Privacy-Tools testen, um die Grafikkarte und das Treiberpaket unabhängig von meiner bestehenden Installation zu prüfen.
  • Die Hardening-Einstellungen von WinUtil und W10Privacy auf Standardwerte zurücksetzen. PowerColor weist darauf hin, dass restriktive Registry-Berechtigungen oder deaktivierte Systemdienste die Prüfungen des AMD-Setups beeinträchtigen könnten.
  • Die Dienste „Device Install Service“ und „Device Setup Manager“ prüfen und sicherstellen, dass sie aktiviert sind und laufen.
  • Das Windows-Anzeigesprachpaket entfernen und neu installieren, um mögliche Probleme mit den Sprachressourcen einzugrenzen.
  • Falls nötig, eine Reparaturinstallation von Windows 10 durchführen und dabei persönliche Dateien und Anwendungen beibehalten.
Ich habe diese Schritte noch nicht ausgeführt. Bevor ich Einstellungen zurücksetze, werde ich die aktuelle Konfiguration sichern. Ich möchte die Ursachen möglichst nachvollziehbar eingrenzen und nicht mehrere Dinge gleichzeitig verändern.

Noch ein wichtiger Punkt: Windows Update hatte den AMD-Treiber 31.0.12027.9001 angeboten, die Installation ist laut Updateverlauf aber mit 0x80240031 fehlgeschlagen. Auch der manuelle Import scheitert mit ERROR_MUI_FILE_NOT_LOADED (0x00003B01). Windows verwendet deshalb weiterhin den Microsoft Basic Display Adapter.

Das BIOS habe ich inzwischen ausgelesen und mit dem TechPowerUp-Image verglichen. Die SHA-1- und MD5-Prüfsummen stimmen exakt überein. Das Builddatum 2019 könnte zu einer späteren Revision passen, ist aber noch nicht von PowerColor bestätigt worden. Ich habe deshalb weiterhin nicht vor, ein anderes BIOS zu flashen.

Als Nächstes werde ich die Windows-Dienste prüfen und dann – nach Sicherung der aktuellen Konfiguration – mit den von PowerColor empfohlenen Tests beginnen. Den Linux-Live-Test aus eurem Vorschlag behalte ich ebenfalls im Hinterkopf, falls wir Windows als Ursache weiter eingrenzen müssen.

Danke euch für die hilfreichen Hinweise!
 
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just_f schrieb:
Funktioniert die GPU/Treiber unter einem LiveLinux zb? Wenn ja, dann teste das nochmal mit einer funktionierenden Windows Installation. Zur Not auch mal in einem anderen PC.
LiveLinux habe ich noch nicht getestet.
 
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Soviel rumprobieren, anstatt man einfach mal schnell ein frisches Windows aufsetzt oder zumindest ein Live Linux bootet.

Von einem Softwarefehler würde ich hier allerdings fast nicht ausgehen, selbst ohne Treiber sieht das ausgelesene in GPU-Z maximal seltsam aus.

Treiberinstallationen sind keine Raketenwissenschaft. Die manuelle Installation via Geräte Manger sollte immer funktionieren, vorausgesetzt der Treiber passt zum Gerät.

Die Rückmeldung von PowerColor ist nett, aber kaum hilfreich, das sind generische Standard Tipps, dafür braucht man den Hersteller Support echt nicht.

Wie dem auch sei, das rumgebastle in der Installation war von Anfang an nicht zielführend. Frisches Windows und/oder LiveLinux um die Karte selbst auszuschließen, alles andere macht keinen Sinn.
 
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absolut,
Windows? -> re-boot
Linux? -> be root :)
 
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