Was für einen Knick meinst du?
Naja, beim wiederholten Messen der Transferrate sollten in etwa die selben Ergebnisse erzielt werden. Wenn mal kleinere Abweichungen drin sind, dann ist das OK.
NaTez schrieb:
Sollte man nicht annehmen, dass diese unterschiedlich aussehen sollten, wenn diese durch individuelle Fertigungstoleranzen bestimmt werden?
Da ist was dran. IMO werden auch die Unterschiede zwischen den einzelnen benutzten Datendichten eine Rolle spielen, also wie groß die Unterschiede tatsächlich sind.
/Edit:
Die Transferrate einer Hitachi Travelstar 5K80 sieht auch so aus.
Hitachi verwendet bei der Travelstar 5K80 offenbar das sogenannte "Adaptive Formatting". Dabei kann die Datendichte variieren von Oberfläche zu Oberfläche. Das heißt also, daß eine Oberfläche eines Platters eine höhere Bitdichte und/oder Spurdichte aufweist als die andere Seite des Platters. So, wenn jetzt eine Festplatte (wie die 5K80 mit 80 GB) zwei Plattern im Inneren beherbergt und jede Seite jedes Platters zur Datenspeicherung verwendet wird, dann kann beim Adaptive Formatting eine jede Platternoberfläche (4 bei der 5K80 mit 80 GB) eine andere Bit- und Spurdichte aufweisen.
Gelesen bzw. Geschrieben wird von außen nach innen. Bei Festplatten die zur Speicherung mehr als eine Oberfläche verwenden muß irgendwann auch mal von der einen auf die andere Seite umgeschalten werden.
Im Detail sieht das so aus, daß beginnend bei Spur 0 und Kopf 0 von unten begonnen wird. Sind alle Sektoren der Spur 0 gelesen oder beschrieben worden wird nicht etwa auf die Spur 1 gewechselt (denn dazu wäre eine Kopfpositionierung notwendig), sondern auf Kopf 1 - hier findet also ein Wechsel vom Lese/Schreibkopf 0 auf Kopf 1 statt. Es werden jetzt nacheinander die Sektoren der Spur 0 der zweiten Seite des Platters gelesen. Dann erfolgt ein Wechsel auf Spur 0 Kopf 2 und danach auf Spur 0 Kopf 3. Alle Sektoren der Spuren 0 auf jeder Platternseite wurden jetzt beschrieben oder gelesen ohne daß eine einzige Kopfneupositionierung nötig war.
Jetzt wird umgeschalten vom dritten Kopf auf Kopf 0, außerdem erfolgt eine Positionierung der Köpfe auf Spur 1. Hier geht es jetzt also weiter mit Kopf 0 Spur 1, dann folgen alle Sektoren Kopf 1 Spur 1, dann alle Kopf 2 Spur 1 und dann alle Kopf 3 Spur 1. Jetzt wird wieder umgeschalten auf Kopf 0 und gleichzeitig wird eine Positionierung auf Spur 2 durchgeführt und dann geht das Ganze immer so weiter bis irgendwann die Sektoren der innersten Spur erreicht sind.
Mit diesem Wissen im Hinterkopf und der Kenntniss von unterschiedlichen Datendichten pro Oberfläche erklären sich auch die Zick-Zack Muster bei einem Transferratendiagramm über die gesamte Kapazität eines Laufwerks.
Bye,