Zunächst lies sich das Netzteil nicht von Hand öffnen, da es wohl Angst vor uns hatte. Der Akkuschrauber war jedoch ein überzeugendes Argument, sich uns zu beugen. Das Innere ist leider gewohnt schlecht. Chaos und unsaubere Verarbeitungstechniken fügen sich schnell zu einem negativen Eindruck zusammen. Hierbei besteht die EMI-Filterung aus zwei X-Kondensatoren, drei Y-Kondensatoren und zwei Spulen. Eine der letzteren beiden ist mit einem Schrumpfschlauch umgeben. Während dessen kommen die Primärkondensatoren von Teapo. Wer dabei an eine gute Marke denkt, hat durchaus recht, aber hierbei handelt es sich um den einfachen Snap-In Typ LXK und ist damit die billigste Variante aus der Serie. Die Schwere ergibt sich neben dem passiven PFC durch die recht massiven Kühlblocks (wer ineffizient arbeitet, muss viel Verlustleistung abführen) und die generell dichte Bestückung. Die beiden zusätzlichen Kühlblocks an den eigentlichen Kühlkörpern haben geriffelte Enden, was die Wärmeabfuhr begünstigt.
Der Phasen- und Rückleiter sind sehr schön an Wärmequellen entlang verlegt, um möglichst viel Schaden nehmen zu können. Genau so, wie es sein soll. Die PFC Drossel ist interessanterweise gesteckt und nicht gelötet sowie mit nicht normgerechten Leitungen versehen worden. Denn statt zwei blauen Leitungen müsste die Phase einen Braunton aufweisen. Auch das AEC (arrangement of electronic components) fällt durch eine weniger durchdachte Struktur auf. Gerade Sekundärseitig stehen die Kondensatoren von Teapo und Capxon schief in einer mäßig erscheinenden Anordnung, mit zu viel Siliconkleber bespickt und viel zu eng beieinander. Von einer zusätzlichen Platine geht die grüne PS_ON Leitung aus mit den Komparatoren (AS339P) zwecks PWM-Steuerung von BCD Semiconductor. Schrumpfschläuche an den Ausgangsleitungen fehlen leider und die Lötqualität gestaltet sich sehr mäßig. Im Gegensatz zu den ersten beiden Probanden ist dieses Modell relativ schwer.