News Seagate erneuert SSHD-Lineup und bringt erste Desktop-Serie

Eine SSD steht doch im Ruf eine verschleißbedingte, kürzere Lebensdauer zu haben. Somit verkürzt sich die gesamte Lebensdauer dieser Hybridplatten gemessen am SSD Cache - ist es klug so mit seinen Daten umzugehen ? Eine physische Trennung zwischen neu installierbaren Programmen (Betriebssystem etc. auf SSD) und Nutzerdaten (normale HDD) macht doch alleine deshalb schon Sinn - oder sehe ich da was falsch ?

Da ich noch keine SSD hatte, frage ich mich, gibts eine Frühwarnung für den baldigen Tod einer SSD oder machts einfach irgendwann "nixmehr" ?
 
Ich würde den Mehrpreis allein schon dafür ausgeben, dass meine Massenspeicher HDDs nicht bei jedem zweitem Programmstart oder jeder dritten BS Aktion anlaufen wollen, obwohl ich sie selber gar nicht ansteuere bzw. die Programmdaten eigentlich wo anders liegen, was Zeit und Nerven kostet sowie die Lautstärke, den Verschleiß und den Stromverbrauch erhöht. Ein eingebauter SSD Cach wird es ja wohl schaffen dem BS die Festplattendaten vorzuhalten nach denen es sucht, ohne dabei die Platter in Bewegung zu versetzen.

Funktioniert das im Desktopbereich nicht, dann kann sich Seagate die Mühe natürlich sparen, bei mir jedenfalls :].
 
Genau mein denken, wenn schon von 7200 auf 5400 runter dann den Flash auf 16GB sonst sind die Tempo Vorteile gleich Null. Interessant wäre auch die Haltbarkeit des Flash im Vergleich zu SSD´s von denen ich mich vorerst komplett verabschiedet habe.
Ergänzung ()

Modus schrieb:
Eine SSD steht doch im Ruf eine verschleißbedingte, kürzere Lebensdauer zu haben. Somit verkürzt sich die gesamte Lebensdauer dieser Hybridplatten gemessen am SSD Cache - ist es klug so mit seinen Daten umzugehen ? Eine physische Trennung zwischen neu installierbaren Programmen (Betriebssystem etc. auf SSD) und Nutzerdaten (normale HDD) macht doch alleine deshalb schon Sinn - oder sehe ich da was falsch ?

Da ich noch keine SSD hatte, frage ich mich, gibts eine Frühwarnung für den baldigen Tod einer SSD oder machts einfach irgendwann "nixmehr" ?

Eine beliebte Marke hat sich bei mir komplett verabschiedet, an unterschiedlichen PC´s sowie Standorten. Ein ganz normaler Reboot und nichts war mehr zu retten. Garantie wurde zwar sofort erfüllt und alle SSD´s getauscht, aus Gründen der Sicherheit werden die neuen nicht mehr produktiv eingesetzt.
 
Modus schrieb:
Eine SSD steht doch im Ruf eine verschleißbedingte, kürzere Lebensdauer zu haben.
Das ist doch unsinn, bei guten SSDs ist die Haltbarkeit für Heimanwender überhaupt kein Thema. Schau Dir mal im Dauerschreibtest auf xtremesystems.org an, wie viele TB die SSDs da geschrieben haben und wenn Du dann ins Verhältnis zu den 5 bis 10TB setzt, die man gewöhnlich im Jahr so schreibt, dann halten die NANDs der SSDs länger als die Mechanik der HDDs. HDDs leben ja bekanntlich auch nicht ewig und vor allem die Mechanik zur Positionierung der Köpfe unterliegt auch einem Verschleiß und zwar umso mehr, je mehr die Platte genutzt wird, das bedenkt aber niemand.

Modus schrieb:
Eine physische Trennung zwischen neu installierbaren Programmen (Betriebssystem etc. auf SSD) und Nutzerdaten (normale HDD) macht doch alleine deshalb schon Sinn - oder sehe ich da was falsch ?
So ist. Diesen ganzen Cachinggeschichten sind unsinnig, das ist einfach mal entstanden, als SSDs noch sehr teuer und in der Kapazität sehr beschränkt waren, aber die SSD Entwicklung hat das schon heute überholt. Sowas macht allenfalls noch in den alten Notebooks Sinn, in die man wirklich nur ein 2.5" Laufwerk einbauen kann sich aber keine ausreichend große SSD leisten möchte. Nur selbst da bezahlt man dann den Preis in Form einer deutlich höheren Idle Leistungsaufnahme als bei eienr guten SSD oder bei einer HDD ohne SSD Cache und natürlich immer noch viel weniger Performance als bei einer SSD.

Modus schrieb:
Da ich noch keine SSD hatte, frage ich mich, gibts eine Frühwarnung für den baldigen Tod einer SSD oder machts einfach irgendwann "nixmehr" ?
Die gibt es bei guten SSD in den S.M.A.R.T. Werten in Form einer Restlebensanzeige (Media Wear Indicator), aber leider sterben so einige SSDs (gerade bestimmte Serien wie die mit den Sandforce Controllern, vor allem der ersten Generation und etliche Modelle von OCZ) eben gerne spontan, ohne jede Vorankündigung. Da ist dann aber wohl weniger das NAND schuld, obwohl NANDs von schlechter Qualität dazu führen können, als ein anderer Fehler z.B. in der FW des Controllers. Wer eine gute SSD eines renomierten Herstellers nimmt, der hat aber bei einer SSD ein geringeres Ausfallrisiko als ein einer HDD und ein Backup aller wichtigen Daten auf einer anderen Platte (die möglichst in einem anderen Gehäuse stecken sollte, z.B. einem externen USB-Gehäuse) sollte man sowieso immer haben.

Mal als Beispiel für die Haltbarkeit der NAND: Die Samsung 840 120GB hat TLC NANDs und für die garantiert Samsung 1000 P/E Zyklen (für die MLC der 840 Pro sind es 3000). Im Test haben die TLC 3556 Zyklen geschafft, die 1000 sollten also auch bei Berücksichtigung der Serienstreuung kein Problem sein. Wenn man plant die SSD 5 Jahre zu nutzen, was schon eine lange Zeit ist, so könnte man jedes Jahr 200 P/E Zyklen verbrauchen, also alle 2 Tage einen. Bei einer Write Ampification von 2 könnte man das täglich ¼ der Kapazität auf die SSD schreiben, bei einer 120er also 30GB. Das schafft kaum ein Heimanwender!

Bei den Cachinglösungen sieht es aber anders aus, da wird ja laufend der Inhalt des Caches aktualisiert, also sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben. Damit werde auf die paar GB enorm viele Daten geschrieben und deshalb wird da auch SLC verbaut, nur sind eben 4GB oder 8GB immer noch sehr wenig. Selbst wenn die NANDs die bei SLC üblichen 100.000 P/E Zyklen ertragen, so ist die Write Amplification bei so wenig NANDs extrem hoch, weil das ja auch immer recht voll sein muss, denn es ist ja so wenig vorhanden und die Zugriffe darauf tendenziell immer Random und nicht wirklich sequentiell sind. Man hat schnell mal mittlere 2-stellige Werte und dann kann man z.B. nur noch das 2000 fache der Kapazität in die NANDs schreiben, also nur noch 16TB bei 8GB NAND. Dafür zählen dann aber nicht mehr nur die Schreibzugriffe sondern eben auch die Lesezugriffe, weil die ja auch eine Änderung vom Inhalt des Caches bewirken.
 
@Hold

Kompliment für diese sehr ausführliche Erklärung - klingt professionell und ich unterstelle, daß Du Recht hast. Die Aussage mit der verkürzten Lebendsdauer der SSD´s stammt aus allen möglichen Fachartikeln; ich frage mich also, wenn das pauschal falsch ist, warum es mantrenartig von Redakteuren wiederholt wird ? Egal.......

Was ich jedoch nicht verstanden habe ist, daß der Verschleiß im direkten Zusammenhang mit dem transferierten Datenvolumen zusammenhängt. Müßte nicht allein die Häufigkeit der Schreiben/Lesen Zyklen auf einem "Sektor" zum Verschleiß führen (siehe auch Deine Erklärung Cache) ?

Was ist denn Deiner Erfahrung nach eine empfehlenswerte SSD im untersten Preissegment ?
 
Holt schrieb:
Sowas macht allenfalls noch in den alten Notebooks Sinn, in die man wirklich nur ein 2.5" Laufwerk einbauen kann sich aber keine ausreichend große SSD leisten möchte.
Naja das hat nicht viel mit de Alter zu tun. Auch die wenigsten aktuellen Notebooks haben einen mSATA-Slot. Leider.
Denn das ist mit Abstand die beste Lösung wie man einen kleinen Flasspeicher fürs System und ne HDD für die Daten kostengünstig auch in "kleinen Geräten" realiseren kann.

Modus schrieb:
Was ich jedoch nicht verstanden habe ist, daß der Verschleiß im direkten Zusammenhang mit dem transferierten Datenvolumen zusammenhängt. Müßte nicht allein die Häufigkeit der Schreiben/Lesen Zyklen auf einem "Sektor" zum Verschleiß führen (siehe auch Deine Erklärung Cache) ?
Kann sein dass ich deinen Text nicht ganz verstanden habe. Denn wo ist jetzt der Unterschied zwischen deinen beiden Darstellungen? (Ich habe Sektor mal mit Speicherzelle gleich gesetzt)
PS: Nur schreiben lässt die Zellen "altern". Lesen kannste so viel du willst.
Was ist denn Deiner Erfahrung nach eine empfehlenswerte SSD im untersten Preissegment ?
Kapazität?
Die Samsung 840 ist schnell, günstig und es sidn noch keine Probleme bezüglich der Zuverlässigkeit bekannt. bei alles >128 GB klare Empfehlung.
Bei 128 GB vielleicht noch die Plaxtor M5S. Auch recht flott und problemlos. Schreibt schneller als die 840. (Falls das wichtig sein solte, mir wärs eher egal).
Bei 64 GB die Crucial m4. Aber ich würde mindestens 120 GB kaufen. Die 64GB Laufwerke haben allesamt nen schlechtes €/GB-Verhältnis. Für wenige Taler mehr gibts die doppelte Kapazität.


zur Haltbarkeit:
Wenn ich mal die "verbrauchten" P/E-Zyklen meiner SSD bei jetztigem Nutzungsverhalten auf die restlichen Zyklen hochrechne, bin ich bei 100 Jahren. Reicht mir definitiv. ;)

Selbst bei dem TLC-NAND mit 1000 P/E-Zyklen wären es noch 20 Jahre. Bis dahin gibts kein Mainboard mehr mit SATA.
 
Zuletzt bearbeitet:
Modus schrieb:
wenn das pauschal falsch ist, warum es mantrenartig von Redakteuren wiederholt wird ? Egal.......
Gute Frage? Warum halten die Leute so gerne an alten Vorurteilen fest, gerade auch wenn sie falsch sind? Richtig ist, dass die SSDs früher nur bessere USB Sticks waren und wie die meisten USB Sticks schreibend eher langsam waren und bei Random Schreibzugriffen sogar richtig lahm, teils mit 2s Verzögerung. Daher hat man natürlich alles gemacht um Schreibzugriffe zu verhindern, was dann eben auch die Lebensdauer erhöhen sollte, obwohl schon damals die SSD kaum jemals wegen verbrauchter P/E Zyklen ausgefallen sind, sondern wenn, dann aus anderen Gründen. Da heutige SSDs beim Schreiben teils schon fast so schnell wie beim lesen sind und kurze Random Schreibzugriffe sogar schneller als entsprechende Lesezugriffe ausführen, ist nur noch das Argument mit der besseren Haltbarkeit geblieben um diesen ganze veralteten Ratgeber zur Optimierung von Windows für SSDs irgendwie zu rechtfertigen. Da Windows 7 und Win8 aber schon SSDs unterstützen, ist das aber sowieso alles unnötig. Aber mit dem Hinweis, dass Windows ja alles schon selbst ordentlich einstellt, kann man keine Artikel füllen :evillol:

Modus schrieb:
Was ich jedoch nicht verstanden habe ist, daß der Verschleiß im direkten Zusammenhang mit dem transferierten Datenvolumen zusammenhängt.
Bei HDDs schon, weil ja da Lese- wie Schreibzugriffe Kopfbewegungen auslösen und der Mechanismus dafür i.d.R. das verschleißanfälligste Bauteil einer HDD ist.

Bei einer HDD die mit Flash gecacht wird, zählen für das Flash i.d.R. auch beide Zugriffe, je nachdem ob nur Lesend oder auch Schreibend gecacht wird, denn dabei werden ja immer wieder Daten aus dem Cache verdrängt und durch andere ersetzt, es sollen ja die häufig benutzen Daten im Cache landen und was gerade gelesen wurde, könnte damit zu den häufiger genutzten Daten gehören. Das bedeutet dann Schreibzugriffe auf den Cache, also das Flash.

Bei einer reinen SSD zählen aber nur die Volumen der Schreibzugriffe beim Verschleiß, da das Lesen die Zellen nicht verschleißt.

Modus schrieb:
Müßte nicht allein die Häufigkeit der Schreiben/Lesen Zyklen auf einem "Sektor" zum Verschleiß führen (siehe auch Deine Erklärung Cache) ?
SSDs haben ein Wear-Leveling. HDDs rechnen die LBAs fest auf Kopf, Zylinder und Sektor um, SSDs aber mappen die LBAs auf immer wieder wechselnde Speicherbereiche. Deshalb funktionieren auch die meisten Tools und Benchmarks für HDDs bei SSDs nicht richtige, denn man kann nichts ausgelesen werden, wenn eine LBA noch nie beschrieben oder getrimmt wurde und damit nicht gemappt ist. Der Controller liefert dann einfach irgendwas zurück, so wie beim Lesebenchmark von HD Tune. Hier gibt es einen netten Artikel dazu.

Ansonsten findest Du hier mehr darüber wie eine SSD funktioniert. Dann verstehst Du auch, wieso die Write Amplification bei einer Anwendung wie dem Cachen einer HDD sehr hoch ausfallen muss.

Modus schrieb:
Was ist denn Deiner Erfahrung nach eine empfehlenswerte SSD im untersten Preissegment ?
Im untersten Preissegment, also wenn Du die Liste im Preisvergleich nach GB/€ sortierst, dann findest Du auf den ersten Plätzen eigentlich nur Müll. Erst eine Samsung 840 oder Crucial m4 sind da zu empfehlen und auch recht weit oben in der Liste. Bei den ganz gilt eben, wer billig kauft, der kauft meist zweimal oder auch: Die Qualität bleibt, auch wenn der Preis schon längst vergessen ist.
 
Das ist ja ein echter Kompetenz Thread:freaky: - Klasse - das brachte Licht ins Dunkel. Damit ist meine obige Annahme, daß der Momentus Hybrid ein Risiko darstellt in Bezug auf die Lebensdauer bedingt durch den CACHE fast unbegründet. Hier stellt sich also mehr die Frage nach der Performance in Relation zum Preis.

Den echten Mehrwert von SSD´s sehe ich derzeit nur im mobilen Bereich (schnelles Booten, stoßunempfindlich, geringer Energieverbrauch).
Im Büroalltag, HTPC etc. ist diese Technik nur selten sinnvoll. Der Hybrid-Lösung kann ich nach wie vor für den stationären Bereich was abgewinnen.

Merci
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind die Seagate DESKTOP SSHDs inzwischen eigentlich irgendwo erwerblich? Ich warte seit dem Erscheinen dieser News darauf, weil meine alten Festplatten immer häufiger rummucken. Würde ich schon gern kaufen, aber außer News findet man dazu ja nichts. ;)
 
Gibt es ein Test von diesen SSHD ? Würde mal wissen wie gut die gegen über einer normalen 2,5 Zoll dastehen und einer SSD.
 
Es gibt sie noch nicht zu kaufen... zumindest habe ich sie noch nirgends gefunden. Bei Seagate selbst gibt es zumindest Infografiken und Messergebnisse.
 
Also bei Alternate oder Mindfactory gibt es sie schon seit über 1 Monat zu kaufen jetzt.

Jedenfalls die 2,5 Zoll SSHD
 
Ich hatte Deine Frage als Reaktion auf meinen Beitrag aufgefasst - und ich sprach von den neuen DESKTOP SSHDs (3,5 Zoll). Die für Lappies sind schon lange im Handel. ;)
 
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