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Sehr Ähnliches Designe - Rechtslage

mercsen

Lt. Commander
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Apr. 2010
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1.681
Hallo,
ich melde mich wieder einmal mit einer Rechtsfrage an die liebe Code Gemeinde :)

Also ich programmiere für einen Kunden gerade eine Website, das designe kommt von einem externen Grafiker, allerdings soll sie sich an der startseite von xxx.com orientieren.

Das geht soweit das oben 2 Reihen sind, in er der ersten ist der Kunden Login, darunter folgt die Menü leiste, bei einem Klick auf einen Menü Punkt fährt ein Submenü aus und schiebt, wie bei XXX den rest der Seite nach unten.

Doch damit nicht genug, sogar diese 3 Buttons unterhalb des Content bereichs sind kopiert, sehen zwar anders aus und haben andere größen, aber alles in allem das gleiche.

Ganz unten ist, wie bei xxx, dann eine weitere dicke Zeile in der weitere Links stehen.

Selbst der Hover Effekt in der oberen Menüleiste sieht genau gleich aus.

Ich habe sie jetzt soweit fertig und stehe kurz vor der Auslieferung, das CMS ist auch integriert, jetzt frage ich mich aber in wie fern das zu problemen führen könnte und wie ich mich davor schützen kann.

Ich habe ihn mehrmals darauf hingewiesen das ich bei der Sache ein ungutes Gefühl habe und möchste im Falle eines falls nicht in einen Rechtstreit reingezogen werden. Da ich mittlerweile erfahren habe das die Leute sich sogar die Navigation mit Tabs patentiert haben lassen bin ich recht misstrauisch geworden.

Reicht es wenn ich in den Vertrag reinschreibe das ich alle Rechte an ihn abtrete? Oder kann man mich dann trotzdem belangen weil ich die Seite ja gebaut habe?
Oder besteht überhaupt keine Grund zur Sorge?

Schlussendlich möchte ich die Seite ja auch zu meinen Referenzen hinzufügen oder ratet ihr auch davon um absolut sicher zu gehen?

Derzeit arbeite ich auf Gewerbeschein, muss also Privat Haften.......

P.S.
sry das ich die seite nicht sagen will, sicher ist sicher, hoffe die beschribung der vergleiche reicht ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde in den Vertrag mit aufnehmen das das Design ausdrücklich auf Kundenwunsch so erstellt wurde mit dem Hinweis auf die Seite auf der das Design basiert und dem Hinweis das das Design möglicherweise Urheberrechtlich geschützt ist und du keine Haftung dafür übernimmst.
 
Exakt so solltest Du es machen. Du als Webdesigner setzt schließlich nur den Kundenwunsch um. Wenn Du jetzt noch eventuelle Copyright-Verletzungen prüfen musst, wo kämen wir dahin?
Wenn der Kunden Dir eine mp3-File gibt und das als Hintergrund-Melodie eingebaut haben will, ist auch nicht der Coder der Seite schuld, woher sollte er wissen, dass das File nicht frei verfügbar ist.
Schließlich steht auf der Seite später auch (C) Websitebetreiber und nicht (C) Mercsen!
Siehe dieses Forum! ganz unten steht auch nicht (C) vBulletin sondern Copyright © 1999–2011 ComputerBase GmbH.

Grüße, Thomas
 
Ich denke, dass du irgendwo immer haftbar bleiben kannst, allerdings ist die Frage in wieweit du dich raushalten kannst. In erster Linie wird das Unternehmen/dein Kunde angeschrieben/abgemahnt/verklagt, welches von der Website repräsentiert wird. (Wobei auch der Websitebetreiber m. M. n. in Visier geraten könnte).

Ob dieses Unternehmen (dein Kunde) dann etwaige Schadensersatzansprüche gegenüber dir geltend machen möchte ist ihm überlassen. Versuchen könnte er es allemal! Selbst der Kläger könnte m. M. n. den Umweg nehmen und dich zur Verantwortung heranziehen. Wobei auch hier Richter unterschiedlicher Meinung sein können, ob DU oder der Kunde die richtige Gegenpartei ist.

(EDIT: Die Ansätze von den Antworten über mir hören sich aber auch sehr schlüssig an. dann wäre die Frage, in wie fern du wusstest, dass du da was "kopierst" [das "kopieren" nicht falsch verstehen :-P])

Nun ist aber auch die Frage, in wie weit man sich das alles patentieren bzw. in diesem Falle geistiges Schaffen schützen lassen kann. Selbst da gibt es keine einzige Meinung und Richter entscheiden nicht immer gleich!

Ich bin kein Experte und kann natürlich auch komplett daneben liegen! Ich höre halt nur gerne zu, wenn mein Bekannter (Richter am Amtsgericht) anfängt zu erzählen :D und versuche es halbwegs hier anzuwenden.

Ich weiß nicht in welchem Maßstab du gewerbetreibend bist, aber denk mal über eine (Vertrags-)Rechtschutzversicherung (für Gewerbetreibende) nach.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Hinweis das du deinen Kunden über eine mögliche Urheberrechtsverletzung in Kenntnis gesetzt hast würde ich auf jeden Fall aufnehmen. Nicht das er das nacher auf dich abwälzt sollten da Ansprüche aufkommen...
 
@charmin
Stimmt, schaden kann das nicht! Aber auch das ist KEINE Garantie, dass er nicht doch in einen Rechtsstreit hinein-gerät.
 
ach ich verweise einfach auf eure beiträge und die sollen sich mit euch streiten :D

hehe, aber wenn mich das nicht schüzt, was dann?
Ich meine ich kanns ja verstehen, ich habe ja wissentlich den aufbau nachgebastelt, aber wie gesagt nicht auf meinen wunsch. Was HTF sagte hörte sich eigentlich schon ganz schlüssig an + das designe ist ja nicht von mir ich habe es nur in HTML Code eingebettet und mir hübschen animationen versehen.
 
Dein Auftraggeber hätte auch das Design der Pornoseite (xxx.com :D ) auf Papier malen können und dir geben. Dann hättest du es unwissentlich kopiert...

Andererseits:
Irgendwie ist es auch wissentlicher Diebstahl von geistigem Eigentum. Ohne irgendwelche Absicherung kannst du garantiert belangt werden.
Das ist wie, wenn ein Regisseur zu seinem Tontechniker geht und meint 'ich brauch ein Lied das genau so klingt wie Bück Dich von Rammstein'. Am Ende klingt das Lied genau so, hat vielleicht 'nen anderen Text. Aber es ist Verletzung des Urherberrechts (wenn man sieht, dass manche Leute sich verklagen, weil 2 Sekunden aus einem Lied kopiert und gesampelt wurden). Der richtige Weg wäre natürlich gewesen, die Band selbst zu fragen, oder die Gesellschaft, die dafür zuständig ist, um die Erlaubnis für das Stück zu bekommen.

Oder schau mal zu Samsung und Apple. Vielleicht hat der Chef bei Samsung seinem Designer gesagt: Wir brauchen einen iPad Klon. Und jetzt wird die Firma verklagt. Dem Designer selbst macht das nichts, der kann ja sogar von außerhalb des Konzerns kommen. Die Firma, die das Produkt veröffentlich hat das Problem!

Aber sicher ist sicher. Ich würde es irgendwo festhalten, wobei ich den Vertrag als unpassend erachte... Sieht dann aus, als wenn du beim Kauf eines Autos eine Urkunde bekommst wo drin steht 'Ich bin mir darüber bewusst, dass es sich hierbei um Hehlerware handelt' :D

Mach das Beste draus!
 
Haha, sehr geile auslegung! :D

Meine Meinung ist ja nach wie vor, es gibt nur eine endliche anzahl an Möglichkeiten, Wiederholungen sind mehr oder minder vorprogrammiert.....

Das problem ist das ich sowohl designer als auch Firma bin ^^"
Allerdings nicht die betreibende, sondern nur die betreuende (ich werde die Seite später als web- und sysadmin betreuen) firma bin. Im Impressum stehen nur die Daten des Kunden.

Ein Beispiel:

Ein Klcik auf die obere menü leiste schiebt ein weiteres Menü ein, in dem man dann die Unterpunkte sieht.
z.B. bei einem klick auch know-how erscheint ein unter menü zu den einzelnen know-hows.
Das erscheint mir als ziemlich logische Lösung in Zeiten von Web 2.0 und "Service on demand". Wieso ein Menü anzeigen das ich gar nicht brauche?

Im vertrag ist bisher nur festgehalten das alle Rechte an der Seite und dem Programm an den Kunde übergehen, das hat er sich auch einiges kosten lassen (ich habe dafür den preis um 500 % angehoben (jaja ist immer noch geschenkt aber muss ja erstmal fuß fassen ^^)). Sprich: Ich habe keinerlei Anspruch mehr darauf. Streng genommen dürfte ich ja dann ja nicht einmal code passagen aus dem Projekt für ein anderes nutzen (oder sehe ich das falsch?). Nach meinem verständis wechselt dadurch auch sämtliche verantwortlichkeit den Besitzer. Meine angst ist halt das er dann später sagt das es ja nicht von ihm kommt sondern von mir und er es nur gekauft hat. Und ich mich plötzlich in die enge gedrängt sehe.
Noch hat meine "Firma" keine rechtsform, das peile ich erst für das nächste Jahr an, derzeit bin ich nur gewerbetreibender.
Zu der Seite von der, sagen wir mal, inspiriert wurden, es handelt sich dabei um einen großen, großen Hardware hersteller, wo hingegen mein Kunde erst eine einzige Software im Portfolio hat, also so oder so nicht viel Geld zu holen wäre.....

edit:
was ich dazu noch sagen wollte:
auf der urpsurngseite gelangt man bei einem klick, im unter menü, auf eine neue seite, während bei uns per ajax der inhalt nachgeladen und unter dem untermenü angezeigt wird. ist das schon ein ausreichend großerunterschied?
 
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Soweit ich mich erinnere hatte damals IBM den "Banner" oben auf der Webseite, die Navigation auf der linken Seite und ein Haufen anderen allgemeingültigen Kram patentieren lassen :-)

Ich denke sofern du im Vertrag (den dein Kunde zu unterschreiben hat) ausdrücklich formulierst, dass keine Schadenansatzsprüche aufgrund der Webseite gegenüber dir möglich sind und die gesammte Verantwort ab der Projektübergabe abtrittstk, dürfte es nicht alzu schlimm ausgehen.

P.S. Ich habe jetzt im Moment genau das selbe Problem. Doch bei diesem Projekt (bin Projektleiter, nicht Geschäftsführer) wurde ich auch dafür bezahlt, dass der Auftrag nicht mal in mein Portfolio landet. Bin sozusagen diesmal "Ghostwriter" :)
 
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