Seitenverhältnis für Landschaftsaufnahmen

jonesjunior

Lt. Commander
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Okt. 2008
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1.699
Hallo,

leider habe ich meine Fotos eine lange Zeit ohne festes Seitenverhältnis zurechtgeschnitten.
Da ich die Fotos lediglich auf Flickr hochgeladen habe, war mir der Fehler nicht bewusst.

In Zukunft möchte ich gute Fotos entwickeln lassen und muss mir daher angewöhnen, generell im 2:3 Format zu schneiden.

Was soll ich jedoch bei Landschaftsaufnahmen machen? Vor allem wenn man den Himmel etwas wegschneiden will ist das feste Verhältnis ärgerlich....

Ein Beispiel von mir:
lol.jpg
Das Foto ist noch unbearbeitet. Ich weiß, dass der Horizont schief ist :D

Ich habe das 16:9 Format (z.B. 15x27cm) ausprobiert, was mir schon ganz gut gefällt.
Jedoch wird dieses und auch kein ähnliches Format bei saal-digital oder pixum angeboten.

Deshalb meine Frage:

Wie muss ich dieses Foto zuschneiden, damit es sowohl auf flickr als auch nach der Entwicklung ein schönes Format aufzuweisen hat?

Danke für eure Beiträge.
Gruß
Jonas
 
behalte das orginal unbearbeitet und erstell die bilder zum drucken separat. dann hast du nämlich den vorteil, dass du später auch mal einen anderen bildausschnitt drucken kannst.
 
Du nimmst deine Bearbeitung im Originalformat vor, speicherst es auch so ab, und bei der Bestellung von Abzügen schneidest du es jeweils aufs passende Format.

Zu deinem Bild: Da kannst du vom Himmel viel abschneiden, dann passts auch fast mit dem goldenen Schnitt.
 
Hm.
Wenn ich viel vom Himmel abschneide, dann muss ich ja durch das Format viel von der Seite abschneiden, das ist mein Problem.

Zum "passenden Format": Es gibt irgendwie fast nur 2:3 und 3:4. Etwas was Richtung Panorama geht habe ich noch nicht gefunden.

Edit:
Obwohl 16:9 auf pixelfoto-express.de scheint interessant zu sein.

Edit2: Hat sich erledigt, 2:3 scheint wohl auf bei Landschaftsaufnahmen das gängige Format zu sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
@jonesjunior:
Mit Verlaub ... wenn ich Dir - da Du ja, wie es scheint, entsprechende Ambitionen und Ansprüche was die fotografische Qualität Deiner Arbeiten betrifft, entwickelt hast - ein paar Tipps geben darf:

Zuschneiden schön und gut, ist eine sehr gebräuchliche Methode in der Nachbearbeitung Bildausschnittsfehler zu bereinigen. Geht oft auch gar nicht anders, weil es Aufnahmesituationen gibt, wo es sehr schnell gehen muss und da passt dann der Bildausschnitt halt nicht immer.

Bei Landschaftsfotografie kannst Du aber mit einem Konzept an die Sache gehen und das fängt bei der Wahl des richtigen Bildausschnitts bei der Aufnahme an.

Es gibt den sog. "Goldenen Schnitt". Ein- und dasselbe Motiv mit unterschiedlichen Bildausschnitten kann faszinieren oder langweilig wirken. Bei Deinem Foto hast Du den Horizont genau in der Mitte gelassen, das Bild also in zwei Teile geteilt, darum werden hier gestalterische Möglichkeiten verschenkt, bzw. verschenkst Du Auflösung, wenn Du in der Nachbearbeitung großflächige Beschnitte vornehmen musst, damit das Foto dann annähernd so wird, wie Du es eigentlich schon bei der Aufnahme hättest gestalten können.

Leicht zu merken: Die "Drittelregelung", entweder zwei Drittel Himmel-Anteil am Foto oder zwei Drittel Vordergrund, je nachdem, wo "es sich abspielt". Bei einer Gewitterstimmung mit Sturmwolken, wird man wohl mehr Augenmerk auf den Himmel richten, bei strahlend schönem Wetter wohl eher auf die Zypressen.

Wichtig auch - Aufnahmestandort verändern. Zooms verleiten zur Trägheit. Ausschnitt passt nicht, zommt man halt ran oder weg, bleibt selbst aber immer am selben Fleck stehen. Mit einer Festbrennweite kannst Dein fotografisches Auge schulen. Da musst Du Dich bewegen, sonst kannst den Bildausschnitt nicht verändern.

Dann in weiterer Folge für die Nachbearbeitung gibt's Programme wie zB Photoshop Lightroom 3. Das bekommst aktuell hier und dort schon knapp über € 120,00 und ist eine Spitzensoftware. Da kannst Dein Foto mit fest vorgegebenen Seitenverhältnissen beschneiden oder auch eigene Seitenverhältnisse vorgeben, sowie Horizont ausrichten etc.

Weiterhin viel Spaß beim Fotografieren, lg,
tbird700
 
Drittelregel, Goldener Schnitt, das sind zwar nette Regeln, aber Gott sei Dank muss man sich nicht daran halten :)
 
Danke für die guten Tipps :)

Lightroom brauche ich nicht, da ich schon Photoshop besitze.
Aber eine Festbrennweite wie das Canon 50mm 1.8 reizt mich schon sehr, insbesondere die Möglichkeiten der Freistellung durch die Blende.

Übrigens habe ich das Bild bearbeitet:

Landschaft.jpg

Ich habe den Horizont begradigt und eine leichte Tonwerkorrektur vorgenommen.

Wie findet ihr die Bearbeitung?

Übrigens: Wie kann man Bilder im Forum voll einbinden, also nicht als Thumbnail?
 
Zuletzt bearbeitet:
Lightroom ist aber schon was ganz anders als Photoshop, und die Bridge ist nicht einmal annähernd so komfortabel.

Das Bild ist zwar jetzt besser, aber mir persönlich ist das Grün zu intensiv.
 
@ayin:
Drittelregel, Goldener Schnitt, das sind zwar nette Regeln, aber Gott sei Dank muss man sich nicht daran halten
Bin ich voll und ganz bei Dir, vertrete allerdings ein Grundprinzip:
"Um Regeln zu brechen, muss man sie kennen."


@jonesjunior:
Zur Nachbearbeitung aufrichtig gemeinte Gratulation. Ein- und dasselbe Motiv und Bildaussage Tag und Nacht. Bei der korregierten Version hast auf einmal eine Raum-, Tiefenwirkung, der Blick des Betrachters wird gelenkt, aus einem eher faden Motiv wird eine dynamische Sache.

Grünintensität etc. ist Geschmackssache, so wie Fotografie überhaupt. Damit allerdings sicher gestellt ist, dass Betrachter und Ersteller vom selben reden, müssten beide kalibrierte Monitore besitzen.

Lightroom oder Photoshop ist nicht nur eine Frage des Geldbeutels und/oder Geschmacks, sondern auch des Bedarfs. Ich selbst arbeite sehr gerne mit Lightroom, weil es grundlegende Arbeitsschritte bei großen Fotomengen wesentlich rascher zulässt, als dies bei Photoshop möglich ist. Bei Photoshop muss man wieder auf Bridge zurück greifen und das überzeugt mich punkto Geschwindigkeit und Stabilität noch immer nicht.

Natürlich sind mit Photoshop wiederum ganz andere Bildbearbeitungsschritte möglich als mit Lightroom, daher haben imho beide ihre absolute Daseinsberechtigung und letztlich entscheidet die persönliche Vorliebe.

Betreffend Thumbnails/Bildgrößenanzeige hier im Forum, kann ich Dir leider nicht weiter helfen, bin was das betrifft selbst ein kompletter "Nurmi". ;-)

Lg,
tbird700
 
Danke für das Lob. :)

Mein Monitor ist leider nicht mit Hardware kalibriert, aber ich werde in den nächsten Tagen dennoch versuchen ihn mit Referenzbildern oder sonstigen Möglichkeiten besser einzustellen.
Denkt ihr, dass es viel ausmacht?
 
Die Einstellung per Referenzbild ist schon mal ein guter Ansatz. In weiterer Folge kommt es ja auch darauf an, wofür Deine Aufnahmen konzipiert sind. Wenn's rein um's Posten im Netz geht, reicht die Einstellung per Referenzbild vollauf.
 
Ich würde dir noch empfehlen, einige störende Elemente, wie das Windrad, den weißen Punkt in der Mitte und das Gebüsch, welches über den Horizont ragt, zu entfernen.
 
Danke, habe es korrigiert.
 
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