Shuttle XH61 Fiepen und Zirpen

Serummo

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Hallo,

ich habe mich mal hier angemeldet, da ich das Gefühl habe, dass hier allgemein ein sehr hohes Niveau herrscht und die Leute sehr hilfreich sind.

Es geht um einen Mini-PC, den ich mir vor 2 Wochen zusammengebaut habe. Er ist als leiser und relativ stromsparender PC gedacht, mit dem ich nicht spiele, sondern nur arbeite und ab und zu vielleicht ein Video schaue oder im Internet surfe. Das Betriebssystem ist die neueste Version von Ubuntu 12.04.

Erstmal zum Gerät selbst (ein Bild ist auch angehängt.):

Die Basis ist der Shuttle XH61 (darin enthalten ist externes 90 Watt Netzeil, Mainboard und Gehäuse).
Zusätzlich habe ich eine
60GB SSD von AData,
8 Gigabyte Speicher von Corsair
und als Prozessor einen i3-2125.

Meinen Monitor habe ich über HDMI angeschlossen.
Das Gerät steht auf meinem Holzschreibtisch!

Leider ist der PC aber nicht so leise wie erhofft sondern gibt ein ganzes Sammelsurium von Geräuschen von sich (das Lüftergeräusch für den CPU-Kühler natürlich mal außer Acht gelassen):

Sobald die CPU Arbeit bekommt, fängt ein gewisses Zirpen an, dass sich je nach Auslastung zu einem dauerhaften Summton steigern kann. Das ist aber nicht immer exakt der gleiche Ton, sondern kann variieren von einem hohen Ton, bis zu einem tiefen "Rumpeln". Durch Mausbewegungen könnte man eventuell kleine Melodien spielen.

Zusätzlich gibt es im vorderen Teil des Gehäuses einen dauerhaften leisen Summton, der aber quasi zu vernachlässigen ist. Soweit ich das beurteilen kann, vibriert im Innenraum nichts und auch das Gehäuse nicht. Es gibt aber Geräusche, wenn ich den Stecker des Netzteils ein bisschen drehe.

Worums letztlich geht ist, kann man etwas gegen diese Geräusche machen? Würde eventuell ein stärkeres externes Netzteil Abhilfe schaffen? Gibt es ansonsten noch Dinge, die man machen kann, um das ganze leiser zu bekommen oder habe ich gar ein mangelhaftes Gerät erwischt? Im Internet konnte ich nichts über laute XH61 Computer finden.

Vielen Danke für eure Meinungen und Hilfe.
 

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Serummo schrieb:
Sobald die CPU Arbeit bekommt, fängt ein gewisses Zirpen an, dass sich je nach Auslastung zu einem dauerhaften Summton steigern kann. Das ist aber nicht immer exakt der gleiche Ton, sondern kann variieren von einem hohen Ton, bis zu einem tiefen "Rumpeln". Durch Mausbewegungen könnte man eventuell kleine Melodien spielen.
Ich vermute, dass die Spannungswandler die Geräusche verursachen. Deiner Beschreibung nach zu urteilen, sind im Idle die entsprechenden Geräusche nicht vorhanden?
 
Da sind dann in gewissen Abständen ganz kurz Piepser zu hören und ein dauerhaftes schwer zu erklärendes Geräusch. Es hört sich in etwa so an, wie ein sich langsam drehender Lüfter, der nicht ganz rund läuft. :D

Wenn ich den eigentlichen Lüfter anhalte, bleibt dieses Geräusch aber bestehen, also hats mit dem Lüfter an sich nichts zu tun.
 
Bietet das BIOS die Möglichkeit des Undervoltings? Ich würde mal diesen Versuch unternehmen und schauen, ob sich etwas zum positiven verändert.
Ergänzung ()

Bist Du dir denn sicher, dass die entsprechenden Geräusche aus dem Gehäuse und nicht vom Netzteil kommen?
 
Leider hat man im Bios allgemein sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten, ich kann lediglich DRAM auf die Werte "AUTO", 1.35, 1.65 und 1.8 stellen, als Hinweis seht da, dass man keinesfalls auf über 1.65 gehen sollte.

Es gibt dann noch einen Reiter Overclocking, bei dem ich nur eine Einstellungsmöglichkeit habe, eben enabled und disabled, da steht etwas von xmp Profile dabei, ich weiß aber eigentlich nicht was das ist. :)


Das Netzteil selbst ist definitiv geräuschlos, es liegt ein gutes Stück vom Gerät entfernt. Die vordere Platine im Gehäuse selbst hat aber denke ich auch mit der Stromversorgung zu tun, von dort kommt auch ein gewisses Summen.
 
Ich meinte die CPU undervolten, weil beim RAM wird es nichts bringen. Weiß jetzt auch nicht genau mit welchen Windows-Tools man das machen könnte, da ich keinen Intel habe.

Ich würde Dir an dieser Stelle empfehlen, den Boardie Krautmaster anzuschreiben und zu bitten, dass er Dir ggf. behilflich ist. Er kennt sich beim Thema Core i3, undervolten & ITX besser aus. Zumal er dazu auch einen eigenen Thread erstellt hat.
 
Ich vermute, dass sich Deine "Geräuschkulisse" aus der Überlagerung verschiedener Störtöne ergibt!

Tiefe, brummende oder "summende" Töne, vor allem wenn sie periodisch auf- und abschwellen, deuten auf eine Körperschallübertragung/Resonanz auf Grund fehlender Entkoppelung hin. Das kann zum einen an Lüftern liegen, die ggf. das gehäuse zu schwingungen anregen, oder auch eine mechanische HDD (aber die hast Du ja wohl nicht). Wenn Dein PC auf einem Holzboden steht, kann es dadurch ebenfalls zu Körperschall kommen.

Um die Geräuschquellen zu lokalisieren, könntest Du die Gehäuselüfter abklemmen. Je nachdem, ob sich dann am Geräusch etwas ändert oder nicht, kann man auf den Verursacher schließen. Weiterhin könntest Du den PC vom Boden entkoppeln, indem Du ihn z.B. auf Schaumstoff oder Moosgummi stellst, das kann deutlich helfen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß ;)

Die hochfrequenten Töne stammen dagegen vermutlich von fiependen Kondensatoren auf dem Board und/oder im Netzteil, dies trifft leider bei Sandy Bridge-CPUs wg. der dynamischen Kernspannung sehr häufig auf und es gab dazu hier auch schon einige threads, z.B.

https://www.computerbase.de/forum/threads/gigabyte-ga-ph67-ds3-b3-spulenpfeifen.1053174/
https://www.computerbase.de/forum/threads/i3-whining.1049611/

Es kann helfen, im BIOS die Stromsparfunktionen (C-States, EIST) zu deaktivieren oder die Kernspannung auf einen festen Wert einzustellen, auch wenn dadurch der Turboboost abgestellt wird. Manchmal hilft auch der Tausch von Mainboard oder Netzteil, aber es gibt keine Garantie, da leider alle Hersteller und Modelle davon betroffen sein können.

Auch (vor allem ältere) Grafikkarten neigen z.T. zum Spulenfiepen, aber Du hast ja anscheinend gar keine eingebaut?

LG N.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit dem Entkoppeln werde ich probieren, mal schauen welches passende Material hier herumfliegt. Eine Styroporplatte dürfte den gleichen Zweck erfüllen oder?

Gehäuselüfter habe ich gar keinen, das einzige bewegliche Teil im Gerät ist der CPU-Lüfter, wenn man den kurzzeitig anhält, bleiben die Geräusche aber bestehen, also wird es wahrscheinlich hauptsächlich das Sandybridge-Fiepen sein.
Besteht die Möglichkeit, dass eine schwächere CPU, die weniger Leistungsaufnahme hat, diese Geräusche nicht verursacht. Immerhin hat das Netzteil ja nur 90 Watt.

Im Bios sind Stromsparoptionen leider nicht verfügbar, eventuell gibt es ja mal ein Biosupdate, welches mehr Einstellmöglichkeiten erlaubt.

Grafikkarte habe ich keine, das Signal kommt aus der Grafikeinheit des Prozessors.

Naja aber insgesamt ists trotzdem ein schönes Teil, vielleicht kommt es mir auch nur störend vor, weil mein anderer Computer unter dem Schreibtisch steht und nicht obendrauf. :)

Danke schonmal.
 
Serummo schrieb:
Besteht die Möglichkeit, dass eine schwächere CPU, die weniger Leistungsaufnahme hat, diese Geräusche nicht verursacht. Immerhin hat das Netzteil ja nur 90 Watt.

Nein, leider nicht, das fiepen wird durch die variable Kernspannung generiert (offenbar in verbindung mit zu schwach ausgelegten Kondensatoren auf dem mainboard und/oder im Netzteil, s. hier: https://www.computerbase.de/forum/t...sionsthread-keine-kaufberatung.822681/page-83, # 1643-1647), und das ist ein Merkmal aller aktuellen Intel-CPus unabhängig von der Taktfrequenz :(

LG N.
 
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