Rego
Commander
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Als Erstes möchte ich ComputerBase.de und Sihoo für die Möglichkeit den flexiblen Sihoo Doro C300 Pro V2 im Rahmen von "Mit Adaptiver Ganzkörper-Unterstützung: Tester für den Stuhl Sihoo Doro C300 Pro V2 gesucht [Anzeige]" zu testen danken. Ich habe etwas länger für diesen Testbericht benötigt, da mein Sohn (14 Jahre, 1,68 m, 57 kg) und ich (44 Jahre, 1,81 m, 80 kg) den Stuhl getrennt voneinander für jeweils einige Tage ausgiebig getestet haben.
In meinem Test vergleiche ich den C300 mit meinem alten Stuhl, einem "Rovo Chair R16 3040" mit Ergo Balance Sitzfläche. Beide sind preislich ziemlich ähnlich, haben aber komplett unterschiedliche Ansätze. Zudem verwende ich am Arbeitsplatz einen "Dauphin Shape SH 3885". Dessen Erfahrungswerte fließen ebenfalls in die Bewertung mit ein.
Technische Daten im Vergleich
Die technischen Daten des C300 lesen sich vielversprechend und auch die Produktbilder lassen auf eine maximale Anpassbarkeit schließen.
Aufbau:
Der Stuhl kommt in zwei Paketen, die bei mir im Abstand von einer Wochen ankamen. Mit einem Gewicht von knapp 17 und knapp 19 kg sind beide keine Leichtgewichte, aber doch noch gut machbar. Beim Öffnen der beiden Schachteln fällt die ordentliche Sicherung der einzelnen Elemente sofort ins Auge. Alle Teile sind meist einzeln in Kartonschalen und/oder viel Luftpolster eingepackt.
Die Aufbauanleitung passt auf eine DIN A4-Seite und ist sehr leicht verständlich. Der Aufbau hat alleine, mit den ganzen Fotos, knapp eine Stunde benötigt. An keiner Stelle gab es Unklarheiten oder verwirrende Anweisungen. Von den Schrauben und Unterlegscheiben werden jeweils ein zusätzliches Ersatzteil beigelegt. Zudem legt Sihoo ein paar, leider sehr kleine, Handschuhe bei. Durch die Verwendung können Flecken oder Kratzer beim Aufbau verhindert werden.
Als erste Elemente werden das Kreuz zusammen mit den Rollen und dem Gasdruckdämpfer zusammengeschraubt bzw. gesteckt. Als nächstes werden die Armlehnen mit den Halterungen und dazwischen gelegten Metallscheiben verschraubt.
Die Sitzfläche ist komplett montiert und hat ein ordentliches Gewicht. Im nächsten Schritt wird die ebenfalls komplett vormontierte Rückenlehne an die Sitzfläche geschraubt. Anschließend werden die Armlehnen angeschraubt und die Sitzfläche auf den Gasdruckdämpfer gesteckt.
Als letzten Punkt muss nur noch die Kopfstütze an der Rückenlehne angebracht werden und der Stuhl ist einsatzbereit. Alle Verschraubungen lassen sich mühelos mit dem beigelegten Inbus-Schlüssel (Sechskant) erledigen.
Nach dem Aufbau bleibt ein Regal voll Folien, Luftpolster und Schaumstoffelementen übrig - erschreckend.
Im direkten Vergleich zum Rovo ist der Aufbau immens aufwendig. Der R16 kam in einer Schachtel und es mussten nur die Rollen ins Kreuz, die Gasdruckfeder gesteckt und der, ansonsten vollständig vormontierte Stuhl, darauf gestellt werden. Gesamter Aufbauaufwand war dabei unter fünf Minuten. Auch der übriggebliebene Müll ist ein Bruchteil des C300 Pro V2.
Sihoo Doro C300 Pro V2
Rovo Chair R16 3040
Erster Eindruck und Anpassbarkeit:
Beim ersten Probesitzen fallen die bequeme Sitzfläche und die dominante Lendenstütze sofort auf. Die Sitzfläche lässt sich in der Längsachse verschieben. Der Gasdruckdämpfer lässt den Stuhl sanft in der Höhe einstellen. Die Rückenlehne ist bei waagerechten Hebel fixiert, lässt sich aber gelöst sehr weit nach hinten neigen.
Bei den Armlehnen sind die Einstellmöglichkeiten fast schon Zuviel. Die Verstellung der 8D-Lehnen ist übertrieben leichtgängig und somit ertappt man sich ständig bei der Einrichtung jener. An einem typischen Arbeitstag passierte es mir mehrmals die Stunde, dass ich nach einer kleinen Bewegung, Drehung oder kurzem Aufstehen bzw. Setzen die Armlehnen wieder auf meine gewünschte Einstellung bringen musste. Die Höhenverstellung ist für mich nicht benutzbar, da die niedrigste Einstellung gerade mal so passt.
Die Lendenstütze lässt sich in drei Schritten verstellen und drückt dabei überraschend stark ins Hohlkreuz. Als operierter Lendenwirbelbandscheibenpatient finde ich nur die unterste Stufe halbwegs erträglich und bei den anderen Positionen ist eine weitere Verwendung der Rückenlehne kaum möglich.
Bei der ersten Anpassung der Sitzhöhe musste ich mit Unglauben feststellen, dass selbst mit meiner durchschnittlichen Körpergröße eine ergonomische Höheneinstellung kaum möglich ist. Zwischen Ober- und Unterschenkel sollte bei ergonomischen Sitzen ein Winkel von 90° bis 100° entstehen. Bei meinem Körperbau werden bei mir bei maximaler Stuhlhöhe nur knapp 90° erreicht. Auch musste ich die Höhe meines Tisches um über drei Zentimeter senken.
Hier der Vergleich der höchsten und niedrigsten Sitzeinstellung:
Um eine weitere Meinung zu haben, konnte wie bereits oben erwähnt, auch mein Sohn den Stuhl ebenfalls einige Tage verwenden. Die Ergonomie-Funktionen und die Einstellbarkeit des Stuhls sind für seine Statur perfekt. Auch passt hier die Größe anständig und die Knie können im besagten 90-100° Winkel verharren. Er verwendete den Stuhl sowohl bei den Hausarbeiten am Tablet, bei Hefteinträgen und natürlich auch beim Gaming.
Fazit:
Im Fazit möchte ich auf die Unterschiede zwischen dem Sihoo und dem Rovo eingehen, die Vor- und Nachteile des Sihoos hervorheben und meine persönliche Meinung zu dem Stuhl schildern.
Der Sihoo erfordert im direkten Vergleich ein erhöhten Aufwand beim Aufbau, auch der dabei übrig gebliebene Müll ist extrem. Von der Qualität und Haptik sind beide auf einem sehr hohen Level und es macht Spaß den Sihoo anzufassen und zu verwenden. Die Einstellmöglichkeiten sind beim Sihoo sehr gut gelungen, haben aber sowohl in der Größe des Verwenders als auch in den Feinheiten wie den Armlehnen einige negative Punkte. Die durchgehende Verwendung von Mesh als Sitz- und Rückenlehnenmaterial lässt kein Schwitzen aufkommen, wie sich die Haltbarkeit der Materialien entwickelt muss die Zeit zeigen. Das hohe Gewicht des Sihoo mit knapp 30 kg lässt ihn wuchtig und hochwertig erscheinen, trotzdem fühlt er sich beim Griff an die Lehne nicht "bockhart" an, sondern das Material lässt sich biegen und gibt nach. Im direkten Vergleich fühlt sich der Rovo eher wie ein klassischer Bürostuhl an, der Sihoo wirkt hier "moderner". Der oben erwähnte Dauphin ist hier sehr ähnlich zum Rovo.
Das Sitzgefühl lässt bei meiner Größe beim Sihoo leider ein eher getrübtes Bild zurück. Im direkten Vergleich zum Rovo ist das Sitzen wesentlich weniger entspannt. Hier muss ich aber einschränkend erwähnen, dass ich "damals" beim Rovo ca. zwei Wochen brauchte um meinen Rücken an die ErgoBalance-Sitzfläche zu gewöhnen. Der Dauphin im Gegensatz war vom ersten Platz nehmen überragend.
Ich werde im HomeOffice den Rovo R16 weiter verwenden. Der C300 ist meiner Meinung nach eher für Personen unter 1,75m entwickelt und bei dieser Personengruppe können die Ergonomie-Funktionen vollends punkten. Mein Sohn ist vom Stuhl begeistert und hat sich diesen auch schon dauerhaft gekrallt. In Kombination mit seinem höhenverstellbaren Schreibtisch wird sein Arbeitsbereich immens aufgewertet.
In meinem Test vergleiche ich den C300 mit meinem alten Stuhl, einem "Rovo Chair R16 3040" mit Ergo Balance Sitzfläche. Beide sind preislich ziemlich ähnlich, haben aber komplett unterschiedliche Ansätze. Zudem verwende ich am Arbeitsplatz einen "Dauphin Shape SH 3885". Dessen Erfahrungswerte fließen ebenfalls in die Bewertung mit ein.
Technische Daten im Vergleich
| Sihoo Doro C300 Pro V2 | Rovo Chair R16 3040 | |
| Material | Netz-Gewebe | Polsterstoff (Sitz), elastisches 2D-Netzgewebe (Rückenlehne) |
| Farbe | schwarz | schwarz |
| Mechanik | Synchronmechanik, Gasdruckdämpfer | Ergo Balance Synchronmechanik (patentierte 3D-Technologie), Gasdruckdämpfer |
| Kopfstütze | Kopfstütze (höhenverstellbar, tiefenverstellbar, neigbar) | Kopfstütze (höhenverstellbar, neigbar) Kunstleder |
| Rückenlehne | ja, höhenverstellbar (520 - 600 mm ab Sitzfläche), neigbar (105 - 135°) | ja, höhenverstellbar (Lehnenhöhe ca. 600 – 650 mm ab Sitzfläche), in 5 Positionen arretierbare Synchron-Neigung |
| Lendenstütze | Lendenstütze | Lendenstütze |
| Armlehne | ja, höhenverstellbar, seitenverstellbar, tiefenverstellbar, drehbar, neigbar (35°) | ja, 2D mit PU-Auflagen |
| Sitzfläche | Breite 520 mm, Tiefe 430 mm - 470 mm, Höhe (einstellbar) 445 - 530 mm | Breite 480 mm, Tiefe 350 mm - 430 mm, Höhe (einstellbar) 420 - 550 mm |
| Gesamthöhe | 1090 - 1300 mm | 1050 - 1220mm |
| Bodeneignung | universell | universell |
| Belastbarkeit | maximale Belastbarkeit 150 kg, geeignet für Körpergröße bis 190 cm | maximale Belastbarkeit 125 kg, geeignet für Körpergröße bis 190 cm |
| Gewicht | 27,37 kg | 16,50 kg |
Die technischen Daten des C300 lesen sich vielversprechend und auch die Produktbilder lassen auf eine maximale Anpassbarkeit schließen.
Aufbau:
Der Stuhl kommt in zwei Paketen, die bei mir im Abstand von einer Wochen ankamen. Mit einem Gewicht von knapp 17 und knapp 19 kg sind beide keine Leichtgewichte, aber doch noch gut machbar. Beim Öffnen der beiden Schachteln fällt die ordentliche Sicherung der einzelnen Elemente sofort ins Auge. Alle Teile sind meist einzeln in Kartonschalen und/oder viel Luftpolster eingepackt.
Die Aufbauanleitung passt auf eine DIN A4-Seite und ist sehr leicht verständlich. Der Aufbau hat alleine, mit den ganzen Fotos, knapp eine Stunde benötigt. An keiner Stelle gab es Unklarheiten oder verwirrende Anweisungen. Von den Schrauben und Unterlegscheiben werden jeweils ein zusätzliches Ersatzteil beigelegt. Zudem legt Sihoo ein paar, leider sehr kleine, Handschuhe bei. Durch die Verwendung können Flecken oder Kratzer beim Aufbau verhindert werden.
Als erste Elemente werden das Kreuz zusammen mit den Rollen und dem Gasdruckdämpfer zusammengeschraubt bzw. gesteckt. Als nächstes werden die Armlehnen mit den Halterungen und dazwischen gelegten Metallscheiben verschraubt.
Die Sitzfläche ist komplett montiert und hat ein ordentliches Gewicht. Im nächsten Schritt wird die ebenfalls komplett vormontierte Rückenlehne an die Sitzfläche geschraubt. Anschließend werden die Armlehnen angeschraubt und die Sitzfläche auf den Gasdruckdämpfer gesteckt.
Als letzten Punkt muss nur noch die Kopfstütze an der Rückenlehne angebracht werden und der Stuhl ist einsatzbereit. Alle Verschraubungen lassen sich mühelos mit dem beigelegten Inbus-Schlüssel (Sechskant) erledigen.
Nach dem Aufbau bleibt ein Regal voll Folien, Luftpolster und Schaumstoffelementen übrig - erschreckend.
Im direkten Vergleich zum Rovo ist der Aufbau immens aufwendig. Der R16 kam in einer Schachtel und es mussten nur die Rollen ins Kreuz, die Gasdruckfeder gesteckt und der, ansonsten vollständig vormontierte Stuhl, darauf gestellt werden. Gesamter Aufbauaufwand war dabei unter fünf Minuten. Auch der übriggebliebene Müll ist ein Bruchteil des C300 Pro V2.
Sihoo Doro C300 Pro V2
Rovo Chair R16 3040
Erster Eindruck und Anpassbarkeit:
Beim ersten Probesitzen fallen die bequeme Sitzfläche und die dominante Lendenstütze sofort auf. Die Sitzfläche lässt sich in der Längsachse verschieben. Der Gasdruckdämpfer lässt den Stuhl sanft in der Höhe einstellen. Die Rückenlehne ist bei waagerechten Hebel fixiert, lässt sich aber gelöst sehr weit nach hinten neigen.
Bei den Armlehnen sind die Einstellmöglichkeiten fast schon Zuviel. Die Verstellung der 8D-Lehnen ist übertrieben leichtgängig und somit ertappt man sich ständig bei der Einrichtung jener. An einem typischen Arbeitstag passierte es mir mehrmals die Stunde, dass ich nach einer kleinen Bewegung, Drehung oder kurzem Aufstehen bzw. Setzen die Armlehnen wieder auf meine gewünschte Einstellung bringen musste. Die Höhenverstellung ist für mich nicht benutzbar, da die niedrigste Einstellung gerade mal so passt.
Die Lendenstütze lässt sich in drei Schritten verstellen und drückt dabei überraschend stark ins Hohlkreuz. Als operierter Lendenwirbelbandscheibenpatient finde ich nur die unterste Stufe halbwegs erträglich und bei den anderen Positionen ist eine weitere Verwendung der Rückenlehne kaum möglich.
Bei der ersten Anpassung der Sitzhöhe musste ich mit Unglauben feststellen, dass selbst mit meiner durchschnittlichen Körpergröße eine ergonomische Höheneinstellung kaum möglich ist. Zwischen Ober- und Unterschenkel sollte bei ergonomischen Sitzen ein Winkel von 90° bis 100° entstehen. Bei meinem Körperbau werden bei mir bei maximaler Stuhlhöhe nur knapp 90° erreicht. Auch musste ich die Höhe meines Tisches um über drei Zentimeter senken.
Hier der Vergleich der höchsten und niedrigsten Sitzeinstellung:
Um eine weitere Meinung zu haben, konnte wie bereits oben erwähnt, auch mein Sohn den Stuhl ebenfalls einige Tage verwenden. Die Ergonomie-Funktionen und die Einstellbarkeit des Stuhls sind für seine Statur perfekt. Auch passt hier die Größe anständig und die Knie können im besagten 90-100° Winkel verharren. Er verwendete den Stuhl sowohl bei den Hausarbeiten am Tablet, bei Hefteinträgen und natürlich auch beim Gaming.
Fazit:
Im Fazit möchte ich auf die Unterschiede zwischen dem Sihoo und dem Rovo eingehen, die Vor- und Nachteile des Sihoos hervorheben und meine persönliche Meinung zu dem Stuhl schildern.
Der Sihoo erfordert im direkten Vergleich ein erhöhten Aufwand beim Aufbau, auch der dabei übrig gebliebene Müll ist extrem. Von der Qualität und Haptik sind beide auf einem sehr hohen Level und es macht Spaß den Sihoo anzufassen und zu verwenden. Die Einstellmöglichkeiten sind beim Sihoo sehr gut gelungen, haben aber sowohl in der Größe des Verwenders als auch in den Feinheiten wie den Armlehnen einige negative Punkte. Die durchgehende Verwendung von Mesh als Sitz- und Rückenlehnenmaterial lässt kein Schwitzen aufkommen, wie sich die Haltbarkeit der Materialien entwickelt muss die Zeit zeigen. Das hohe Gewicht des Sihoo mit knapp 30 kg lässt ihn wuchtig und hochwertig erscheinen, trotzdem fühlt er sich beim Griff an die Lehne nicht "bockhart" an, sondern das Material lässt sich biegen und gibt nach. Im direkten Vergleich fühlt sich der Rovo eher wie ein klassischer Bürostuhl an, der Sihoo wirkt hier "moderner". Der oben erwähnte Dauphin ist hier sehr ähnlich zum Rovo.
Das Sitzgefühl lässt bei meiner Größe beim Sihoo leider ein eher getrübtes Bild zurück. Im direkten Vergleich zum Rovo ist das Sitzen wesentlich weniger entspannt. Hier muss ich aber einschränkend erwähnen, dass ich "damals" beim Rovo ca. zwei Wochen brauchte um meinen Rücken an die ErgoBalance-Sitzfläche zu gewöhnen. Der Dauphin im Gegensatz war vom ersten Platz nehmen überragend.
Ich werde im HomeOffice den Rovo R16 weiter verwenden. Der C300 ist meiner Meinung nach eher für Personen unter 1,75m entwickelt und bei dieser Personengruppe können die Ergonomie-Funktionen vollends punkten. Mein Sohn ist vom Stuhl begeistert und hat sich diesen auch schon dauerhaft gekrallt. In Kombination mit seinem höhenverstellbaren Schreibtisch wird sein Arbeitsbereich immens aufgewertet.
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