Single-CPU Workstation mit 128GB Arbeitsspeicher

DieEnteWurzel

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Hallo,

ich arbeite in einer Forschungseinrichtung. Im Rahmen eines Projektes werden viele Simulationen durchgeführt werden, wofür jetzt zwei Rechner angeschafft werden sollen. Ich wollte daher das bisher geplante Setup vorstellen und fragen, ob dem Einen oder Anderen noch etwas auffällt.

Hier das bisherige Setup und im Folgenden die notwendigen Randbedingungen.

2. Preisspanne?
Da Geld Mangelware in der Forschung ist, so wenig wie möglich. 3500€ je Rechner (ohne Monitore) wären daher die Schmerzgrenze.

3. Verwendungszweck?
Die Rechner sollen vor allem für Simulationen verwendet werden. Da jede Rechnung auf einem physischen CPU-Kern eine Rechenlizenz erfordert ist daher eine CPU mit möglichst hoher Einzelkernleistung wünschenswert. Parallelisierung der Rechnungen ist zwar möglich, Lizenzen dafür auch günstig, aber der Geschwindigkeitszuwachs würde die Mehrausgaben für ein Dual-CPU-Setup in meinen Augen nicht rechtfertigen.

Auf der GPU sollen keinerlei Rechnungen laufen. Hier soll eine Consumergrafikkarte genutzt werden, da diese für unsere Visualisierungssoftware bessere Ergebnisse liefern als Quadro und Co.

4. Was ist bereits vorhanden?
Monitore, Peripherie

5. Geplante Nutzungszeit/Aufrüstungsvorhaben?
Die Rechner werden auf lange Zeit unverändert genutzt werden, vermutlich mindestens 5 Jahre. Eine Aufrüstung ist nicht geplant und dank Einkaufspolitik auch nahezu unmöglich.

6. Besondere Anforderungen und Wünsche?
Da der Rechner in einem Mehrpersonenarbeitsraum stehen wird, wäre es wichtig, dass der Rechner möglichst leise ist.

7. Zusammenbau/PC-Kauf?
Wir bauen selbst
 
Zuletzt bearbeitet:
Du hast nur 8 RAM-Steckplätze. Für 128Gb benötigst Du also 16GB-Module.
https://geizhals.de/?cat=ramddr3&xf=5828_DDR4~5831_DIMM~1454_16384#xf_top
Hiervon einen nehmen, der auch auf der QVL des Mainboards für Vollbestückung steht.
Ergänzung ()

Nimm die Revision B des gleichen Kühlers:
https://geizhals.de/thermalright-hr-02-macho-rev-b-100700726-a1193857.html?hloc=de
Ergänzung ()

https://geizhals.de/evga-geforce-gtx-970-superclocked-acx-2-0-04g-p4-2974-a1168373.html?hloc=de
 
Sieht soweit gut aus. Ich würde statt der 850 Evo lieber eine 850 Pro verwenden. Sicher ist sicher und vom Budget geht es sich ja aus.

@slsHyde das Kit im Warenkorb hat 4x16GB hier hat nur MF falsche Bilder.
 
slsHyde schrieb:
Du hast nur 8 RAM-Steckplätze. Für 128Gb benötigst Du also 16GB-Module.
https://geizhals.de/?cat=ramddr3&xf=5828_DDR4~5831_DIMM~1454_16384#xf_top
Hiervon einen nehmen, der auch auf der QVL des Mainboards für Vollbestückung steht.
Das ist ein Fehler in der Bebilderung von Mindfactory, das sind vier 16GB Module.

slsHyde schrieb:
Okay, werde ich reinnehmen.

slsHyde schrieb:

Ich hatte die bisherige Grafikkarte insbesondere auf Grund ihrer geringen Geräuschentwicklung gewählt.
 
Sicher, dass Du für einen professionell produktiv arbeitenden Rechner ein ASROCK-Board nehmen willst ? ASRock ist zwar inzwischen ok, aber vielleicht mit MSI vergleichbar. Ich würde 50-100 € mehr in die Hand nehmen und z.B. ein ASUS-Board nehmen.
 
puri schrieb:
Sicher, dass Du für einen professionell produktiv arbeitenden Rechner ein ASROCK-Board nehmen willst ? ASRock ist zwar inzwischen ok, aber vielleicht mit MSI vergleichbar. Ich würde 50-100 € mehr in die Hand nehmen und z.B. ein ASUS-Board nehmen.

Ich habe bei Mindfactory leider kein ASUS-Board gefunden, welches auch 128GB regECC RAM unterstützt. MF bietet da dann nur dual CPU Boards mit dem Sockel 2011-3 an. Das gewählte Board hatte ich auch bereits nur dank schneller Hilfe im Forum gefunden. Hier kommt leider das nächste Limit dazu, ich müsste nach Möglichkeit alle Komponenten beim selben Hersteller kaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DieEnteWurzel schrieb:
Ich habe bei Mindfactory leider kein ASUS-Board gefunden, welches auch 128GB regECC RAM unterstützt. MF bietet da dann nur dual CPU Boards mit dem Sockel 2011-3 an. Das gewählte Board hatte ich auch bereits nur dank schneller Hilfe im Forum gefunden. Hier kommt leider das nächste Limit dazu, ich müsste nach Möglichkeit alle Komponenten beim selben Hersteller kaufen.


Warum müsstest du alles beim selben Hersteller kaufen? Das bisschen mehr Schreibkram für die Rückerstattung der VST kann doch keinen wirklichen Grund darstellen, oder?

Sollte eine Forschungseinrichtung nicht daran interessiert sein, so günstig wie möglich einzukaufen. Oder werdet ihr von Staat finanziert? :D
 
MrJules schrieb:
Warum müsstest du alles beim selben Hersteller kaufen? Das bisschen mehr Schreibkram für die Rückerstattung der VST kann doch keinen wirklichen Grund darstellen, oder?

Sollte eine Forschungseinrichtung nicht daran interessiert sein, so günstig wie möglich einzukaufen. Oder werdet ihr von Staat finanziert? :D

Ich fürchte um das Erklären zu können müsste ich etwas zu weit ausholen. Ich arbeite in einem (sehr) großem Klinikum. Unser Einkauf ist ein riesiger Moloch. Wir versuchen die Rechner daher direkt über einen Auftraggeber als Teilbezahlung zu bekommen und der möchte leider keinen großen Aufwand haben.
 
Gegen das Board ist ncihts einzuwenden, es gbt keine Indizien dass das ASRock Board unzuverlässiger als ein Pendant von Asus wäre.
 
muss ich Pampelmuse Recht geben, die Zeiten wo ASRock lediglich der billige Abklatsch (auch von der Qualität halt billig/minderwertig) von ASUS war sind vorbei
 
DieEnteWurzel schrieb:
5. Geplante Nutzungszeit/Aufrüstungsvorhaben?
Die Rechner werden auf lange Zeit unverändert genutzt werden, vermutlich mindestens 5 Jahre. Eine Aufrüstung ist nicht geplant und dank Einkaufspolitik auch nahezu unmöglich.


Dieser Punkt würde für mich eher Richtung fertig System inkl. Garantie zeigen. Was habe ich davon wenn ich Geld einspare beim Einkauf, aber mir nach Gewährleistung das gesamte Setup um die Ohren fliegt. Da ist mir Garantie mit Reparatur am nächsten Werktag vor Ort lieber. (Zumindest wenn es um Geschäftliche Dinge geht)
 
Wenn ich mal unterstelle, dass die Systeme relativ häufig nahe der Maximallast rechnen und das möglicherweise fünf Jahre ohne Unterbrechung, würde ich insbesondere beim RAM mittels wenigstens eines Gehäuselüfters noch für Kühlung sorgen. Denn die acht Module werden durch den periphären Luftstrom des Kühlers vermutlich nicht alle profitieren, wie das beim üblichen Zwei-Modul-Design vieler Gaming-Rechner ausreicht.

Weiterhin solltet Ihr dann bei dem gedämmten Gehäuse anfangs die Temperaturen recht genau im Auge behalten. Und Staubfilter an den Lüftern einsetzen, wenn die Kisten nicht regelmäßig geöffnet werden sollen. Notfalls wäre aktuell ja noch Budget übrig. ;)
 
Sind Grafikkarte und Netzteil nicht etwas überdimensioniert?
Ohne GPGPU-Anwendung, mit 140 W-TDP-CPU, würde ich unter Volllast Pi*Daumen nicht mehr als 200 W vermuten.
Wenn der Rechner rund um die Uhr läuft, würde ich somit ein 400 W Netzteil wählen, da bei ca. 50 % Last der Wirkungsgrad meist am besten ist.
 
DieEnteWurzel schrieb:
Wir versuchen die Rechner daher direkt über einen Auftraggeber als Teilbezahlung zu bekommen und der möchte leider keinen großen Aufwand haben.

Wieviele Core-Lizenzen habt Ihr denn? Vielleicht reicht der Vierkerner E5-1620, welcher deutlich günstiger käme.
 
DieEnteWurzel schrieb:
Habe Speicher, Lüfter und SSD mal aktualisiert. Danke euch.
Bei QVL für den Speicher ist man immer darauf beschränkt, was der Mainboardhersteller gerade zum Testen da hatte. I.a. kommt man da besser, wenn man bei den Speicherhestellern selber nachschaut. Speziell die etablierten machen ausgiebige Tests mit sehr vielen Mainboards. Einer der etabliertesten in dem Bereich ist Kingston:

Kingston ValueRAM DIMM Kit 64GB, DDR4-2133, CL15-15-15, reg ECC (KVR21R15D4K4/64)

und anschließend Show all systems that work with this memory
 
TheSir schrieb:
Dieser Punkt würde für mich eher Richtung fertig System inkl. Garantie zeigen. Was habe ich davon wenn ich Geld einspare beim Einkauf, aber mir nach Gewährleistung das gesamte Setup um die Ohren fliegt. Da ist mir Garantie mit Reparatur am nächsten Werktag vor Ort lieber. (Zumindest wenn es um Geschäftliche Dinge geht)

Da hast du prinzipiell natürlich vollkommen Recht. Wirtschaftlich gesehen würde man das lassen, aber in unserem Fall ist Geld eben Mangelware und kommerzielle Angebote waren bisher alle 30 bis 50 Prozent teurer.

Shagrath schrieb:
Weiterhin solltet Ihr dann bei dem gedämmten Gehäuse anfangs die Temperaturen recht genau im Auge behalten. Und Staubfilter an den Lüftern einsetzen, wenn die Kisten nicht regelmäßig geöffnet werden sollen. Notfalls wäre aktuell ja noch Budget übrig. ;)

Lüfter liegen hier noch viele, auch gute, herum. Die Temperatur werden wir in jedem Fall kontrollieren.

JackTheRippchen schrieb:
Sind Grafikkarte und Netzteil nicht etwas überdimensioniert?
Ohne GPGPU-Anwendung, mit 140 W-TDP-CPU, würde ich unter Volllast Pi*Daumen nicht mehr als 200 W vermuten.
Wenn der Rechner rund um die Uhr läuft, würde ich somit ein 400 W Netzteil wählen, da bei ca. 50 % Last der Wirkungsgrad meist am besten ist.

Die Grafikkarte ist nötig, da recht komplexe Visualisierung zur Beurteilung der generierten Daten notwendig ist. Bei dem Netzteil war ich mir auch nicht sicher. Aber Grafikkarte und CPU werden sicher mehrfach unter Vollast laufen. Daher habe ich das Netzteil lieber auf Nummer Sicher ausgesucht. Werde aber mal durchrechnen ob ein kleineres nicht doch Sinn macht.

blöderidiot schrieb:
Wieviele Core-Lizenzen habt Ihr denn? Vielleicht reicht der Vierkerner E5-1620, welcher deutlich günstiger käme.

12, von daher passt das ziemlich ideal.
 
Ist die Lizenz pro physikalische Kern oder zählt ein virtueller Kern mit? Dann wäre ein 12-Kerner möglich.
Wenn virtuelle Kerne mitzählen, wäre es auch noch eine Überlegung, diese abzuschalten und einen 12-Kerner zu nehmen - da ein physikalsicher Kern deutlich mehr Leistung bringt.
 
ev. ne M.2 SSD am besten mit NVME überdenken... z.B. Samsung SSD SM951
 
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