9 Jahre in der IT Welt ...

Das verhält sich da wie mit Katzen: 1 IT-Jahr entspricht 4 Menschenjahren.
Du kannst zu dem Thema auch einen aktuellen "Bericht" aus der BILD-Zeitung für Unternehmer - und die, die es gerne sein würden - hernehmen:
https://www.businessinsider.de/die-...t-wie-heuchlerisch-das-unternehmen-ist-2019-1
Dort wird auch mit Halbwahrheiten um sich geworfen, die Faulheit der Benutzer wird Apple zulasten gelegt. Natürlich stimmt alles was dort steht, aber für (fast) all diese Probleme ist der Benutzer selbst verantwortlich.
Eigentlich sollte man den App Entwicklern die Schuld geben, weil diese im Hintergrund still und "heimlich" Daten mitschneiden. Dazu muss allerdings gesagt sein, dass die Benutzer diesen Apps erlaubt haben, diese Art von Daten mitzuschneiden. Und dazu sollte auch gesagt, werden dass man diese Erlaubnis auch jederzeit wieder entziehen kann, und man kann sogar kontrollieren welche App in letzter Zeit auf die Standortdaten zugegriffen hat.
Also natürlich kann man auch Apple die Schuld geben, weil sie sich nicht den Source Code jeder App tagelang bis ins Detail ankucken, um nach solchen bösartigen Codestellen zu suchen. Aber, wer darüber mal ein paar Sekunden nachdenkt, wird schnell merken, dass das nicht (so einfach) funktioniert, weil die App Entwickler immer noch eine neue Möglichkeit finden werden, um trotzdem unbemerkt an die Daten zu kommen.
Ich will damit niemanden (auch nicht Apple) "frei" sprechen, sondern nur sagen, dass das System von Apple reichlich Mechanismen bietet, um seinen Datenfluss zu kontrollieren. Und natürlich könnte man die Code Kontrolle noch verbessern, und dies und jenes ändern, den Benutzer mehr benachrichtigen, etc. pp.
Aber darum geht's mir überhaupt nicht, sondern einfach nur: Wer so ein System benutzt, sollte sich über die Möglichkeiten und Einschränkungen im klaren sein, und es entsprechend seinen Bedürfnissen konfigurieren.
Dasselbe gilt übrigens auch für iCloud Backups: Wem das zu unsicher ist, der soll es nicht machen. Man kann auch weiterhin wie gewohnt seine Daten mit einem Lokalen Backup sichern.
Und dann wird sich dort über die iCloud Fotos beschwert. Warum? Wenn ich die Wörter "Foto" und "Cloud" zusammen lese, dann sollte mir doch klar sein, dass die Bilder irgendwo im Internetz liegen. Und auch hier gilt: Lässt sich mit 1 Klick deaktivieren.
Dazu sei dann natürlich auch noch anzumerken, dass ihre iCloud Konten gehackt wurden. Vielleicht sollte man sich dann eher mal fragen, wie das geschehen konnte. iCloud Passwort auf die Rückseite des Handys geschrieben, damit man es nicht vergisst? 2-Faktor-Authentifizierung nicht genutzt? Social Engineering?
Ich würde Apple hier höchstens die "Schuld" für die Standardeinstellungen geben. Aber die werden sicherlich die Standardeinstellungen so gewählt haben, dass sie für die meisten Benutzer passen und die meisten Benutzer an den Einstellungen nichts mehr ändern müssen - genau so wie es jeder andere Hersteller auch macht.
iSight2TheBlind schrieb:
Das gab damals einen kleinen Shitstorm, der war aber damals schon übertrieben, denn wer Zugriff auf den Backuprechner und das Backup hat hat eh gewonnen.
Aber auch nur, wenn der Nutzer verpennt hat, seinen Rechner Login mit einem Passwort zu versehen, seine Festplatte zu verschlüsseln, und sein lokales iOS Backup zu verschlüsseln. Hilft natürlich nur, wenn man kein Post-It am Bildschirm mit den Passwörtern kleben hat
