News Social Media und Jugendliche: Verbot könnte laut Bluesky vor allem kleinen Startups schaden

Sahneknuffi schrieb:
Social Media ist eh nur noch ein Instrument zur Massenmanipulation/ -ausbeutung, das können sie also gerne auch für Erwachsene abschaffen. 👍
Ok, denken wir das mal zu Ende: Wir verbieten also alles, was irgendwie nach social media riecht. Ich nehme an, das definieren wir als alles, wo sich der Pöbel frei äußern darf. Wollen wir das sicherheitshalber auf Mailinglisten und Telegram / Signal / Whatsapp Gruppen ausweiten? Dort könnte man sich schließlich auch unflätig äußern.

In der nächsten Stufe, stellen wir einen Ersatz bereit? Also z.B. eine staatlich kontrollierte Instanz, welche die manipulativen Dinge herausfiltert und den mündigen Bürger vor falschem Gedankengut schützt?
 
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xammu schrieb:
Welches Wohl der Kinder, wenn man sie zu Alternativen ohne Alterkontrolle treibt.
Große Konzerne haben wenigstens teilweise ein Auge darauf, was auf den Plattformen passiert.
Ist halt Aktionismus seitens der Politiker. Ich denke nicht einmal, dass es um "Massenüberwachung" geht, wie es in manchen Verschwörungstheorien vermutet wird, sondern einfach nur um schlichten Aktionismus von Menschen, die selbst nicht technologieaffin sind und jetzt anderen im Stil von "aber die Kinder!!" möglichst schnell halbgare Ideen aufoktroyieren wollen.

Am Ende haben immer noch die Eltern von Kindern die meiste Verantwortung und auch den größten Einfluss auf den social-media-Konsum ihres Nachwuchses und nicht Firmen oder Regierungen, doch viele Eltern sind entweder ebenso uninformiert wie die meisten Politiker, was social media betrifft oder sie interessiert es schlichtweg nicht, was ihre Kinder machen...
 
Es finden sich Optionen - natürlich ist es unbequem darüber nachzudenken. Wie wäre es ...ganz "wyld" mit ...nennen wir es doch mal "Moderatoren" die auf freiwilliger Basis bei der Umsetzung der Regeln helfen.
Ich meine- auch wenn die Realität dem heutzutage nicht mehr gerecht wird: die meisten Menschen würden sich doch vermutlich wünschen, dass Rechte und Pflichten unabhängig von Macht oder Reichtum durchgesetzt werden.

Ich ganz persönlich bin der Auffassung, dass Social Media die Idee vom liberalen Internet pervertiert hat mit dem Ergebnis der Dystopie die wir nun sehen. Und überall ist das was mit der Digitalisierung der Welt begann inzwischen zur Realisierung des Undenkbaren geworden mit zum Teil surrealen Auswüchsen in die Realität.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach den überwiegenden negativen und nachweislich schadhaften Einfluss auf die allgemein Bevölkerung bin ich ebenfalls für ein Verbot bzw eine starke Eindämmung von Social Media. In meinen Augen sind alle positiven Eigenschaften nur eine Scharade, da es immer um die Entwicklung von Suchtverhalten bei Konsumenten endet.

Man muss sich nur außerhalb der eigenen vier Wänden umschauen. Die Menschen sind förmlich laufende Smartphones geworden.

Ich bin da auch nicht besser, aber ich sehe das durchaus.
 
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Große Plattformbetreiber wie Meta, Google oder TikTok verfügten ihrer Einschätzung nach dagegen über ausreichende finanzielle und personelle Mittel, um selbst umfangreiche gesetzliche Anforderungen problemlos erfüllen zu können.

Noch schlimmer: erfahrungsgemäß scheren sich die großen Plattformbetreiber kaum um die gesetzlichen Anforderungen, sondern wissen aus der Vergangenheit nur zu gut, dass die Strafen für Verstöße generell schon nur einen Bruchteil des ergaunerten Geldes ausmachen - und schließlich nach zig Jahren ABM für die Gerichte sogar nochmal deutlich reduziert werden :freak:

Ändert natürlich nichts daran, dass eine solche Alterskontrolle völliger Humbug ist, wenn man auch nur ansatzweise ein freies Netz behalten möchte...
 
Ah ja... dieses "Social Media" aka Platformen, welche heutzutage die breite Masse zum billigen Gratismuts und zur Inszenierung des "Lifestyles" animieren. My thoughts and prayers are with you... right after my new dropshipping haul from XYZ.

Bei vielen wäre der komplette Verzicht eine Wohltat für das geistige, psychisch und bei manchen vermutlich sogar für das physische Wohl.
 
Die interviewte Person aus dem Artikel meint, dass ein großer Konzern einfacher rechtliche Richtlinien umsetzen kann. Gerade am Beispiel Instagram sehe ich, dass es nicht funktioniert.

Ich melde dort ständig Werbung mit Pornografie, fehlendem Impressum und Scam (offensichtliche Nachahmung Anderer). Zu 98% kommt die Antwort: "Wir haben festgestellt, dass der Inhalt nicht gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt"...
 
Sahneknuffi schrieb:
Social Media ist eh nur noch ein Instrument zur Massenmanipulation/ -ausbeutung, das können sie also gerne auch für Erwachsene abschaffen. 👍
Es gibt auch Ecken wo man Themen findet die interessant sind , mit Leuten in Austausch treten kann. Ist halt nicht mehr Twitter sondern anderswo.
 
Shyfire schrieb:
Ich weiß ja nicht, ob pay to win hier die beste Lösung ist..

Aber die problematischen Funktionen der Anbieter zu bekämpfen wäre durchaus ein valider Weg, um etwas zu bewirken.
Ich meinte es ja eigentlich umgekehrt.

Ich würde diese ganzen Funktionen nicht vermissen.

Hätte Facebook mal einen Ausschalter für Doomscrolling eingeführt - möglicherweise hätte ich meinen Account dort noch. Heute bringen mich keine 1000 Pferde mehr in diese Güllegrube zurück.

Aber es sollte nicht um mich gehen, sondern um Kinder und Jugendliche. Und die einzige Möglichkeit, diese Funktionen von dieser Zielgrupope fernzuhalten ist, sie für alle Nutzer abzuschalten, die nicht nachweislich volljährig sind. Auch auf das Risiko hin, daß Menschen wie ich, die kein Doomscrolling und keine Dark Patterns mögen, sich dann erst recht keinen Alternsnachweis für solche Plattformen holen.
 
LamaMitHut schrieb:
Ich habe da eine verrückte Idee: wie wäre es, wenn wir Kindern und Jugendlichen von klein auf Medienkompetenz beibringen?
Wäre das erwünscht würden in den Schulen Manipulationen anhand von Artikeln und Sendungen großer Medien besprochen. Die Methoden von Unrechtsstaaten könnte man auch durchnehmen.
Das passiert aber irgendwie fast nicht, hast also recht, es muss wohl eine verrückte Idee sein.
 
ComputerJunge schrieb:
Ich stelle mir gerade vor, die Alkohol- und Tabakbranche würde so argumentieren.
Tun die doch auf der Metaebene, mehr oder weniger. Gibt noch vereinzeln dumme Länder (zB Indonesien) die drauf reinfallen.
Selbst hier in der Schweiz kannst du theoretisch in einigen Kantonen als U18 (teils ohne Beschränkung) Kippen kaufen, nur werden die Läden einen Teufel tun das an U18/16 zu verkaufen
 
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