Solche Matheaufgaben gibt es in der 4.Klasse

theblade

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Hi Leute!

war gestern mal wieder bei meinem Neffen zu Besuch. Habe mir dort mal bissl seine Aufgaben usw angesehen was momentan in der 4.Klasse so behandelt wird.
Teilweise echt knifflige Aufgaben die selbst meine (studierten!) Arbeitskollegen nicht lösen konnten.

Vllt kommt ja jemand auf das Ergebnis. Bitte wenn Möglich nach Lösungsweg da mich das brennend interessiert wie ihr darauf kommt ;)

-Zahlenrätsel. Kontrolliere mit der Quersumme (QS)

1.zwischen 50 000 und 100 000, drei Ziffern sind Nullen, die Zehntausenderziffer ist viermal so groß wie die Zehnerziffer

noch eine Aufgabe? gerne! ^^:

2.kleinste Zahl mit Quersumme 19, die sich von 50 000 aus in 20er-Srpüngen vorwärts (rückwärts) erreich lässt

Nochmal zur Betonung: das sind Aufgaben für die 4.Klasse ! xD

Da muss man doch echt am Verstand der Lehrer, die den Kindern sowas an tun, zweifeln oder an denen die solche Arbeitsbücher herausgeben !? Das sind Viertklässler Oo
 
80020

"Zehntausenderziffer ist viermal so groß wie die Zehnerziffer" ergo sind die Ziffern keine Nullen.
Eine Zehntausender Zahl hat sonst nur noch drei Ziffern. D.h. die drie sind 0.
Anschließend blieb ja nur noch 8 u. 2 zwischen 50k und 100k. Das fällt einem direkt ins Auge.

2980

20er Schritte -> Einerstelle 0.
20er Schritte -> Zehnerstelle 2, 4, 6, 8 (E: 0 auch möglich, vergessen)
kleinste Zahl -> "größtmöglicher Stellenwert weiter rechts in der Zahl"
8 von 19, fehlen noch 11. -> 29

Richtig?
Falls ja finde cih das jetzt nicht so wirklich schwierig und ich studiere Nautik, nicht Mathe.
Für Viertklässler ist es sicherlich komplizierter, doch ich bin sicher dass es auch dort einige wenige gewitzte gibt die es schaffen.

2. kann man ja sogar notfalls durch simples probieren lösen.

Ich hbae nichts dagegen wenn schwere Aufgaben gestellt werden, nur darf dann nicht vorausgesetzt werden, dass man das unbedingt schaffen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, wenn Du heute in der 4ten Klasse sitzen würdest, würdest Du es auch hin bekommen.

Man steckt dann eben in diesem Lernschema drinnen.

Wie viele Leute, die ihre 4 Klasse - sagen wir mal 20 Jahre - hinter sich haben, schaffen heute noch den Stoff. Es wird Dich wundern, wie wenig Menschen zB einen einfachen Dreisatz gelöst bekommen.

Was sie eigentlich können müssten.
 
Vorwärts hab ich garnicht gelesen. Badumm-Tsss :D
Bei der Zahl stimme ich dir zu. Rückwärts halte ich allerdings meine noch für richtig, sonst ergibt das "kleinste" ja keinen Sinn.
 
Nagut kann man natürlich auf zwei verschiedene Wege interpretieren. Gibts halt drei Antworten :P
 
Also ich habe solche Aufgaben auch in der Grundschule gemacht und hatte die ruckzuck gelöst. :) Man muss bei diesen Beispielen ja nicht einmal rechnen, sondern nur simple Logik anwenden, was ich für Viertklässler als zumutbar einschätze.
Soviel zum Thema "Das Bildungsniveau sinkt". :D
 
In der 4. Klasse habe ich fangen gespielt. Die Empfehlung für die Realschule habe ich trotzdem bekommen.
 
in 20er Schritten von 50000 auf 50590? Klingt wenig plausibel ;)
 
der Name sagt doch schon alles: Zahlenrätsel.

ab und an hat man uns auch Rätsel vorgelegt.
da erwartet dann doch keiner dass alle das lösen können.
 
Immerhin will man alle Kinder fordern. Was bringt es, wenn sich manche Schüler ständig langweilen und deswegen nicht am Unterricht teilnehmen? Finde die Aufgaben angemessen.
 
theblade schrieb:
Da muss man doch echt am Verstand der Lehrer, die den Kindern sowas an tun, zweifeln oder an denen die solche Arbeitsbücher herausgeben !? Das sind Viertklässler Oo

Nö, wieso denn?
Haste mal geguckt was so in den Lehrplänen für die 5. Klasse vorkommt?
Wenn die das packen sollen, können sie bis dahin nicht nur Eckenrechnen spielen.
Und btw, ich glaube schon, dass ein halbwegs begabter 9-10 jähriger solche Aufgaben lösen kann.
 
Die Aufgaben sind ja alle ähnlich zu lösen, sprich wenn man es gezeigt bekommt vom Lehrer auf was man achten muss, kann man es relativ leicht nachmachen. ;)

Knifflig sind diese schon, aber ich finde es gut, dass man die Kinder so fördert. Würde eine Schulaufgabe nur aus solchen Bsp. bestehen, müsste man den Lehrer allerdings ernsthaft genauer unter die Lupe nehmen!
 
sicherlich ist es richtig das die Kinder gefordert werden sollen nur was bringt es, wenn die hälfte der Klasse auf der Strecke bleibt?! Soll wohlk bei der letzten Elternversammlung Thema gewesen sein.

Nun ja. Trotzdem war es schon amüsant wie sich mein BWL'er und mein anderer Kollege (Studium Maschinenbau) mit den beiden Aufgaben abgemüht haben :D.

Denke auch das man erst in dem Lernschema drin sein muss um die Aufgaben in kürzerer Zeit lösen zu können. Solche Aufgaben gibt es zu hauf in dem Arbeitsheft meines Neffen :freak:
 
theblade schrieb:
Solche Aufgaben gibt es zu hauf in dem Arbeitsheft meines Neffen :freak:

Was nichts anderes bedeutet, als dass die Kids eben drin sind in diesem Lernschema bzw. dieser Denkweise.

Wenn Du davon 10 durch hast, bist Du auch drin in der Denke.

Das ist bei Intelligenztests nicht anders.
Die erste Aufgabe von einem Block ist immer die schwerste, danach ist man im Schema drin - wenn es nicht gerade die eigene Schwachstelle ist (die ja - manche mehr, manche weniger - jeder hat)
 
theblade schrieb:
sicherlich ist es richtig das die Kinder gefordert werden sollen nur was bringt es, wenn die hälfte der Klasse auf der Strecke bleibt?! Soll wohlk bei der letzten Elternversammlung Thema gewesen sein.

Genau da sehe ich das Problem unserer Gesellschaft. Sobald das eigene Kind mal nicht alle Aufgaben schafft, muss gleich das Niveau gesenkt werden. Kann ja nicht sein, was nicht sein darf.

Ich habe zu meiner Zeit u.a. daraus gelernt:
  • Niederlagen einzustecken
  • das man nicht alles kann aber es zumindestens mal probieren muss
  • und das sich Herausforderungen lohnen, denn die Freude ist riesengroß wenn man es schaffte

Also bitte nicht gleich immer mit der Gleichmacherei und Niveauabsenkung drohen. Es muss auch Herausforderungen geben.
 
Das schlimmste hab ich gestern bei BR gesehen:

In den Grundschulen ist ein richtig richtig beklopptes Subtraktionsverfahren eingeführt worden.

Habe das überhaupt nicht geschnallt. Da gibt es so eine simple und einfache Aufgabe wie 17-9 und die machen da eine riesen Wissenschaft draus.

"7-9 geht nicht, deshalb schaue ich auf den Zehner und ziehe eins ab und dann..." keine Ahnung. Richtig bescheuert. Die brauchen dann mal locker ne Minute um das mündlich zu machen. Das Schreibverfahren ist noch komplizierter.
Wie wäre es denn, wenn man denen einfach was sinnvolles beibringt?
Und dann ist der Witz daran, dass dieses Verfahren in der weiterführenden Schule nicht mehr verwendet wird und die Kinder dann blöd dastehen, wenn sie ein komplett neues Denkmuster lernen müssen.
Das ist das deutsche Bildungswesen. In Mathe hatte ich schon immer den Eindruck, dass die Devise gilt "warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?"
Und ich wette folgendes: Wenn es dann ein kluges Kind gibt, das selbst denkt und einfach sagt oder noch schlimmer an die Tafel schreibt "Das ist 8", wird es bestimmt vom Lehrer ermahnt, dass die ja dieses bekloppte Verfahren üben und er/sie gefälligst nach dem Verfahren rechnen soll! Denn wenn an deutschen Grundschulen eines nicht gefragt ist, dann selbstständiges Denken!
 
[F]L4SH schrieb:
oder noch schlimmer an die Tafel schreibt "Das ist 8", wird es bestimmt vom Lehrer ermahnt, dass die ja dieses bekloppte Verfahren üben und er/sie gefälligst nach dem Verfahren rechnen soll! Denn wenn an deutschen Grundschulen eines nicht gefragt ist, dann selbstständiges Denken!

kann ich bestätigen. Ich war in der Grundschule immer gut im Fach Mathematik, hab aber nie die Formeln anwenden wollen, was dazu geführt hat das ich obwohl ich die Ergebnisse im Kopf errechnet habe, nicht die volle Punktzahl in den test erreicht habe, weil ich nicht den "richtigen" Rechenweg beschrieben habe.
 
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