News Sound Wave: AMD versendet neue APU, vielleicht nutzt sie Arm statt x86

Elverado schrieb:
Das ist kein Beleg. Hier wird 3nm gegen ein Chiplet-Konstrukt von 4nm (=5nm Derivat) + 6nm Die verglichen.
Du müsstest
1. Einen APU/Monolithen-Vergleich heranziehen
2. Schauen, dass die Fertigung ideentisch ist
Eine spannende Sichtweise. Ist ein Clou eines Reduced Instruction Set nicht genau der, dass ARM Kerne kleiner und somit einfacher zu fertigen sind, fortschrittliche Prozesse nutzen und länger monolithisch gefertigt werden können? Dafür haben sie Einschränkungen bei der Kompatibilität. Für mich ist RISC ein bisschen wie ein PKW - einfacher zu fertigen, weniger Material dran, effizient - so lange man nicht 25 t damit transportieren muss. Dann kommt man um einen LKW nicht herum (der dann für einen x86 Kern steht). Allerdings muss nicht jeder 25 t herumfahren und entsprechend nicht jeder x86-Software nutzen.

Aber ja, ein direkter Vergleich ist schwierig. Nimmt man jetzt nur Software, die mit beiden Instruction Sets kompatibel sind?

Diese strukturelle Ungleichheit hätte in meinen Augen X86S angehen können. Auch wenn ein Vergleich schwierig ist, begrüße ich doch, dass es einen starken Effizienzwettbewerb bei APU und CPU gibt.
 
Hancock schrieb:
Zynq und Versal ist dafür "einfach" "nur" den ARM-Core gekauft und draufgeklatscht. Die sind auch alle vor der Übernahme durch AMD noch bei Xilinx entstanden. Mit
und du hast quellen dafür das dort keine weitere Entwicklung mehr stattfindet und die komplette Entwicklung in diesem bereich eingestampft wurde? wäre mir tatsächlich neu.
 
modena.ch schrieb:
Also die grossen Vorteile von ARM gibt es nicht.
Sagst du, deine CPU verbraucht knapp 15 Watt laut Screen mein macmini als ganzes verbraucht bei ähnlichem Loadout um die 5 Watt. Das sind halt Welten, wie ich finde.
 
TheHille schrieb:
Die Betriebssysteme müssten im ARM-Bereich endlich mal nachziehen.

Apple hat es vorgemacht, wie man vernünftig auf eine neue Architektur umstellt.
Ich würde behaupten, dass ARM mindestens 80% der Geräte in der Welt ersetzen könnte, gäbe es vernünftige Betriebssysteme mit ausreichender Programmunterstützung...
Das Hauptproblem bleibt weiterhin: Abhängigkeit. Bisher von Intel / AMD bei x86 jetzt eben bei ARM... Und die haben gezeigt wie asozial sie sind...

Hoffe in 20 Jahren hat sich auch ARM erledigt und RISC-V setzt sich durch!
 
DocAimless schrieb:
Sagst du, deine CPU verbraucht knapp 15 Watt laut Screen mein macmini als ganzes verbraucht bei ähnlichem Loadout um die 5 Watt. Das sind halt Welten, wie ich finde.

Wie schon geschrieben gibt es dafür viele Gründe wie Windows Sheduler der falsch reagiert, schwache E-Cores, alte Fertigungsverfahren etcetc.
Am Ende ist deine CPU bzw dein System auch gar nicht vergleichbar.

Du hast den kleinen der M Prozessoren, ich hab den Dicksten der Notebookprozessoren der 13. Gen.
Viele Kerne, viele Threads und eine extra ADA GPU. Da ist es nachvollziehbar, dass meiner da nicht so sparsam ist.

Da wäre der M Max deiner Gen auch nicht sooo sparsam wie dein kleiner M.
 
SpartanerTom schrieb:
ARM Cores mit RDNA Grafik-IP könnte interessant für den Mobilsektor sein.
Dass AMD seinerzeit Imageon aka Adreno an Qualcomm vertickt hat, da werden sich einige in Santa Clara wohl immer noch in den Hintern beissen wenn man sich anschaut was ARM mit Lizenzen für ihre Basiscores so scheffelt..... :rolleyes:
 
UNRUHEHERD schrieb:
Eine spannende Sichtweise. Ist ein Clou eines Reduced Instruction Set nicht genau der, dass ARM Kerne kleiner und somit einfacher zu fertigen sind, fortschrittliche Prozesse nutzen und länger monolithisch gefertigt werden können?
Die Zeiten haben wir lange hinter uns. Decoder stellen einen immer kleineren Teil eines Kerns da, damit wird dieser Aspekt immer unwichtiger.

Apple produziert mit die breitesten und größten Kerne überhaupt, deshalb sind sie ja so leistungsfähig.

Apple hat für seine Prozessoren deshalb auch größere Produktionskosten als AMD oder Intel. Da wird einfach mehr Geld ausgegeben, um große Monolithen in teuren Prozessen zu fertigen.
 
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UNRUHEHERD schrieb:
Eine spannende Sichtweise. Ist ein Clou eines Reduced Instruction Set nicht genau der, dass ARM Kerne kleiner und somit einfacher zu fertigen sind, fortschrittliche Prozesse nutzen und länger monolithisch gefertigt werden können?
Nein:

Ergänzung ()

modena.ch schrieb:
Das ist doch kaum noch relevant, eine moderne x86 CPU ist RISC mit vorgeschobenem CISC Frontend.
Der Grossteil dahinter ist RISC.
Schnee von Vorgestern.

Wikipedia:
Heutige x86-Prozessoren sind hybride CISC/RISC-Prozessoren, denn sie übersetzen den x86-Befehlssatz zunächst in Mikro-Instruktionen konstanter Länge des Reduced Instruction Set Computer, auf die moderne mikro-architektonische Optimierungen angewendet werden können. Die Übergabe erfolgt zunächst an sogenannte Reservierungsstationen, das heißt an kleine Puffer, die den verschiedenen Rechenwerken vorgeschaltet sind. Der erste hybride x86-Prozessor war der Intel Pentium Pro.
Hüstel:

https://de.wikipedia.org/wiki/NexGen
 
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TheHille schrieb:
Für einen reinen Office-Rechner reicht das doch locker und ist vermutlich auch viel sinnvoller.
Für Office reicht auch oft ein N100. Die kriegst du mit 512 GB NVMe und 16 GB RAM für etwa 100 €. Ein Copilot+ PC mit 512/16 kostet etwa 600 €. Beim N100 weißt du, dass es keine Probleme durch die Emulation gibt, weil er ein x86er ist.
 
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Northstar2710 schrieb:
und du hast quellen dafür das dort keine weitere Entwicklung mehr stattfindet und die komplette Entwicklung in diesem bereich eingestampft wurde? wäre mir tatsächlich neu.
Ich hab keine Insiderinfos. Versal 1 gabs aber schon vor der Übernahme, Versal 2 hat die gleichen Cores (A72). Bisher ist der CPU-Teil klassisches ARM-IP. Cores, Cache, Interconnect, ein Haufen der Peripherals ist alles zugekauft von wo anders (warum auch nicht, ist geprüft, schnell entwickelt und zuverlässig), Zynq-MPSoC hatte nen Microblaze als PMU, Versal hat als größeren Block die QDMA/XDMA IP als Hard-Macro, sonstige speziellen Eigenentwicklungen als Hard-Macro sind mir nicht groß aufgefallen. Und FPGA-Specs leaken i.d.R. relativ früh, da viele Leute Pre-production silicon bekommen.

Wenn es um die Entwicklung und Produktion von "Apple-M-Klasse" ARM Cores geht, dann habe ich in der Xilinx FPGA-Welt bisher nichts bemerkt. Niemand erwartet, dass "Versal 3" plötzlich nen Monster-ARM dabeihaben wird. Aber AMD als Prozessorbude hat vielleicht schon was entwickelt, wir werden sehen.
 
Hancock schrieb:
Wenn es um die Entwicklung und Produktion von "Apple-M-Klasse" ARM Cores geht, dann habe ich in der Xilinx FPGA-Welt bisher nichts bemerkt. Niemand erwartet, dass "Versal 3" plötzlich nen Monster-ARM dabeihaben wird. Aber AMD als Prozessorbude hat vielleicht schon was entwickelt, wir werden sehen.
Keiner hat behauptet das sie mit dieser APU eigene Arm cores entwickelt haben. Oder das in naher zukunft auch so vorhaben, wie es Apple macht. Dennoch wird AMD sich mit dem Thema immer weiter beschäftigen. So lange zukauf billiger ist als eigenentwicklung für ein bestimmtes produkt. So lange wird AMD wohl auch darauf setzen.

Apple hatte ja mit den Smartphone's schon lange ihre eigne Produkte,Forschung und Entwicklung, da war es absehbar das sie irgendwann auch die anderen Produkte mit entsprechenden Apu's bestücken würden. Der passende Moment ist wenn die software basis und die Plattform so weit war um es entdgültig umzusetzen.

Aber in dieser Ecke ist AMD nunmal garnicht. Hier wird Produziert und Entwickelt was OEM 1-10 gerne wünschen manchmal gibt es natürlich auch überraschungen wie Halo. Um aber wünsche zu erfüllen muss man in den Entsprechenden bereichen auch aktiv sein.
 
Immer diese Spekulation um CPU-Kerne... Vielleicht baut AMD auch einfach einen Decepticon? schulterzuck

Regaaaards, Bigfoot29
 
UNRUHEHERD schrieb:
Eine spannende Sichtweise. Ist ein Clou eines Reduced Instruction Set nicht genau der, dass ARM Kerne kleiner und somit einfacher zu fertigen sind, fortschrittliche Prozesse nutzen und länger monolithisch gefertigt werden können? Dafür haben sie Einschränkungen bei der Kompatibilität. Für mich ist RISC ein bisschen wie ein PKW - einfacher zu fertigen, weniger Material dran, effizient - so lange man nicht 25 t damit transportieren muss. Dann kommt man um einen LKW nicht herum (der dann für einen x86 Kern steht). Allerdings muss nicht jeder 25 t herumfahren und entsprechend nicht jeder x86-Software nutzen.
Ich bin kein CPU Entwickler, insofern ist mein Wissen auch nur begrenzt, aber habe auch in vergangenen Diskussionen, Artikeln etc. dennoch das ein oder andere aufgeschnappt.
Meinem Verständnis nach mag diese Ansicht/Vergleich zwar bei einem sehr rudimentären Produkt noch zutreffen, allerdings sind die aktuellen CPUs mit den genutzten Instructionsets und deren Implementierung der klassischen großen Unternehmen (Intel, AMD, Apple, Qualcomm, Mediatek etc.) derart in ~40 Jahren entwickelt und erweitert bzw. angepasst worden, dass sich da heutzutage auf dieser Ebene jedenfalls keine besonderen Vorteile/Nachteile ergeben.
Folgender Abschnitt von Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Reduced_Instruction_Set_Computer) fasst gut zusammen, was ich meine:
Die RISC entgegengesetzte Designphilosophie wird als Complex Instruction Set Computer (CISC) bezeichnet. In der heutigen Zeit hat die Unterscheidung in RISC und CISC weitgehend an Bedeutung verloren. Ehemalige RISC-Prozessorfamilien haben mittlerweile auch komplexere Befehle aufgenommen, CISC-Prozessoren haben seit Mitte der 1990er Jahre RISC-ähnliche Designkomponenten erhalten und sind ebenfalls superskalar. Die Dekodierung von Befehlen nimmt unabhängig von RISC oder CISC nur noch einen kleinen Teil der Chipfläche ein. Die Hauptfläche der Chips nehmen mittlerweile Verarbeitungseinheiten ein, die erst seit Anfang der 1990er Jahre in Prozessoren auftauchen.

Dass große Unternehmen wie Apple eher Zugang zu modernerer Fertigung bekommt, hat eher den Grund der finanziellen Mittel. Apple steht wirtschaftlich/finanziell weit über Intel/AMD und hat in der Vergangenheit immer entsprechende Verträge mit TSMC abgeschlossen (dazu findet man auch zu Hauf News auf CB). Die prozentual hohe Verbreitung von Windows sorgt auch für geringeren Druck bei AMD/Intel ggü. Apple, die widerum gewisse Anreize bieten bzw. ein Image erhalten müssen, dass die Kunden für die hohen Preise in dem geschlossenen Ökosystem bleiben (welches sicherlich auch Vorteile hat, aber das ist eine andere Diskussion).
So oder so ist die Technik-Diskussion um ARM/x86 bzw. RISC/CISC im Kontext von ARM/x86 absolut müßig und überflüssig, wenn moderne Pozessoren betrachtet werden. Die Gründe für Effizienz-Unterschiede in den Endprodukten liegen vielmehr auf anderen (finanziellen/wirtschaftlichen) Ebenen.
Und am Ende des Tages ist es auch für den Endbenutzer komplett egal, was drin steckt, solange es funktioniert. Mir ist es auch (technisch) komplett wumpe, ob ich in k.A. 10 Jahren im Desktop ARM, x86, RISC-V o.ä. hab, solange es einfach funktioniert.
Da würde ich eher aus gewissen "Unabhängigkeitsgründen" für RISC-V stimmen, aber das hat eben keinen technischen Bezug.
 
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