Sprung von FX4100 zu Intel ratsam oder Nonsens?

Ich bin der Meinung, das wenn Du überhaupt niemals übertakten willst, das der Intel Core i5-3450 es genauso macht und Du eher in GPU Limit als in ein CPU Limit läufst. Diese CPU und z.B. ein ASUS P8H77-V machen einen schönen Rechner.
Je nachdem wie Deine Ansprüche sind kann man natürlich auch einen 3570 und ein besseres Board nehmen. Glaube aber nicht, das Dein Spiel deswegen besser laufen wird.
 
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MikelMolto schrieb:
Ich bin der Meinung, das wenn Du überhaupt niemals übertakten willst, das der Intel Core i5-3450 es genauso macht und Du eher in GPU Limit als in ein CPU Limit läufst. Diese CPU und z.B. ein ASUS P8H77-V machen einen schönen Rechner.
Je nachdem wie Deine Ansprüche sind kann man natürlich auch einen 3570 und ein besseres Board nehmen. Glaube aber nicht, das Dein Spiel deswegen besser laufen wird.

Dank dir für die Info und den Tipp - aber meinst du, dass ich _jetzt_ am GPU-Limit stoße oder erst mit dem CPU-Kauf?
 
Du kannst wenn Du willst jetzt schon an das GPU Limit stoßen, wenn Du bei hoher Auflösung alle Details auf max. stellst.
Ich bin der Meinung, dass jetzt Deine CPU limitiert. Mit dem Ivy kannst Du Deine Grafikkarte so einstellen, das die im max. läuft (was die ja auch soll) und die CPU wird immer noch nicht limitieren.
 
Schraube ich alles hoch, erreicht die GPU eine maximale Auslastung von 40%, zwei CPu-Kerne erreichen 60% - 70%, der dritte 90%, der vierte kommt auf 50%.
Schraube ich alles runter erreicht die GPU 50%, die CPUs schnellen hoch auf 80% jeweils, teils 90% - und die FPS fällt um den Wert 10.

Ich bin jetzt etwas verwirrt, aber für mich scheint es, als ob zwei Dinge hier wesentlich sind:
a) GW2 ist "suboptimiert" in Bezug auf GPU-Fragen
b) der limitierende Faktor ist aktuell die CPU

Vielleicht mag ich mich auch irren, ich bin durchaus lernfähig :)

Wenn ich dich richtig verstanden habe, würde ein Umstieg auf Intel faktisch keine Vorteile bringen?
 
Wollte Dich eigentlich beraten und nicht verwirren. Sorry.
Ich bin davon überzeugt, dass ein Umstieg auf Intel Dir einen sehr guten Vorteil bringt und wollte Dir nur mitteilen, dass auch ein Core i5-3450 reicht um diesen Vorteil zu haben.
Das gesparte Geld kann man besser in eine SSD oder bessere Grafikkarte investieren.
 
Ah, dank dir. Jetzt verstehe ich es besser. Danke für die Aufklärung :)
 
Au weia, wer hat dir den FX angedreht? Es ist echt ärgerlich wenn ein fast neuer Prozessor zu langsam ist, um damit zu spielen.

Hier hast du einen Benchmark für GW2:
http://www.tomshardware.de/guild-wars-2-performance-benchmark,testberichte-241090-7.html

Mit einem Intel Core i5-Prozessor kannst du deine Framerate locker verdoppeln. Im Idealfall den i5-3450.

FX (Quadcore): 31,9 fps
i3 (Dual Core): 54,4 fps
i5 (Quadcore): 68,9fps

Die Zahlen sind etwas verzerrt, weile alle CPUs nur mit 3 GHz betrieben wurden, die Tendenz stimmt auf jeden Fall.
 
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.. Und genau so ist es gekommen. Ich schreibe mittlerweile von meinem I7 und konnte die FPS-Rate im Startgebiet, direkt am Anfang, mehr als verdoppeln bei gleichzeitig hohen Einstellungen.

Ich wollte mich auf diesem Wege nochmals bei allen bedanken, die mir hier geantwortet haben, Anregungen gaben und mir einen arbeitsreichen Samstag bescherten :) Jedenfalls bin ich glücklich :)
 
normal ... bei der basis eines I7 als untersatz, kann das einen nur glücklich stimmen ... omg^^
 
Der fünffache Preis für die doppelte Leistung die, wenn Arena.net endlich mal bugfrei programmiert, nicht mehr bemerkbar ist.

Das nenne ich echt einen Deal und ein Tropfen Wasser auf die Mühlsteine all der Inteljünger, die sich ja nun auch hier unnötigerweise eingefunden haben.

Weil ein Spiel im Betastatus nicht so lüppt wie mans gerne hätte gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen....
 
Mir ist klar, dass ich hier mit Kanonen auf Spatzen schieße. Um genau zu sein ist allein durch die Fragestellung ersichtlich, dass ich hier sogar bereit war (und offenkundig noch bin), mit einer Stalinorgel voller Nuklearraketen auf ein Eichhörnchen zu ballern.

Allerdings habe ich mir mit dem Preis nicht nur die doppelte Leistung erkauft, was die eingangs gestellte Befürchtung, der Leistungszuwachs wäre aktuell (und um das "aktuell" geht es) äußerst schwach, in den Schatten stellt.
Ich habe ein Gefühl erworben. Und hier geht es nicht darum, irgend einem "Fanboy-Lager" anzugehören oder den AMD schlecht zu reden. Es ist der gleiche, nein, um genau zu sein, derselbe Grund wieso ich auch sonst gerne auf Teureres setze: Ich hole mir unterm Strich etwas mehr.
Und dieses "Etwas" ist zwar auf dem Blatt nicht sehr ergiebig, aber das, _was_ es mir bringt, ist unter einem rein emotionalen Aspekt _mir_ den Aufpreis wert. Zu wissen, dass ich einen Zacken mehr Leistung habe als das, was ich mit einem anderen System hätte (oder hatte). Das Gefühl eines Fallschirms, falls äußere von mir nicht beeinflussbare Umstände (wie beispielsweise nicht genügend optimierte Anwendungen) mich zwingen würden, auf den Mehrwert verlassen zu müssen.

Wie gesagt, das geht jedem anders. Für die Differenz, die mir mein "Quantum Trost" liefert, erwerben andere anderes. Und dabei werte ich deren Entscheidung in keinster Weise, nichts läge mir ferner und ich, im Umkehrschluss, erwarte auch keine Bewertung.

Unter anderen Aspekten, wenn es die finanzielle Lage nicht zuließe, zugelassen hätte, wäre dieses Investition nie zustande gekommen. Aber auch das folgt stringent einer Logik: Wie könnte ich einem Gerät etwas Positives abgewinnen, wenn ich wüsste, dass ich im Gegenzug kein Geld für die Miete oder eine dringendere Investition hätte?

Es ist Luxus, pure Dekadenz und sie ist nicht zu rechtfertigen. Weil ein Gefühl nicht "rechtfertigbar" ist. Wer kann das in bar schon verrechnen? Was dem einen ein "Ipad" ist dem anderen ein Android Tablet. Was dem ein neuer BMW ist dem anderen ein Oldie. Was dem einen DVD ist dem anderen BluRay usw. usf. Alles hat seine Vor-, hat auch seine Nachteile. Man muss die Investition rechtfertigen und, um ehrlich zu sein, bräuchte ich nicht mal einen I7. Oder I5. Oder einen FX von AMD. Oder Guild Wars 2, sonst ein Spiel. Ich bräuchte es nicht, aber es ist ein Luxus den ich mir gönne. Und ich bin bereit, dafür entsprechend zu löhnen. Ich steige die Luxusleiter einfach nur eine Sprosse höher.

Ich bin jetzt in einem Alter und Gott sei Dank auch in einer Position, in der ich meine Prioritäten selbst bestimmen und unter diesen sowie erweiterten Gesichtspunkten frei aussuchen kann, was ich für das Geld erwerbe. Wenn unterm Strich nach den hier ge- und teils übertroffenen Prognosen ein Plus herauskommt, das mir die Ruhe verschafft, dieses lästige Zwicken am Hinterkopf entfernt, dann ist das mE. eine völlig legitime Ausgabe.

Um es auf den Punkt zu bringen: Mir ging es darum ob eine Mehrausgabe _jetzt_ einen ordentlichen Leistungsschub liefern würde. Weil ich mir nicht ausrechnen konnte, wie groß der ausfiele, würde ich blind investieren. Es ist nicht nur so gekommen, die Erwartungen wurden "plan-überfüllt".

Und ja, ich bin zufrieden. Weder habe ich ein Intel-Tattoo auf meinem verlängerten Rücken, noch habe ich ein AMD-Voodoopuppe in Tasche. Jeder soll das System nutzen was er für seine Bedürfnisse für richtig hält. Von Missionierungen hielt ich nie etwas - und von Verurteilungen auch nichts ;)


Tan
 
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Ich prangere niemanden an, der sich für Intel entscheidet, das ist im Umkehrschluss leider nicht der Fall, der Fanatismus ist sicher in beiden Lagern verbreitet, aber ich sehe ihn eher gegen AMD gerichtet, es war schon immer leichter mit dem Strom zu schwimmen und Argumente durch "Weil ich es kann" zu ersetzen.

Dir sei den Vergnügen gegönnt, der Vergleich mit anderen "Luxusgütern" zieht allerdings nicht, sonst müsste mein Käfer nach einem Patch ja auch deinen BMW einholen ;)

Leistung bezahlen, weil man sie sich leisten kann ist in Ordnung, Leistung zu erwerben, die man nicht braucht und bemerken wird, wenn alle ihren Job machen (Arena.net) ist dekadent, aber legitim.
Nur fördert derlei Denken nur die Faulheit all derer, die uns auf dem PC mit bugfreien und nicht überhastet auf den Markt geworfener Software beglücken sollten und dadurch wird der Spaß für alle teurer.

Gemäß dem Motto, wenn der Sprit nicht gut ist kaufe ich mir ein neues Auto, hier wird über lange Sicht die Masse die Rechnung zahlen, sicher nicht wegen einem mehr verkauften i7, aber prinzipiell schon.
 
Tammy schrieb:
Ich prangere niemanden an, der sich für Intel entscheidet, das ist im Umkehrschluss leider nicht der Fall, der Fanatismus ist sicher in beiden Lagern verbreitet, aber ich sehe ihn eher gegen AMD gerichtet, es war schon immer leichter mit dem Strom zu schwimmen und Argumente durch "Weil ich es kann" zu ersetzen.
Wenn ich in den, man könnte fast sagen, letzten Jahrzehnten eine Sache gelernt habe dann dies, dass das Lager der Sparfüchse die Leistung auf die Taktrate und dann auf den Euro münzte, weswegen aus ihrer Sicht immer Intel das Böse ist.
Umgekehrt waren es die Leistungsfanatiker, die mir gegenüber immer den Intel verteidigt haben. Für 10% mehr Leistung 50% mehr löhnen, das war bislang immer das Motto.
Je nachdem wen und wo man fragte, erhielt man unterschiedliche Antworten - nicht immer war AMD hier das Opfer. Intels Apothekerpreise sind im selben Team wie Apple und Microsoft, genießen den Ruf als gigantische Nadeln für Luxusjunkies.

Ich habe jetzt einige AMD- und Intel-Käufe hinter mir. Nicht immer war der AMD die schlechtere Wahl, teilweise lag er in der Vergangenheit mE. gefühlt (da sind wir wieder beim Gefühl) über dem Intel. Mit dem FX war das eben nachweislich nicht der Fall, was ich erst spät, zu spät erfuhr.

Tammy schrieb:
Dir sei den Vergnügen gegönnt, der Vergleich mit anderen "Luxusgütern" zieht allerdings nicht, sonst müsste mein Käfer nach einem Patch ja auch deinen BMW einholen ;)

Wenn ich von einem I7 rede, der im Bereich des puren Gamens schon allein im Vergleich zu einem I5 sämtliche bisher angedeuteten Merkmale von "unnötig" impliziert, dann ist "Luxusgut" mehr als nur legitim. Das durch geschicktes Tunen gerade im Autobereich einiges zu holen ist, geschenkt - aber das haben Vergleiche per se an sich.

Tammy schrieb:
Leistung bezahlen, weil man sie sich leisten kann ist in Ordnung, Leistung zu erwerben, die man nicht braucht und bemerken wird, wenn alle ihren Job machen (Arena.net) ist dekadent, aber legitim.
Nur fördert derlei Denken nur die Faulheit all derer, die uns auf dem PC mit bugfreien und nicht überhastet auf den Markt geworfener Software beglücken sollten und dadurch wird der Spaß für alle teurer.

Absolut verständliche Einstellung ich mir ist klar, dass ich gerade mit meiner Haltung jenen in die Tasche spiele, die ihre Software gar nicht erst optimieren wollen. Aber ich gönne mir diesen Egoismus. Auch weil das Geld ohnehin ausgegeben ist, komme was wolle. Monatliche Gebühren gibt es bei GW2 nicht und ein klarer weil schmerzender Indikator für meinen Frust für diese Performance-Katastrophe kann ich damit nicht mehr liefern. Ich tat es via Twitter und ich tat es wiederholt in meinem Blog - aber irgendwann ist Schluss.

Ich habe meine Ideale schon vor langer Zeit teils von Bo(a)rd geworfen. Die wenigen Prinzipien, die ich habe, richten sich gen Familie, Freunde, Bekannte, direkte Umgebung, auch die Umwelt, wenn es mir nach Abstraktem dürstet.
Mir Änderung von 20 an Greenspeace gespendeten Euros erhoffen, die Energiesparlampe überall einsetzen um nach jeder geplatzten Birne einen kräftigen Lungenzug Quecksilber zu mir zu nehmen und mich über den Dienst an der Umwelt zu freuen, vielleicht noch einen "gegen Atomkraft"-Wimpel an die Autoantenne zu heften und mir davon Änderungen erhoffen... wohl kaum. Und auf Diskussionen mit anders gelagerten Prinzipienreitern habe ich auch schon lange keine mehr.

Als Entwickler versuche ich selbst meinen Job nach bestem Wissen und Gewissen auszuführen. Das ist mein Betrag zu sauberer Software. Und unter Berücksichtigung äußerer Zwänge, die mir ein Aufrüsten nicht erlaubt hätten, wäre Guild Wars 2 gewiss kein Gegengewicht gewesen, das meine Kauf-Entscheidung erleichtert hätte.

Es kam anders. Aber es hätte auch anders kommen können.
 
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@ Tangen Habe dieses Thema wegen Deiner schriftstellerischen Leistung verfolgt. Dein Stil ist unterhaltsam. Schon mal überlegt ein Buch zu schreiben?
 
Ja, hatte das wirklich überlegt - aber mich letztlich nicht getraut. Das und weil man nach der Menge meiner Ideen die Größe von Elektronen eichen lassen könnte.
Ich muss gestehen, dass ich darüber nachdenke, im journalistischen Bereich einzusteigen, habe aber bislang auch nicht die nötige Menge Mut aufbringen können - letztlich wegen der Anforderungen, die gestellt werden. Mit der Anzahl an erwünschten Abschlüssen und den Jahren Berufserfahrung hätte ich bereits mit 15 den Pulitzer-Preis abstauben müssen.

Ich hoffe, mir gelingt es eines Tages meinen Hang zum Schreiben zum Beruf zu machen. Die Tätigkeit als Entwickler ist zwar unterhaltsam und es ist gut, die Dinge auch selbst in die Hand zu nehmen statt zu warten, dass es jemand anderes macht - aber es langweilt mich. Ich weiß nicht warum, andere können sich tagelang mit der Ausarbeitung eines Algorithmus beschäftigen - ich schlafe dabei immer ein und wache mit einem seltsamen Gefühl im Mund auf, was sich dann letztlich als ein Bestandteil der Tastatur erweist, auf den meine Zunge gelegen hat (es gibt einen geschmacklichen Unterschied zwischen der Enter- und der Leertaste...).

Sollte mir eines Tages gelingen, Teil der beruflichen Schreiberlingswelt zu werden, werden an jenem Tag alle Telefone klingeln. So wie im "Rasenmäher-Mann", nur ohne die ganze Gewalt und der übergroßen Pixel. Aber mit einem durchaus schöneren Hauptdarsteller!

Tan
 
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@TanGen
Du hast alles richtig gemacht. Entscheidend sind nicht die paar Euro mehr oder der Name der Marke, sonder das Produkt und ob man damit zufrieden ist.
Am besten hat mir gefallen, das Du schreibst was wirklich wichtig ist und was wirklich zählt im Leben. Wenn man dann die Diskussionen und Benchmarks zwischen Intel und AMD hier sieht, dann merkt man erst wie unwichtig die sind.
Entscheidend ist, das man sich das kauft, was einem Freude breitet. Jeder ist sich selbst der nächste und mir gehen Firmen wie Intel, AMD oder auch Apple hinten herum vorbei. Ich kaufe, was mir gefällt und mir ist egal welcher Name darauf steht, solange ich bekomme, was ich erwarte.
Habe diese Jahr 2 Neue Autos gekauft (einen für mich und einen für meine Frau). Wenn ich da dieses Gejammer wegen 100 Euro mehr lese bei einem Rechner an dem ich 8-10 Stunden am Tag sitze, dann kann ich nur den Kopf schütteln.
 
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