RAMSoße
Commander
- Registriert
- März 2018
- Beiträge
- 2.142
Hallo Zusammen,
Vor Kurzem bin ich in den öffentlichen Dienst gewechselt. Zwar wurde ich nicht direkt als ITler eingestellt, aber man meinte, ich solle mich trotzdem ein bisschen um die IT kümmern. Na gut, dachte ich mir. Kann ja nicht schaden. Hab ich ja auch gelernt. Nur war keine IT-Stelle frei...
Bei der Inventur der Rechner habe ich festgestellt, dass drei Geräte nicht mehr auf Windows 11 aktualisiert werden können. Die Clients hängen im Netzwerk, sind also nicht einfach nur Deko mit Tastatur. Und Supportende war auch schon hust
Ich habe vorgeschlagen, die drei Rechner auszutauschen. Zustimmung kam prompt, Priorität: hoch. Soweit, so gut.
Der Bereich, in dem ich arbeite, wird größtenteils von einer kleinen externen IT-Firma betreut. Dort wurden bisher auch immer die Rechner bestellt. Haben aber soweit ich weiß, keinen Vertrag, dass Hardware immer dort bezogen werden muss.
Nun stellte sich heraus, dass drei neue Rechner für jeweils über 800 Euro bestellt wurden. Wohlgemerkt für Arbeitsplätze, an denen hauptsächlich gescannt und im Internet gesurft wird. Keine Raketenwissenschaft, keine KI-Forschung, kein Rechenzentrum im Keller.
Ich schlug deshalb vor, drei refurbished Rechner mit Garantie zu nehmen. Kostenpunkt: insgesamt etwa 750 Euro statt mindestens 2.400 Euro.
Ich habe die Vorteile erklärt, eine Mail geschrieben und auf die Einsparung hingewiesen. Die Reaktion? Funkstille. Auf Nachfrage fühlte sich niemand so richtig zuständig, oder es kamen Antworten wie: „Das machen wir immer so.“
Eine Begründung? Fehlanzeige.
Und jetzt warten wir seit zwei Wochen auf die neuen Rechner, die beim Dienstleister offenbar erst noch in liebevoller Handarbeit zusammengebaut werden müssen. Währenddessen könnten wir mit den refurbished Geräten längst wieder arbeiten.
Unterm Strich hätten wir also nicht nur rund 1.650 Euro gespart, sondern vermutlich auch schon längst funktionierende Arbeitsplätze gehabt. Geld, das übrigens nicht vom Himmel fällt, sondern von der Allgemeinheit kommt. Steuergeld eben.
Und genau das ärgert mich. Nicht, weil unbedingt mein Vorschlag umgesetzt werden muss. Sondern weil ich erwarte, dass man sich zumindest sachlich mit einer Alternative auseinandersetzt, die Kosten spart und den Zweck erfüllt.
Stattdessen scheint „Das haben wir schon immer so gemacht“ manchmal als vollständige technische und wirtschaftliche Begründung durchzugehen.
Und irgendwann heißt es dann wieder: „Mimimi, die Kommune hat kein Geld.“
Ich bin mir sehr sicher, dass das nicht nur hier so läuft
Was hat die Community diesbezüglich für Erfahrungen?
Grüße
Vor Kurzem bin ich in den öffentlichen Dienst gewechselt. Zwar wurde ich nicht direkt als ITler eingestellt, aber man meinte, ich solle mich trotzdem ein bisschen um die IT kümmern. Na gut, dachte ich mir. Kann ja nicht schaden. Hab ich ja auch gelernt. Nur war keine IT-Stelle frei...
Bei der Inventur der Rechner habe ich festgestellt, dass drei Geräte nicht mehr auf Windows 11 aktualisiert werden können. Die Clients hängen im Netzwerk, sind also nicht einfach nur Deko mit Tastatur. Und Supportende war auch schon hust
Ich habe vorgeschlagen, die drei Rechner auszutauschen. Zustimmung kam prompt, Priorität: hoch. Soweit, so gut.
Der Bereich, in dem ich arbeite, wird größtenteils von einer kleinen externen IT-Firma betreut. Dort wurden bisher auch immer die Rechner bestellt. Haben aber soweit ich weiß, keinen Vertrag, dass Hardware immer dort bezogen werden muss.
Nun stellte sich heraus, dass drei neue Rechner für jeweils über 800 Euro bestellt wurden. Wohlgemerkt für Arbeitsplätze, an denen hauptsächlich gescannt und im Internet gesurft wird. Keine Raketenwissenschaft, keine KI-Forschung, kein Rechenzentrum im Keller.
Ich schlug deshalb vor, drei refurbished Rechner mit Garantie zu nehmen. Kostenpunkt: insgesamt etwa 750 Euro statt mindestens 2.400 Euro.
Ich habe die Vorteile erklärt, eine Mail geschrieben und auf die Einsparung hingewiesen. Die Reaktion? Funkstille. Auf Nachfrage fühlte sich niemand so richtig zuständig, oder es kamen Antworten wie: „Das machen wir immer so.“
Eine Begründung? Fehlanzeige.
Und jetzt warten wir seit zwei Wochen auf die neuen Rechner, die beim Dienstleister offenbar erst noch in liebevoller Handarbeit zusammengebaut werden müssen. Währenddessen könnten wir mit den refurbished Geräten längst wieder arbeiten.
Unterm Strich hätten wir also nicht nur rund 1.650 Euro gespart, sondern vermutlich auch schon längst funktionierende Arbeitsplätze gehabt. Geld, das übrigens nicht vom Himmel fällt, sondern von der Allgemeinheit kommt. Steuergeld eben.
Und genau das ärgert mich. Nicht, weil unbedingt mein Vorschlag umgesetzt werden muss. Sondern weil ich erwarte, dass man sich zumindest sachlich mit einer Alternative auseinandersetzt, die Kosten spart und den Zweck erfüllt.
Stattdessen scheint „Das haben wir schon immer so gemacht“ manchmal als vollständige technische und wirtschaftliche Begründung durchzugehen.
Und irgendwann heißt es dann wieder: „Mimimi, die Kommune hat kein Geld.“
Ich bin mir sehr sicher, dass das nicht nur hier so läuft
Was hat die Community diesbezüglich für Erfahrungen?
Grüße