Steuergeldverschwendung im ÖD

RAMSoße

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Hallo Zusammen,

Vor Kurzem bin ich in den öffentlichen Dienst gewechselt. Zwar wurde ich nicht direkt als ITler eingestellt, aber man meinte, ich solle mich trotzdem ein bisschen um die IT kümmern. Na gut, dachte ich mir. Kann ja nicht schaden. Hab ich ja auch gelernt. Nur war keine IT-Stelle frei...
Bei der Inventur der Rechner habe ich festgestellt, dass drei Geräte nicht mehr auf Windows 11 aktualisiert werden können. Die Clients hängen im Netzwerk, sind also nicht einfach nur Deko mit Tastatur. Und Supportende war auch schon hust

Ich habe vorgeschlagen, die drei Rechner auszutauschen. Zustimmung kam prompt, Priorität: hoch. Soweit, so gut.

Der Bereich, in dem ich arbeite, wird größtenteils von einer kleinen externen IT-Firma betreut. Dort wurden bisher auch immer die Rechner bestellt. Haben aber soweit ich weiß, keinen Vertrag, dass Hardware immer dort bezogen werden muss.

Nun stellte sich heraus, dass drei neue Rechner für jeweils über 800 Euro bestellt wurden. Wohlgemerkt für Arbeitsplätze, an denen hauptsächlich gescannt und im Internet gesurft wird. Keine Raketenwissenschaft, keine KI-Forschung, kein Rechenzentrum im Keller.

Ich schlug deshalb vor, drei refurbished Rechner mit Garantie zu nehmen. Kostenpunkt: insgesamt etwa 750 Euro statt mindestens 2.400 Euro.

Ich habe die Vorteile erklärt, eine Mail geschrieben und auf die Einsparung hingewiesen. Die Reaktion? Funkstille. Auf Nachfrage fühlte sich niemand so richtig zuständig, oder es kamen Antworten wie: „Das machen wir immer so.“

Eine Begründung? Fehlanzeige.

Und jetzt warten wir seit zwei Wochen auf die neuen Rechner, die beim Dienstleister offenbar erst noch in liebevoller Handarbeit zusammengebaut werden müssen. Währenddessen könnten wir mit den refurbished Geräten längst wieder arbeiten.

Unterm Strich hätten wir also nicht nur rund 1.650 Euro gespart, sondern vermutlich auch schon längst funktionierende Arbeitsplätze gehabt. Geld, das übrigens nicht vom Himmel fällt, sondern von der Allgemeinheit kommt. Steuergeld eben.

Und genau das ärgert mich. Nicht, weil unbedingt mein Vorschlag umgesetzt werden muss. Sondern weil ich erwarte, dass man sich zumindest sachlich mit einer Alternative auseinandersetzt, die Kosten spart und den Zweck erfüllt.

Stattdessen scheint „Das haben wir schon immer so gemacht“ manchmal als vollständige technische und wirtschaftliche Begründung durchzugehen.

Und irgendwann heißt es dann wieder: „Mimimi, die Kommune hat kein Geld.“

Ich bin mir sehr sicher, dass das nicht nur hier so läuft

Was hat die Community diesbezüglich für Erfahrungen?

Grüße
 
Ich kann dir sagen, dass wir im TvöD Bund, Hardware meistens sogar nur bei durch Rahmenverträge zugelassene Quelle beziehen dürfen(!).
 
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Geld zu sparen ist natürlich grundsätzlich schon eine gute Idee, aber hat der Neukauf natürlich auch Vorteile, z.B. was Haltbarkeit angeht.
Von daher kann ich Dir nicht so ganz zustimmen, dass an der Stelle refurbished die bessere Idee gewesen wäre.
 
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Nein, zum einen das und zum anderen spielen bei solchen Dingen auch Business-Support garantiert spätestens next-day sowie festplatteneinbehalt eine Rolle. Ich vermute, sowas dürfte generalüberholt schwierig zu beschaffen sein.

Edit: und Achja, nicht zu vergessen, so Späße wie Nachhaltigkeitsbetrachtungen. Wenn ein Produkt schlechte Bilanzen darin ausweist, kann das sehr gut dazu führen, dass ein teureres Produkt den Zuschlag erhält.
Merke: im öD ist nichts wie man es gewohnt ist aus der Wirtschaft.
 
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@Tarnari

Aber wozu dieses enge Korsett? Das bringt nur dem Dienstleister was. Aber nicht dem Steuerzahler. Also wenn du mir das noch näher erklären könntest wäre ich dankbar. hier kann das anscheinend keiner. Ich möchte es nur verstehen.

@Incanus

Ist ein Argument. Da ich vorher bei einem Mittelständler war, kann ich nur sagen, dass dort die Refurbed PC´s ewig gehalten haben. Also da gibts keinen nennenswerten höheren oder niedrigeren Ausfälle.
 
Das ist aber dann nur ein anekdotischer Beweis. Die Geräte haben ja schon ein Vorlaben gehabt. Das ist der Haltbarkeit nicht förderlich.
 
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Ich kann das hier im Detail schwer wiedergeben. Vergaberecht ist eines der kompliziertesten Dinge, die ich kenne. Ein Musterbeispiel überbordender Bürokratie. Ich kann aber auch nur für den Bund sprechen, wie es auf Länderebene ist, weiß ich nicht.
Ich kann dir da auch keine „Gründe“ nennen, habe mir das System nicht erdacht, selber nur jahrelang erleiden müssen.
Prinzipiell startet man immer mit einer bedarfsanfrage, diese geht an die vergabestelle, wenn der Bedarf sachlich begründet ist, genehmigt die Vergabestelle und schlussendlich muss noch eine finanzierungsfreigabe erfolgen. Sehr vereinfacht ausgedrückt. Dazu gibt es Schwellenwerte, welche unter anderem festlegen, wie das Produkt ermittelt werden muss.
Vereinfacht gesagt, kannst du nicht sagen „wir wollen Macs“ und suchen den Händler der am günstigsten ist.
Grundsätzlich muss produktneutral erkundet werden. Kannst du als bedarfsstelle also nicht hinreichend darlegen, warum du ausgerechnet Macs benötigst, läuft es auf einen x-beliebigen Rechner hinaus. Ist es dann ein Mac hast du Glück. Vermutlich aber eher nicht, weil es dir im öD schwer fallen dürfte, entsprechende Begründungen zu finden, die die eine solche Beschaffung rechtfertigen.
Das ist jetzt nur ein winziges Beispiel und das vor allem auf sehr niedriger Ebene. Wenn es an Beschaffungen wie Software geht, die häufig auch Individuallösungen sind, reden wir ganz schnell von mehreren hunderttausend Euro. Im Gipfel müssen Beschaffungen sogar Europaweit ausgeschrieben werden und es beginnt ein sehr aufwendiges und zeitintensives Vergabeverfahren, in dem Dutzende Schnittstellen ihr Finger mit im Spiel haben.
Warum das so ist? Vermutlich, weil man einen gewissen Standard haben will, Absprachen zwischen Händlern verhindern will, Vetternwirtschaft. All sowas halt.
Man könnte darüber stundenlang schreiben. Wenn es dich interessiert, Google mal nach TvöD Bund und EVB-IT-Verträgen. Aber sei gewarnt. Das ist harte Kost^^
 
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RAMSoße schrieb:
Und jetzt warten wir seit zwei Wochen auf die neuen Rechner, die beim Dienstleister offenbar erst noch in liebevoller Handarbeit zusammengebaut werden müssen. Währenddessen könnten wir mit den refurbished Geräten längst wieder arbeiten.
Willkommen im ÖD. Gewöhn dich dran, denn der Hase läuft da nunmal aus verschiedenen Gründen so.

Ich habe ebenfalls bereits im ÖD in der IT gearbeitet, da kannst froh sein, das kein ganzer Ausschreibungsprozess dazu kam. Gebrauchte Geräte gehen ÖD typischerweise grundsätzlich nicht. Das hat verschiedene Gründe. Die meisten Mechanismen dienen der Verhinderung von Vorteilnahmen, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Und nein nicht alle Gründe sind per se schlecht.

Wenn dich das schon frustriert, dann ist der ÖD womöglich eh die falsche Stelle für dich ;)
 
Drehen wir das ganze einmal um ... du beschaffst nun gebrauchte Geräte, davon erleidet eins nach der Garantiezeit einen Defekt oder etwas sonstiges unvorhergesehenes passiert (Malware, die nur auf alten Geräten möglich war). Plötzlich bist DU verantwortlich dafür, obwohl die prinzipiell garkeinen Fehler gemacht hast. Das kann soweit gehen, das du für deine eigenmächtige Entscheidung (im schlimmsten Falle) haftbar gemacht wirst.

Das ist übrigens in der Privatwirtschaft nicht anders, hier reguliert man sich auch zu Tode. Das Land der Macher und Denker verkommt zu einem Land der Regeln-Aufsteller. Zufälle und Unglücke gibt es nicht, es muss für alles einen Verantwortlichen geben.

Und schon hast du eben solche Fälle wie bei dir im Beruf.
 
Ich arbeite seit Jahren für einen sehr große IT-Dienstleister (kein Kistenschieber ;)) und kann die Vorgehensweise nur begrüßen!

Wer soll den "irgendwelche" Hardware aus der Internetgrabbelkiste supporten? Wir haben wir nur standardisierte Rechner, die an die Kunden ausgeliefert werden. Sofern Hardware durch Kunden beschafft werden, die nicht bei uns im Shop bestellt werden können, leisten wir auch keinen Support.
Und ja, wir hatten schon absurde Anfragen, weil irgendwer einen billigen Scanner, den er von zu Hause kannte, beschafft hatte und nun umfassende Unterstützung benötigt.

Abschließend ein kleiner Hinweise: es gibt nicht DEN öD, da jede Kommune anders ist. Ich kenne durch meine Projekte sehr viele kommunale Einrichtungen und jede ist ein wenig anders. Von "das haben wir immer so gemacht", über "keiner übernimmt Verantwortung" bis hinzu sehr fortschrittlichen Konzepten und Vorgehensweisen, die ich nicht einmal in der Wirtschaft gesehen habe.
 
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@RAMSoße Ob du bei deiner Lösung wirklich Geld sparst ist am Ende aber auch fraglich. Der Genehmigungsprozess kostet ja auch etwas und wenn du jetzt gebrauchte Geräte kaufst, werden die schneller wieder ersetzt werden müssen.
Das geht womöglich in einer kleinen Gemeinde in der der Bürgermeister auf Zack ist, aber sobald das eine größere Verwaltungseinheit ist und man die Genehmigung von mehreren Stellen abholen muss, kostet das zuviel Zeit und umgerechnet auch Geld. Wenn es dann auch keinen Prozess dafür gibt, müsste man den auch erst erfinden ;)
Etwas ist kaputt oder nicht mehr ausreichend -> neu machen damit man damit möglichst lange Ruhe hat.
 
Es ist toll, dass du dir darüber Gedanken machst und da auch Vorschläge einbringt. Doch finde ich, dass dies nur von einem Ende aus gedacht ist. So wie ich es verstanden habe, sind Rechner ersetzt worden, welche bis zum Geht nicht mehr im Gebrauch waren. Jahrelang. Also im Grunde, die Rechner wurden ersetzt da es bitter nötig war.

Jetzt werden die neuen Rechner für 800 € dann auch für 4 Jahre benützt? 48 Monate? Keine 17 € im Monat so gesehen? Es ist jetzt nur vom der Hardwareseite gedacht.

Wie von anderer Seite aber schon erwähnt, gibt es auch noch Kosten von anderen Seiten.

Was ich damit sagen will, die Rechner sind nicht der Kostentreiber. Bei meinem Arbeitsplatz bin ich das teuerste, dann kommt die Software und am Schluss der Rechner.
 
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Ja, Support-Ende kann zu einem Riesenproblem werden. Oder wenn man Datenträger im Support-Fall bei Austausch nicht einbehalten darf.

Edit: @CCIBS das kommt noch dazu. Wir dürfen Arbeitsplatzausstattungen aktuell erst nach fünf Jahren Nutzungszeit austauschen.
Und ganz weit gedacht, hat der Arbeitseinsatz, diesen Umstand herauszufinden, mehr gekostet, als die eigentliche Beschaffung.
 
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Edit: ach ich lass das mal lieber ist zu viel Sumpf und Parteibuch ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
RAMSoße schrieb:
Ist ein Argument. Da ich vorher bei einem Mittelständler war, kann ich nur sagen, dass dort die Refurbed PC´s ewig gehalten haben. Also da gibts keinen nennenswerten höheren oder niedrigeren Ausfälle.
Das ist eben ein wesentlicher Punkt: Du hast einen durchaus vernünftigen Gedanken aus einer kleineren Organisation auf eine wesentlich größere übertragen. Dabei darf „Größe“ aber nicht nur anhand der Mitarbeiterzahl betrachtet werden, sondern auch anhand des Umfangs und der Komplexität der Prozesse.

Eine kleine Anekdote dazu: Ich habe mich bei meinem ersten Arbeitgeber, einem Milliardenkonzern, unheimlich beliebt gemacht. Dort liefen sowohl projektspezifische als auch alltägliche Bestellungen über ein spezielles Bestellportal, vom Kaffeefilter bis hin zu Aktuatoren.

Die Preise dort waren teilweise wesentlich höher als bei Amazon. Also habe ich mich, wie gesagt, äußerst beliebt gemacht in meiner ersten Arbeitswoche, indem ich bis in die mittlere Führungsebene hinein darauf hingewiesen habe, dass wir ständig Kaffeefilter für 15 Cent pro Stück bestellen, obwohl dieselben bei Amazon nur 11 Cent kosten. Da müsste es doch sinnvoll sein, dauerhaft bei Amazon zu bestellen, oder?

Ich wurde weitgehend ignoriert, bis mir der damalige Standortleiter erklärte, dass das Bestellportal die gesamte Abrechnung automatisierte und alles ins SAP ablegte. Niemand musste Rechnungen händisch erfassen oder unzählige E-Mails hin- und herschicken, um zu klären, welcher Kostenstelle nun die Amazon-Bestellung XY zuzuordnen war. Mit der Arbeitszeit, die ich in diese Diskussion investiert hatte, habe ich vermutlich mehr Kaffeefilter „verbraucht“, als ich jemals tatsächlich gebraucht hätte (ich trink nichtmal Kaffee).

Wir sprechen hier natürlich von einer Zeit, in der es Amazon Business mit seinen automatisierten Prozessen noch lange nicht gab. Also ein Zeitalter, da konnte man noch in einen Hardwareladen gehen und für relativ kleines Geld spontan etwas Nettes für den eigenen Rechner mitnehmen …
 
RAMSoße schrieb:
Das bringt nur dem Dienstleister was.
Nein. Hab mehrere Jahre in der IT im ÖD verbracht. Bei uns wurde jedes Jahr 20% des Rechnerbestands (mehrere hundert pro Jahr) getauscht. Damit haben wir eine Überholung aller Geräte im 5 jahres Rhytmus realisiert.

Folgende Dinge waren Bestandteil der Ausschreibung:
  • 5 Jahre 24h Support, entweder durch den Händler oder den Hersteller
  • Bestimmte Leistungsmerkmale, meisten 80% normaler Office, 20% Workstation
  • Bestimmte Lieferfristen

Den Zuschlag bekommen hat der günstigste Anbieter, Deutschlandweit. Trotzdem hat kein einziger Händler jemals Gebrauchtware oder refurbished Ware angeboten. Weil die dafür notwendige Supportstruktur fast immer nur vom hersteller geliefert wurde und bei Gebrauchtgeräten zu aufwändig ist.

Dadurch dass man sich dan mit diesen Geräten an diesen Hersteller gebunden hat, wurden unterjährige, kleinere Ersatzbestellungen dann ebenfalls über den Rahmenvertrag der größeren Jahresbestellung abgewickelt. Einfach weil einfach, einfach weil man weiß dass die Serviceleistungen den Mindestvorgaben entsprechen.

Dein Blick wirkt mir an der Stelle zu sehr B2C geprägt.
 
Neue Hardware für den ÖD, der noch flächendeckend auf Windoof setzt ... wo es ohnehin in wenigen Jahren ein neues geben wird. Frage ain die Runde: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass aktuell beziehbare hardware auch in 5 Jahren noch unter dem dann aktuellen Windows laufen wird?
Sie ist in meinen Augen sehr gering. Aktuelle Hardware kann theoretisch 10 und mehr Jahre ihren Dienst tun ... daher sortiert MS auch künstlich aus, damit der DAU neue Hardware kauft.

Wenn man im ÖD wirkich Geld sparen will, dann stellt man auf Linux um ... und verzichtet auf den Unsinn mit der von Microsoft geplanten künstlichen Obsoleszenz.

Aber das wird in DE wohl nichts werden ... erstens wären die Genehmigungsverfahren frühestens 2030 abgeschlossen und die Umsetzung würde wahrscheinlich mindestens bis 2050 dauern und bis dahin sind wieder Steuermilliarden in Behörden und in der Privatwirtschaft ohne echten Effekt versickert.

Keine Verantwortung übernehmen zu wollen, ist auch in der Priwatwirtschaft zu einem Problem geworden. Ich arbeite nur an einer Tankstellenkasse. Aber gefühlt 90% der Bürokratie, mit der ich im Job zu tun habe, gibt es nur wegen "die Versicherung zahlt sonst nicht" oder "Partner XY verlangt das nunmal so".
Irgendwas eigenmächtig regeln oder entscheiden darf ich eh nicht. Es war wahrscheinlich schon irgendwie "falsch", dass ich neulich selbst Hand angelegt habe, um einen unserer Aufsteller für den Aussenbereich zu reparieren ... für das Teil gibts jetzt wahrscheinlich keinen Service mehr, weil ich ja kein zertifizierter Schraubenfestdreher bin, und an dieser simplen Verbindung durch mein Tun bestimmt weißgottwas kaputtgegangen ist, weswegen nun niemand mehr Verantwortung für die Folgeschäden übernehmen will. Für mich ist das kein Problem, denn ich weiß, dass es keine Folgeschäden geben wird. Den Schaden hätte es eher gegeben, wenn der Wagen eines Tages einfach eine Rolle verloren hätte, weil wieder wochenlang nicht passiert ist. Aber Hauptsache alles läuft juristisch absolut risikolos für alle Beteiligten (ausser den Kunden, dem im Zweifelsfall nicht geholfen werden kann).
Es macht nur noch extrem wenig Spass, in diesem Milieu zu arbeiten.

Das echte Problem ist nicht Verantwortungslosigkieit, sondern die schreckliche Angst vor Verantwortung. Das lähmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat schon seinen Sinn.

Man will einheitliche Hardware, damit man automatisiert deployen kann.
Man muss! geprüfte Hardware haben, oder ständig eine Elektroprüfung durchführen.
Man hat darum Rahmenverträge.

Ich komme selbst aus einer ÖD Umgebung mit 400+ Clients, glaub mir.
 
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DerOlf schrieb:
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass aktuell beziehbare hardware auch in 5 Jahren noch unter dem dann aktuellen Windows laufen wird?
Sehr hoch, warum?
Die aktuellen Supportzeiträume des 26H2 enden 2029. Mit jedem Update wird dieser Zeitraum quasi wieder resettet, also verlängert. Mind. Softwaresupport für Business wird in der Regel auch außerhalb des B2C Support deutlich länger angeboten.

Den von dir gemalten Teufel gibt es nicht. Linux ist im Betrieb auch nicht billiger, macht aber deutlich mehr Probleme bei Kompatibilität, User-Umstellung etc.
 
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