Storage Virtualization

jomaster

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Hallo zusammen,

ich habe mal wieder eine Frage an die Leute mit Fachwissen. Geht um Storage Virtualisierung. Ich habe noch nicht ganz verstanden wofür jedes Layer der Sotragevirtualisierung gebraucht wird und welchen Vorteil es bringt. Wiki und google haben mir zwar weitergeholfen, allerdings würde ich mein zusammen getragenes Wissen gerne verizifieren.

Und zwar fangen wir beim SAN System an. Ich hab ein neues SAN System.
Das SAN-System wird 2x mit der gleichen Konfiguration und gleichen Daten vorgehalten.

Auf dem San bilde ich RAID Gruppen. Wir nutzen RAID 5, da wir Ausfallsicherheit einzelner Platten erhalten möchten. Ebenso eine HotSpare zum schnellen ReBuild.

Dann setze ich ein Volume auf, dies dimensioniere ich so, dass nicht zuviele VM`s darin Platz haben, da maxiaml 10-15 VM`s pro LUN laufen sollten. Dieses Volume wird mir später als LUN bei den ESX Hosts zur Verfügung stehen.

Dann verbinde ich die SAN mit dem SAN Switch und am SAN Volume Controller richte ich die entsprechende Freigabe für die VMWare Umgebung ein. Laut IBM beschleunigt das Teil die Infrastruktur durch Virtualisierung, laut alten Sysadmin, bringt das sooooviel. Ich selber verstehe immer noch nicht genau, was das Teil wirklich macht.

Danach richte ich im vCenter die entsprechende Maschine ein.

Als SAN setzen wir immer noch auf 10k Platten mit möglichst großer Kapazität bei einem fairen Preis. SSDs werden nicht gewünscht, weil wir keine zeitkritischen Systeme haben. Dass unser ERP 1.5 Sekunden pro Fenster braucht ist egal. Und der Exchange reagiert auf Eingaben ja auch nur verzögert, aber nachdem man dadrauf selten Arbeitet ist das ebenso egal.
Wenn ich allerdings auf die SAN Systeme schaue, langweilen die sich alle miteinander, genauso wie der Storage Volume Controller. Wie passt das dann zum Verhalten der Server? Ist mein wissen korrekt oder was ist den Best Practice aktuell?

Viele Grüße
 
Best Practice momentan ist Hyperconverged Storage, unter VMWare vSAN: https://www.vmware.com/de/products/vsan.html

Long Story Short: Kein dediziertes Storage mehr, die Hosts haben genug Storage "onBoard". Du erstellst einen Storage Verbund über alle Hosts, alle Hosts nutzen den Storage Verbund.
 
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Wie ist denn das SAN angebunden?
Und Festplatten haben nunmal eine gewisse Latenz, das macht sich bei den Servern bemerkbar.
 
gaym0r schrieb:
Wie ist denn das SAN angebunden?
Und Festplatten haben nunmal eine gewisse Latenz, das macht sich bei den Servern bemerkbar.

SAN mit FC an die SAN Switche, je nach alter mit 2,4 und 8 das neuste mit 16.

kamblars schrieb:
Best Practice momentan ist Hyperconverged Storage, unter VMWare vSAN: https://www.vmware.com/de/products/vsan.html

Long Story Short: Kein dediziertes Storage mehr, die Hosts haben genug Storage "onBoard". Du erstellst einen Storage Verbund über alle Hosts, alle Hosts nutzen den Storage Verbund.

Danke, schau ich mir mal an.
 
Naja HCI (Hyper Converged Infrastrukture) hat seine Vorteile, ist aber auch kein Allheilmittel und wenn man eine bestehende FC Umgebung hat, lohnen die Migrationskosten idR nicht.
Soweit ich das von dir beschriebene IBM-Zeug verstanden habe sitzt dies zwischen FC-Switch und dem eigentlichen SAN und macht dann was? Bisschen Caching und das (semi-) automatisierte erstellen von LUNs? Dann ist das eher meiner Meinung nach eine Teilvirtualisierung, da du dich nicht mehr selbst um die Erstellung von LUNs und deren Verteilung kümmern musst.
Wenn eure Anforderungen stetig wechselnd sind kann so etwas Sinn machen. Wenn ihr nur mehr oder weniger einmalig bei der Ersteinrichtung LUNs anlegen müsst und das System dann bis zum "Tode" nach ca 5 Jahren nur läuft dann eher weniger.

HCI macht z.B. Sinn bei dedizierten Anwendungszwecken wie z.B. Filialen, kleineren Standorten etc wo man nicht extra ein kleines SAN o.ä. hinstellen möchte oder wenn man spezielle Anwendungen hat, die hohe Anforderungen an Latenz und IOs hat, wie z.B. eine VDI Umgebung.

Generell bedeutet ja Storage-Virtualisierung bzw Software-Defined-Storage erst einmal, dass man eine extra Abstraktionsschicht zwischen den reinen Platten bzw dem SAN und den VMs und/oder Anwendungen einzieht für mehr Flexibilität und zur Skalierbarkeit.
 
Best practice... lol ... das ist vielleicht VMWares neues Lieblings Buzzword. Ich sag mal so, in einem namentlich nicht weiter genannten Konzern mit >100 Standorten, kenne ich genau einen Standort bei dem HCI seit 2019 aktiv eingesetzt wird. Die alten Storagesysteme werden jedoch auch dort noch lange >5 Jahr in Betrieb sein.
 
@Moe.Joe Naja, "best practices" gibt es von so ziemlich jedem Hersteller und Anbieter und es freut mich für dich, wenn dein Arbeitgeber oder wen auch immer du da beschreibst eine klassische Infrastruktur betreibt. Auf der "Gegenseite" gibt es Unternehmen, die nutzen in ihren Lager- und/oder Filialstandorten eben jeweils ein HCI System nutzt, da dies trotz Lizenzkosten günstiger ist als ein klassisches ähnlich performantes und redundantes Storagesystem und ja, da kann man bestimmt irgend eine Art von günstigerer Lösung basteln aber wenn man, warum auch immer, auf Herstellersupport angewiesen ist oder es will aufgrund von vertraglichen SLAs dann heißt das im Gegensatz eben auch, dass man nicht irgendwas nutzen kann sondern nur Systeme der jeweiligen HCLs (Hardware Compatibility List).
Nutanix ist ein gutes Beispiel für eine all-in-one Lösung aus einer Hand aber kannst ähnliches auch mit Hyper-V oder vSphere umsetzen oder anderen Anbietern. Am Ende kommt es drauf an, wer das beste Angebot macht und ob man ggf. aus welchen Gründen auch immer, Präferenzen für oder gegen ein System hat.
 
snaxilian schrieb:
Nutanix ist ein gutes Beispiel für eine all-in-one Lösung aus einer Hand aber kannst ähnliches auch mit Hyper-V oder vSphere umsetzen oder anderen Anbietern. Am Ende kommt es drauf an, wer das beste Angebot macht und ob man ggf. aus welchen Gründen auch immer, Präferenzen für oder gegen ein System hat.

Da ich bei Kunden bereits sowohl die Lösungen von MS, VMware und Nutanix erlebt habe: Die mögen alle ihren Charm haben und vielleicht bietet HCI in kleineren Umgebungen auch Kostenvorteile, aber auf Anhieb liefen die auch nicht rund (Design-/Konfigurations-/Hardware-/Softwarefehler in div. Kombinationen).

Insofern würde ich HCI auch nicht als "best practice" ansehen, sondern als aktuellen Hype: Es ist "in" und hipp. In keinem Fall ist es eine Lösung, die ich ungeprüft jedem Kunden empfehlen würde, der herstellerseitig angefixt wurde - egal von welchem Hersteller auch immer.
 
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Leider ist das Preisschild von Datacore nicht ohne aber ja, deren Produkte haben Hand und Fuß.
 
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