Stra|te|gie, die; -, -n [frz. stratégie < griech. stratēgía]:
genauer Plan des eigenen Vorgehens, der dazu dient, ein militärisches, politisches, psychologisches o. ä. Ziel zu erreichen, u. in dem man diejenigen Faktoren, die in die eigene Aktion hineinspielen könnten, von vornherein einzukalkulieren versucht:
die richtige, falsche S. anwenden; Gegenwärtig hat die imperialistische S. in Afrika einen noch schärferen und bösartigeren Kurs eingeschlagen (Bauern-Echo 12. 7. 78, 5); Der dieses Buch geschrieben hat, entwarf in ihm … eine S. des Überlebens (Zorn, Mars 21); Acht Außenminister … sind in Delhi zusammengekommen, um eine S. auszuarbeiten, mit der die westlichen Industrieländer zur Wiederaufnahme des Nord-Süd-Dialoges gebracht werden können (NZZ 1./2. 5. 83, 10); ... gilt es, Kroatien und Slowenien bei einem Verzicht auf weitere Flusskraftwerke international zu fördern, damit die beiden jungen Staaten alternativen -n zur Energiegewinnung folgen können (natur 7, 1994, 18); sich auf eine bestimmte S. einigen; Unter diesem Titel spricht heute Herr Dr. Wiehe … über -n zur Lärmbekämpfung (NNN 13. 11. 86, o. S.); etw. führt zu einer neuen S.
Ta.k|tik, die; -, -en [frz. tactique < griech. taktike (téchnē) = die Kunst der Anordnung u. Aufstellung, zu: taktikós = zum (An)ordnen gehörig, geschickt, zu: tássein, táttein = anordnen, aufstellen]:
aufgrund von Überlegungen im Hinblick auf Zweckmäßigkeit u. Erfolg festgelegtes Vorgehen:
eine wirksame, verfehlte T.; die T. des Hinhaltens; Darauf sagten beide kein Wort. Das war auch so eine von ihren -en, wenn ich Recht hatte (Loest, Pistole 202); eine T. verfolgen, einschlagen, entwickeln, aufgeben; seine T. ändern; nach einer bestimmten T. vorgehen;
* die T. der verbrannten Erde (Milit.; Taktik der völligen Zerstörung eines Gebietes bes. beim Rückzug).
Genug?
