News Strava Metro: Fitnessdaten kostenlos für Infrastrukturplanung nutzbar

Frank

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Ab heute ist der Datenpool Strava Metro für Städte- und Verkehrsplaner sowie Organisationen, die eine bessere und sicherere Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer sicherstellen wollen, kostenlos zugänglich. Strava Metro ist der umfangreichste Datenpool zum Thema urbane Mobilität und entstammt der Fitnessapp Strava.

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corvus

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Finde die Datennutzung in der Form sehr sinnvoll. Nutze selber Strava, aber nur fürs Training, Pendeln und Co. sind da nicht mit drin. Von daher fraglich, inwieweit das auch für Infrastrukturmaßnahmen genutzt werden kann.

Wenn ich jetzt beispweilsweise 100km mitm Rennrad fahre meide ich natürlich alles urabne und verkehrsreiche Strecken soweit wie möglich (und ich gehöre ich zu Rennradfahrern, die außerorts gut ausgebaute Radwege vorziehen, ich hasse es außerhalb von Ortschaften auf Straßen zu fahren).
Aber evtl. gibts auf frequentierten Überlandstrecken dann zukünftig mehr breite Radwege mit fehlerfreiem Untergrund, wenn die Daten von Strava zeigen, das hier viel Rennrad gefahren wird.
 

Mozarella_Fox

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Also Strava jetzt täglich beim der Fahrt zur Arbeit auf dem Rad nutzen? :) Die Daten sind sicherlich hilfreich, um manch Fehlplanung der Radwege zu vermeiden.
Bin gespannt, ob und wie das in hiesigen Großstädten von der Stadtplanung genutzt wird.
 

Affenzahn

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ich gehöre ich zu Rennradfahrern, die außerorts gut ausgebaute Radwege vorziehen, ich hasse es außerhalb von Ortschaften auf Straßen zu fahren
👍 Schade, dass man sowas explizit erwähnen muss.

So ehrenwert das auch ist, aber Bewegungsprofil ist Bewegungsprofil.
Waren das nicht auch die, die durch veröffentlichte Joggingstrecken versehentlich Militärbasen geleaked haben?

//Edit: https://metro.strava.com/faq Nur öffentlich geteilte Daten. Was "privat" gesetzt ist, bleibt privat.
 
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estros

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Strava ist für mich auch Trainingsprotokollierung und ein spezifiziertes Facebook. Weniger für Strecken des täglichen Pendelns, wenn diese ohnehin kurze Wege sind.

Aber immer gut die Daten zur Verfügung zu stellen, die Datenweitergabe hab ich ohnehin seit eh und je an. Kann nur positiv sein.
 

The_Jensie

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Also ich finde die Datennutzung auch sehr sinnvoll, da es auch viele "Normale" Radfahrer gibt, die ihre Touren aufzeichnen oder ihre Pendelei.

und ich gehöre ich zu Rennradfahrern, die außerorts gut ausgebaute Radwege vorziehen, ich hasse es außerhalb von Ortschaften auf Straßen zu fahren).
Und ich fahre aufgrund meines hohen Tempos niemals auf dem Radweg. Mit 33-über 60 km/h im Flachen hast du nichts auf dem Radweg verloren.
 

Rickmer

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Sowas kann ich feiern, das ist produktive Nutzung solcher Daten.

Witzig finde ich die Daten bzgl. Radfahrten in Deutschland vs. Frankreich in den Lockdown-Zeiten im Frühjahr :D
 

Loro Husk

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Also ich finde die Datennutzung auch sehr sinnvoll, da es auch viele "Normale" Radfahrer gibt, die ihre Touren aufzeichnen oder ihre Pendelei.


Und ich fahre aufgrund meines hohen Tempos niemals auf dem Radweg. Mit 33-über 60 km/h im Flachen hast du nichts auf dem Radweg verloren.
Naja man kann auch bremsen und klingeln.
Aber es stimmt, fürs Fahrradfahren über 25 kmh gibt es in Deutschland keine angepasste Infrastruktur.
Die Niederlande ist dagegen ein Traum. Sehr breite, sehr gut erhaltene Radwege und auch auf der Landstraße ist die Differenz-Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer Dank 80 kmh Begrenzung der Autos deutlich geringer, wodurch man sich sicherer fühlt.
 

The_Jensie

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👍 Schade, dass man sowas explizit erwähnen muss.
Wenn man gemütlich und relativ langsam, mit unter 30 km/h unterwegs ist, kann ich das verstehen. Mit wesentlich mehr Tempo gehört man auf die Fahrbahn.
Ergänzung ()

Ja, selbst wenn der Radweg leer ist, kannste das als Lizenzfahrer vergessen. Die Wege knicken oft abrupt um 90° ab, sind von Wurzeln und Schäden übersäht oder enden nach 1-2 Kilometern im Nirvana und man muss ständig die Straßenseite wechseln. Wenn ich wie heute Intervalle fahre, bin ich im Schnitt immer bei 45-50 km/h (während des Intervalls). Da legt man in 2-3 Minuten Belastung eine ganz ordentliche Strecke zurück.


Meine Reisegeschwindigkeit liegt in der Regel zwischen 32 und 35 km/h im Schnitt über mehrere Stunden.
 
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corvus

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So ehrenwert das auch ist, aber Bewegungsprofil ist Bewegungsprofil.
Waren das nicht auch die, die durch veröffentlichte Joggingstrecken versehentlich Militärbasen geleaked haben?
Das ist ja wohl ein Unterschied. Bei Strava kann man zudem private Zonen definieren, die andere dann nicht sehen. Aber anonymisierte Daten in Städten sind was anderes, als eine immer gleiche Laufstrecke mitten in der irakischen Pampa.
 

Affenzahn

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Ewige Diskussion. Loro Husk hat da mit Tempo 80 nen guten Punkt angesprochen, aber das kannst in DE knicken. Da gilt 130 auf Autobahnen oder 30 Innerorts schon als unzumutbarer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Mindestens.
Allerdings muss ich The_Jensie auch beipflichten wenn er sagt ab Tempo 30 (bergauf) hat man auf dem Radweg nichts mehr verloren. Wer sich in der Ebene auf 50 beschleunigt gehört eben tatsächlich auf die Straße. Wenn dir da n Hund/Kind vors Rad läuft war es das letzte was der Köter/Hosensch* getan hat.

Apropos Bewegungsprofil. Ich hab gefunden was ich gesucht hab:

Aus den Strava FAQ
How does Strava Metro respect the privacy of Strava members?

The data provided through the Strava Metro platform has been aggregated and deidentified, consistent with the European Union’s GDPR and the California Consumer Privacy Act (CCPA). The Strava Metro dataset excludes all activities that have made private by our members, and activities from members who have requested to have their accounts deleted.
 
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corvus

Lt. Commander
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Und ich fahre aufgrund meines hohen Tempos niemals auf dem Radweg. Mit 33-über 60 km/h im Flachen hast du nichts auf dem Radweg verloren.
Du verwechselst Radwege inner- und außerorts. In der Stadt sind Radwege für 15kmh durchnittliches Tempo ausgelegt, zudem mit zahlreichen Einmündungen. Da kann man mitm Rennrad natürlich nicht fahren. Man wird dort aber auch nicht seine Intervalle fahren.
Das hat nix mit einem 2m breiten, kilometerlangen Radweg Überland zu tun, das sollte Dir wohl klar sein.... aber ich hab da genug so Kandidaten, die dann mit irgendwas um die 30kmh auf der Landstraße rumeiern, während ich die auf dem Radweg überhole.
Aber ich bin eh nur Hobbyfahrer und fahre auch nicht im Verein / Gruppe und bin am allerliebsten mit dem MTB fernab von Menschen und solchen Diskussionen unterwegs.

Für die meisten Rennradfahrer (oder Radfahrer aufm Rennrad) sind die Radwege Überland mehr als ausreichend. Ich von Amateur- oder Profisport....
 

Hörbört

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Schade, dass man nicht einfach so als Privatperson an die Daten kommt.

Hätte Lust mir mal meine Umgebung selbst "anzuschauen".
 

Aza*

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Daten so zu nutzen, ist auf jeden Fall sinnvoller als unendlich viel Werbung zu schalten, um damit Milliarden zu scheffeln. Insbesondere wenn die Milliarden genutzt werden, quasi alles andere von einem selbst abhängig zu machen...
 

The_Jensie

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sagt ab Tempo 30 bergauf hat man auf dem Radweg nichts mehr verloren.
Bergauf schaffe ich über 30 nur, wenn der Berg maximal 3-4 min lang ist. Danach ist Sense und ich am Arsch. :D
Ergänzung ()

Das hat nix mit einem 2m breiten, kilometerlangen Radweg Überland zu tun, das sollte Dir wohl klar sein....
Sowas gibt es bei uns nicht, nicht in einem Zustand und einer Länge, die ich mit dem Rennrad mit hohem Tempo befahren will.
Ergänzung ()

Wenn dir da n Hund vors Rad läuft war es das letzte was der Köter getan hat.
Und selber kannste froh sein, wenn du dabei heil davonkommst. Ich bin im Rennen schon zwei mal bei 50 abgestiegen, einmal bei 75. Alles glimpflich ausgegangen. Nur das Übliche.... Tapete ab, Klamotten im Arsch, neuer Helm, zweimal neues Schaltwerk und bei dem 75er Unfall einen neuen Rahmen plus Hinterrad. Das hat finanziell sehr geschmerzt....
 

Hovac

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...
Aber es stimmt, fürs Fahrradfahren über 25 kmh gibt es in Deutschland keine angepasste Infrastruktur.
...
RS1, geht aber nicht alles von heute auf morgen.


Die popup Radwege wurden übrigens inzwischen von nem Gericht kassiert ;)
...
Radfahrer haben keine höheren Rechte als andere Nutzer, zudem zeigt es das der Rechtsstaat lebt.
Sie zahlen sogar deutlich weniger für die Infrastruktur, dennoch werden Radwege doch schon seit Jahren verstärkt berücksichtigt.
Bei mir sind sie in fast jeder Planung enthalten.
 
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