News Studie: Kontrollen der USK fehlerhaft

Mal ne ganz blöde Frage zum Update:
Was bedeutet "damit näher an die Länderverwaltungen gerückt werden"?
 
Die USK wird vom Deckverein fjs gelöst und eine eigenständige Gesellschaft, die mit den Länderverwaltungen enger zusammenarbeiten will. Der fjs betreibt unter anderem ein Computerspielmuseum, weshalb dem Verein vorgeworfen wird, gleichzeitig für eine neutrale Spielebewertung einstehen zu wollen und dabei auch Computerspiele als Kulturgut zu pflegen. Viele Kritiker hielten das für relativ unvereinbar.
 
Hauptsache die Erwachsenen werden in der Auswahl nicht beschränkt. Als volljähriger will ich keine Behörde dir mir vorschreibt was gut für mich ist und was nicht.
 
Der Grund ist doch der, der Staat will sich diese Kontrollmaßnahmen unter den Nagel reißen, so siehts doch aus.

Dann kommt hier in D jedes 3. Spiel nicht mehr auf den Markt.
 
Ich schätze mal als erstes werden dann ALLE Ego-Shooter grundsätzlich indiziert oder aber ganz beschlagnahmt, da die deutsche Alterseinstufung im Gegensatz zu anderen Ländern sehr lasch ist.
Der Vorsitzende wird natürlich dann Christian Pfeiffer, der alles ja sehr objektiv sieht und der absolute Experte ist.
 
@ basecamp:
Super!! ^^ Kannste echt stolz sein. :rolleyes:

Mal abgesehen von der Tatsache, dass der Grund solcher Diskussionen und Debatten wie wir sie gerade führen, genau durch Jungs wie dich entstehen.
Mag ja sein, dass DU damit gut klar kommst. Aber wahrscheinlich sitzen schon bei dir in der Klasse einige Jungs, die das bei dem "Game xy" voll krass finden, wie man den Typen umballern kann und wie geil das Blut spritzt. Hören das die Pädagogen und andere wichtige Leute, ist die Forderung von Beckstein und Pfeiffer für diese schon wieder bestätigt.

Fakt ist nunmal...das kannste drehen und wenden wie du willst:
Spiele ab 16 und 18 sind für dich nicht freigegeben. Daher darfst du sie auch eigentlich nicht besitzen. Ende der Durchsage.

@Burgard:
Das ist aber jetzt nicht ernst gemeint mit der laschen Alterseinftufung in Deutschland, oder?
Wir haben zwar keine Volljährigkeit mit 21...aber für Medien und deren Freigabe hat Deutschland weltweit die HÄRTESTEN Richtlinien. Ich erinnere mich an Zeiten, wo Blut grün gefärbt und Soldaten durch dumme Roboter getauscht wurden, damit das Spiel in den Handel kam. Und trotzdem wars noch frei ab 18!
 
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Maxxon77 schrieb:
@Burgard:
Das ist aber jetzt nicht ernst gemeint mit der laschen Alterseinftufung in Deutschland, oder?
Wir haben zwar keine Volljährigkeit mit 21...aber für Medien und deren Freigabe hat Deutschland weltweit die HÄRTESTEN Richtlinien. Ich erinnere mich an Zeiten, wo Blut grün gefärbt und Soldaten durch dumme Roboter getauscht wurden, damit das Spiel in den Handel kam. Und trotzdem wars noch frei ab 18!

Natürlich (nicht) war das von mir ernst gemeint.

Wir hier in Deutschland haben doch die schärfsten Kontrollen der Welt, was kann denn da noch als Steigerung kommen.

Mir wird schon schlecht alleine an dem Umstand denken zu müssen, was jetzt alles VERBOTEN wird.
WIe du schon richtig festgestellt hast, kann es ja nicht angehen, dass sich ein 15 Jähriger FSK18 Angebote besorgen kann.
Nur ist das der falsche Weg, die Spiele alle zu verbieten und zu indizieren, da es immer Möglichkeiten des Beschaffens gibt.

Auf der anderen Seite kann ich die Regierung ihr kurzsichtiges Verhalten zumindest im Ansatz nachvollziehen.
"Was nicht zu bekommen ist, kann man auch nicht spielen."

Ich bin nur gespannt, was sich die Regierung anschliessend einfallen lassen wird, wenn sie feststellen, das es keine Auswirkung hat, wenn man alle Gewaltspiele verbietet.
 
Ich halte die USK für wichtig! Aber die USK ist für die Allgemeinheit gedacht, deshalb halte ich sie auch eher für eine Richtlinie. Leider gibt es oft kranke Bewertungen; spielt mal Oblivion (Zombies, abgehackte Köpfe, Ragdoll, etc.) AB 12! (Trotzdem halt ich es für ein klasse Spiel :-D)

Letztendlich sind es die Eltern, die wissen müssen, ob ihr 14jähriger Sohn ein "Ab 16"-Spiel/Film spielen/sehen darf.
 
Also mir fällt bei dem Thema USK/Jungendschutz/... nur der folgende Werbespot ein: http://www.klicksafe.de/common/presse.php?site=spot

Auch wenn ich den Clip beschissen finde, hat es halt doch was wares, dass für den letztlichen Jugendschutz Eltern verantwortlich sind.

Habe mir als kleiner Wutz Spiele wie Wolfenstein 3D (das von 1992), Doom, ... auch im Schulhof besorgt (wie einige Vorredner von mir), später dann ungeschnittene Versionen übers Netz. Gerade durch Indizierung oder in krassen Fällen Beschlagnahmungen (Wolfenstein 3D) o.ä. haben diese Spiele noch mehr an Reiz gewonnen (bin trotzdem kein Amokläufer geworden ;-)

Natürlich wird durch USK etc. verhindert, dass entsprechende Spiele nicht über den Ladentisch gehen, aber (jetzt nur aus meiner persönlichen Erfahrung) spielt das keine Rolle: entweder will man das Spiel, weil man halt das Genre mag (dann besorgt man sichs eben, ob im Laden oder über Schulhof/Internet) oder halt nicht. Ich glaube z.B. auch kaum dass das Bewerbungsverbot bei Indizierung etwas bringt (krasses Beispiel: jemand der keine FPS mag, würde sich auch nicht zum Beispiel bei SoFII durch Bewerbungen wie "ultra-realistisches Schadensmodell mit 36 Trefferzonen ermöglicht realitätsnahes Blutspritzen" zum Kauf überreden lassen)

Deshalb: Jugendschutz ist meiner Meinung nach halt weitgehend auch Elternsache, lebt man mal polemisch ausgedrückt im Medienzeitalter, kann man auch von Eltern Medienkompetenz verlangen -> oder sollte man provokant von weltfremden Eltern ausgehen?

Gerade Jugendschutzgesetze haben die hier in der News angesprochene Problematik, nämlich ein Gesetz bleibt ein "one size fits all"-Machwerk und zwar in
1. Hinsicht: Eltern kennen ihre Kinder doch besser wie Gesetzestexte? (vorausgesetzt, sie kümmern sich um ihre Kinder). Außerdem kommt es auch vor, dass 16jährige "erwachsener" als 21jährige sind. Ein Gesetzestext kann nicht allen Jugendlichen gerecht werden.
2. Hinsicht: Ein Gesetzestext kann auch nicht allen Spielen gerecht werden. Das birgt nur Unschärfepotential: Tester 1 meint, gem. Gesetzesformulierung gehört Spiel 1 in USK 12, Tester 2 meint in USK 16, u.s.w.
=> Will man es halt mit einem Gesetz allen Spielen, Spielern, Jugendschutzorgansiationen, Eltern, Zeitungen, Politikern recht machen ist doch klar, dass Streit vorprogrammiert wird. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass das eigentlich Problem (Jugendschutz) aus den Augen verloren wird.

Sowieso grundlegende Probleme von Gesetzen: das Gesetz ist ja gut und schön, aber wie setzt man es durch? Verkaufsverbote snd vielleicht ja noch einfach durchzusetzen, aber das was USK, ... eigentlich zum Ziel haben: 10-Jährige sollen nicht Doom3 zocken: 24/7-Überwachung?

kForce schrieb:
Es bedarf einer einheitlichen regelung und härteren Strafen im Einzelhandel bei Nichteinhaltung.
Und dann? Der Einzelhandel ist nur eine Quelle! Schulhof, Internet?
kForce schrieb:
Ich möchte weder irgendwann mit meiner Tochter durch den Supermarkt laufen und neben den Erbsen die HardcoreVideo Cover sehen, noch möchte ich einem 9 jährigen Sohn erklären, warum dem Mann auf dem Manhunt 15 Cover der Kopf fehlt und was die Kettensäge daneben zu suchen hat.
Stimmt, so macht das Bewerbungsverbot bei Indizierungen zumindest Sinn. Allerdings: Was erklärst du deinem 9 jährigen Sohn, wenn er erzählt, dass bei seinem Kolleg auf dem Manhunt Cover der Kopf fehlt?
 
Burgard schrieb:
Ich bin nur gespannt, was sich die Regierung anschliessend einfallen lassen wird, wenn sie feststellen, das es keine Auswirkung hat, wenn man alle Gewaltspiele verbietet.


Wieso "gespannt"? Dann sucht sich die Regierung halt ein neues Opfer ;)


Da ist überhaupt nix spannendes dabei, das nennt sich "lauf der dinge".

Sündenböcke brauchts nun mal, wo bleibt denn sonst unsere tolle entwicklungsgeschichte vom Affen zum Menschen :)
 
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"und damit näher an die Länderverwaltungen gerückt werden"

Es gab mal einen guten Grund, warum Vereine, die sich mit "Zensur" beschäftigen, nicht im Staat eingegliedert sind. Nun, da man anscheinend auf die Freiheit der Bevölkerung sch**** und auch die in der Vergangenheit begangenen Fehler gekonnt ignoriert, kann man ja gleich wieder eine Bundesbehörde für Propaganda und Zensur einführen. Schäuble, Stoiber und Beckstein wird es freuen!
 
Dann müssten Suchtwerdende Spiele wie WOW auch verboten werden. Naja wird immer dümmer
 
Vorweg: Ich habe den Thread nicht in Gänze gelesen, weil ich von den ganzen Leuten, die gleich verbal Amok laufen, wenn sie Spiele, Kontrollen und Verbote in einem Absatz lesen, nur Kopfschmerzen kriege.

Und zur News: Im Kern geht es doch nur darum, wie die Arbeit der USK optimiert werden. Was ist daran verkehrt, das man die Arbeit USK überprüft gegebenenfalls verbessert? Kinder, es geht hier um den Jugendschutz, und abgesehen von den Forderungen der Becksteins dieser Welt, kann keine Maßnahme zur Schutzoptimierung verkehrt sein.

Die Dinge, die in der Studie kritisiert werden, kann ich voll und ganz nach vollziehen. Es hat mir schon in der Vergangenheit nicht geschmeckt, das man eigentlich nur über Gewalt in Spielen, nicht aber über Sucht- oder Angstpotentiale geredet hat. Und wie mir bisher bekannt war, wurden diese Punkte auch nicht explizit überprüft.

Abgesehen davon muß sich eine Behörde wie die USK auch selber immer wieder die Frage stellen, ob sie ihre Arbeit noch gut macht - hier mit dem Kern, ob die Tester nicht vielleicht abgestumpft sind. Das gehört schlicht zur Qualitätssicherung. Und ich persönliche habe mich beim Schlendern durch diverse Schrei-Märkte schon oft über manche Altersfreigabe bei Spielen und Filmen gewundert.

Ansonsten bin ich erfreut über die Maßnahmen, die man bei der USK eigeleitet hat. Das zeigt mir, das die Behörde Kritik akzeptiert, selbstkritisch ist und Verbesserungen aufgeschlossen gegenüber steht. Besonders freut es mich, das man die Öffentlichkeitsarbeit ausbauen willen. An der Stelle würde ich mich freuen, wenn es neben einer NOCH besseren Einstufung ein plakatives Kennzeichnungssystem auf Verpackungen (vielleicht mit einer kleinen Zusammenfassung der kritischen Inhalte) und sowas wie ein Werpe(spot)kampagne gäbe, die die Erziehungsberechtigten für die Arbeit der USK sensibilisiert. Ich denke, nirgends ist Jugendschutz so einfach wie in Deutschland: Aufgeklärte Erziehungsberechtigte müssen nur auf die Verpackung schauen um zu sehen, ob sie das Spiel/den Film ihren Sproösslingen zumuten können. Sie müssen die Inhalte nicht mal selber kennen (sollten aber natürlich offen für objektive Diskussionen sein).

@Zatarc
Ein Verbot wäre eine Zensur, aber ein Verbot spricht nicht mal die BPjM aus. Eine Indizierung bedeutet nur "keine Jugendfreigabe" gepaart mit Werbeverbot. Im Übrigen spricht die USK weder Verbote noch Indizierungen sondern nur Empfehlungen aus. Aber wahrscheinlich sollten wir USK und BPjM abschaffen, damit alle Bürger vollkommene freie Entwicklung genießen - auch wenn ein Vierzehnjähriger sein in erster Linie Gewalt als Konfliktlösung kennenlernt.
 
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Burgard schrieb:
Natürlich (nicht) war das von mir ernst gemeint.

Wir hier in Deutschland haben doch die schärfsten Kontrollen der Welt, was kann denn da noch als Steigerung kommen.

Mir wird schon schlecht alleine an dem Umstand denken zu müssen, was jetzt alles VERBOTEN wird.
WIe du schon richtig festgestellt hast, kann es ja nicht angehen, dass sich ein 15 Jähriger FSK18 Angebote besorgen kann.
Nur ist das der falsche Weg, die Spiele alle zu verbieten und zu indizieren, da es immer Möglichkeiten des Beschaffens gibt.

Auf der anderen Seite kann ich die Regierung ihr kurzsichtiges Verhalten zumindest im Ansatz nachvollziehen.
"Was nicht zu bekommen ist, kann man auch nicht spielen."

Ich bin nur gespannt, was sich die Regierung anschliessend einfallen lassen wird, wenn sie feststellen, das es keine Auswirkung hat, wenn man alle Gewaltspiele verbietet.

Das sehe ich ebenso. Das Verbieten der Spiele bringt rein gar nichts. Das ist eine reine Affekthandlung. "Schaut...wir tun was!!" Allerdings scheinen unsere Politiker momentan generell sehr "Verbotsgeil" zu sein. Killerspiele, Standby-Schalter, Glühbirnen, die Spacken von der NPD sind nur einige Beispiele. Jede Woche soll was neues verboten werden. "Aus den Augen, aus dem Sinn". Problem zwar nicht gelöst, aber wenigstens außer Sichtweite.
Klasse! Echt ein Armutszeugnis, wenn den Herren als einzige Lösung immer nur verbieten einfällt.

Aber es ist halt leichter, dem allgemeinen Deutschen im fortgeschrittenen Alter zu erzählen, dass die bösen Computerspiele dran schuld sind als die Frage nach der verlorenen Verantwortungspflicht oder die Erziehung dafür verantwortlich zu machen. Für viele sind Computerspiele wie so eine Art seltsame Nebelwolke. Man ahnt so was da drin ist, aber genau weiß man es und sieht man es nicht. Dazu kommt noch, dass die Gesellschaft ab einer gewissen Altersschicht sich mit dem Medium Computerspiel nicht mehr auskennt und daher sehr skeptisch beobachtet, wie ihre Kinder draußen nicht mehr Fußball spielen sondern mit den Kumpels den ganzen abend Fifa 07 vor der X-Box zocken. Das können die nicht nachvollziehen und eigentlich stört es sie auch. Mit dieser Diskussion bekommen die ganzen Leute, denen das Medium Videogames immer schon ein Dorn im Auge war, endlich das passende Kanonenfutter und es wird aus allen Rohren gefeuert.

Das ganze Feuer noch schön von den Medien angefacht und dann brennt die Bude. Erst letzte Woche war wieder ein Bericht in Deutschlands Meinungsblatt Nr.1, der BILD-Zeitung. Wieder ein Doppelmord von zwei Teenagern. Und wer ist der Schuldige? Sie hätten sich Anregungen aus FINAL FANTASY geholt! Wenn ich nicht wüßte, dass diese Zeitungsmeldung am nächsten Tag für manche Väter und Ausbildermeister wieder die Munition geben um den Sohn bzw. Azubi mal richtig einen zu erzählen, würde ich glatt lachen. Aber es ist leider mehr als traurig.

Zum anderen Punkt: Ja, das stimmt. Es kann nicht angehen, dass ein 15 jähriger an Inhalte kommt, die für ihn nicht zugelassen sind. Ob die Altersfreigabe richtig ist, ist ein anderes Thema. Nehmen wir es mal so hin. Aber was sich solche Jungs wie unser Beispiel hier auch mal klar machen müssen ist, dass sie mit diesen Postings uns allen und sich selbst überhaupt keinen Gefallen tun. Sie bestätigen nur wieder die Kritiker. Und damit wirds nicht besser sondern schlimmer!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ein 15jähriger ein einziges Bier trinkt, ist das illegal. Wenn ein 18jähriger sich mit Wodka bis zum kotzen zukippt ist das legal. Wer hat sich jetzt unter welchen rechtlichen Umständen mehr geschadet?

Ich will damit nur sagen, dass der Jugendschutz allgemein (auch USK) nicht auf jeden Jugendlichen 100% passt (auch wenn es nicht das beste Beispiel war). Jeder entwickelt sich anders. Im Endeffekt wird nur die für die meisten Kinder und Jugendlichen beste Lösung gesucht, die eben auf den Durchschnitt/die Allgemeinheit zutrifft und sie am besten schützt (ob unser Jugendschutz optimal ist, ist eine andere Frage).

Das ein 14jähriger kein Spiel ab 18 spielen sollte ist natürlich klar, aber bei einem 15jährigen und einem Ab-16-Spiel sind es eben die Eltern, die es Wissen müssen. (Vorrausgesetzt sind natürlich angebrachte Alterseinschränkungen und vernünftige Eltern)

Versteht mich nicht falsch! Ich will keine Lockerung des Jugendschutzes oder der Altersbeschränkungen (könnte mir Alkohol und Rauchen ohne Probleme "ab 18" vorstellen), eher eine Individualisierung (z.B. Altersbeschränkungen in 2-Jahres-Schritten anstatt 0,6,12,16).

Jeden Jugendlichen kurz mal auf seine physische und psychische Entwicklung zu überprüfen ist zwar eine ganz nette Idee, schließlich wird man für den Führerschein auch ausführlich getestet. Warscheinlich ist das ganze aber in der Umsetzung sehr umständlich und eher unrealistisch.



Ich bin jetzt ein bischen vom Thema abgeschweift, bitte meckert nicht ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also eine Individualisierung halte ich für unmöglich. Welche Kriterien sollen denn zwischen einem "Ab 14" und einem "Ab 16" unterscheiden (auch wenn Spieletester glauben, sie könnten Spielspaß in Prozent messen)? So fein lässt sich das in meinen Augen nicht unterscheiden und ich denke, das bestehene System ist schon in Ordnung. Konsequente Kennzeichnung und gegebenfalls Verbot für den U18-Konsum.

Das wichtigste und wirksamte Mittel zum Jugendschutz ist die Aufklärung der Eltern. Wenn sich die Eltern umfassend mit ihren Kindern und ihren Interessen auseinander setzen würden, dann bräuchte es keine USK. Natürlich ist es ein wenig sinnfrei, das ein Jugendlicher bspw. mit dem 16ten Geburstag von einem Tag auf den reif genug für Alkoholkonsum sein soll. Aber anders lässt es sich nicht lösen außer mit zwei Maßnahmen: Für jede Kleinigkeit wie Alkohol, Computerspiele, Internet o.ä. eine Reifeprüfung ablegen oder mit Eltern, die den Entwicklungsstand ihrer Kinder im Blick haben.

Der Staat kann kaum mehr leisten, als Orientierung zu bieten. Das Einzige, was ich noch vermisse, ist die Aufklärungsarbeit. USK schön und gut, aber ohne verantwortungsbewusste, aufgeklärte und objektive Eltern sind all diese Maßnahmen nutzlos.
 
der unterschied zwischen super mario (auch einer meiner ersten spiele) und z.b. heutigen shootern ist ja nicht von der hand zu weisen!

wer da mit verniedlichungen daherkommt macht sich selbst mehr als unglaubwürdig.
wenn ich bei kinofilmen die altersbeschränkung sehe, denke ich mir auch immer

* wie kamen die auf diese zahl
* wieso werden immer brutalere filme(spiele) für ein immer jüngeres publikum freigegeben?
 
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@fjmi
Was ist denn nach Deiner Definition "brutal"?
Werte verändern sich nunmal kontinuierlich. Vergleiche doch mal zb. Beiträge früherer Nachrichtensendungen (vor Jahrzehnten) mit aktuellen.
Desweiteren bezieht sich die Empfehlung der FSK zb. bei Kinofilmen nicht nur auf den einen Aspekt Gewalt, sondern auch auf pers. Reife und geistiges Verständnis eines Films. Die Altersangaben sind ein durchschnittlicher, aktueller Richtwert.
Einen Unterschied zwischen einem 6, 12 und 16-jährigen gibt es durchaus, auch wenn die Jugend (subjektiv gesehen) immer frühreifer wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
mir sind die restlichen maßstäbe nach denen angeblich beurteilt wird auch klar, was für mich gewalt ist?

ein abgeschossener kopf bei dem aus dem torso unmengen an blutt schwappt. eckelerregende möglichkeiten andere umzubringen, spannungsaspekte die von entsprechender gruppe niemals sinnvoll verarbeitet werden. tätigkeiten die mehr als nur unmoralisch sind oder aber auch geräusche die nur noch eckelhaft sind.

etwa um ein m.e. extremeres bsp zu nennen -nicht jugendfrei- das röcheln der erschossenen in soldier of fortune2 (englisch), oder die möglichkeiten die körperteile total zu verstümmeln, aufzuschlitzen usw... muss das sein? ist das spielspaß? ich hoffe nicht.

burtalität/agression hat für mich aber auch viel subtilere ausdrucksformen die vielen wohl garnicht mehr auffallen, kleinigkeiten, die aber m.e. einen tiefen hintergrund haben über den sich die akteure selbst nicht bewusst sind. (etwa anspucken in gewissen situationen, blicke, verhalten, verbaler ausdruck,..)


frühreife jugend: jetzt war die jugend schon vor 2000 jahren so verdorben, und 'schlimm' wie müsste sie erst jetzt sein? ich finde nicht, dass die jugend frühreifer wird, im gegenteil.
in sex. hinsicht wird alles prüder und verklemmter, charakterlich immer weniger feinfühlig, nur noch abgestumpft, ist das reif?
außerdem werden die die beurteilen wie denn die jugend ist, immer etwas älter sein, gemäßigter sein, und sich denken wie schlimm doch alles wird, weil ihnen der weitblick über mehr als eine generation fehlt, bei dem man dann feststellt (stellen dürfte), dass doch nicht alles so schlimm ist, wird, war.

dass zwishen einem 6 und eien 16jährigem ein unterschied besteht ist ja wohl klar. allein aus physischer aber insbesondere aus entwicklungspsychologischer sicht. deshalb bin ich auch für eine anhebung der derzeitigen FSK um zb 4 jahre. nicht weil ich friede freude eierkuchen vermitteln will, sondern eine portion moral die immer mehr verkommt.

und ja, die nachrichten waren früher waren anders, und muss ich das deshalb akzeptieren und hinnehmen?

NEIN! ich akzeptiere keine zerfetzten leichen im fernsehen, in den nachrichten welche vlt. auch von 5 jährigen angesehen werden.

NEIN!, ich akzeptiere auch keine inflation der gewalt. wenn du das machst und für deine (falls vorhanden) kinder verantworten kannst, ist das ok. ich kann/könnte es nicht.

und mir fällt auch ein zustieg an gewalt (der ja längst schon in studien erfasst wird) bzw. an brutalerer gewalt auf wenn ich zb kindern zusehe. kann mich nicht erinnern dass es früher so zuging. (oder so viele so fett waren ;) oder das sozialschmarotzen/ausnützen von firmen schon beinahe gesellsch. akzeptiert ist)
 
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