News Studie zum Medienkonsum: Zuviel Nutzung schadet Kindern und Jugendlichen

Seb89

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#62
Ja, der ist so renomiert, dass er sich auf keiner Fachtagung mehr blicken lassen kann. Seine Schlussfolgerungen aus Studien sind einfach nur falsch und dienen offenkundig nur dem, seine Person und seine Bücher zu pushen.
uiuiui, bloß nicht das eigene Weltbild hinterfragen, könnte ja schmerzhaft werden.

Mir ist vollkommen klar, dass er mit seiner Art zu argumentieren polarisiert. Mir ist allerdings jemand, der die Probleme klar und deutlich benennt, wenn sie erkannt wurden lieber, als wenn jemand der nur um den heißen Brei herumredet.

Ich lese hier von jedem, dass sein Ruf mittlerweile kaputt ist. Aber was er denn nun verbrochen haben soll hat mir immer noch keiner erläutern können. Auf den Ruf oder das Image von Leuten gebe ich nichts. Wenn er unangenehme Wahrheiten ausspricht, dann ist mir das lieber als wenn er sie verschweigen würde.

Finde es nur krass wie sich jeder von ihm angegriffen fühlt. Auf mich macht er einen kompetenten Eindruck. Das er Forschungsergebnisse in aller Deutlichkeit anspricht kann man ihm nicht vorwerfen, wenn die Ergebnisse wirklich so deutlich ausfallen.
Ergänzung ()

Mal davon abhängig, wie als der Sohn ist - aber so eine "strenge" Regulierung ist in meinen Augen auch nicht die Lösung. ich finde es primär sogar unerheblich, wie viel ferngesehen wird - sondern in welchem Verhältnis es zu den anderen Dingen steht. Wenn neben dem Fernsehen noch andere Dinge die meiste Zeit einnehmen, dann ist das ok. Unser Sohn darf mit seinen fünf Jahren meistens 30-60 Minuten am Tag fernsehen, meist KiKa und um den Sandmann rum und je nach dem was danach kommt. Letztens kamen z.B. 3 wochen die Teletubbies (mein Gott war da beim Facebook-Account von KiKa was los...^^), da blieb der Fernseher aus. Auf der anderen Seite legt er auch selbst mal TV-freie Abende ein. Dafür machen wir aber auch viele andere Dinge mit ihm, basteln, spielen, mit Legos bauen, jetzt im Sommer ist er auch lange im Garten und vorgelesen wird im Grunde fast jeden Abend. Wir achten auch darauf, dass wir alle mindestens einmal am Tag zusammen sitzen, egal ob beim Spielen oder Essen. Und sein eigenes Tablet (mein altes) hat er auch schon, was er unregelmäßig bekommt und da meistens die App von der Sendung mit der Maus läuft.

Nur, wir haben seinen "TV-Konsum" auch ständig im Auge: Wenn er von der Kita nach Hause kommt, und direkt fragt ob er fernsehen darf, dann wird das für die nächsten Tage deutlich reduziert oder ganz ausgesetzt.

Und dennoch widerspricht der kleine allem, was ein Spitzer so loslässt: Denn er ist sowohl sprachlich wie auch kognitiv seinem Alter weit voraus.
Ich bin mir sicher subjektive Aussagen über das eigene Kind sind repräsentativ und eignen sich hervorragend für empirische Diskussionen... Sorry aber da kann ich einfach nur mit Sarkasmus drauf reagieren..
Ergänzung ()

Lustig, wie hier jeder Zweite wieder alles besser weiß. Kartenspiele verderben unsere Kinder!

Ich hab mit 6 Jahren schon stundenlang vorm Nintendo gehockt und es hat mir nicht übermäßig geschadet.
Ohne dich jetzt beleidigen zu wollen, aber das willst du jetzt wie genau messen? Wer sagt dir, dass du nicht längst einen Nobelpreis gewonnen hättest wenn du nicht schon mit 6 Jahren stundenlang vorm Nintendo gehockt hättest (um es mal überspitzt auszudrücken)?

Verstehe mich nicht falsch, ich habe auch relativ früh mit Commodore64, PC, etc. rumgespielt, stelle mir aber angesichts der ganzen Studien trotzdem die Frage ob ich mein volles kognitives Potenzial wirklich ausgeschöpft habe oder ob ich mich dadurch in der Entwicklung beeinträchtigt habe...
 
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mischaef

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#63
Und kein einziges Wort über die Glotze.
Das was in dem Text steht trifft 10x schlimmer auf den Fernseher zu. 99% hirnloser Rotze der dort läuft.

Aktiv Inhalt bestimmen > Kauen was einem vorgesetzt wird.
Das stimmt so nicht, bei TV-Konsum bei gleicher länger fallen die Auffälligkeiten laut Studie - wenn auch nur wenig - geringer aus.

- Adoption um Kinder eine bessere Zukunft zu geben, statt "noch mehr" in die Welt zu setzen
Schon mal versucht in Deutschland ein Kind zu adoptieren?

Naja wer es glaubt.. von Lesen und TV gucken haben sie früher auch gedacht es würde blind machen..
War das nicht was anderes? ^^

Mir ist vollkommen klar, dass er mit seiner Art zu argumentieren polarisiert.
Nein, er polarisiert nicht, sondern ist in meinen Augen ein notorischer Besserwisser, der andere Meinung nicht gelten lässt, neue Technik verteufelt und sehr oft daneben liegt. Wie gesagt, unser Sohn ist das beste Beispiel dafür.

Ich lese hier von jedem, dass sein Ruf mittlerweile kaputt ist. Aber was er denn nun verbrochen haben soll hat mir immer noch keiner erläutern können.
Er spricht aber eben keine Wahrheiten aus. Viele seiner Aussagen scheinen mittlerweile auch widerlegt worden zu sein. Und hast Du ihn schon mal bei einer Diskussion erlebt? Die Axt im Walde ist nicht dagegen.


Finde es nur krass wie sich jeder von ihm angegriffen fühlt. Auf mich macht er einen kompetenten Eindruck. Das er Forschungsergebnisse in aller Deutlichkeit anspricht kann man ihm nicht vorwerfen, wenn die Ergebnisse wirklich so deutlich ausfallen.
Es fühlt sich niemand "angegriffen", wie kommst Du darauf? Fakt ist nur, dass dieser Mensch ein absolut schwarzes Bild der neuen Technologien zeichnet - was sie aber nicht sind. Sie sind wie vieles erst mal neutral, es kommt drauf an, was man macht. Das diese auch einen durchaus positiven Einfluss haben können habe ich von ihm noch nie gehört. Meine Angst ist eher, dass manche Eltern in ihrer verständlichen Unwissenheit oder Unsicherheit seinen Unsinn auch noch glauben und so übernehmen.


Ich bin mir sicher subjektive Aussagen über das eigene Kind sind repräsentativ und eignen sich hervorragend für empirische Diskussionen... Sorry aber da kann ich einfach nur mit Sarkasmus drauf reagieren.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Hier werden die neuen Technologien von einigen ebenfalls als "böööööööööse" dargestellt. Ich wollte nur aufzeigen, dass dem nicht so sein muss und selbst ein höherer Konsum nicht automatischen zur Verdummung führt sondern auch positive Effekte besitzen kann. Also nichts zwischen den Zeilen lesen.
 
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tensai_zoo

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#64
@tic-tac-toe-x-o & tensai_zoo
Könnt Ihr Eure Meinung auch irgendwie sachlich begründen? "Du sitzt auf dem hohen Ross" ist jetzt nicht so die ausgefeilteste Begründung... :rolleyes:
Ja. Aber sie ist für dich irrelevant. Daher spare ich mir die Mühe.

Ohne dich jetzt beleidigen zu wollen, aber das willst du jetzt wie genau messen? Wer sagt dir, dass du nicht längst einen Nobelpreis gewonnen hättest wenn du nicht schon mit 6 Jahren stundenlang vorm Nintendo gehockt hättest (um es mal überspitzt auszudrücken)?
Ob einen Nobelpreis zu gewinnen wichtiger ist, als einfach nur das Leben zu genießen, ist Ansichtssache. Ich muss da an das Klischee von Eltern denken, die durch Kinder versuchen ihre Träume zu verwirklichen.
 
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M@tze

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#65
Ja. Aber sie ist für dich irrelevant. Daher spare ich mir die Mühe.
Danke dafür, spart mir Zeit.

Ob einen Nobelpreis zu gewinnen wichtiger ist, als einfach nur das Leben zu genießen, ist Ansichtssache. Ich muss da an das Klischee von Eltern denken, die durch Kinder versuchen ihre Träume zu verwirklichen.
Da Du anscheinend schon Probleme hast, den Grundgedanken von Seb89 zu verstehen, wäre sicher auch nichts Qualitatives dabei herausgekommen.
 

joomoo

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Steffenkrue

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"Das ist die Essenz der Blikk-Studie, welche unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten und mit Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit..."
Bis dahin habe ich gelesen dann wußte ich das man sich hier wieder die Welt zurechtlegt. Da kam mir der Spruch "Traue nur der Statistik die du selbst gefälscht hast" in den Sinn. Man gut das das Grundgesetz so ist wie es ist.
 
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#71
Der Mann liegt in meinen Augen falsch und zieht die falschen Schlüsse. Im Auftreten ist er wie Paolo Pinkel, er könnte also von Streitkultur und offenen Diskussionen noch viel lernen.
Medienkompetenz gehört anerzogen und hier sind die Eltern in der Pflicht. Wir haben da deutliche Regeln und leben das auch vor. Das eigene Verhalten und Vorleben ist bei Kindern schon die halbe Erziehung. Ein totaler Verzicht ala Spitzer ist der falsche Weg. Ern Lehrer sagte an der Stelle (ich glaube sogar zu Herrn Spitzter)
" Wir müssen die Kinder auf ihre Zukunft vorbereiten, nicht auf unsere Vergangenheit."

LG
seh ich genauso.

Man sollte auf solche Studien nicht allzuviel Wert legen. Vor allem auch immer schauen wie sie entstanden sind und woher die Daten kommen. Die Studie steht nicht umsonst stark in der Kritik.

Bei Kindern unter 6 muss exzessiver Handy/Tablet Konsum noch nicht sein, danach langsam heranführen.

Das wichtigste ist Ehrlichkeit und Vorleben der eigenen Vorstellungen. Als Kind merkt man heuchlerisches Verhalten sofort...

Und Schaden ist lächerlich. Hyperaktiv und unkonzentriert war ich vor allem weil mir langweilig und ich im Unterricht unterfordert war. Das liegt an der Gleichmacherei der Politik.
 

mischaef

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Seb89

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Er spricht aber eben keine Wahrheiten aus. Viele seiner Aussagen scheinen mittlerweile auch widerlegt worden zu sein. Und hast Du ihn schon mal bei einer Diskussion erlebt? Die Axt im Walde ist nicht dagegen.
Hast du ein Beispiel? Du kritisierst nämlich nur gerade wieder seine vehemente Argumentationsweise.



Es fühlt sich niemand "angegriffen", wie kommst Du darauf? Fakt ist nur, dass dieser Mensch ein absolut schwarzes Bild der neuen Technologien zeichnet - was sie aber nicht sind. Sie sind wie vieles erst mal neutral, es kommt drauf an, was man macht. Das diese auch einen durchaus positiven Einfluss haben können habe ich von ihm noch nie gehört. Meine Angst ist eher, dass manche Eltern in ihrer verständlichen Unwissenheit oder Unsicherheit seinen Unsinn auch noch glauben und so übernehmen.
Er ist sich durchaus bewusst, dass es ohne Technologie heute nicht mehr geht. Er hat in diversen Interviews selbst gesagt dass die Technologie natürlich auch Vorteile mit sich bringt. Aber eben nicht im Hinblick auf die Entwicklung des Gehirns eines Kindes, da scheinen die Nachteile ganz klar zu überwiegen.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Hier werden die neuen Technologien von einigen ebenfalls als "böööööööööse" dargestellt. Ich wollte nur aufzeigen, dass dem nicht so sein muss und selbst ein höherer Konsum nicht automatischen zur Verdummung führt sondern auch positive Effekte besitzen kann. Also nichts zwischen den Zeilen lesen.
Wie gesagt, wenn das Gehirn sich hauptsächlich durch menschliche Interaktion, durch Motorik, durch Musizieren, Sport, etc. entwickelt und Erwachsene statt mit ihren Kindern zu spielen und ihnen die Welt zu zeigen, die Kids vor irgend eine Lernsoftware am PC oder am Tablet hocken oder noch schlimmer, einfach vor die Klotze, dann hat das Kind weder menschliche Interaktion, noch wird die Motorik geschult.
Das keiner mehr ins Steinzeitalter zurück möchte und zum Beispiel Abschlussarbeiten fürs Studium an einer Schreibmaschine anfertigen lassen möchte ist denke ich klar. Das sieht aber auch ein Manfred Spitzer nicht anders, er bezieht sich ja ausschließlich auf Kinder und Jugendliche.

Woher weißt du denn, dass dein Sohn nicht noch aufgeweckter, heller, neugieriger sein würde, als er ohnehin schon zu sein scheint, wenn du ihn erst später mit der Technik in Berührung gebracht hättest?

Das Manfred Spitzer so vehement argumentiert kann ich verstehen. Zum einen scheint er mit seinen Argumenten gegen die breite Masse anzuschwimmen, da muss man sich überhaupt erst einmal Gehör verschaffen. Zum anderen finde ich es wichtig, dass er die Dinge so deutlich anspricht.
Wenn mir ein Biochemiker sagt, dass jedes Atom Quecksilber den Menschen dümmer macht, dann muss ich auch selbst entscheiden, ob es mir der Geschmack Wert ist Thunfisch, der eben über seine Lebensspanne höhere Werte an Quecksilber akkumuliert, zu essen oder ob mir die Gesundheit wichtiger ist und ich deshalb darauf verzichte. "Die Dosis macht das Gift" trifft hier einfach nicht zu, wenn selbst kleinste Dosen schädlich sind.
Und genau so sehe ich es eben auch bei dem Thema Gehirnentwicklung. Wenn es eine Vielzahl empirischer Daten gibt, die belegen, wie die Entwicklung beeinträchtigt wird, dann muss jeder selbst entscheiden wie viel elektronische Medien er seinem Kind zumutet. Ich würde den Medienkonsum meines Kindes in jedem Fall auf ein Mindestmaß reduzieren.

Ein Kind mit einem gesunden Gehirn eignet sich das Tablet bedienen auch noch problemlos während oder nach der Pubertät an, ohne am Ende als Analog Native zu enden.
Ergänzung ()

Ob einen Nobelpreis zu gewinnen wichtiger ist, als einfach nur das Leben zu genießen, ist Ansichtssache. Ich muss da an das Klischee von Eltern denken, die durch Kinder versuchen ihre Träume zu verwirklichen.
Lies meinen Satz am besten einfach nochmal. Auch mit dem Inhalt in der Klammer.
 
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mischaef

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#74
Hast du ein Beispiel? Du kritisierst nämlich nur gerade wieder seine vehemente Argumentationsweise.
Dann hör ihm mal zu. Er lässt kein gutes Haar an den neuen Technologien, alles ist böse und Kinder werden damit quasi zu Gestörten. Da ist es im Grunde egal, was man von ihm als Beispiel nimmt - die Aussage ist immer die gleiche...


Aber eben nicht im Hinblick auf die Entwicklung des Gehirns eines Kindes, da scheinen die Nachteile ganz klar zu überwiegen.
Und hier haben wir das Problem: Er sagt nicht dass es so sein könnte, nein, das Kind nimmt auf jeden Fall schaden. Dann muss unser Sohn, der ein absolut gesindes, lebhaftes Kind ist ja geschädigt bis zum geht nicht mehr sein. Seltsam dass die Menschen, welche Ahung haben und ihn teilweise jeden Tag sehen ganz anderer Meinung sind.



Wie gesagt, wenn das Gehirn sich hauptsächlich durch menschliche Interaktion, durch Motorik, durch Musizieren, Sport, etc. entwickelt und Erwachsene statt mit ihren Kindern zu spielen und ihnen die Welt zu zeigen, die Kids vor irgend eine Lernsoftware am PC oder am Tablet hocken oder noch schlimmer, einfach vor die Klotze, dann hat das Kind weder menschliche Interaktion, noch wird die Motorik geschult.
Ach ich bitte Dich. Was soll dass denn jetzt? Das sollte wohk jedem klar sein. Aber darum geht es ihm nicht. Für ihn ist es einfach böse, egal in welchem Verhältnis. Und noch mal: Die Sachen sind für sich erst mal neutral, es ist das, was man daraus macht. So einfach und nicht anders. Möhren und Gurken gelten allgemein als sehr gesund, wenn ich mich jedoch nur davon ernähren würde, hätte ich ein Problem. Cola gilt bei vielen als ungesund - ist es aber nicht. Nur eine größere Menge an Cola ist ungesund - ein Glas in der Woche hat sicherlich keine Auswirkungen - ein Glas die Stunde schon.


Woher weißt du denn, dass dein Sohn nicht noch aufgeweckter, heller, neugieriger sein würde, als er ohnehin schon zu sein scheint, wenn du ihn erst später mit der Technik in Berührung gebracht hättest?
Weil ich sehe was er damit alles lernt und was er sich alles behält. Viele Dinge könnte er so in der interessanten Form nicht dargeboten bekommen. Das ist es einfach. Er ist selbst für ein Kind sehr wissbegierig, es würde auf Dauer so sein, dass es schwer werden würde, ihn intellektuell "zu füttern". Ich kenne das von mir, es würde ihn irgendwann einfach langweilen.

Aber vor allem weiß ich es, weil ich meinen Sohn kenne, weil ich mich ständig mit ihm beschäftige. Weil ich weiß, was er gerne macht, womit er am meisten lernt und wozu er in der Lage ist. Noch mehr bei einem Kind in dem Alter? Nur schwer.

Aber ansonsten ist Deine Frage nur unter dem Aspekt zu sehen: Hätte, hätte Fahrradkette...

Das Manfred Spitzer so vehement argumentiert kann ich verstehen. Zum einen scheint er mit seinen Argumenten gegen die breite Masse anzuschwimmen, da muss man sich überhaupt erst einmal Gehör verschaffen. Zum anderen finde ich es wichtig, dass er die Dinge so deutlich anspricht.
Sorry, aber da kann ich auch an die goldene Zahnfee glauben. Er ist nicht vehement, er ist verbort. Er geht gar nicht erst auf andere Argumente ein, sondern das was er sagt ist der Weisheit letzter Schluss. Viele seiner "Ausführungen" sind mittlerweile widerlegt, er wird von Kollegen stark kritisiert. Das kommt nicht, wenn man "unangenehme" Dinge ausspricht, sondern eher wenn man unseriös arbeitet. Vielleicht solltest Du mal anfangen, Dich mit den Kritikern zu beschäftigen, als diesen Mann hinterherzulaufen?


Wenn mir ein Biochemiker sagt, dass jedes Atom Quecksilber den Menschen dümmer macht, dann muss ich auch selbst entscheiden, ob es mir der Geschmack Wert ist Thunfisch, der eben über seine Lebensspanne höhere Werte an Quecksilber akkumuliert, zu essen oder ob mir die Gesundheit wichtiger ist und ich deshalb darauf verzichte. "Die Dosis macht das Gift" trifft hier einfach nicht zu, wenn selbst kleinste Dosen schädlich sind.
Ach so, Du vergleichst jetzt nicht wirklich Quecksilber mit der Nutzung eines Tabletts? Muss aich darauf wirklich eingehen?

Und genau so sehe ich es eben auch bei dem Thema Gehirnentwicklung. Wenn es eine Vielzahl empirischer Daten gibt, die belegen, wie die Entwicklung beeinträchtigt wird, dann muss jeder selbst entscheiden wie viel elektronische Medien er seinem Kind zumutet. Ich würde den Medienkonsum meines Kindes in jedem Fall auf ein Mindestmaß reduzieren.
Eben nicht. Die "empirischen" Daten sagen eben etwas ganz anderes, nämlich dass es keine pauschale Antwort a la Spitzer gibt. Es gibt kein schwarz oder weiß. So einfach! Das versucht der gute Mann aber zu vermitteln. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, weil er mit der neuen Technik nicht klar kommt?

Für mich besteht Dein "Problem" eher darin, dass Du anscheinend einer einzigen "Quelle" zu viel Glauben schenkst. Das ist für mich gefährlich - wie gesagt, beschäftige Dich auch mal mit seinen Kritikern.

Ein Kind mit einem gesunden Gehirn eignet sich das Tablet bedienen auch noch problemlos während oder nach der Pubertät an, ohne am Ende als Analog Native zu enden.
Es geht aber nicht um die Bedienung eines Tabletts, sondern um die Art der Wissensvermittlung. Und es ist nun mal belegt, dass Wissen besser hängen bleibt, wenn es interessant dargeboten wird. Der kleine war knapp über 4 Jahre und hat angefangen sich für die nordische, ägyptische und grieschiche Mythologie zu interessieren - während die Freunde noch bei Feuerwehrmann Sam hingen. Geh mal in eine Buchhandlung und frag nach Büchern dafür für einen 4jährigen... das Gesicht - unbezahlbar. Aber klar, mit Tabletts verblödet man total. Nenn mir mal ein Kind, was mit vier Jahren im Grunde alle Flaggen der Welt kennt ("Spaß mit Flaggen") und Dir immer wenn welche irgendwo eingeblendet werden was dazu erzählen kann? Und nein, das haben nicht wir ihm eingetrichtert, sondern er selbst hat sich dafür interessiert. Und Tabletts sind da nur eine Sache, natürlich "liest" (oder eher schaut) der Kleine viele Bücher - er bezieht seine "Infos" eben aus vielen Quellen.

Und nein, das ist nichts worauf ich mir etwas einbilde, mir macht das sogar manchmal Angst - eben weil ich nicht will, dass andere Bereiche bei ihm zu kurz kommen. Und "trotz" allem ist ein fröhliches, lebhaftes, aufgewecktes und in sich ruhendes Kind.

Und nochmal: Laut Spitzer dürfte es unseren Sohn so gar nicht geben.
 

Seb89

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#75
Dann hör ihm mal zu. Er lässt kein gutes Haar an den neuen Technologien, alles ist böse und Kinder werden damit quasi zu Gestörten. Da ist es im Grunde egal, was man von ihm als Beispiel nimmt - die Aussage ist immer die gleiche...
Ich habe mir shcon bestimmt 4-5 Stunden Interview/Vortragsmaterial von dem Herrn angesehen, kann also von mir behaupten, dass ich ihm zugehört habe. Ich habe in keinem Video von ihm auch nur einmal einen Satz gehört in dem er gesagt hat," dass alles böse ist und Kinder damit quasi zu gestörten werden". Das scheint nur das zu sein, dass in das gesagte reininterpretierst. Das was ich mit genommen hatte war die Aussage, dass es der Entwicklung bzw. Entfaltung des vollen Potentials des Gehirns eher hinderlich ist wenn Kinder in dem Alter elektronische Medien konsumieren. Wo liegt das Problem an seiner Aussage, wenn alle empirischen Daten darauf hinweisen?

Und hier haben wir das Problem: Er sagt nicht dass es so sein könnte, nein, das Kind nimmt auf jeden Fall schaden. Dann muss unser Sohn, der ein absolut gesindes, lebhaftes Kind ist ja geschädigt bis zum geht nicht mehr sein. Seltsam dass die Menschen, welche Ahung haben und ihn teilweise jeden Tag sehen ganz anderer Meinung sind.
Ich habe das Gefühl hier drehen wir uns im Kreis. Um objektiv bewerten zu können, dass dein Sohn nicht noch lebhafter, aufgeweckter, etc. sein würde, wenn er keine elektronischen Medien konsumiert hätte, musst deine Erlebnisse ja in Relation zu irgend etwas setzen können.
Innerhalb der eigenen Familie lässt sich sowas natürlich schlecht testen, es sei denn ihr habt Zwillinge und du kannst einen Sohn mit elektronischen Medien aufwachsen lassen und einen ohne. Es ändert letztendlich nichts an der Sache, dass du hier von subjektiven Empfidungen schreibst und noch dazu, das erlebte nicht einmal in Relation zu etwas setzen kannst. Dass dein Sohn gesünder, aufgeweckter, intelligenter, etc. als andere Kinder ist, heißt nicht zwangsläufig dass die elektronischen Medien keinen Schaden anrichten.

Ach ich bitte Dich. Was soll dass denn jetzt? Das sollte wohk jedem klar sein. Aber darum geht es ihm nicht. Für ihn ist es einfach böse, egal in welchem Verhältnis.
Als böse hat er es in keinem einzigen Vortrag bezeichnet, aber mir ist klar, dass seine direkte Art, diese Forschungsergebnisse in derartiger Deutlichkeit zu benennen von den meisten so aufgefasst wird. Es ist mir dennoch vollkommen schleierhaft wieso sich so viele auf ihn einschießen. Warum freut man sich nicht eher über die Ergebnisse, ist dankbar und sagt sich "Super, danke für diese Erkentnis, jetzt mache ich es besser/anders!" ?

Und noch mal: Die Sachen sind für sich erst mal neutral, es ist das, was man daraus macht. So einfach und nicht anders.
Und woran machst du das fest, dass die Dinge für sich erst einmal neutral sind? Wenn die elektronischen Medien, die Punkte missen lassen, welche für die Gehirnentwicklung eben so wichtig ist, dann kann man es wohl kaum neutral bezeichnen. Es bedeutet nämlich, dass jede Minute, in der das Kind elektronische Medien konsumiert, eine Minute weniger Zeit besitzt um Dinge zu tun, die für das Gehirn nachgewiesenermaßen förderlicher wären (Sport, mit anderen Kindern oder Erwachsenen spielen, Musizieren, Mit den Händen dinge tun um entsprechende Motorik zu entwickeln, etc..). So einfach und nicht anders.

Möhren und Gurken gelten allgemein als sehr gesund, wenn ich mich jedoch nur davon ernähren würde, hätte ich ein Problem. Cola gilt bei vielen als ungesund - ist es aber nicht. Nur eine größere Menge an Cola ist ungesund - ein Glas in der Woche hat sicherlich keine Auswirkungen - ein Glas die Stunde schon.
Cola ist nicht nur ungesund, es ist sogar noch viel schlimmer. Es lässt sogar neben den vielen, bereits bewiesenen negativen gesundheitlichen Auswirkungen schneller Altern!
Teilnehmer einer Studie an der Universität von Kalifornien, die täglich mindestens 350 Milliliter Limonade zu sich nahmen (das dürfte in etwa der Menge eines mittelgroßen Glases entsprechen), hatten ein im Schnitt 4,6 (!) Jahre höheres biologisches Alter als Menschen die sich an Wasser oder Tee halten!
http://www.stern.de/gesundheit/soft...aenke-lassen-den-menschen-altern-3837922.html
Oder hier noch ein Zitat aus einer anderen Quelle:
Nach Aussagen der Forscher seien die nachweisbaren Effekte von Coca Cola & Co. auf die Zellalterung so extrem, dass medizinische Klärungsmodelle vorerst scheitern würden. Tatsächlich zeige aber die Studie, dass „ausschließlich der Konsum von Limonade eine Verkürzung der Telomere“ verursacht, erklärte Studienautorin Cindy Leung. Andere zuckerhaltige Getränke seien in diesem Zusammenhang „lange nicht so schädlich“.
http://www.praxisvita.de/wieso-limonade-uns-schneller-altern-laesst

Weil ich sehe was er damit alles lernt und was er sich alles behält. Viele Dinge könnte er so in der interessanten Form nicht dargeboten bekommen.
Ja, dann würde er viele Dinge eben in einer anderen Form oder erst später dargeboten bekommen. Das sehe ich erst einmal nicht als Problem an.

Das ist es einfach. Er ist selbst für ein Kind sehr wissbegierig, es würde auf Dauer so sein, dass es schwer werden würde, ihn intellektuell "zu füttern". Ich kenne das von mir, es würde ihn irgendwann einfach langweilen.

Aber vor allem weiß ich es, weil ich meinen Sohn kenne, weil ich mich ständig mit ihm beschäftige. Weil ich weiß, was er gerne macht, womit er am meisten lernt und wozu er in der Lage ist. Noch mehr bei einem Kind in dem Alter? Nur schwer.

Aber ansonsten ist Deine Frage nur unter dem Aspekt zu sehen: Hätte, hätte Fahrradkette...
Kinder sind von Natur aus neugierig. Und wenn sich das im Laufe der Zeit ändert, dann liegt es vermutlich am ehesten am Einfluss aus der Gesellschaft bzw. am Einfluss anderer Kinder, die Lernen, Dinge ergründen, etc. als "Uncool bzw. streberhaft" empfinden und diese Einstellungen auf noch neugierige unbedarfte Kinder übertragen.

Meine Frage darfst du gerne unter dem Aspekt "Hätte, hätte Fahrradkette..." sehen, nur es mir schleierhaft weshalb du subjektive Empfindungen der Wissenschaft überordnest.

Sorry, aber da kann ich auch an die goldene Zahnfee glauben. Er ist nicht vehement, er ist verbort. Er geht gar nicht erst auf andere Argumente ein, sondern das was er sagt ist der Weisheit letzter Schluss. Viele seiner "Ausführungen" sind mittlerweile widerlegt, er wird von Kollegen stark kritisiert. Das kommt nicht, wenn man "unangenehme" Dinge ausspricht, sondern eher wenn man unseriös arbeitet. Vielleicht solltest Du mal anfangen, Dich mit den Kritikern zu beschäftigen, als diesen Mann hinterherzulaufen?
Da du bisher weder ein Beispiel genannt hast wo er auf andere Argumente nicht eingeht, noch die "widerlegten Ausführungen" benannt hast, muss ich davon ausgehen, dass du einem offenen Diskurs gar nicht interessiert bist.
Stattdessen verwendest du leere Worthülsen (Er wird kritisiert, er arbeitet unseriös, etc.), setzt das Wort "Ausführungen" in Anführungsstriche und legst mir Nahe mich mit seinen Ritikern auseinander zu setzen.

Ich habe mir durchaus Vorträge angehört in denen auch Kritiker zu Wort gekommen sind. Deren Argumente hielten meist keiner wissenschaftlichen Betrachtung stand.

Ach so, Du vergleichst jetzt nicht wirklich Quecksilber mit der Nutzung eines Tabletts? Muss aich darauf wirklich eingehen?
Wenn dir die Argumente ausgehen, dann musst du das nicht. Dann darfst du aber auch weiter Glauben das Cola nicht ungesund ist.

Eben nicht. Die "empirischen" Daten sagen eben etwas ganz anderes, nämlich dass es keine pauschale Antwort a la Spitzer gibt. Es gibt kein schwarz oder weiß. So einfach! Das versucht der gute Mann aber zu vermitteln. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, weil er mit der neuen Technik nicht klar kommt?

Für mich besteht Dein "Problem" eher darin, dass Du anscheinend einer einzigen "Quelle" zu viel Glauben schenkst. Das ist für mich gefährlich - wie gesagt, beschäftige Dich auch mal mit seinen Kritikern.
Keine Ahnung wie du darauf kommst mir zu unterstellen ich würde mich nur einseitig informieren. Ich bin an einem offenen Diskurs interessiert, du darfst mir also gerne einen Link (auch gerne via PN) zu einer Studie zukommen lassen welche die von ihnen zitiereten empirischen Daten widerlegt.

Es geht aber nicht um die Bedienung eines Tabletts, sondern um die Art der Wissensvermittlung. Und es ist nun mal belegt, dass Wissen besser hängen bleibt, wenn es interessant dargeboten wird. Der kleine war knapp über 4 Jahre und hat angefangen sich für die nordische, ägyptische und grieschiche Mythologie zu interessieren - während die Freunde noch bei Feuerwehrmann Sam hingen.
Geh mal in eine Buchhandlung und frag nach Büchern dafür für einen 4jährigen... das Gesicht - unbezahlbar. Aber klar, mit Tabletts verblödet man total. Nenn mir mal ein Kind, was mit vier Jahren im Grunde alle Flaggen der Welt kennt ("Spaß mit Flaggen") und Dir immer wenn welche irgendwo eingeblendet werden was dazu erzählen kann?
Das hört sich ja grundsätzlich positiv an und dein Sohn scheint wirklich wissbegierig zu sein, es ändert aber halt nichts an der Tatsache, dass es seiner Entwicklung offentsichtlich noch einmal viel mehr zuträglich wäre wenn du beispielsweise selbst ein Spiel entwerfen würdest, dass du dann mit ihm gemeinsam spielst, so dass er auch noch menschliche Interaktion mit dabei hat. Informationen lassen sich ja nicht nur über die elektronischen Medien auf interessante Art und Weise gestalten.

Aber mir ist natürlich klar, dass das ganze Zeit benötigt und ich muss selbst gestehen, dass ich keine Ahnung habe, wie ich das selbst in Zukunft im Detail handhaben werde.

Ich sage nicht dass es ein angenehmer Gedanke ist. Habe früher selbst viel gespielt und irgendwie stimmt es mich traurig wenn ich darüber nachdenke, dass ich schon gerne auch mal das ein oder andere Spiel am PC spielen wollen würde, wenn ich irgendwann mal Kinder habe. Ich würde wahrscheinlich auch nicht komplett darauf verzichten, aber ich würde es halt einschränken.

Wie gesagt, nach allem was ich bis jetzt gesehen habe, sind die Ergebnisse eindeutig. Falls du dennoch daran zweifelst dann stelle dir einfach einmal die Frage "Was, wenn ich mir irre, und Manfred Spitzer doch recht hat?".
Eigene Glaubenssätze zu hinterfragen ist nie einfach... aber ich wäre eher dankbar über solche Informationen.
Letztendlich wird dein Sohn aber auch kein Forest Gump wenn er die elektronischen Medien in jungem Alter in hohem Maße weiterhin benutzt. Dein Sohn ist in dieser Hinsicht ja das beste Beispiel dafür.
Nur was du nicht wissen wirst ist, wie viel seines möglichen Potenzials dadurch verhindert wurde.
 
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was ich alles schon von "Marlene Mortler" gehört habe lässt mich daran zweifeln ob das wahr ist oder wieder nur ausgedacht/gelogen
 
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