werkam schrieb:
Da pass mal schön aufs Finanzamt/Gewerbeaufsichtsamt/IHK auf, wenn Du kein Gewerbe hast, wird das schnell in die Hose gehen. Vor allem wenn ein Neider Dich anzeigt, wegen dem fehlenden Gewerbe.
Ausnahmsweise irrt sich hier mein ansonsten sehr geschätzter Freund Werkam einmal, auf dessen profunde Kenntnisse der EDV Materie man sich sonst im Forum immer sehr verlassen kann; auf dem ihm wohl eher fremden Teritorium der betriebswirtschaftlichen Regelungen kennt er sich anscheinend nicht ganz so gut aus !
Du musst nämlich für Deine geplante Tätigkeit überhaupt kein Gewerbe anmelden, denn als Berater oder Lehrer bist Du Freiberufler ! Nebenbei bemerkt, wenn man ein Gewerbe betreiben würde, ohne es anzumelden, ist das auch nicht strafbar, zumindest nicht im Bereich der frei ausübbaren Berufe; und es würde höchstens je nach Tätigkeitsumfang auch nur ein relativ geringes Bußgeld kosten, wenn man bei einer bestehenden Gewerbeanmeldepflicht die Anmeldung versäumte !
Du musst Dich als Freiberufler auch keiner Kammer anschließen bzw. kannst das gar nicht, weder der Industrie- und Handelskammer, schon gar nicht der Handwerkskammer oder einer der sonstigen berufsständischen anderen Kammern !
Vor dem Finanzamt brauchst Du auch keine Angst zu haben, da Dein Ertrag (Umsatz minus Kosten) im nächsten halben Jahr wohl kaum € 12.000 übersteigen dürfte !!! Jedenfalls fallen dafür keine Steuern auf Einkommen und Ertrag an, sofern Du im laufenden Jahr nicht ohnedies noch andere steuerpflichtige Einkünfte haben solltest !
Auch Umsatzsteuer ist kein Thema, denn Du fällst hierbei unter die Kleinunternehmerregelung, brauchst keine Umsatzsteuer abzuführen, bekommst natürlich auch keine Vorsteuer aus Deinen Kosten erstattet !
Nur der Vollständigkeit halber, da Du ja kein Gewerbetreibender bist, kommt natürlich auch keine Gewerbesteuer in Betracht; für die gäbe es ansonsten im Falle der Gewerbesteuerpflicht aber auch einen Freibetrag in Höhe von € 24.000 im Jahr !
Was Deine Frage nach der Entlohnung betrifft, da näherst Du Dich am besten von unten an: machst Deinen potentiellen Kunden mal einen Vorschlag je nach Lage der Dinge (Du siehst ja, ob Du in einem armen Renterhaushalt landest oder bei großkopfetten Penionären mit Statussymbol in der Garage und Pool im Garten). Wenn Deine Forderungen dann entsprechend akzeptiert werden, kannst Du die ja beim nächsten Kunden leicht erhöhen und sehen, was dann passiert !
Viel Erfolg also !