Subvention der Autoindustrie richtig?

@odium

Naja, die 400€ sind auch etwas kreativ berechnet. ;)

Wie kommst Du auf die Zahl? Gewinn nach Steuern / Anzahl verkaufter Fahrzeuge?
VW hat dazu das Problem eines aufgeblähten und weniger effektiven "Verwaltungsapparates".

Porsches Rendite wird nur zum Teil durch den Verkauf von Fahrzeugen erreicht. Ein großer Anteil geht auf das Konto von Beteiligungsgeschäften. Porsche ist ganz gut diversifiziert.

MFG
 
@Odium

Schau mal hier Performance-Prognose 2008/2009 der 17 globalen Automobilkonzerne. Da stehen die wichtigsten EBIT-Margen mit drin.

Ansonsten solltest Du auch eines nicht vergessen: der deutsche Bandarbeiter ist zwar teurer als der was weiß ich Ländler, aber dafür ist die Produktivität in Deutschland mit die höchste weltweit. Weshalb mittlerweile viele Auswanderer es bitter bereuen oder sogar wieder nach Deutschland zurückkommen.

Deinen "irren Konkurrenzkampf" gibt es übrigens weniger bei den Autowerken, als viel mehr bei den Autobanken, denn durch abartige Leasingkonditionen versucht man hier Firmen- und Großkunden bei der eigenen Marke zu halten. Und da sage ich "runter mit den Preisen und runter mit den Rabatten" - die ALDI Brüder sind nicht umsonst mit "wenig Marge pro Artikel, aber dafür hohen Stückzahlen" zu den reichsten Deutschen aufgestiegen.
 
NewUser schrieb:
die ALDI Brüder sind nicht umsonst mit "wenig Marge pro Artikel, aber dafür hohen Stückzahlen" zu den reichsten Deutschen aufgestiegen.

ganz so stimmt das aber nicht. zum einen sind die preise nicht unschlagbar günstig, aber gut; was m.e. viel mehr zählt ist die durchaus gute qualität und der service/kullanz.
billigere gibts ja viele, nur ob es die in 5 jahren immernoch gibt?
aldi/hofer bestimmt.
 
Zum Thema VW:

400 Euro halt ich fuer uebertrieben.
Aber andererseits: Wenn ich mir ueberlege, dass die VWler 28,8h die Woche arbeiten, fuer mehr Geld in der gleichen Anstellung wie bei anderen Autoherstellern, dann wundert mich das ehrlichgesagt nicht.
Aber ich halts dennoch uebertrieben.

Ich kann nur fuer einen anderen Autohersteller sprechen: Die Waegen, die fuer >30k verkauft werden, kosten in der fertigung nichtmal 10k.....
Gut, rechnet man dann die Entwicklung mit ein, dann verduennisiert sich das gewaltig.

Aber man sollte sich mal das Verhaeltniss vor Augen fuehren....


Ach und noch was, was in dem Zusammenhang vielleicht sehr interessant ist:
Da VW ja die "Mutter" ist, wird das von denen ganz einfach so gemacht, dass die Tochterkonzerne ganz einfach den Verlust von VW ausgleichen muessen...
Sprich: Seat, Skoda, etc machen Gewinn ohne Ende und muessen ihn an VW abfuehren.



mfg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
hast du dafür irgendwelche QUELLEN?
meines wissen machen die meisten hersteller nur sehr wenig € gewin pro wagen.
 
Ich sitze an der Quelle und unterhalte mich ab und zu mit den Leuten die das Wissen.


mfg
 
MrWeedster schrieb:
Sprich: Seat, Skoda, etc machen Gewinn ohne Ende und muessen ihn an VW abfuehren.


mfg

Ganz normal wenn man am Ende nur für eine einzige Chefetage arbeitet. ^^
Ist ja beispielsweise bei Saturn und Media Markt das Gleiche.
 
Odium schrieb:
Wir können davon ausgehen, dass VW jetzt -100€ oder mehr pro Wagen verdient und deshalb die Produktion gedrosselt hat.

Ist doch alles nur eine Schönrechnerei, wobei es immer auf den Leser (Aktionär, Finanzamt, Käufer) ankommt. ;)

Zur Einführung des Golf VI hat VW verkündet, dass der neue Golf über 1.100 € pro Fahrzeug in der Produktion günstiger ist. Und nun? Also doch nichts mit 400 €, wenn die Ersparnis gegenüber Golf V schon über 1.100 € sind.. ;)

Quelle: www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-06/11006407-presse-vw-senkt-golf-produktionskosten-009.htm

Einem Pressebericht zufolge kann der Autobauer VW beim neuen Golf gegenüber dem aktuellen Modell 1.165 Euro einsparen. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf interne Zahlen des Konzerns.
 
Doch sicher. Der neue Golf hat schließlich jetzt einige Millionen Euro an Entwicklung gekostet und wird auf die einzelnen Fahrzeuge umgelegt.
 
Nichtsdestotrotz werden die Fahrzeuge außerhalb Deutschlands verramscht. So ist unklar auf welche Absatzmärkte sich die 332 Euro pro verkauftem Auto beziehen. Vllt. erwirtschaftet VW mit jedem in Deutschland verkauften Auto 2500 Euro und in den Vereinigten Staaten oder dem europäischen Ausland werden pro verkauftem Auto 800 Euro Miese erwirtschaftet.
Wie auch immer halte ich die "Finanzkrise" vorallem in der Automobilindustrie für überbewertet. Wenn ich höre, dass einige Zulieferer Insolvenz anmelden müssen, weil sie keine Kredite bekommen, dann frage ich mich doch, warum man sein Geschäft nicht mit dem Gewinn finanzieren kann?
 
MrWeedster schrieb:
Zum Thema VW:

400 Euro halt ich fuer uebertrieben.
Aber andererseits: Wenn ich mir ueberlege, dass die VWler 28,8h die Woche arbeiten, fuer mehr Geld in der gleichen Anstellung wie bei anderen Autoherstellern, dann wundert mich das ehrlichgesagt nicht.
Aber ich halts dennoch uebertrieben.
mfg


Also ich arbeite seit 2 Jahren wieder 34 + X Stunden. Die 4 Tage Woche ist also schon lange Geschichte
 
Combine schrieb:
Nichtsdestotrotz werden die Fahrzeuge außerhalb Deutschlands verramscht. So ist unklar auf welche Absatzmärkte sich die 332 Euro pro verkauftem Auto beziehen. Vllt. erwirtschaftet VW mit jedem in Deutschland verkauften Auto 2500 Euro und in den Vereinigten Staaten oder dem europäischen Ausland werden pro verkauftem Auto 800 Euro Miese erwirtschaftet.

Das sind alles Mischkalkulationen. Bedenken sollte man aber auch, dass in Deutschland bei einem 30.000 € Auto dem Autozusammenbauer nur ca. 21.000 € zu Gute kommen. Die restlichen 9.000 € verteilen sich auf 19% Merkel-Steuer und ca. 20% Händler-Marge (das ist der Bereich in dem sich auch die Rabatte gegenüber den Endkunden bewegen können). Deswegen ist es den Herstellern ja auch herzlich egal wieviel Rabatt die Kunden bekommen, denn das geht ganz alleine zu Lasten der Händler weil der Abgabepreis an den Händler immer die gleiche Händler-Marge beinhaltet.

Die Preise von Autos werden sowieso nicht nach irgendwelchen rationalen Dingen festgelegt, sondern einfach nur danach was sich irgendwelche Denker als "lässt sich am Markt durchsetzen" festgelegt haben. Sieht man z. B. schön bei VW, denn da ist trotz Gleichteilepolitik die Preisdifferenz von Motoren zwischen den einzelnen Baureihen nie einheitlich. Nun erkläre mal jemand rational warum die Differenz 140 PS <-> 170 PS 2.0 TDI beim Golf anders ist als beim Touran und wieder anders beim Passat, obwohl alle Motoren den gleichen Kennbuchstaben haben und damit aus exakt den gleichen Zulieferteilen bestehen?

Combine schrieb:
Wie auch immer halte ich die "Finanzkrise" vorallem in der Automobilindustrie für überbewertet. Wenn ich höre, dass einige Zulieferer Insolvenz anmelden müssen, weil sie keine Kredite bekommen, dann frage ich mich doch, warum man sein Geschäft nicht mit dem Gewinn finanzieren kann?

Ein Auto kaufen die Leute wegen dem Logo und dem damit verbundenen Image, aber die Zulieferteile werden nur nach dem Preis gekauft. Daher gibt es da sehr oft sogar Lieferverträge zwischen Zulieferer und Autohersteller mit festgelegten jährlich steigenden Rabatten. Wenn dann Zulieferer 1 nicht mehr liefern will, weil er nicht mehr genug Gewinn macht, liefert halt Zulieferer 2..... weil aber niemand Aufträge verlieren will werden vorgegebene Rabatte einfach akzeptiert, denn besser einen kleinen Gewinn als keinen Gewinn.
 
grad läuft auf phoenix ne sendung, echt deprimierend.

test uralt-golf gegen niegelnagelneuen golf: verbrauch 4,4 vs. 6,2

dann ein umweltfritze, der sagt, das die herstellung eines neuwagens soundsoviel co2 freisetzt, das man das nie wieder durch den vielleicht etwas geringeren verbauch wieder reinbekommt

und dann ein schrottplatzbesitzer, der ganz klar sagt, das heutzutage tiptop-gebrauchtautos am laufenden band verschrottet werden, einfach weil die so hoch besteuert werden. autos die noch viele tausend kilometer fahren könnten, in deutschland werden die plattgemacht. was für eine sauerei
 
Der Kraftstoffverbrauch der Altfahrzeuge, die im Zusammenhang mit der Umweltprämie verschrottet werden, liege um durchschnittlich zwei Liter pro 100 Kilometer höher als der neuer Modelle. Die Bestandserneuerung führe damit nicht nur zu einer deutlichen CO2-Minderung, sondern auch zu einer noch stärkeren Reduzierung der Schadstoffemissionen. Außerdem mache die Einigung bei der Kfz-Steuerreform den Weg frei für mehr Klimaschutz und eine Entlastung umweltfreundlicher kleiner und mittlerer Fahrzeuge.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,604774,00.html#ref=rss

Ich weiß nicht was das soll, aber solche Artikel verzerren den wahren Grund der Prämie. Es ging zu keiner Zeit darum, dass wir jetzt - mitten in der Finanzkrise - mit Steuergeldern Klimaschutz kaufen. Das ganze ist nicht mehr als eine kurzfristige Belebung des Neuwagenmarktes.
 
@Combine

dann frage ich mich doch, warum man sein Geschäft nicht mit dem Gewinn finanzieren kann?

Der Anteil der Firmen die das können und auch tun dürfte sehr gering sein.
Es ist Alltag daß Investitionen und Warenankäufe über Kredite finanziert werden.

@Odium

Das Problem leigt aber auch darin daß Merkel das Ganze als Umweltprämie verkauft hat.
Ist die typische Unfähigkeit das Kind beim Namen zu nennen oder auch der Versuch eine Maßnahme mehr Akzeptanz zu geben in dem man sie mit Zielsetzungen überfrachtet.

@Walter08

Ich glaube jeder hat eine andere Ansicht davon ob ein Gebrauchter noch 'TipTop' ist.
Kann man auch nicht von einem Lupo zum andern pauschalisieren.
Fakt ist nunmal daß z.B. Kleinwagen in der Regel nach 8-9 Jahren nur noch wenig Wert sind.
Und jeder muß dann für sich selber entscheiden wie viel er in Reparaturen investieren will.
Ist dann auch Abhängig ob ich das Auto selber reparieren kann/will, ob ich es offiziell in der Werkstatt oder schwarz machen lasse.
 
das ist auch so eine sache, einen alten gebrauchten kannste für 50.- komplett überholen, da werden sich bestimmt ein paar neuwagenkäufer noch wundern, wie teuer reparaturen plötzlich werden
 
Der Anteil der Firmen die das können und auch tun dürfte sehr gering sein.
Es ist Alltag daß Investitionen und Warenankäufe über Kredite finanziert werden.
und genau aus diesem Grunde tut es mir auch nicht weh, wenn ich diese Firmen untergehen sehe. Wer sein Unternehmen mit Krediten am Leben erhält, sollte sich vllt. überlegen es lieber untergehen zu lassen. Das ist das Problem unserer Wirtschaft. Alles läuft auf Pump. Hier wird die Kreditkarte gezückt, dort lebt ein Unternehmen schon 30 Jahre von Krediten...

Ein Auto kaufen die Leute wegen dem Logo und dem damit verbundenen Image, aber die Zulieferteile werden nur nach dem Preis gekauft
Das stimmt so aber nicht. Viele Autohersteller sehen sich selbst als "sportlich" o.ä. Am Ende interessiert den Kunden das Image aber nicht, sondern das Aussehen ,Ausstattung, Preis, Verbrauch, Sicherheit. Die Autohersteller wollen, dass der Kunde mit der Marke ein bestimmtes Bild verbindet. Mich nervt es beim Autokauf, dass ein Hersteller meint, er sei sehr sportlich und das Fahrwerk dementsprechend auslegt. Pech gehabt, dann bleibe ich dieser Marke halt fern.
 
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