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Suche kleines Netzteil (max. 148x70x60mm)

mgutt

Commander
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Ich habe ein Gehäuse für optische Laufwerke und das verbaute Netzteil ist leider ziemlicher Schrott. Es fiept wie Sau. Es sieht für mich nicht nach einem Standard-Formfaktor aus.

Die Abmessungen vom Slotblech sind 143x60mm:

IMG_20201218_153206 (Mittel).jpg


Das verbaute Netzteil ist ca 145x75x45. Ein alternatives Netzteil darf max 148x70x60mm groß sein. In der Höhe muss ich 5mm abziehen, da der Lüfter extra einen Ausschnitt im Netzteil-Schild hat:
IMG_20201218_154837 (Mittel).jpg


Die optischen Laufwerke benötigen laut Aufkleber:
3 x 7,5W über 5V = 22,5W
3 x 17W über 12V = 51W

Also in Summe 73,5W, wobei natürlich noch etwas Overhead über USB und der Spannungswandlung dazu kommt. Aber da ich mit den Laufwerken nicht brennen werde, dürfte es vermutlich auch mit einem kleineren Netzteil keine Probleme geben.

Die Laufwerke werden mit USB auf SATA Adapter verkabelt, die eine separate 12V Stromversorgung über DC Hohlstecker benötigen, wofür ich solche Adapter nehmen würde:
https://de.aliexpress.com/item/32969997364.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.62314c4dMEMlqj
2020-12-18 16_09_03.png
2020-12-18 16_09_11.png


Vorne hat das Gehäuse einen Druckschalter, der dauerhaft schließt.

Die einzige Idee, die ich jetzt hatte war eine PicoPSU und ein externes Netzteil in das Gehäuse legen. Dann könnte ich mit dem Druckschalter die ATX PINs 14 und 16 kurzschließen um so die PicoPSU einzuschalten. Oder gibt es einen Netzteil-Form-Faktor, der in das Gehäuse passt?
 
Mir wäre nicht bekannt, dass es einen Formfaktor gäbe, welcher solche Formate einhält - das von Dir beschriebene Netzteil dürfte proprietär sein.

Aber wenn Du schon derart zu Basteln bereit bist, warum nicht - auch im Interesse der Umwelt - ein Versuch zum Upcycling?
Netzteil vorsichtig aufmachen (Berührungen vermeiden wg. möglicher Restkapazität in Kondensatoren), Heissklebepistole ansetzen und die sichtbaren Spulen mit Heisskleber fixieren. Das sollte sie recht effektiv am Schwingen hindern und damit das Geräusch abstellen (oder stark reduzieren).

Disclaimer: Das habe ich selber noch nicht machen müssen und würde es auch nicht am ATX-Netzteil eines PCs machen, aber wenn Du schon bereit bist das Gehäuse-NT zu ersetzen, dann könnte das hier eine sinnvolle Alternative sein.
 
@ghecko
Danke. Das ginge auch, aber dann würde ich lieber ein 5V/12V Kombi-Netzteil mit Kycon KPPX-4P Stecker nehmen und die Kaltegerätebuchse gegen eine entsprechende Kyconn Buchse tauschen wollen. Sonst wäre mir das zu viel Gebastel. Vom Aufwand her wäre die Kaltegerätebuchse behalten einfacher.

Phrasendreher schrieb:
Netzteil vorsichtig aufmachen (Berührungen vermeiden wg. möglicher Restkapazität in Kondensatoren), Heissklebepistole ansetzen und die sichtbaren Spulen mit Heisskleber fixieren
Wenn das geht, klar, dann probiere ich das. Ich denke mal entladen kann ich die Kondensatoren, in dem ich die Laufwerke anschließe und die Powertaste lange gedrückt halte, korrekt?
 
mgutt schrieb:
Wenn das geht, klar, dann probiere ich das. Ich denke mal entladen kann ich die Kondensatoren, in dem ich die Laufwerke anschließe und die Powertaste lange gedrückt halte, korrekt?
Solange dabei das Netzteil nicht an der Netzverbindung (230Vac) angeschlossen ist, könnte das etwas bringen, bin aber nicht sicher.
Den Hinweis machte ich, weil die Sache von ATX-Netzteilen und Schaltnetzteilen allgemein bekannt ist; bei diesem etwas kleineren NT dürfte eigentlich nicht so ein Drama vorliegen, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Aus Neugier würde ich nach Öffnen des NT tatsächlich einfach mal ein Voltmeter an die grösseren (sekundärseitigen) Kondensatoren halten...

Die Sache mit dem Heisskleber habe ich beschrieben, weil ich in unzähligen geöffneten PSUs oft derartigen Kleber an potentiell schwingenden Bauteilen gesehen habe; finde dass das einen Versuch Wert ist. Hab mir mit Respekt vor der Technik noch einen Schlag geholt.
Viel Erfolg! ;-)
 
Phrasendreher schrieb:
Solange dabei das Netzteil nicht an der Netzverbindung (230Vac) angeschlossen ist
Schon klar ^^

Ich habe mal ein wenig recherchiert. Manche meinen eher Epoxid nehmen, aber das lohnt finanziell nicht. Heißkleber ist da und den ich habe, hat auch einen hohen Schmelzpunkt (200 Grad oder so). Wenn es damit nicht geht, kann ich ja immer noch das Netzteil tauschen. Mal sehen was es bringt.
 
Phrasendreher schrieb:
weil ich in unzähligen geöffneten PSUs oft derartigen Kleber an potentiell schwingenden Bauteilen gesehen habe
Die Bedämpfung mit Silikonkleber ist meist nur dazu da um zu verhindern, das TH-Komponenten wie Kondensatoren anfangen zu schwingen und deren Kontakte durch Materialermüdung abbrechen. Das Schwingen solcher Komponenten ist aber nicht hörbar, somit hat diese Bedämpfung keine akustische Wirkung. Es sei denn die Bauteile kollidieren bei Vibration.

Das Fiepen kommt meist aus Induktoren, die mit einer Rechteckspannung mit hoher Schaltfrequenz beaufschlagt werden. Hierbei treten durch die wechselnden elektromagnetischen Felder Kräfte auf, die wie Schockwellen durch die Komponente wandern. Die Komponente selbst wird quasi eine Art Lautsprecher.
https://en.wikipedia.org/wiki/Electromagnetically_induced_acoustic_noise
Hier hilft nur die strukturelle Bedämpfung des Induktors (Auslacken) mit einem Material, was genau dieser strukturell bedingten Frequenz der Bauteiloszillation entgegenwirkt. Das Thema ist also sehr komplex und schwer zu lösen, allein aufgrund der Bauteiltoleranzen. Wäre es mit etwas Heißkleber zu beheben, gäbe es diese ganze Problematik nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
ghecko schrieb:
somit hat diese Bedämpfung keine akustische Wirkung

Nach öffnen des Netzteils und mit Spudgern bewaffnet, habe ich die Hauptspule (?) als Ursache ausgemacht. Auch mit sanftem Druck ändert sich rein gar nichts an der Geräuschkulisse. Erst wenn ich die Spule komplett abdecke, wird es leiser, aber ich höre es immer noch mehr als die optischen Laufwerke. Ich müsste also vermutlich die komplette Spule in Heißkleber ersaufen, damit das überhaupt einen Effekt hat und ich tippe mal darauf, dass das Teil dann schlicht überhitzt.

IMG_20201218_170233 (Mittel).jpg


Also bleiben wir beim Plan. Das Netzteil muss getauscht werden.
 
@ghecko:
Interessant; ist bekannt, dass Schaltnetzteile ziemlich hektisch Rechtecke schalten, allerdings wissen wir alle, dass es auch leise Designs gibt (sonst würden wir alle nach einem Arbeitstag am PC am Stock gehen).

@mgutt:
Hab bei Reichelt geschaut und bei RS, aber da sieht's schlecht aus: passende Geräte mit ab 4.5A sowohl an 5V als auch an 12V sind da alle zu gross, als dass sie in Dein Gehäuse passen würden. Und die Preise...

Soso, i5-7600K passiv, GTX1050TI passiv, Corsair PSU semi-passiv... ich erkenne ein Muster. Aber mir geht es ähnlich, laute Netzteile können mich auch schon mal fertig machen.
 
Phrasendreher schrieb:
allerdings wissen wir alle, dass es auch leise Designs gibt
Sind meistens nicht die günstigen.
Man kann Induktoren bauen, die sehr robust gegenüber diesem Phänomen sind. Ist aber mit Aufwand verbunden, baulich, in der Fertigung wie in der Konzeption. Und dann hat man nach wie vor Fertigungstoleranzen. Die kann man nachträglich selektieren, aber das verteuert exponentiell.
Deshalb fiepen manche Grafikkarten derselben Serie und andere nicht.
Man kann aber auch reguläre Komponenten benutzen und die in einem Bereich betreiben, in welcher solche Schwingungen nicht hörbar auftreten.
Schwingen tun sie alle in einem gewissen Umfang, ganz verhindern kann man das in Wechselstromanwendungen nicht. Manche schwingen bei bestimmten Frequenzen und Belastungszuständen in hörbaren Amplitudenstärken.
Wenn man das weder im Designprozess mit einer großen Wahrscheinlichkeit ausklammert oder solche Komponenten selektiert, überlässt man das Ergebnis dem Zufall.


/TE: Man könnte auch ein reines 12V Schaltnetzteil verbauen und dann dahinter einen weiteren Step-Down Regler für die 5V schalten. Ist halt alles nicht grad günstig, wie die Exkursion von @phasendreher nach Reichelt gezeigt hat. Alles artet in Bastelei und spahnende Verfahren aus.
 
Spahnende Verfahren, oh ja...

An 12V-NT plus DC-DC-Wandler hatte ich auch kurz gedacht, aber in der Realität würde ich dann versuchen ein altes ausgemustertes Baby-AT-Netzteil aus einem Schrott-PC aufzutreiben; es hätte einen festen Netzschalter und wäre eine rock stable Spannungsversorgung für 5V und 12V. Wenngleich vermutlich nicht passiv...
 
Northstar2710 schrieb:

Danke. Aber scheint kein passendes dabei zu sein. Entweder zu schwach oder zu groß. Ich habe auch mal direkt bei Mean Well gesucht:
https://www.meanwell.com/productFast.aspx

Aber zB das RD-85 ist zwar stark genug, aber dann mit 159x97x38 leider zu groß. Selbes Problem beim PD-11.

Ich habe dann nur nach 12V gesucht, aber die sind alle zu breit (97 oder 98mm). Nur die komplett offenen Netzteile sind mal schlanker gebaut, aber das wäre mir zu riskant. Sollte schon geschlossen sein.

Schlussendlich ist dann von Mean Well die einzige Option dieses 80W Desktop-Netzteil mit 12V in 145x60x32mm:
https://www.meanwell.com/webapp/product/search.aspx?prod=GST90A
2020-12-18 17_44_37.png


Das ginge dann entsprechend nur in Kombination mit einer PicoPSU. Wenn da keiner was gegen hat, würde ich das einfach nehmen.

Phrasendreher schrieb:
ich erkenne ein Muster
Was will man machen ^^
Ergänzung ()

Ich habe übrigens gerade festgestellt, dass der Powerschalter die 230V schaltet. Das würde ich natürlich ändern. Hatte mich schon gewundert, warum das beim Einschalten so "knallt".
 
Oftmals eine günstige Adresse für ausgemusterte Netzteile bzw. Restposten:
Schau bei Pollin - dort gibt es auch eine grosse Auswahl von Meanwell; lädt zum Stöbern ein.
 
Phrasendreher schrieb:
Schau bei Pollin - dort gibt es auch eine grosse Auswahl von Meanwell; lädt zum Stöbern ein.

Danke. Von der GST Serie haben die leider nur ein Steckernetzteil. Ich habe jetzt bei Völkner das GST90A12-P1M für 24 € inkl. Versand bestellt (hatte noch einen Gutschein). Da kann man denke ich nicht meckern.

Eine PicoPSU habe ich noch hier herumfliegen. Die bietet sich also an. Bevor es los geht, muss ich aber noch auf zwei Adapter aus China warten. Bis dahin muss ich aber auch noch mein Problem mit dem USB Hub lösen:
https://www.computerbase.de/forum/threads/usb-hub-fuer-75x9mm-slot-ieee-1284-bzw-centronics.1990334/

Vielleicht hat da ja auch jemand eine Idee.
 
Was ist das für ein Gehäuse? Das sieht sehr stabil aus, hat es Platz für drei optische Laufwerke?

Wenn es sich vermeiden lässt, dann würde ich die von Dir gezeigten MOLEX-Adapter nicht einsetzen und stattdessen lieber die Kabel verlöten.
 
Pym schrieb:
Was ist das für ein Gehäuse? Das sieht sehr stabil aus, hat es Platz für drei optische Laufwerke?
Das ist mega stabil. Eigentlich zu stabil. Könnte ruhig günstiger sein. Habe ich hier gekauft:
https://www.adr-shop.com/gehaeuse-fuer-kopiertower-mit-3-x-525-einschueben

Pym schrieb:
dann würde ich die von Dir gezeigten MOLEX-Adapter nicht einsetzen und stattdessen lieber die Kabel verlöten.
Warum? Sieht für mich gut aus (es fehlt jetzt noch der dritte USB SATA Adapter):

IMG_20201218_190807 (Mittel).jpg


Ich habe gerade einen USB Hub gefunden, den man mit 12V versorgen kann:
https://www.computerbase.de/forum/t...ee-1284-bzw-centronics.1990334/#post-25043648

Eventuell könnte ich dann ja auf die PicoPSU verzichten. Dh ich schalte doch wie jetzt schon 230V und verteile dann einfach nur die 12V Hohlstecker mit einer Peitsche weiter (die 5. Buchse dann für den Lüfter):
https://www.ebay.de/itm/5-fach-DC-V...ung-5-Stecker-Buchse-5-5-x-2-1mm/372900808840
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Info zum Gehäuse. Ist wirklich teuer für den reinen Materialwert, aber sowas sieht man auch nicht oft.
mgutt schrieb:
Warum? Sieht für mich gut aus (es fehlt jetzt noch der dritte USB SATA Adapter)
Weil diese MOLEX-Adapter eine Schwachstelle sind. Sollte es irgendwann einmal verbrannt riechen, dann wäre das eine der ersten Stellen, wo ich nachsehen würde.
 
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War arschknapp, aber das Mean Well GST90A12-P1M hat gepasst:
2020-12-23 13_23_30.png

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Wie man sieht habe ich ein Kaltgeräte-Kabel geopfert und das mit dem Power-Schalter und der Masse der Kaltgerätebuchse des Gehäuses verlötet (welche ab Werk zusätzlich noch mit dem Gehäuse verbunden ist).

Das Netzteil habe ich am Boden mit 3M Dual Lock befestigt, wobei ich aus Erfahrung weiß, dass das nicht wirklich wärmefest ist. Besser wäre, wenn man sich ein Blech biegt und damit von oben drauf drückt. Hatte ich aber gerade nichts zur Hand. Aber das Netzteil klemmt da so drin. Ich vermute, das hält auch so. ^^

Zur Stromversorgung verwende ich nun ausschließlich die zuvor genannte 5-fach DC Kabelpeitsche.

Das vorläufige Gesamtergebnis sieht wie folgt aus, wobei ich noch auf einen USB auf SATA Adapter warte um das dritte Laufwerk anzuschließen und ich brauche noch ein DC auf 2/3 Pin, damit auch der Lüfter versorgt ist:
2020-12-23 13_28_41.png


Die USB Hub Platine befestige ich dann mit 3M DualLock an der Seite vom Laufwerkskäfig. Die Rückseite habe ich bereits mit PlastiDip versehen, falls das DualLock nicht hält und die Platine irgendwas berühren sollte.

Rückseitig ist dann noch die USB Einbaubuchse für den Anschluss dazu gekommen:
2020-12-23 13_21_46.png


Das einzige was nun nicht mehr geht ist die Power LED vom Gehäuse. Aber das kann ich verschmerzen bzw so viele LEDs wie der USB Hub hat, würde es mich nicht wundern, wenn man die auch von außen sieht ^^
 
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