Test Synology HAT5300 im Test: HDD-Debüt für die eigenen NAS mit 8, 12 und 16 TB

Bin ich ganz bei dir, aber zig KMUs haben eher ne QNAP/Synology als eine NetApp, EMC oder vergleichbares. Entweder muss Synology dann auch beim Service etc punkten und abliefern oder nicht. Wird die Zeit zeigen ob sie sich dahin gehend entwickeln können.
Ich persönlich bin auch kein Freund davon, kann es aber verstehen und nachvollziehen.
 
Naja, bei NetApp weiß ich z.b. das die Ersatzplatte schnell da ist. Das ist bei HGST schon weniger der Fall und wie das bei Synology sein wird will ich gar nicht wissen. Vor allem wie sieht es nach 7 Jahren aus?
 
snaxilian schrieb:
Ich persönlich bin auch kein Freund davon, kann es aber verstehen und nachvollziehen.
Verstehen und nachvollziehen kann ich das auch. Ist doch geil mehr Umsatz und mehr Gewinn einzufahren.

Nur es ist schon ein Unterschied, wenn man bei Dell eine Warnung bekommt, die man deaktivieren kann:
https://www.google.com/search?q="NonDellCertifiedFlag=no"

Während man bei Syno einfach gar keine anderen Laufwerke nutzen kann:
Alle nicht freigegebenen Laufwerke können dann nicht mehr in den NAS-Systemen genutzt werden.

Sollen sie doch gleich einen anderen Stecker dranlöten. Ich hätte auch einen Namensvorschlag: ZASTA.
 
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mgutt schrieb:
Nur es ist schon ein Unterschied, wenn man bei Dell eine Warnung bekommt, die man deaktivieren kann:
https://www.google.com/search?q="NonDellCertifiedFlag=no"
Funktioniert das auch bei den großen Storagesystemen von Dell oder vergleichst du hier etwa Äpfel mit Birnen? Schonmal versucht, ein Supportticket für eine Dell SC mit fremden Platten aufzumachen?

Und verstehen tust du das ganze eben doch nicht, wenn du lediglich "mehr Umsatz und Gewinn" als Schlussfolgerung daraus ziehst. Man macht nicht mehr Umsatz und Gewinn, wenn die Kundschaft die Systeme dann nicht mehr kauft.
Aber im Enterprise-Storagemarkt kannst du eben nur mit validierten Platten arbeiten. Glaubst du wirklich ein Storageanbieteter will sich schlechte Performance seiner Systeme nachsagen lassen oder supporten müssen, wenn Kunden irgendwelche Platten vielleicht sogar mit SMR dareinstecken? Und wie willst du das Verhalten der Storagecontroller programmieren, wenn du nicht darauf bauen kannst, dass die Firmwares der Platten sich so verhalten, wie erwartet (wird ein defekter Block nach x Sekunden zurückgemeldet oder versucht die Platte x+y-Sekunden weiter den Block zu lesen?). Soll etwa das ganze RAID solange warten?
Während man bei Syno einfach gar keine anderen Laufwerke nutzen kann:
Die Aussage ist irreführend. Denn es impliziert, dass es bei Synology so ist, aber nicht bei anderen Enterprise-Storageherstellern. Und das ist definitiv falsch. Es ist dort ganz normal, weil zwangsläufig.

Da Synology in diesen Bereich weiter vorstoßen möchte, ist es logischerweise die Folge, dass bei den großen Synology-Geräten derartige Vorgaben existieren und nur bei den Geräten für Privat- und Kleinunternehmen man noch beliebige Platten nehmen kann. Als die mit redundanten Controllern angefangen haben, war doch klar, dass die mehr Ambitionen haben. Das Problem ist, dass viele hier Synology nur als Hersteller von Home-&SMB-NAS kennen.
 
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Skysnake schrieb:
Also das würde ich nur bei kleinen und maximal mittleren Unternehmen einsetzen.
Was hat denn die Unternehmengröße damit zu tun welches Storage man einsetzt?
Ne 20 Mann Bude, die in nem RZ Storage für 10.000 gehostete VMs benötigt benutzt nach deiner Logik also was weniger "hochwertiges" als ne Firma mit 500 MA, die ne 1 Mann Mini-IT betreibt weil 450 der 500 MA am Fließband Schweine zu Schnitzeln kleinschneiden?

Erstere hat für 5 Mio Euro Netapps da stehen, letztere ne 2000 Euro Synology.
 
Blutschlumpf schrieb:
Was hat denn die Unternehmengröße damit zu tun welches Storage man einsetzt?
Ne 20 Mann Bude, die in nem RZ Storage für 10.000 gehostete VMs benötigt benutzt nach deiner Logik also was weniger "hochwertiges" als ne Firma mit 500 MA, die ne 1 Mann Mini-IT betreibt weil 450 der 500 MA am Fließband Schweine zu Schnitzeln kleinschneiden?

Erstere hat für 5 Mio Euro Netapps da stehen, letztere ne 2000 Euro Synology.
Die ist wohl nicht die Definition von KMUs bekannt.

Deine 20 Mann Bude mit ner 5 Mio NetApp wird wohl kaum unter 10 Mio Umsatz bzw Bilanzssumme bleiben.

Und selbst mit nem mittleren Unternehmen wird das wohl eng. Wenn du richtig lesen würdest, dann ist ein mittleres Unternehmen ja sogar drin.

Und ja der Fleischverarbeitungsbetrieb ist kein KMU meh, aber da würde ich mir trotzdem überlegen ob nicht was von nem großen Storage Hersteller besser ist. Man hat ja mit leicht verderbliche Ware zu tun. Da muss die EDV also tun.
 
@mgutt Ach komm das ist Erbsenzählerei :) Ich denke uns ist allen klar, dass die Storage-Hersteller auch alle nur mit Wasser kochen und dieses Verhalten eben eine Mischung aus Margen-Optimierung und Minimierung des Supportaufkommens ist. Ja mit entsprechendem Aufwand kann man sich ein leeres SAN/NAS kaufen, günstigere Disks recherchieren und einkaufen und die Firmware flashen, einbauen, hat keine Warnungen und ist glücklich. Bis dann ggf. ein Fehler auftritt. Im Zweifelsfall verweigert der Hersteller dann den Support weil er sagt: "Du hast ja nur das leere Shelf gekauft bzw. auch nur dafür den Wartungs- & Supportvertrag. Auch wenn die Disks kompatibel sind kann da ein Fehler sein, bitte wende dich an den HDD-Händler."
Wenn kein Problem auftritt und die Kosten (Personalkosten*Zeit) für die getrennte Beschaffung der Disks sowie das umflashen günstiger ist dann hat man Glück, ansonsten halt eben leider Pech.

Ich finde dieses Verhalten der Hersteller auch nicht i.O. aber im Worstcase bleibt die IT stehen und irgendwelche Excel-Häuptlinge wollen wissen wann es wieder geht und ggf. wo die Ursache war und immer noch zu viele suchen Schuldige die sie dafür rund machen können.
Hat der Mitarbeiter vor 2 Jahren noch Lob bekommen weil man ja so viel Geld gespart hat bekommt dieser jetzt den Einlauf wenn er sich das nicht hat absegnen lassen, sprich der gute alte Cover-Your-Ass-Brief. Erstaunlicherweise sind viele Entscheidungsträger da dann eher bereit das teurere All-inklusive-Storage zu kaufen als das Risiko zu tragen auch wenn du und ich und andere hier in diesem Thread genau wissen, dass es aus rein technisch-fachlicher Sicht keinen Unterschied macht.

Ja, es gibt auch positive Beispiele von Firmen oder Organisationen, die nicht solche Pakete kaufen sondern 0815 Hardware von der Stange nehmen und das "Risiko" bzw. die Verantwortung selbst tragen aber oft sind das dann Firmen, Organisationen oder Institutionen aus dem IT-/OpenSource-Umfeld und/oder die ihre IT dermaßen resilient gegen Ausfälle von $Hardware betreiben, dass es ihnen egal ist ob die einzelnen Disks "zertifiziert" sind oder nicht.
 
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Atkatla schrieb:
Die Aussage ist irreführend. Denn es impliziert, dass es bei Synology so ist, aber nicht bei anderen Enterprise-Storageherstellern. Und das ist definitiv falsch. Es ist dort ganz normal, weil zwangsläufig.

Da Synology in diesen Bereich weiter vorstoßen möchte, ist es logischerweise die Folge, dass bei den großen Synology-Geräten derartige Vorgaben existieren und nur bei den Geräten für Privat- und Kleinunternehmen man noch beliebige Platten nehmen kann. Als die mit redundanten Controllern angefangen haben, war doch klar, dass die mehr Ambitionen haben. Das Problem ist, dass viele hier Synology nur als Hersteller von Home-&SMB-NAS kennen.
Warum "zwangsläufig"? Kann sein, dass ich mich irre, da ich da nur Laie bin, aber laut Artikel bietet Synology hier für 100 Euro Aufpreis eine Toshiba-Platte an, die sogar noch unter dem Preissegment rangiert, die ich für meinen rumpligen Bastel-NAS daheim als adäquat ansehen würde (habe WD Reds und Exos verbaut).
Die sind bei Synology explizit als SATA-MidRange-Platte (5er-Nummerierung) gekennzeichnet und Nomenklatur zeigt, das darunter(!) sogar noch ein "Entry"-Level-Segment (3) angedacht ist. Das klingt dann doch eher nach Kleinunternehmen-Zielgruppe, wenn das schon die Midrange-Basis ist ...

Bei iXsystems wird z.B. maximal eine "Empfehlung" für WD ausgesprochen (zumindest im Kleinanwender-Bereich, ich meine, dass auch darüber hinaus weitgehende Freiheit besteht, solange es technisch kompatibel ist), aber sonst ist man da frei bei TrueNAS

Welchen Mehrwert hat denn z.B. eine Arztpraxis, eine KMU oder eine kleine Forschungsabteilung, wenn sie sich die kleinen und mittleren Lösungen mit "Enterprise"-Voodoo aufschwatzen lässt (was Gang und Gäbe ist und genau darauf will Synology wohl auch aufspringen)?
 
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Xul schrieb:
Warum "zwangsläufig"? Kann sein, dass ich mich irre, da ich da nur Laie bin, aber laut Artikel bietet Synology hier für 100 Euro Aufpreis eine Toshiba-Platte an, die sogar noch unter dem Preissegment rangiert, die ich für meinen rumpligen Bastel-NAS daheim als adäquat ansehen würde (habe WD Reds und Exos verbaut).
Die sind bei Synology explizit als SATA-MidRange-Platte (5er-Nummerierung) gekennzeichnet und Nomenklatur zeigt, das darunter(!) sogar noch ein "Entry"-Level-Segment (3) angedacht ist. Das klingt dann doch eher nach Kleinunternehmen-Zielgruppe, wenn das schon die Midrange-Basis ist ...
Du darfst nicht davon ausgehen, dass nur ganz tolle oder schnelle Platten "Enterprise" sind. Aber auch im Enterprise-Segment muss natürlich der Bereich abgedeckt werden, wo es um möglichst viel Kapazität zum möglichst geringen Preis mit möglichst geringen Ausfallraten geht.
"Enterprise" bedeutet eben auch, dass der Storageanbieter genau wissen muss, wie die Platten sich verhalten und ggf auf die eigenen Filesysteme optimieren kann. Daraus ergibt sich zwangsläufig die Notwendigkeit, die Firmware selbst unter Kontrolle zu haben, spätestens damit Firmwareupdates der Plattenhersteller dem Storagehersteller nicht dazwischen grätschen. Letzterer wird erstere reviewen und dann selbst integrieren.
Dann musst du noch als Anbieter die Versorgungskette für die Ersatzplatten aufrecht erhalten für die Kunden die bei den Storagesystemen einen entsprechenden Hardware-Support haben. Platte meldet Fehler an Controller, Controller informiert das Supportsystem, neue Platte wird auf den Weg geschickt. Da kannst du auch keinen Wildwuchs haben.
In den Release Notes von den Firmware-Updates für die ganzen Festplatten, die Netapp einsetzt, finden sich häufig Anpassungen bzgl. der Fehlererkennung. Der Hersteller will ja auch keine unnötigen Fehler/Austausche auslösen. Und auch Netapp&Co setzen von den Parametern her "einfache" Datenträger ein, wo es angebracht ist. Die ganzen Stammtischuser, die bei QLC-SSD-Vorstellungen immer über die angebliche geringe Haltbarkeit von QLC-SSDs klagen, wären überrascht, dass derartige ebenfalls als Enterprise-Derivate existieren, wo die Storagehersteller nochmal ihre eigene Firmware draufpflanzen.

Welchen Mehrwert hat denn z.B. eine Arztpraxis, eine KMU oder eine kleine Forschungsabteilung, wenn sie sich die kleinen und mittleren Lösungen mit "Enterprise"-Voodoo aufschwatzen lässt (was Gang und Gäbe ist und genau darauf will Synology wohl auch aufspringen)?
In dem Artikel steht doch, dass die kleinen und mittleren Lösungen das nicht betrifft. Synology ist ein Consumer/Prosumer/SMB-NAS-Anbieter, der jetzt in den Enterprise-Storage-Bereich vorstößt. Daher werden sie zwei Welten mit unterschiedlichen Strukturen und Anforderungen bedienen müssen.
 
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Xul schrieb:
dass auch darüber hinaus weitgehende Freiheit besteht, solange es technisch kompatibel ist
Ja... leider nein leider gar nicht, zumindest sofern du Support möchtest:

"Support does not include assistance with data recovery, system administration, network issues, non-iXsystems provided hardware, or unsupported configurations."
Quelle: https://www.ixsystems.com/support/

Ja, wenn du nur die Hardware kaufst und eigene Platten rein steckst kannst du alles nutzen was mit FreeBSD und ZFS kompatibel ist und Sinn ergibt. Wer dann zum Beispiel eine Samsung Evo als Write-Cache verbaut weil günstiger, der darf sich dann halt nicht wundern wenn die alle paar Monate kaputt geschrieben ist.

Dann bist du wieder an dem Punkt: Entweder du hast 1) kow-how um das selbst korrekt auswählen zu können und 2) jemanden der dafür die Verantwortung übernehmen kann und will oder eben nicht und du zahlst den Aufpreis und kaufst die Platten bei iXsystems/Synology/NetApp/etc mit und hast das rundum sorglos Paket.
 
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Skysnake schrieb:
Und ja der Fleischverarbeitungsbetrieb ist kein KMU meh, aber da würde ich mir trotzdem überlegen ob nicht was von nem großen Storage Hersteller besser ist. Man hat ja mit leicht verderbliche Ware zu tun. Da muss die EDV also tun.
Produkte in Enterprise und KMU zu unterteilen ist vollkommener Bullshit und kommt rein aus dem Marketing.
Privat und gewerblich zu unterteilen ist ja (manchmal) sinnvoll, aber einem KMU zu unterstellen, dass die Vorrausetzungen weniger wichtig oder der Einsatz weniger unternehmenkritisch ist, ist total an den Haaren herbeigezogen. Und beileibe nicht jede Anwendung oder jedes IT-System in nem Großkonzern ist wichtig oder rechtfertigt direkt das dickste zu kaufen was der Markt hergibt.

Zudem ist die Unterstellung, dass ein Storage von Dell/EMC, Netapp oder ähnlich zuverlässiger sei weil der Firmenname größer ist als der von Synology erstmal nur Dahingerede was es für den konkreten Einsatzzweck zu beweisen gilt.

Nicht wenige Käufe von Cisco statt Arista/Juniper/Brocade/Extreme oder Netapp statt Synology oder der Einsatz von Jira statt nem RT/OTRS mit Support oder dergleichen haben schlichtweg einen Hintergrund: "nobody got fired for buying IBM"
 
Blutschlumpf schrieb:
"nobody got fired for buying IBM"
Genau, also die Cover-your-ass Strategie^^

Die, nennen wir sie mal etablierteren Storageanbieter, bieten einfach ein ganz anderes/umfassenderes Featureset was sich dann auch im höheren Preis wiederspiegelt. Ob man das dann braucht/will oder nicht, ist eine andere Entscheidung. Wer mit den "Schwächen" selbst der größten Synology Sytemen leben kann, mag dies eine kostengünstigere Alternative sein wenn ja wenn sich jemand dazu entscheidet, dass die Nachteile verschmerzbar sind.
 
Warum habt ihr die HAT5300-12T nicht gegen die Baugleiche MG078ACA12TE antreten lassen und das vielleicht auch mit Link-Aggregation von 2 und 4 LAN-Ports in einem schnelleren NAS.

Euer Test ist ohne jegliche Aussagekraft!
 
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Geil, bin hier reingekommen, um über die Festplatte zu lesen, weil ich sie mir kaufen wollte.
Stattdessen ein Klugsch***** nach dem anderen. Jeder toppt den anderen und keiner gibt einem mal Recht oder "Ja verstehe ich", sondern nur "ICH WEISS ES BESSER" und "meine Meinung zählt mehr"

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