News Telekom fordert zwölf Prozent Lohnverzicht (U)

sir_radon schrieb:
Sowas kommt von sowas *klugshice*
wenn jeder nur noch "geiz ist geil" im kopf hat und für Service nicht "mehr" bezahlen möchte, dann braucht z.B. die deutsche Telekom auch keine viertel Million Angestgellte mehr um eben diesen bieten zu können. Da reicht dann leider auch - z.B - 1/3 der Angestellten. Das hat mit "bösen Managern" soweit nichts zu tun.

greetings
radon

Schonmal was von Gewinnmargen gehört?
Schonmal dran gedacht, dass man hier vielleicht eher kürzen könnte?
Schonmal dran gedacht, dass es ganz andere Bereiche in einer Firma gibt, bei der man Einsparungen vornehmen könnte?

Aber was solls, ist für ein Unternehmen doch einfacher, Geld bei den Mitarbeitern zu sparen.

Was sagst du denn dazu, dass die Mitarbeiter 12% Kürzungen hinnehmen sollen, wärend es bei den Vorständen 0,2% sind?
 
Nur komisch, das man für weniger Gehalt sogar neue Leute einstellen will. Frage ist wozu man die denn braucht? Sorry, aber der Kunde ist daran nicht alleine Schuld. Über den Support wird laufend gemeckert, da hilft es wirklich wenn man Leute, wenn überhaupt, für nen Hungerlohn weiterbeschäftigt. Irgendjemand lügt doch bei der ganzen Geschichte. Denn die Hotline gibt es weiterhin, auch wenn man 50000 Leute rausschmeißt. Nur dann eben in einem outgesourcten Call-Center in Frankfurt/Oder (oder sonstwo), wo für 3,50€ die Stunde gearbeitet wird. So läuft der Laden nämlich. Die Arbeit wird nicht weniger, sie soll gefälligst nur billig sein.

Geiz ist geil, ist eine dämliche Werbephrase (die auch noch gelogen ist, weil die Märkte die sie verwenden nicht billiger sind) und sie wird als Entschuldigung von Managern genommen, um die Verantwortung auf die Kunden abzuwälzen, obwohl sie gleichzeitig massive Gewinne einfahren. Nur das Kunden irgendwo auch arbeiten müssen, damit sie Kunden bleiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
keiflin1 schrieb:
Sie sind um ein vielfaches einfacher zu ersetzen als eine fleißige, ehrliche und motivierte Arbeitnehmerschaft.
Sehe ich nicht so. Gute Manager sind durchaus ihr Geld wert, allerdings auch schwer zu finden. :D Davon abgesehen sind auch Manager Arbeitnehmer und als faul würde ich sie auch nicht beurteilen. Es gibt solche und solche, die gibt es allerdings auch unter den einfachereren Angestellten.
...was durch das jährlich steigende Exportvolumen jedoch mit Leichtigkeit widerlegt werden kann. D.h., dass die in Deutschland produzierten Produkte auch im Ausland abgesetzt werden können. Auch zu den angeblich zu hohen Lohnkosten. .... ach ich rede, schreibe wieder zuviel....
Woher weißt du denn, das das alles tatsächlich in Deutschland produziert wird? Produziert werden die einzelnen Teile im Ausland, dann kommt das nach Deutschland wird zusammengebaut, Assembled draufgepappt und wieder ins Ausland verkauft. Nich umsonst hört man manchmal den Vorwurf eines Basarlandes: Im Ausland billig "eingekauft"(produziert) nach Deutschland geschippert und wieder ins Ausland verkauft.
Buchungstechnisch fällt der ganze Gewinn in deinen Exportüberschuss, aber die Lohnkosten liegen hauptsächlich im Ausland.

Dem Rest stimme ich allerdings zu. Bei der Telekom liegt allerdings einiges im argen.
 
Ein Glück, daß ich mich seinerzeit anders entschieden hatte und nicht bei dem Verein gelandet bin ...
 
Wie hoch wirkt sich denn die 12% Lohnkürzung aus ? Was verdient denn ein betroffener Telekommitarbeiter im Durchschnitt? Und was die eigentlich interessantere Frage ist: Wieviel verdient ein Servicemitarbeiter der Konkurrenz ?

Das sind Dinge, über die ihr euch scheinbar so gar keine Gedanken macht.
 
@ stood stimme dir vollkommen zu, die verdienen warscheinlich ohne ende noch wie früher zu zeiten wo alles Staatlich war da können die gut auf 12% verzichten vor allem wenn die über 1700€(Netto) aufwärs verdienen.
 
stood schrieb:
Wie hoch wirkt sich denn die 12% Lohnkürzung aus ? Was verdient denn ein betroffener Telekommitarbeiter im Durchschnitt? Und was die eigentlich interessantere Frage ist: Wieviel verdient ein Servicemitarbeiter der Konkurrenz ?

Das sind Dinge, über die ihr euch scheinbar so gar keine Gedanken macht.

Rechne doch nur mal grob bei einem Durchschnittlohn von ca. 1000,- Euro. Da 12% Kürzungen bedeutet ganze 120,- Euro die einem im Monat fehlen. Das würde dann in etwa einer Monatsrechnung des Strom/Gas-Versorgungsbetriebes eines Hauseigentümers sein.

Wenn ich diese Rechnung jetzt mal auf das Gehalt vom Vorstand beziehe, der rund 2,4 Mio Euro im Jahr verdient, so sind dass ca. 200.000,- Euro im Monat. 12% davon würden dann
24.000,- Euro entsprechen. Was glaubst du, wer es besser verkraften kann. Vorstand oder Otto-Normalverbraucher? (Wobei das ja nicht von dir gefragt wurde, was ich jetzt aber einfach mal so in den Raum werfen möchte).

Natürlich relativiert sich sowas je mehr man verdient, aber was glaubst du, was die Servicemitarbeiter für gehälter haben und was glaubst du, was die Mitarbeiter der Mitbewerber am Markt verdienen?

Im deutschlandweiten Schnitt liegen diese ungefähr gleich auf. Wenn nicht, bitte ich darum, es mit Quellen zu wiederlegen.

Und auch nochmal die Frage: In welchem Verhältnis steht eine Lohnkürzung von 12% bei den Mitarbeitern im Verhältnis zu 0,2% beim Vorstand?
 
Lohnkürzung ist eine Schweinerei! 12% machen sauviel aus, das sind wahrscheinlich die 150 Euros mit denen ein/e Familienvater/mutter in der letzten Woche des Monats seinen/ihren Kindern zu Essen kauft. Das übrige Geld fliesst ja in Schulden jeglicher Art (und das soll hier kein Vorwurf sein, denn keiner kommt heutzutage mehr ohne Schulden aus)!
 
Man sieht mal wieder wie die Telekom mit der Privatisierung völlig überfordert wurde. Die Marktwirtschaft ist bei der Telekom offensichtlich noch nicht angekommen. Dafür hören sie jetzt auf einen unfähigen Vorstand und noch unfähigere Unternehmensberater. Und was die raten ist ja wohl klar, kosten beim Personal "abbauen" anstatt Service und Qualität zu steigern...

@31) 1000€? Wo lebst du denn? Eine Telekom-Servicekraft verdient zur Zeit bis zu 34000€ im Jahr. Von 1000€ könnte man selbst ohne Lohnkürzungen garnicht leben. Der Durschnittslohn der Deutschen liegt im Übrigen bei ca. 1500€!
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum schimpfen alle auf die Manager? Die sind wie einige schon gesagt haben Angestellte und nun ratet mal für wen die arbeiten, genau für die Aktionäre, einer von denen ist z.b. die BRD und nur deren interessen werden von den Managern verfolgt....

Sicherlich gab es in den USA mal Phasen in denen man sich seinen Lebensabend mit einem schönen Gewinn versüssen konnte als Manager, aber das Ziel kommt dennoch von den Aktionären, denen gehört nämlich das Unternehmen!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (ein ? pro Satzende langt)
Und neue Kräfte kriegen gerade mal 1600€ ohne Abzüge.
Einige Servietechniker die ich so kenne, freuen sich über 2400-2800€, wobei alle mindestens ein Kind haben und verheiratet sind, sowie in oberen Lohnklassen.

Das ist nicht viel Geld - da machen sich die 12% stark bemerkbar. Gerade Familien, oder werdende Familien werden dadurch stark benachteiligt.
Auf der einen Seite versucht das Land das stagnierenden Wachstum der Bevölkerung wieder anzutreiben. Aber auf der anderen Seite mischt sie sich bei einem so großen Konzern und so vielen Leute, die das betrifft nicht ein.

Es geht hier ja nicht nur um die Mitarbeiter an sich, sondern auch darum, dass die Zukunft die Situation sicher nicht bessern wird.

Die Gewinne werden weiter steigen - die Gehälter aber weiter fallen. Zumindest bei denen, die die richtige Arbeit machen. Die, die dauernd nur was von Gewinnmaximierung, Aktienkurs und Outsourcing reden, werden sich natürlich weiter an der "Ich nehm alles hin"-Haltung der Bürger und Politiker bereichern.


Das Unternehmen wird schon noch merken, was passiert, wenn es so weiter geht. Da werden die "Demos" sicher nicht mehr lange so friedlich bleiben, sondern in puren Frust umschwenken, da man hier bewusst mit dem Leben und der Zukunft der eigenen Mitarbeiter spielt.
Das ist schon fast eine moderne Art von Sklaventum - "Du nichts, Chef Gott!"
 
Nur eine Frage-Was kostet die telekom pro Tag wenn die Mitarbeiter Streiken?
Wenn es so kommt dauert ein Streik nicht ein Tag sonst mehrere Wochen!


Wahrscheinlich kostet es mehr als die geplante Eingesparten Geld!
 
ich bin für 70% lohnverzicht für alle telekom-mitarbeiter. die haben mich so oft verarscht, ich hab kein mitleid. nein ich freu mich!
 
@pookpook:
Diese Rechnung macht der Vorstand auch.
Wenn die Zeit haht, wird ein Kompromiss gemacht werden.

Die Telekom bekommt nicht, was sie will. Verdi ebenso wenig.
Die einigen sich irgendwo in der Mitte.
Geht immer so aus.


Die Lohnkürzung ist bei den steigenden Lebenshaltungskosten schon ein Schlag ins Gesicht.
Das nützt vielen die versprochene "Jobgarantie" (nur ein Wot auf einem Blatt Papier) nicht viel.
Sie bekommen zwar Geld für ihre Arbeit, aber das Verdiente langt hinten und vorne nicht.
Am Ende sind die Beschäftigen im Nachteil.


Die Geiz ist geil Mentalität, die überall an den Tag gelegt wird, hat ihr Übriges hinzu getan.
Da muss das Managment was unternehmen, um überhaupt noch am Markt zu sein.
Ist das Unternehmen pleite, stehen alle auf der Strasse, nicht nur die ausgelagert werden sollen.
Das will garantiert auch keiner.


Nebenbei bemerkt.
Outsourcing kann auch nach hinten losgehen. Der "Spaß" kann am Ende mehr Geld kosten, als eingespart werden sollte/man ein sparen wollte.
Und Schwupps, sind die ausgelagerten Bereiche wieder eingegliedert.
 
das kommt meinesachtens dann schon drauf an wo gestreikt wird. ist es nur das callcenter bezweifle ich das es sehr viel verlust bringt.
ganz toll fänd ich wenn die ganze telekom streikt xD aber das is auch für verdi zu teuer ^^
 
sengaja: Wegen dir bekommen dann andere Familien viel weniger Geld, die jetzt schon ums Überleben kämpfen.

Es ist doch widersinnig, einmal streicht man Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, damit die Arbeit erhalten bleibt, dann verlängert man die Arbeitszeit, klar damit die Arbeit erhalten wird, und jetzt kürzt man den Lohn nochmal, um na ihr habts erraten, damit die Arbeit erhalten bleibt. Ich nenne sowas Unverschämtheit gegenüber vielen Familien, die gerade so über die Runden kommen.
 
Verdi machts aber auch falsch. Ne Bekannte von mir kriegt keinen Anschluss bei der Telekom, weil bei ihr gestreikt wird. Dämlich. Das bringt die Kunden gegen Verdi auf. Nicht gegen die Telekom. Die würde ja gerne was tun, kann aber wegen Verdi nicht. Strategisch total unklug.

Ich schreibs nochmal. Buchhaltung bestreiken. Controlling. Da, wo es der Firma, nicht dem Kunden wehtut.
 
Ich hör immer nur die Sprüche das im Servicebereich weniger verdient wird und man deswegen die Löhne angleichen muss. Aber wie es kommen konnte dass in anderen Firmen nur 3 - 5 Euro die Stunde verdient werden, das hört man nicht wirklich.

Es kann doch nicht angehen das man Mitarbeitern eine reindrückt nur weil es Beschäftigten in anderen Betrieben auch kacke geht.

So wie wir es hier erleben wirds auch noch für viel mehr von uns in Zukunft werden. Was für Aussichten haben wir denn in Deutschland das die Arbeitsplatz-Situation sich bessert.
Es werden immer mehr Leute entlassen werden, denn es gibt genug Arbeitssuchende die auch bereit wären für 5 Euro die Stunde zu arbeiten, statt für 10 wie der vorher.

An sowas geht der "tolle" Sozialstaat den wir hier haben doch zugrunde, ich kann sowieso nicht verstehen wie der Bund hier nicht einschreiten kann. Im Endeffekt werden da für die Länder nur noch mehr Kosten, für Sozialaufwendungen, kommen und dann wird noch mehr besteuert und dann wieder mehr Entlassungen usw..

Was ein Unfug, die Telekom wird sich immer mehr Hotline Arbeiten von irgendwelchen Billig-Callcentern (sorry, hab leider vergessen welche Deutsche Firmen das momentan sind) übernehmen lassen, dann können sie die eigenen Angestellten, die tarifvertraglich geregelte Löhne haben, nämlich Stück für Stück abbauen. Mit welcher Methodik auch immer nötig dazu ist, sei es alte in den Ruhestand zu schicken, oder die jungen unter Bedingungen arbeiten zu lassen, das sie irgendwann keine Lust mehr haben.

Da hat man dann Leute die keinen Plan von der Materie haben und auch nicht wirklich wissen wo sie die Probleme beheben können, geschweige denn irgendwie die Zusammenhängen im Unternehmen nachvollziehen können. Da werden dann Tickets an eine andere Abteilung geschickt, die dann selbige nicht bearbeiten kann weil sie gar nichts damit anfangen kann oder sowieso schon total in überflüssiger Arbeit untergeht.

Ach der ganze Mist steht mir mittlerweile so hoch, das mir nur noch schlecht wird von dem ganzen Zeug.

PS:

@ sengaia: Ich denke kaum das wir hier grade ein Spass-Thema haben und wenn es doch ernst gemeint war, dann muss ich sagen das ich es gut finde das du verarscht wurdest. Wobei ich eigentlich bisher jedes Problem mit sei es auch welcher Hotline von welchem Unternehmen auch immer lösen konnte,auch wenn es vll mehrere Telefonate waren. Man muss nur wissen wie und damit mein ich nicht einfach nur barsches Verhalten, denn bellende Hunde beissen nicht und das weiss fast jeder der in der Servicebranche tätig ist.
 
HappyMutant schrieb:
Ja, in Deutschland boomt die Servicebranche, Arbeitsplätze werden geschaffen, aber trotz Arbeit verarmt die Bevölkerung. Klar alles Sozialschmarotzer, die unsern Staat kaputt machen. Bis das System dann krachend zusammenbricht und keiner wills gewesen sein.

Und bloß keine Mindestlöhne. Für das Geld was in Deutschland mitterweile gezahlt wird kommen ja nichtmal mehr die Ernethelfer aus Osteuropa.

1. In den letzten Jahrzehnten ist in Deutschland die Vermögensungleichheit größer geworden, nicht die Einkommensungleichheit. Die hat abgenommen. Ein statistischer Wert nutzt denjenigen, die zu wenig haben allerdings auch nichts.

2. Der Sozialstaat ächzt nicht nur unter den Schmarotzern, sondern viel mehr noch unter der demographischen Entwicklung. Bei einer weiter laufenden Alterung der Bevölkerung Deutschlands bis ca. 2040-2050 ist die Alterspyramide keine Pyramide mehr, sondern ein Pilz.

3. Die (polnischen) Erntehelfer scheitern nicht nur an den niedrigen Löhnen, sie scheitern neuerdings auch an dem immensen bürokratischen Aufkommen, dass sie als EU Mitglieder jetzt in voller Härte trifft.

Das Problem bei den Mindestlöhnen ist leider, dass man sich selbst Konkurrenz dadurch macht, dass man (Langzeit)-Arbeitslose in den Arbeitsmarkt re-integrieren möchte => mehr Konkurrenz, selbst bei niedrigem Lohn. Dazu kommen 1-€uro Jobs, die das Lohnniveau weiter senken und mißbraucht werden von vielen Arbeitgebern. Der Staat arbeitet da an manchen Stellen unweigerlich gegen sich selbst, aber was bleibt anderes übrig.
 
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