Kann es sein, dass die Telekom inzwischen im Zuge von FTTH-Ausbauprojekten auch schon Betriebsstellen aufgibt? Bei uns im Ortsnetz wurde neben ein altes Typengebäude eine MUK (Multifunktionskabine) gebaut, wie sie in einem der Ahrtal-Video im Youtube-Kanal der Telekom zu sehen war. Der Anschlussbereich ist sehr gemischt. Es gibt Bereiche, in denen gerade FTTH ausgebaut wird. Es gibt Orte nur mit FTTC und es gibt einen Ort, in dem es FTTC von einem anderen Anbieter gibt und die Telekom theoretisch nur noch TAL bis in die Betriebsstelle anbieten kann. Und die Verfügbarkeitsabfrage wirft für Stichprobenadressen in TAL-Gebieten nur einen Fehler. Von einem Techniker habe ich erfahren, dass in dem mit DTAG-FTTC-versorgten Gebiet sogar schon POTS-Linecards in die MFG gebaut wurden (gibt da glaub ich ein großes MFG direkt auf dem alten Hauptkabel).
Google Street View bestätigt das.
In einem benachbarten Ortsnetz wurde eine Betriebsstelle auch komplett aufgegeben und alle Technik ausgebaut. Die Anbindungen der FTTC- und FTTH-Anschlüsse wurden in das kleine Typengebäude des zweiten ASB geschwenkt.
Auf dem Street View-Foto sieht man noch Mobilfunk, den Cu-HVt (schon mit dem Verschrottungsklebeband) und ein bissen Lüftungstechnik. Ist alles weg. Nur die alten Lufteinlässe des ehemaligen Wählersaals identifizieren das Gebäude als ehemaligen Telekomstandort.
Und beim Urlaub auf Borkum habe ich gesehen, dass die alte Telekom-Betriebsstelle aufgelöst wurde und man ein paar hundert Meter weiter eine MUK aufgebaut hat. Sowas ist ja durch die iss-Facilty Management-Aufkleber sehr gut als Telekom-Gebäude zu identifizieren (und den Telekom-Kabelschachtdeckel davor 😎).
Passiert sowas jetzt systematisch oder eher nur vereinzelt und wo es halt passt?
Der nächste Kandidat ist die Betriebsstelle in S-Untertürkheim. Der neue Eigentümer wollte dort was neues bauen und dann hat man festgestellt, dass da noch jemand im alten Postgebäude sitzt, der nicht von heute auf morgen ausziehen kann... Hat mit FTTH nur bedingt zu tun in dem Fall.