Telekom will analoge Telefone aus ISDN verbannen?

dss1-isdn->ternär....dsl arbeitet mit 2 zuständen soweit ich weiss, aber da gibts ja diverse kategorien
 
Hab hier gerade mal bisschen in meinen Berufsschulsachen gestöbert (war wirklich sehr sehr trocken der Unterricht xD ) will hier nicht das komplette Dokument hochladen, da mein alter Dozent das alles selbst geskriptet hatte. Aber hier mal ein Interessantes Zitat:

Stand ~2006 schrieb:
Ein ADSL-DMT- Signal besteht prinzipiell aus einer großen Anzahl von modulierten Einzelträgern, die oberhalb des normalen Sprechbandes auf die Kupferdoppelader gebracht werden. Wie dieses Signal die Frequenzen belegt, zeigt Bild 1
Die originale ADSL-Norm sieht vor, den Frequenzbereich zwischen 0 und 26 kHz für das bisherige Analogtelefon (POTS = Plain Old Telephon Service) frei zu lassen. Neben dem Sprachband (300 Hz bis 3,4 kHz) finden sich hier auch solche Dinge wie der (deutsche) 16-kHz-Gebührenimpuls. Zwischen 26 kHz und 1,130 MHz liegen 256 Kanäle mit je 4,3125-kHz Bandbreite. Auch die Mittenfrequenzen der Einzelkanäle liegen im 4,3125 kHz auseinander.
Die Einzelträger des Up- und Downstreambereiches sind QAM-moduliert und tragen zwischen 3 bits/s pro Hz und maximal 15 bit/s pro Hz. Die Zuteilung dieser Informationsrate ist adaptiv, d.h. während der Initialisierungsphase werden den Einzelträgern je nach im Übertragungskanal herrschendem Störabstand verschiedene QAM - Konstellationen (Anzahl der Bits pro Periode) zugeordnet. Je größer der Störabstand ist, umso höher die QAM-Konstellationsstufe und damit die Bit/s und Hz. Ein Einzelträger aus dem DMT-Signal kann also maximal:


4,3125kHz *15bit/Hz = 64,6875kbit/s ~ 64,7 kbit/s

übertragen, was theoretisch eine Maximalkapazität von über 16 Mbit/s bei 256 Trägern ergibt.

64,7 kbit/s * 256 = ~ 16 Mbits/s
 
Hallo,

interessant.

Sicher ist DSL rein Digital und hat nichts mit analoger Technik zu tun. Es wird lediglich auf Frequenzen moduliert.

Genauso wie bei allen Digitalen TV Techniken. Sei es Satellit oder Kabel Fernsehen. Das Digitale Signal wird auf Trägerfrequenzen moduliert und beim Kunden (Receiver beim TV, "Modem" bei DSL) wieder "entschlüsselt".

Der Transport der Daten über den Umweg macht es aber nicht analog.

Richtig ist, bei ISDN werden die digitalen Informationen quasi 1zu1 über die Leitung geschickt und werden nicht hin und her moduliert.

Grüße,

Blubbs
 
Analoges Signal
Digitales Signal
Guck dir einfach die Bilder an... das DSL Signal sieht aus wie das obige Bsp.
Digital-TV und digitale Übertragung sind zwei verschiedene Paar Schuhe ;) Digitale Daten -> analoge Übertragung -> Digitale Daten

Bei QAM wird moduliert, also hast du ein analoges Signal
Bei der QAM werden auf zwei um 90° phasenverschobene Trägersignale mit identischer Kreisfrequenz ω zwei unabhängige Basisbandsignale mittels Amplitudenmodulation moduliert.

€dit: mist blubb war schneller^^
 
bLu3to0th schrieb:
Bei QAM wird moduliert, also hast du ein analoges Signal

Richtig, physikalisch hast Du ein analoges Signal bei solchen Techniken. Aber die Technik selbst wird dadurch nicht analog. Nur der Transport der digitalen Daten wird auf analoger Basis vollzogen. Also ist es falsch, DSL als analog zu bezeichnen. Es hat nichts mit den Eigenschaften und Probleme analoger Kommunikationstechnik gemein.

€dit: mist blubb war schneller^^

Etwas. Aber ganz vollständig war es ja noch nicht :)

Grüße,

Blubbs
 
Mal kurz ne andere Frage, wenn wir schon dabei sind - Hat das Modulieren eigendlich einen Qualitätsverlust?!
 
bLu3to0th schrieb:
Also sagste, das ne normale Modemleitung auch digital ist?
Kein Computer kann was mit analogen Signalen anfangen.. die werden alle digitalisiert - daher halt dsl -> analog

Das Beispiel eines Modems am PC um den mit der analogen Telefonleitung zu verbinden, passt aber überhaupt nicht da hinein.

Bei dieser Technik werden digitale Signale in analoge, sogar mit dem Ohr hörbaren modelliert. Damals die einzige Möglichkeit, digitale Information auf der geringen Bandbreite einer analogen Leitung zu versenden.

Das jetzige Modell der Modellierung auf Trägerfrequenzen hat nichts damit zu tun. Es wird einfach die Physik der Leitungen ausgenutzt, nicht deren Art und Weise der Informationsübertragung. Ein 56K Modem hat schlicht Töne fiepen lassen, damit die Telefonleitung diese Töne transportieren kann. Mit erheblichen Fehlerpotential.

Grüße,

Blubbs
 
Die Töne sind aber auch nur Frequenzen :D
Theoretisch könntest du das DSL-Signal auch hören ^^
 
Danke für die Antworten. Gut, das solche Diskussionen nicht ausschweifen. ;)
 
Zurück
Oben