Terrorismus: Ein endloser Kampf? Ein "falscher" Kampf?

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Commander
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Servus!

Wie wir ja alle nun mitbekommen haben sollten, wird das Problem des internationalen Terrorismus immer schlimmer. Versuche, den Terror militärisch zu bekämpfen, sind leider fehlgeschlagen. In Afganisthan und im Irak ist alles andere als eine Demokratie entstanden, islamistische Terroristen und deren Trittbrettfrahrer sorgen dafür, dass der Gewaltpegel im Land immer hochgehalten wird.
Alle Bemühungen, den Terror zu bekämpfen, scheinen ins Leere zu laufen. Wenn man sich einmal anschaut, wie sich die ganze Sache entwickelt hat, dann stellt man fest, dass es zwischen dem Anschlag auf das WTC 1993 und dem Anschlag auf das WTC 2001 ca. 10 größere Anschläge gegeben hat, welche vom islamistischen Terror ausgehen, seit dem Anschlag auf das WTC 2001 bis heute hat es bereits weit mehr Anschläge mit islamistischen Hintergrund gegeben, welche zudem wesentlich größere Auswirkungen hatten. Daher sollte die Frage erlaubt sein, ob da nicht etwas bei der Bekämpfung des Terrorismus falsch läuft? Nein, es könnte direkt eine Feststellung sein!

Es erscheint doch sehr zweifelhaft, ob man den Terrorismus wirklich nur militärisch bekämpfen sollte, sicherlich gibt es auch politische Bemühungen, diese gehen allerdings unter. Militärisch klingt für mich gleich nach Unterdrückung, doch dies wird nur noch mehr Terror hervorbringen. Solange die Konflikte im Nahen Osten, in Tschetschenien, Afganisthan, im Irak und wahrscheinlich noch einige andere nicht zufriedenstellend gelöst sind, wird den Terroristen nie der Nährboden für neue Kämpfer ausgehen. Wo sind dann also die diplomatischen Bemühungen dies zu schaffen? Ich sehe da nichts! Wann sehen es die Mächtigen der Welt ein, dass es so nicht weitergehen kann? Ich denke mal, wenn es so weitergeht, wird es noch viele große Anschläge geben - auch in Europa und den USA, wenn es nicht endlich gelingt, den Terror an der Wurzel zu bekämpfen. Diese Wurzel scheint vor allem das soziale Gefälle zwischen den Industrieländern und den Entwicklungs-/Schwellenländern zu sein, dazu kommt noch das o. g. Problem. Womit man tatsächlich auch einen Bogen zur Globalisierung spannen kann, das steht wohl im unmittelbaren Zusammenhang...

Tja, was meint ihr?
 
Und Globalisierung hat doch heute schon die Bedeutung von Amerikanisierung. Ich bin jetzt auch nicht über alle Anschläge informiert, aber grob kann doch gesagt werden, dass alle größeren Anschläge hauptsächlich antiamerikanischer Natur waren, oder?
Das soziale Gefälle auf der Welt wird man nicht großartig verändern können, *ironie an*wenn das noch nicht mal in Dtl klappt ;) *ironie aus*

PS: wen das Thema interessiert, der kann ja mal nen buch von Peter Scholl-Latour lesen. Der Mann hat schon nen beachtlichen überblick über das Thema und gibt auch nen guten Einblick in die Hintergründe. Ist aber nicht ganz einfach zu verstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, hab leider keine Zeit für eine lange, umfangreiche Antwort:

Wenn man den Ländern, aus denen die Terroristen stammen, den notwendigen Respekt zukommen lassen würde, dann wäre das, meiner Meinung nach, der erste Schritt zur Besserung!

Kann es sein, dass die islamistisch-orientierte Gebiete einfach nur von der westlichen "Weltpolizei" (Amerika) in Ruhe gelassen sein wollen und ihre seit hunderten von Jahren geltenden Rechte (ob für "uns" sinnvoll oder nicht) weiterverfolgen wollen?!

Wenn z.B. Soldaten aus Afghanistan nach Deutschland kommen, um uns wegen der Automobilindustrie den Krieg zu erklären und uns nach dem Ende des Krieges ihre Verhaltensregeln aufzwingen wollen -> wären wir dann erfreut?!

Man muss es einfach akzeptieren, dass es auf der Erde ganz verschiedene Kulturen gibt, die man nicht unter einen Hut zaubern kann und denen man auch in ihrem eigenen Land ihre freie Entfaltung erlauben muss!
 
Man hat es nicht verstanden Glaubensfragen in denen Ländern zu lösen. Zu Zeiten Globaler Spannungen ist die USA und andere Länder in den Kriesengebieten gewesen um sich die zu nutzte zu machen und die dortigen Kämpfer auszubilden und mit Waffen zu versorgen.
Seis die USA oder die UDSSR zur damaligen Zeit wollten sie Afganistan,Irak und andere Kriesengebiete mit ihren eigenen Waffen ( Fanatische Glaubensgemeinschaften ) als Krieger und somit einst Verbündete die Unruhen zu bekämfen.

Nun ist aber eine Zeit da wo diese einst Ausgebildeten alleine gelassen wurden und sich die Menschen gegen die Westlichen Mächte aufmachen ihren Glauben den sie mit Füssen getreten sehn zu verteidigen.

Nach dem 11 sep. haben sich die USA und den IQ schwachen Bush doch aufgeführt als wenn alles geht mit Waffengewalt ohne sich in irgendeine weise dort in dei Menschen hinein zu versetzten. Sie schüren mit ihrer Präsenz dort nur noch mehr Angst und der Verbissene Glaube der US MIlitärs dort mit Waffengewalt alkles zu erreichen Verbündet die Glaubenskrieger ( Terroristen ) noch mehr.

Französische oder Deutsch Soldaten werden ersteinmal über Sitten und Gebräuche aufgeklärt und das verinnert um Konflickte zu vermeiden.
Die US Arme präsentiert Stärkt und provoziert auch die Menschen dort, lässt sie klein aussehen was ein Islamisten alles andere als schmeckt.

Es wird nur neue vorm des Terrorismuss daraus entstehen was so nicht zu vermeiden ist. Und die USA werden hauptziehl sein nach wie vor, denn mit ihrem Imperalistischen denken alles zu bekommen werden diese Menschen immer ein ziehl haben.
 
Genau. nachdem ich beim biund war und die mir dort auch gesagt habe, warum die deutschen weniger Ziele von anschlägen terroristischer Natur werden, hab ich mal darauf geachtet. und es stimmt. guckt man sich die berichte an sieht man

a): amerikaner in kampf-/schützenpanzern oder Humvees die Typen renn alle mit ner schwarzen undurchsichtigen Sonnenbrille rum, sind bis an die zähne bewaffnet und tragen schwerste Schutzwesten. desweiteren scheinen sie den kontakt zu der befölkerung nicht gerade zu suchen. Die Amis sind ohne sprachkenntnisse in den Irak gegangen. hab nen beitrag gesehen, da haben irak. kinder in 2monaten mehr Englisch gelernt, als die Amis in 1Jahr arabisch.

im gegensatzdazu
b): deutsche und franzosen patrolieren sehr oft zu fuss ohne den knitterfreien (für alle Zivis: der Gefechtshelm) also nur mit Baret(?) leichter schutzweste. sonnenbrille wegen der sonne, die sie beim gespräch(!) mit einheimischen abnehmen. Sprachkenntnisse müssen im vorfeld des einsatzes schon teilweise erworben werden. der kontakt zur bevölkerung wird regelrecht gesucht.
Ja sogar di Britten machen es besser. hab neulichs welche im fernsehen bei der täglich Tee-pause während der streife gesehen.

also: die ammis legen viel zu wenig wert auf volksnähe
 
Otternase schrieb:
Französische oder Deutsche Soldaten werden ersteinmal über Sitten und Gebräuche aufgeklärt und das veringert um Konflickte zu vermeiden.
Die US Arme präsentiert Stärke und provoziert auch die Menschen dort, lässt sie klein aussehen was ein Islamisten alles andere als schmeckt.

-> exakt so sehe ich das auch!

Als Beispiel:

Da kommt eine US-Soldatin, ihreszeichens Officer o.ä., unverhüllt (keinen Schleier), und laut Befehle schreiend auf männliche Bewohner eines Islamistischen Dorfes zu und zwingt diese, ihr Mittagsgebet wegen irgendeines Grundes aufzugeben!

-> HALLO!?

Da soll man sich doch nicht wundern...
 
Das hängt aber auch mit dem Bildungsstandard in den Armeen zusammen.

Während meiner Zeit beim Bund hatte ich viel mit Soldaten der "Besatzungsmächte" (Amis, Briten, ab und zu mal Holländer) zu tun, und was einem da für Typen begegnen da ist schon sensationell.

Bei den Briten sind die Mannschaften wirklich durch die Bank, sagen wir mal, unbedarft (manche können kaum schreiben), ebenso bei den Amis. Nur sind deren Unteroffiziere und einige Offiziere auch nicht besser, im Gegensatz zu den Briten. Mit denen kann man schon mal ein Pläuschchen führen (ich war mal in Hameln im Offizierskasino bei den Briten, für nen Gefreiten eigentlich strikt verboten, war aber zivil; was haben die dumm geschaut, als sie festgestellt hatten, dass es kein Offizier war, mit dem man sich da stundenlang fließen unterhalten hat).

Aber eben, wenn schon die Führungskräfte dämlich sind, was will man denn dann erwarten?

Das Verhalten gegenüber der Bevölkerung ist auch entscheidend: bis auf die beiden Weltkriege wurden die Amis nie als Befreier begrüßt, sondern als Besatzer. Und so benehmen sie sich auch.

Zum islamischen Terrorismus:
wir ernten nur, was wir im letzten Jahrhundert gesät haben. Aufteilung des britischen Protektorats in unsinnige Länder, völlig ungeachtet der kulturellen Gegebenheiten. Wäre aber nicht weiter schlimm gewesen, wenn man die Länder dann alleine gelassen hätte. Manchmal muss es halt krachen, um zu einer stabilen Situation zu gelangen. Europa ist das beste Beispiel, erst nach schwersten Kriegen wurde eine stabile Situation zwischen den ehemaligen Großmächten geschaffen.

Statt dessen wurde sich weiter eingemischt, und während des kalten Krieges des nahe Osten auch noch als Kriegsschauplatz missbraucht. Sowohl von den USA als auch von der UDSSR.
Die dadurch erzeugte latente Instabilität endete dann in verschiedenen Konflikten: die ersten beiden Golfkriege, der Bürgerkrieg in Afghanistan (durch den dann die Taliban an die Macht kamen), der Militärputsch unter Muscharraf in Pakistan.

Aber auch diese Konflikte wurden nicht "zu Ende geführt", sondern durch Einmischung von außen frühzeitig beendet. Die Region ist also weiterhin politisch nicht stabil. Die Machtkämpfe in den "befreiten" Ländern beweisen das.

Gleichzeitig noch die Gier der USA nach Öl, die haben sich am meisten eingemischt. Die westlichen Nationen werden von radikal-islamischen Führern als Feindbild dargestellt und somit zu einem herrvoragenden Ziel für Terroristen. Hintergrund sind machtpolitische Gedanken, die Ungläubigen sollen vertrieben werden.

Und wisst Ihr was? Sie sollen sich endlich vertreiben lassen, die Sache da unten erledigt sich von alleine. Das dauert eben, man kann da nicht einfach eine Demokratie installieren. Dazu müsste demokratisch gedacht werden, aber das tut es ja nicht.

Wie lange hat das in Europa gedauert? Wie lange in Südamerika, wo sich die Länder langsam stabilisieren - nachdem der Einfluss der USA nachlässt (Ausnahme: Venezuela, weiterhin starker Einfluss der USA wegen Öl).

Die Sache hat leider einen Haken: wir, die westlichen Nationen, und die ehemalige UDSSR, haben viele Länder da unten mit Massenvernichtungswaffen versorgt. Wenns also kracht, dann richtig. Und dann hat die Welt ein Problem.

Gruß
Morgoth
 
ein falscher Kampf sicherlich nicht aber ein endloser, fast schon aussichtsloser Kampf ganz sicher, weil es immer unzufriedene Menschen geben wird
die ihre Ansichten/Religion mit Gewalt durchsetzen wollen

das ist wie mit dem Drogenkrieg der Amerikaner, da werden jedes Jahr Millionen Dollar verpulvert, den kannst Du einfach nicht gewinnen
 
@Morgoth

Leider kann ich dir dafür kein Karma geben, du triffst es nähmlich auf den Punkt ;)
 
Das ganz ist "Jing&Jang", ein "sowohl-als auch" - und wird es bleiben. Kluges Handeln unsererseits könnte allerdings die Folgen mildern.

Christentum und Islam "geisteswissenschaftlich zu Ende analysiert" (und das braucht es im Grunde nicht einmal) sind halt "wie Feuer und Wasser": unvereinbar. Besonderes unsere "staatssäkularisierte Form des Christentums" ist mit moslemischem Fundamentalismus nun mal vollkommen unvereinbar, eben wie Feuer und Wasser.

(Der moslemische Fundamentalismus glaubt nun mal, und er hat theologisch recht damit, dass wir mit dem real-existierenden aufgeklärten Staats-Christentum hier bei uns unsere eigene Religion "verraten", die ja dasselbe fordert wie Mohammed: "traget hinaus in alle Welt...und lebt nach ihr".

Und wir schweigen da, geben keine Antwort: so muss es moslemischen Fundamentalisten (und mit einem gewissen Recht) so erscheinen, als wäre unsere Art zu glauben und zu leben - eben mit Kooesistenz von Staat und Kirche und freier Entscheidungsmöglichkeit des Individuums gegen den Glauben, welche ja bloß ca. 250-300-400 Jahre zurückreicht - bloß eine vorübergehende Ausprägung des Christentums, als würden wir gerade jetzt nur in einer verirrten Form des Christentums leben, welche demnächst auch wieder zu ihren Wurzeln zurück müsste...)


Alles was hier im Thread wohlmeinenderweise vorgebracht wurde, wie der Konflikt zu entschärfen wäre, ist richtig. Nur die Amerikaner, die Eliten, die jetzt an der Macht sind, die wollen das gar nicht. Und behaupten nur das Gegenteil. Eben die typisch angelsächsische Form der Doppelmoral.

Solange die Welt mit den Konflikten beschäftigt ist, die die "USA" anrichtet, solange stört die Welt auch nicht bei der erfolgreichen Umsetzung der "Pax America". Das soll dasselbe werden wie die "Pax Romana" Roms vor 2000 Jahren. Sagen "führende Intellektuelle" in Washington (!). Nicht ich.

"Überall Frieden,weil Washington ihn befiehlt. "Amerika nimmt den Bösen die Waffen ab und befiehlt Ruhe".

Und die sind so unbedarft, diese Cowboys: die glauben das selber. Hoffen auf Wahrheit für ihre Hoffnung. Und außerdem haben sie nur Vorteile davon, von solchem Glauben:

-USA steht im Mittelpunkt des Weltinteresses, (wer mag das nicht),
-erschließt sich neue Märkte,
-muß nicht bei sich selbst kucken,
-sichert sich die Rohstoffe der Welt am Ende zu den eigenen Konditionen (glaubt das zumindest) usw.,
-und muß, ganz Kapitalist, am Ende "keine Angst mehr haben ums eigene Geld/
Vermögen" (was eine Unmöglichkeit ist).
-Habe ich aber starke und dumme Soldaten, kann ich mit denen am Ende sogar die Quadratur des Kreises versuchen. Darum müssen es auch starke und dumme Soldaten bleiben. Zivilisatorisch dumme Soldaten. PC sollen die schon bedienen können.
-usw.


Und diese "Ami-Eliten" wissen, was sie machen: Die beuten nicht erst seit gestern unsere Bestrebungen Frieden zu schaffen aus (welche damit der Ausdehnung der amerikanischen Hegemonie Einhalt gebieten, oder zumindest deren Wachstumstempo verlangsamen würden). Die beuten die aus: weil das deren Art ist, uns nett doppelgesichtig zu verkackeiern. Heißt: Sich selbst zu nützen.

Dann dürfen wir Aufbauhilfe leisten, Trinkwasser usw., Konflikte schlichten, schulen bauen, Polizisten ausbilden, traumatisierte Kinder "theraphieren", während sie flugs, schneller als wir reparieren können, den nächsten Konflikt anfangen. ("Nein, nicht um ÖL!")

Ziemlich regelmässig drucken unsere Tageszeitungen inzwischen Weltkarten ab, "wo die Amis inzwischen überall sitzen auf der Welt". Und gehen nicht weg. Im Gegenteil. Und natürlich bleiben sie aus "verkleideter" Schwäche da. Aber sag das einem Schwachen.

Der Kampf um den Terrorismus wäre also nur mit einer Anerkennung der Bedürfnisse der anderen Völker zu gewinnen: und das fängt bei der seelischen Not vieler Moslem-Väter und Söhne zum Beispiel an, die in Kindheit von den Vätern erlernte Religion, so wie sie ist, als gut und richtig behalten zu dürfen, "auch wenn GameBoy, TV, PC, BlueJeans usw. so sehr locken".

Der Kampf um den Terrorismus wäre also nur mit einer Anerkennung der Bedürfnisse der anderen Völker zu gewinnen, und das hieße nicht, sie zu bloßen Konsumenten amerikanischer Produkte zu machen, "nachdem man ihnen durch Haliburton und andere ihr Öl weggenommen hat", und sie statt als stolzes eigenständiges Volk in der Weltgemeinschaft zu begrüssen, "zu Untermenschen der falschen Primitiv-Religion macht, die sich erstmal an ihren Wurzeln ändern müsste."

Es gibt nur diesen einen Weg: Wir müssen Amerika wieder und wieder öffentlich sagen, was es falsch macht. Amerika ist nur der moralische Juniorpartner des Restes der Welt in all diesen Konflikten.

Den Konflikt, das man uns sagen wird, "gerade Ihr habt kein Recht so zu reden", den müssen wir aushalten. Eine aktiv-andere europäische Weltpolitik ist notwendig.

Und es bleibt "Jing&Jang": der grundsätzliche Unterschied beider Weltreligionen, die, fundamental gesehen, unvereinbar wie Feuer und Wasser sind, bleibt bestehen. Es gibt aber die Möglichkeit zur Koesistenz.

Die wird aber nur gelingen, wenn wir uns selbst zuerst zurücknehmen. Und Amerika zwingen, mitzugehen auf dem Weg. Von alleine werden die das nämlich nicht tun. "Kein Hegemon noch nie machte das".

Der wird seine Hegemonie ausdehnen, bis alles am Ende aus Kraftmangel und Dekadenz von alleine implodiert. (Absichtlich ohne "" gesetzt.) Und was bliebe auf dem Weg alles auf der Strecke?

Man denke zurück an die UDSSR-Hegemonie-Zeit - wieviele Völker wurden unterdrückt, zwangsumgesiedelt, zwangskollektiviert usw.. (angeblich im Namen einer "höheren Idee"). Spricht davon noch jemand? Nein: mit dem Ende des Reiches des Hegemones sind auch meist die Leiden der Unterdrückten, der untergegangenen Völker und Randgruppen vergessen.

(Und nur die Juden machen es richtig, indem sie als auserwähltes Volk handeln: die Erinnerung pflegen und pflegen! Und nie vergssen. Erinerung: Das ist das gesprochene, geschriebene Wort, von Generation zu Generation weitergegeben,unverlierbar. Unverlierbares Leiden.)

Und die US-Eliten welche zur Zeit handeln, die wissen das alles. Und lügen uns und ihrem eigenen Volk glatt ins Gesicht. Zyniker reinsten Wassers, angetrieben von der Doppelmoral ihrer eigenen Kultur. (angetrieben und saldiert! - also entschuldigt zugleich, thats it!)


Und lügen uns und ihrem eigenen Volk glatt ins Gesicht: zum Beispiel hinsichtlich das Folterns. Na klar foltern die Amerikaner. Und na klar denken/behaupten die, das ihre Art zu foltern, gut, richtig und notwendig ist/wäre (welch ein Schmarrn): das Foltern durch Amerikaner "geschieht ja auch nur an Leuten, die mit/durch ihre Taten ausserhalb der Genfer Konvention stehen, also keine regulären Truppen waren/sind". Welch ein Hohn! denn Folter ist nun mal Folter und sonst nichts. Und es ist die amerikanische Verfassung, es sind die allgemeinen und unteilbaren Menschenrechte in aller Welt, die Folter an jedermann verbieten. Und doch gibt es Guantanamo-Bay - wie auch die Moslems wissen.

Doppelmoral halt, die typische angelsächsische Doppelmoral. Denn die Folterei in Guantanamo, dem rechtsfreien Raum, nützt nur den amerikanischen Eliten, nicht dem Volk. Und schadet uns allen. Und das ist gut für sogenannte konservative Eliten, darum handeln die so: denn es erhält den äußeren Feind, erhält die Bedrohungs- u. Problemlage, welche "innere Kämpfe" wie z.B. um Mitbestimung am Arbeitsplatz o.ä. überdeckt (oder besser noch) ganz unmöglich macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
genau das trifft den nagel auf den kopf.... was ich erstaunlich finde, weil ich dachte das die leute hier nur das glauben was ihnen die "news" erzählen, was immer ziemlich einseitige darstellungen sind. :rolleyes:
 
Kann es sein dass der Terrorismus erst dann wieder abklingt, wenn die Generation, die auf beiden Seiten (!!!) darin verwickelt ist, das Rentenalter erreicht und ihr die Verantwortung für das politische, militärische und pseudo-"religiöse" Geschehen in der Welt entzogen wird?

Oder sind die nächsten Generationen dann soweit durch Indoktrination und Gehirnwäsche geschädigt, dass sie munter weitermachen damit?

:(
 
ich denk ma die jugendlichen hier werden eigentlich recht offen erzogen im umgang mit anderen kulturen, es gibt ja sogar schulklassen in denen mehr imigrantenkinder als sonst früher vor bspw. 20 jahren. und ob die generationen soweit getrieben werden das fort zu führen liegt ja in _euren_ eigenen_ händen.

wenn sie aber so erzogen werden das es nur so wie es jetz is, weitergehen kann, wird die menschheit sich schneller ausradieren als man "f*** you" sagen kann. :D
 
Ist ja mal wieder herrlich, wie hier das Problem des Terrorismus auf die USA verengt wird, als ob es Bali, Djerba und zuletzt Beslan nicht gegeben hätte. Oder auch keine Bürgerkriege innerhalb Indonesiens und der Phillipinen, die sich überhaupt nicht nach außen richten. Die Verengung der Betrachtungsweise auf die USA sogt zwar für einen willkommenen Sündenbock, trägt aber wenig zur Problemlösung bei.

Genauso wenig wie z.B. Aussagen, dass sich Christentum und Islam schon per Definition nicht verstehen können, wobei natürlich das säkulare Christentum mit islamischen Findamentalisten und damit Äpfel mit Birnen vergleichen werden. Man müßte säkulare Moslems mit sakularen Christen vergleichen, und auch die jeweiligen Radikalen beider Glaubensrichtungen, um zu vernünftigen Aussagen zu kommen.

Oder auch der "Öl-Durst" der USA: Heizen wir denn mit Wasser und fahren unsere Autos mit Luft? Auslöser der aktuellen Nachfrageverstärkung auf den Ölmärkten ist übrigens zu wesentlichen Anteilen China.

Zum neuen Volkssport des Terroristen-Verstehers gab es vor wenigen Tagen einen zugegeben etwas polemischen, aber imho nachdenkenswerten Artikel in Spiegel Online.

Natürlich müssen die Bestrebungen in die Richtung gehen, dem Terrorismus den Nährboden zu entziehen. Das hilft aber nicht mehr bei den bereits aktiven Terroristen. Und wenn es bedeutet, dass diese Leute, um sie am Weitermorden zu hindern, dauerhaft weggeschlossen oder auch im Kampf getötet werden, so ist mir das genauso recht wie bei jedem anderen Massenmörder auch, der sich kein religiöses oder weltanschaulisches Etikett auf seine Taten geklebt hat.

Ob der Kampf zu gewinnen ist, weiss ich nicht. Ihn nicht zu führen können wir uns allerdings überhaupt nicht erlauben, wenn uns unsere Freiheiten irgend etwas wert sind.

Viele Grüße, Tiguar
 
Tiguar schrieb:
Ist ja mal wieder herrlich, wie hier das Problem des Terrorismus auf die USA verengt wird,
Auch wenn es hier "verengt" wird, so entspricht dies mind. 95% der Verengung! ;)
 
also von scholl-latour halte ich nicht wirklich viel, der typ setzt sich in allen möglichen polit shows und brabbelt nuschelnderweise vor sich hin "alles verloren" "terror nicht zu besiegen" "nichts geht mehr"
mag gerne sein dass er experte ist, aber einfach aufzulisten was schief läuft hilft irgendwie dann doch nicht weiter.
hier wurden 3 wichtige sachen genannt
- der sich überproportional zu den vom westen geführten kriegen entwickelnde terrorismus
- das gefälle zwischen den industrienationen und den armen staaten
- christentum vs. islam

ich muss ehrlich sagen, dass wenn ich diese drei gründe gewichten sollte in %....dann fiele meine gewichtung wie folgt aus
-5%
-35%
-60%

das gefälle ist nun mal vorhanden, dummerweise sitzen in den obersten positionen menschen die auf ausbeutung programmiert sind und keine rücksicht auf verluste nehmen. das ist jedem klar. und ich glaube dort wird so schnell auch kein umdenken statt finden.

dafür könnte aber beim dritten punkt ein umdenken statt finden. nein nicht seitens des islam, denn wie wir ja bereits wissen ist der islam keinesfalls empfänglich für kritik. deshalb lautet mein vorschlag so, dass das christentum es mit seinen dogmen langsamer angehen läßt und seine verfic**** dreckigen finger aus den islamischen ländern rausnimmt weil es dort nichts zu suchen hat. und wenn das christentum schon mal dabei ist dann kann es sich auch ganz vom erdball verabschieden. wobei das zu sehr wunschtraum wäre. ich bin der ansicht dass man nur durch das fallen lassen der waffen signalisiert dass man kompromiss-bereit ist. ich glaube nicht, dass wenn der amerikaner seine truppen abzieht und stattdessen reine hilfsorganisationen im land bleiben, dass die anschläge sich dann auf diese richten würden. weiterhin bin ich der ansicht dass massive kapitalflüsse in solche staaten fliessen müssen, denn nur damit kann man etwas aufbauen und befrieden. und nicht mit militärischer präsenz. saddam hussein hätte nicht einmal auf toilette gehen können ohne von den amis beobachtet zu werden, der hatte scheissdreck an waffen und hatte sogar mit deren zerstörung begonnen. das war definitv der richtige weg. der jetzige ist mehr als falsch, er führt einfach in ein schwarzes loch. mehr nicht. und ich habe ehrlich gesagt auch absolut keine ahnung wie der ami da wieder heil rauskommt. dummerweise bringt er damit auch alle anderen westlichen länder durch seine infantilität in gefahr, denn als staatengemeinschaft kann man nicht einfach sagen "geht uns nix an, sieh zu wie du das hinbiegst" obwohl einigen staaten genau nach diesem verhalten die finger jucken.

also mein vorschlag: den islam islam sein lassen mit all seinen nachteilen und auf dieser grundlage durch hilfsorganisationen und kapitalzuflüssen versuchen aufzuzeigen dass diese beiden religionen auch ohne kampf auf dem erdball existieren können. ich glaube wenn das christentum dieses signal geben könnte, es würde um einiges besser aussehen.
woher das geld kommen soll? einfach den menschen dort mehr öl überlassen als im moment. und dafür nehmen im westen ein paar investoren ein paar kilos ab und ich bezahle von mir aus gerne auch ein paar cent mehr fürs benzin. da hab ich absolut kein problem mit, wenn ich dann den frieden gesichert weiss.
 
Am Terror ist die westliche Welt zT selbst schuld. Jetzt muß sie eben auch damit klarkommen.

Das kann zwar nicht erlauben, daß am laufenden Band Unschuldige getötet werden, denn zweimal Unrecht, gibt nicht Recht. Aber man sollte sich gelgentlich schon mal selbst hinterfragen.

Auf der anderen Seite stellt der Terrorismus eine ernst zu nehmende Gefahr, die man nicht achtlos beiseite schieben darf. - Nun, da es ihn gibt, muß er bekämpft werden.

Wie? Nun, dort, wo man mit milden Mitteln etwas erreichen kann, gibt es keinen Terrorismus, wie mir scheint. Diese Leute verstehen nur ein Sprache: Gewalt. NUr die erzeugt natürlich immer noch mehr Gewalt.

Ich denke, man kann es richtig machen (nur wie?) und man kann es falsch oder schlecht machen (so wie teilweise die USA und Rußland).

Ich denke auf diesem Gebiet gibt es wenig, was man mit Sicherheit vorhersagen kann, deshalb ist der Kampf schwer zu führen. Aber muß geführt werden.
 
Korrekt: Gewalt erzeugt noch grössere Gegengewalt. Ergo: wegen einem Anschlag zwei Kriege anzuzetteln, kann die Situation nicht verbessern.

Grundsätzlich bin ich der gleichen Meinung wie der Spiegel: Terrorismus kann man nicht bekämpfen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man Leute töten kann. Man kann sich einfach nicht dagegen wehren. Und die Ursachenbekämpfung ist eben auch unmöglich, wie ich finde.

Wenn man schaut, was die Schäden waren, die am 11. September verursacht wurden, sieht man meiner Meinung nach, wie man den Terrorismus entschärfen könnte: es wurden ein paar Häuser und ein paar Tausend Menschen zerstört. Durch die Angst/Panik die dadurch entstand, gab aber noch viiiel mehr Schaden, und das auch noch in der ganzen westlichen Welt. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass dieser Anschlag eine Wirtschaftskrise mit sich brachte und und noch jenste andere Probleme.

Darum sollte sich die Politik bemühen, dass das Volk eben keine Angst hat und sein Leben normal weiterführt. Klar, wer direkt von einem Anschlag betroffen ist, wird sein Leben nicht normal weiterführen können, aber die restlichen Leute auf der Welt könnten das.

Tiguar schrieb:
Ob der Kampf zu gewinnen ist, weiss ich nicht. Ihn nicht zu führen können wir uns allerdings überhaupt nicht erlauben, wenn uns unsere Freiheiten irgend etwas wert sind.
Da kann ich dir leider nicht zustimmen. Meine Erkenntnis ist nämlich, dass die Reaktionen (Kampf gegen Terrorismus) auf den 11.09 eben genau eine Einschränkung der Freiheit mit sich gebracht haben: Schweizer brauchen zum Beispiel neuerdings ein Visum, um in die USA einreisen zu dürfen. Dazu kommen noch die extrem verschärften Kontrollen überall. Schaut euch mal diese Geschichte an, genau sowas macht mir Angst. Ich würde wegen solchen Dingen niemals in die USA reisen. Somit wurde meine Freiheit nur durch die Reaktionen auf die Anschläge deutlich stärker eingeschränkt, als durch die Anschläge selbst.

Tiguar schrieb:
Oder auch der "Öl-Durst" der USA: Heizen wir denn mit Wasser und fahren unsere Autos mit Luft?
Du hast Recht: die USA müssen tatsächlich Sündenbock spielen. Aber es kommt eben nicht von ungefähr: zwei Zahlen die ich grad kenne: die Amis verbrauchen pro Kopf doppelt so viel Strom und Wasser wie ein Deutscher...

Blutrichter schrieb:
Aber (der Kampf gegen den Terrorismus) muß geführt werden.
Nur warum? Weil die Leute Vergeltung wollen. Und weil der Westen nicht als Warmduscher dastehen will. Aber wenn man sich die Ergebnisse dieser Kriege anschaut, sollte doch wirklich klar sein, dass es allen besser gehen würde, wenn man einfach sein Leben leben würde... Die Menschenrechtsverletzungen, die die USA im Irak und Guantanamo begehen, sind kein Bisschen besser als das, was die Terroristen machen. Und solche Aktionen schränken den Terrorismus sicher nicht ein, sondern heizen ihn höchstens noch an (Spirale der Gewalt), darum: einfach cool bleiben. Schröder und Chirak haben sich ja glücklicherweise so verhalten. Jetzt fehlt nur noch diese Überzeugung in der grossen Allgemeinheit und vor Allem bei den Amis.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwie komme ich mit Deinem post nicht klar.

Den 11.09. sollte die politische Führung der USA einfach so hinnehmen?

Die Amis sollten nach dem Attentat keine verstärkten Kontrollen in ihrem Land vornehmen?

FH16 schrieb:
... Klar, wer direkt von einem Anschlag betroffen ist, wird sein Leben nicht normal weiterführen können, aber die restlichen Leute auf der Welt könnten das...
Wenn Du das konntest, bist Du IMHO entweder ziemlich abgebrüht oder aber total abgestumpft.
Vielleicht habe ich auch einfach zuviel Fantasie, um mir ausmalen zu können, daß das auch hier passieren könnte. Ein kleines Bsp. dafür ist Madrid.

FH16 schrieb:
... Die Menschenrechtsverletzungen, die die USA im Irak und Guantanamo begehen, sind kein Bisschen besser als das, was die Terroristen machen.
Ich will nicht schreiben, daß die Amerikaner keine Menschenrechtsverletzungen auf Kuba begehen, aber dieser Vergleich hinkt gewaltig.
Warum? Da geh mal tief in Dich und ich krieg wirklich einen dicken Hals, wenn ich soetwas lesen muß.

Was mich an Deinen gesamten post besonders erschreckt, ist Deine eigentliche Kernaussage, daß man auf Terror nicht mit Gewalt reagieren sollte.

Ich versuche mal diesen Faden zu spinnen:

Jegliche Terroranschläge hinnehmen, um keine Gegengewalt zu provozieren.
Nicht versuchen, durch verschärfte Kontrollen das eigene Volk zu verunsichern, sondern einfach so weitermachen.
Eine diplomatische Lösung durch Leben und Leben lassen zu erwirken.

Kennst Du eigentlich das Ziel der fundamentalistischen Lehre des Islams?

Tot allen Ungläubigen.

Als kleine Ergänzung:

Den fundamentalistischen Gottesgläubigen ist in nichtgläubigen Staaten (so auch in D oder CH) seitens ihrer religiösen Führung alles erlaubt, wenn es der Sache dient:

Den Islam zur Weltreligion zu machen.


Gruß

olly3052
 
Ja, wohl war, man kann nicht einfach alles hinnehmen. Das wäre die Taktik von Gandhi. Er besiegte damit die Briten, er besiegte das komplexe Kastensystem in Indien, er besiegte machthungrige indische Politiker. Nur den Fundamentalismus, den besiegte er nicht - er wurde von einem fanatischen Hindu erschossen.

Während der Kreuzzüge, als den Rittern unter der Hand jegliches Vorgehen bewilligt wurde, wehrten sich die Ungläubigen. Mit Waffengewalt, denn sonst wären sie alle abgeschlachtet worden.

Blüht uns jetzt das gleiche? Ich denke, wir sollten uns wehren, aber nur passiv. D. h., nicht einfach ein Land auf die schwarze Liste setzen und "befreien". Wir müssen die Geldströme des Terrorismus unterbinden, ohne Rücksicht auf irgendwelche profitablen Geschäfte. Wir müssen Waffenlieferung und -produktion strengstens kontrollieren.
Aber das wichtigste ist: den Staaten dort jegliche Unterstützung zukommen zu lassen, demokratisch zu werden. Damit meine ich aber nicht, Bomben auf die Hauptstadt niedergehen zu lassen.
Sondern Entwicklungshilfe unter strengen Auflagen gewähren, Ländern mit einem menschenverachtenden Regime diese vollständig versagen.
Die Völker müssen eine Eigendynamik zur Demokratie entwickeln, und wir haben die Aufgabe, sie dabei sehr sanft zu unterstützen. Schließlich soll ja keiner in den Extremismus abgleiten.
Aber, und da wiederhole ich mich, keine Hurra-Demokratie, Land befreien und demokratisieren bringt nichts. Oder bei der Entwicklungshilfe die örtlichen religiösen und ethnischen Gegebenheiten missachten. Das ist leider viel zu oft passiert.

Gruß
Morgoth
 
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