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Thin client über Rasberry realisieren?

Grillwetter

Lieutenant
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Juli 2012
Beiträge
814
Hallo,

ich hab im Arbeitszimmer meinen Hauptrechner stehen (Win7 Pro).

Jetzt hät ich gerne noch eine zweite Arbeitsstation, möchte aber nicht gleich einen weiteren PC kaufen, sondern lieber die Ressourcen des Hauptrechners nutzen.

Stelle mir einen Monitor vor, an dessen Rückseite der Rasberry befestigt wird.
Per Remote über WLAN wird auf den Hauptrechner zugegriffen, und dort laufen auch die Anwendungen.

Frage:

So viel Rechenpower braucht der Raspberry doch dann nicht, oder? Können dann alle Spiele, Viedeos etc problemlos auf dem Monitor dargestellt werden?

Welche Anforderungen werden an das Wlan gestellt?

Was wird benötigt, um zeitgleich an beiden Rechnern zu arbeiten, ohne daß sich die beiden Nutzer gegenseitig behindern?

Mille gratie!
 
Das Problem ist nicht der RPi, sondern in aller Regel das Netzwerk. So schnell wie möglich, so Latenzfrei wie möglich.
Und der RPi selber kann schon Videos abspielen. Mehr als ein 300Mbit/s 802.11n WLAN ist mit dem USB2 vom RPie aber sowieso nicht drin. Und USB wird noch weitere Verzögerungen einbauen.
Spiele werden immer, immer eine Verzögerung haben. Ob dich das stört und wie stark musst du selber entscheiden.
 
Wir haben im Büro 6 Schulungsrechner mit dem Raspberry realisiert.
Wie du sagst, an die Rückseite der Bildschirme den Rapsy mit Doppelseitigem Klebeband festgemacht.
Der greift dann mit einem USB WLAN Stick auf unser 0815 WLAN zu.
Auf den Raspys läuft ein Raspbian und Remmina wird auf VMs auf dem server zugegriffen wo dann alles tatt findet.

Hilft dir das weiter?
 
So viel Rechenpower braucht der Raspberry doch dann nicht, oder? Können dann alle Spiele, Viedeos etc problemlos auf dem Monitor dargestellt werden?
Spiele gehen mit Sicherheit nicht... alles andere wie Office oder Surfen schon. Allerdings könnte der Pi da auch an seine Grenzen stoßen das selbst das keinen Spaß macht.

Was wird benötigt, um zeitgleich an beiden Rechnern zu arbeiten, ohne daß sich die beiden Nutzer gegenseitig behindern?
Ein Terminalserver.
http://www.andysblog.de/windows-ter...u-inkl-remoteapp-mit-windows-xp-und-windows-7
 
Ja, das hilft weiter!

Benzer schrieb:
Spiele gehen mit Sicherheit nicht... alles andere wie Office oder Surfen schon. Allerdings könnte der Pi da auch an seine Grenzen stoßen das selbst das keinen Spaß macht.

Wieso nicht? Denke, das die Anwendungen auf dem entfernten Rechner laufen, und nur Bild + Peripherie übertragen wird?

Wenn also auf dem Hauptrechner ein anspruchsvolles mkv-Viedo läuft, kann man das auf dem RPi gut sehen?

Gibs eine Möglichkeit die WLan Bandbreite am RPi zu vergrößern?
 
Kein RDP braucht annähernd 150/300 MBit (WLAN) oder 30MB/s (USB 2.0).
USB Latenzen? :rolleyes:

Thinclients haben meistens 10/100er LAN Karten.

Der Knackpunkt bei Videos ist die unterirdische CPU (Softwarerendering), lokal macht das der Hardwaredecoder.
Das ginge nur mit MultimediaRedirection (RemoteFX), bei der die GPU "durchgereicht" wird.

Spiele zu streamen ist wieder eine andere Herausforderung.

Sprich für alles AUßER Spiele dürfte das gehen.

Ist der Hauptrechner jetzt schon immer an?? Nur dafür würde ich den nicht an lassen.
Dann lieber nen günstigen vollwerigen Mini PC ergattern.

Mit normalem Windows 7 darfst Du grundsätzlich nicht zeitgleich arbeiten (2 parallele Useranmeldungen), dazu bräuchtest Du offiziell einen Terminalserver mit entsprechender Lizenzanzahl.
Bei 2Usern benötigst Du 3 Lizenzen.
Eine Umgehung wie vom Benzel hatte ich mit Absicht nicht gepostet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kein RDP braucht annähernd 150/300 MBit (WLAN) oder 30MB/s (USB 2.0).
USB Latenzen?

Jede Millisekunde zählt. Bei Desktop (Office) und Video kann man das kaschieren, aber bei Spielen aber eben nicht. Bei Office/Video braucht man auch viel weniger Bandbreite, aber wiederum: bei Spielen geht das nicht weil man Kompression vs. Latenz zugunsten der Latenz optimieren muss, was bei Office und Video eben egal ist.

Kann RDP überhaupt Spiele vernünftig streamen? Habe es damit noch nie hinbekommen. Steam kann es vielleicht. Aber ich merke hier bei Splashtop (rein gemacht um Spiele zu übertragen) sehr deutlich ob ich per LAN oder WLAN angebunden bin. Und ja, der USB Stack arbeitet nicht umsonst, der braucht auch Zeit.
 
Abgesehen von Spielen:
Ich kann Videos per RDP8 über WAN (4Mbit) flüssig schauen.
Es handelt sich um sequentielles, komprimiertes Bildmaterial.

USB2.0 (480MBit) - das immerhin WLAN ac mit 433MBit versorgt und
jede USB2 Festplatte 30MB/S schafft an Nettodaten ... das ist mehr als ausreichend!

Ein modernes und stabiles WLAN wird auch keine Hürde sein.

Grundsätzlich muss die CPU das schaufeln können.

FPS Spiele gehen nicht zufriedenstellend per RDP und schon garnicht mit dem pi !
Das scheitert aber schon z.B. an der OpenGL Version, das dann schön einen schwazen Bildschirm überträgt. Da bedarf es einer besseren Software und Hardware seitens dem Empfängers.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mag den PI, die Idee, das Konzept. Dennoch möchte ich nicht länger als 10 Minuten an dem Ding aktiv arbeiten (im Sinne von 3+ aktive Programme, Multitasking, etc). Dazu ist er auch nicht wirklich gedacht - mit oder ohne RDP.

Für Office via RDP mag es noch reichen, aber darüberhinaus spart man in meinen Augen am falschen Ende. Bei ebay bekommt man bereits für unter 100€ gute Office-Desktops und ab ca. 200€ Laptops als Leasingrückläufer. Selbst der kleinste i3 oder gar Celeron spielt in einer ganz anderen Liga als der PI.
(zB http://www.ebay.de/itm/HP-Compaq-80...0-GHz-4-GB-RAM-250-GB-HDD-Win-7-/351409991555)
 
Je nachdem welches Remote Protokoll verwendet wird wird das mit Spielen nichts.
Zumindest für das Microsoft RDP.

Möglicherweise über eins der unzähligen VNC Tools oder Teamviewer via LAN.

Ansonsten sollte das denke ich für Office dinge ausreichen.
 
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