ThinkPad L13 Überhitzt/Throttlet massiv

faraday

Lt. Junior Grade
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Liebe Community,
auf meinem Ubuntu Betriebssystem überhitzt mein ThinkPad L13 unter Volllast derart, dass er herunterfahren muss. Die Logs zeigen eindeutig, dass die CPU überhitzt. Ähnlich verhält es sich unter Windows. Ein Stresstest (Prime95 + IntelBurnTest) hat ergeben: Die Temperatur wird zwar konstant bei 80°C gehalten, die Frequenz throttlet aber massiv auf 1.2 GHz/Kern. Eingebaut ist ein i5-10210U, dessen Standardtakt bereits bei 1.6 GHz liegen sollte.

Da ich das Gerät vor kurzem in die Reparatur gegeben habe und dabei das Mainboard ausgetauscht wurde, habe ich den starken Verdacht, dass irgendwie mit dem Kühlkörper oder sowas gepfuscht wurde.

Unabhängig davon versteh ich nicht, warum Ubuntu die CPU nicht zu drosseln scheint, um eine konstante Temperatur sicherzustellen.

Vielen Dank für eure Hilfe und beste Grüße
faraday
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Thematik ist nicht neu, schon die älteren E/Lxxxs Modelle hatten thermische Probleme. Sofort zurückgeben und vor dem Kauf Reviews lesen, das hätte mich vor einem Jahr vom Kauf eines E590s abgehalten.
 
Joa dann entweder ab zurück damit, oder mal eben den Bodendeckel abschrauben und gucken ob vielleicht die Wärmeleitpaste vergessen/schlecht aufgetragen wurde.Lüfter läuft? Ist ja alles schön zugänglich und wenn man mitm Schraubendreher umgehen kann auch kein Problem denke ich.

 
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass das Problem vor der Reparatur nicht bestand.
 
Wurde unter Linux auch irgend ein Stresstool verwendet? Wie sehen die Temperaturen unter realen Anwendungen aus? In welchen Situationen tritt das Notebook aus?
 
Coca_Cola schrieb:
Wurde unter Linux auch irgend ein Stresstool verwendet? Wie sehen die Temperaturen unter realen Anwendungen aus? In welchen Situationen tritt das Notebook aus?

Jap, ich hab das Tool stress verwendet. Meistens, wenn der Strom angeschlossen ist. Reale Anwendung: Mehrkernige Berechnung mit einem Python-Programm. Das hat vorher allerdings keine Probleme bereitet.
Ergänzung ()

OldLight schrieb:
https://www.notebookcheck.com/Lenov...nvertible-mit-guter-Ausstattung.456642.0.html

Wie verhält sich das Gerät denn unter Windows? Es scheint als hätte deine Linux Version ggf. ein Problem mit dem Notebook.

Danke für den Link. Dort steht
Dennoch arbeitet der Intel Core i5-10210U weiterhin über dem Basistakt von 1,6 GHz.

das ist hier nichtmal unter Windows gegeben.
 
Die mussten für den Tausch den Kühlkörper abmachen und waren zu bequem danach die Wärmeleitpaste zu prüfen. Evtl haben sie auch den Kühlkörper mit verkrusteter Paste da einfach wieder drauf gepackt (hab ich schon öfter gesehen).
"Reparatur" verpfuscht, zurück in den Laden damit.
 
Viper1982 schrieb:
...oder mal eben den Bodendeckel abschrauben und gucken ob vielleicht die Wärmeleitpaste vergessen/schlecht aufgetragen wurde. Lüfter läuft? Ist ja alles schön zugänglich und wenn man mitm Schraubendreher umgehen kann auch kein Problem denke ich.

Vielen Dank. Ich weiß nicht, wie es sich mit der Garantie verhält, wenn ich da jetzt eigenständig dran rumschraube. Kann sein, dass ich das Gerät dann u.U. auch nicht mehr zurückgeben kann. Aber ja, der Lüfter läuft.
 
Ich würde auf irgendwelche Stresstests nicht so viel geben, nicht das du am Ende ein künstlichen Problem hinterher rennst.
 
Coca_Cola schrieb:
Ich würde auf irgendwelche Stresstests nicht so viel geben, nicht das du am Ende ein künstlichen Problem hinterher rennst.

Das Gerät fällt bereits unter einfachen Anwendungen wie Zoom-Konferenzen aus. Das kann ich mir jobbedingt leider nicht leisten. Sorry, das hatte ich vergessen zu erwähnen.
 
Ich würde dann gar nicht viel am Gerät herumpfuschen (so wie andere Schreiben) und wieder zur Reparatur bzw beim Händler/Hersteller melden.
 
Ich schließe mich an: Reparatur verpfuscht. Zurückgeben und auf keinen Fall selbst aufmachen.

Wenn es möglich ist einen anderen Reparaturservice nutzen: servion.de, zumindest wird der im thinkpad-forum normalerweise empfohlen.
 
Mir wurden zwei Garantiefirmen vor Ort empfohlen. Ich melde mich mal bei der anderen und werde das Problem schildern. Danke.

Wenn es etwas Neues gibt, melde ich mich wieder hier.
 
Ich werde aus deinem Eingangspost nicht schlau. Du schreibst einmal, daß das Gerät wegen Überhitzung "herunterfährt" und im gleichen Atemzug geht es um throtteling. Über was reden wir nun?
Überhitzung und als Folge Abschaltung wäre ein Fall für den Service, da würde ich mich gar nicht länger mit herumärgern. Falls das Gerät "nur" runtertaktet, dann sollten aber wenigstens Dinge wie Zoom möglich sein. Aber auch hier schreibst Du: "Das Gerät fällt aus" und es geht schon nicht mehr um konstante 80 Grad der CPU (was übrigens im Rahmen wäre). Das L13 hat wie viele der letzten Ultrabooks (nicht nur von Lenovo) je nach Konfiguration leichte Probleme mit throtteling. Auch gibt es das "witzige" Verhalten, daß sich das Gerät im Akkubetrieb als leistungsfähiger wie bei Neztbetrieb zeigt. Da hat Lenovo auch etwas verbockt.
Wie auch immer, da Du die Probleme VOR der Reperatur nicht hattest und sie nun da sind, ist der nächste Schritt doch klar. Erneut den Kundensupport kontaktieren ... .
 
flipp schrieb:
Ich werde aus deinem Eingangspost nicht schlau. Du schreibst einmal, daß das Gerät wegen Überhitzung "herunterfährt" und im gleichen Atemzug geht es um throtteling. Über was reden wir nun?

Ich habe geschrieben, dass das Gerät unter Ubuntu herunterfährt und unter Windows throttelt.

Primär benutze ich Ubuntu, da ich aufgrund von Programmierung darauf angewiesen bin.
 
faraday schrieb:
Ein Stresstest (Prime95 + IntelBurnTest
Warum macht man so etwas bei einem Laptop??? Du nutzt ein flaches Buisnes Gerät, selbst die Dicken Workstation brechen beim IntelBurnTest extrem ein. Ich konnte mit keinem Programm der Welt ansatzweise so viel Hitze erzeugen wie mit dem IntelBurnTest. Hier hatte ich nach Sekunden schon 90 °C gesehen, 100 % CPU Last mit anderen Programmen war aber mal min. 20 °C kühler...
 
SpamBot schrieb:
Warum macht man so etwas bei einem Laptop??? ...

Spielt das für die Problemfindung eine Rolle? Ich glaube, Coca_Cola hat das schon sehr gut zusammengefasst:
Coca_Cola schrieb:
Ich würde auf irgendwelche Stresstests nicht so viel geben, nicht das du am Ende ein künstlichen Problem hinterher rennst.

Trotzdem besteht das Problem auch in praktischer Anwendung. Außerdem:
faraday schrieb:
Danke für den Link. Dort steht

"Dennoch arbeitet der Intel Core i5-10210U weiterhin über dem Basistakt von 1,6 GHz."

das ist hier nichtmal unter Windows gegeben.
 
Ah, das habe ich dann mißverstanden, alles klar. Ich kenne das Gerät mit i3 und i5 unter Linux Mint 19.3, ein Abschalten erfolgt dort nicht (auch nicht unter Last) und ist mit Sicherheit nicht normal. Das Lüfterverhalten ist nicht so gut zu beinflussen wie unter Windows, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Du könntest versuchen im Bios alle Werte für Akku- und AC-Betrieb auf Balanced/Battery Optimized zu stellen und Maximum Performance zu vermeiden, aber wie oben schon erwähnt, ich denke Du hast ein grundsätzliches Problem.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
flipp schrieb:
Ich kenne das Gerät mit i3 und i5 unter Linux Mint 19.3, ein Abschalten erfolgt dort nicht (auch nicht unter Last) und ist mit Sicherheit nicht normal.

Das ist schonmal gut zu wissen. Das ist ein starkes Indiz dafür, dass tatsächlich die Reparatur verpfuscht wurde, und nicht das Betriebssystem der Übeltäter ist.

flipp schrieb:
Du könntest versuchen im Bios alle Werte für Akku- und AC-Betrieb auf balanced zu stellen und performance zu vermeiden, aber wie oben schon erwähnt, ich denke Du hast ein grundsätzliches Problem.

Das war tatsächlich das erste, das ich versucht habe.
 
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