MoinMoin,
Randy89 schrieb:
Vielleicht weil in einer kleinen Firma die Arbeitspcs möglicherweise auch gleichzeitig die einzigen PCs sind und mit diesen dann auch evtl. im Internet gesurft wird und wenn dies der Fall ist, der zuständige Antivirenscanner auch ständigen Internetzugriff für die Updates benötigt?
Selbst wenn über die PC's auch auf das Internet zugegriffen wird: Die Updates können zentral verteilt werden. Die Zugriffe nach außen können über einen Proxy laufen, damit eine weitere Barriere vor den PC's existiert. Also, was war nochmal Dein Punkt?
Aber genau hier liegt schon der nächste Schwachpunkt. Die Bequemlichkeit von überall auf die Daten Zugriff zu haben erkauft man sich mit einem riesigen, potenziellen Sicherheitsloch. Dagegen, wenn die Daten in Papierform verschlossen in entsprechende Safes (auch außerhalb der Firma) gelagert werden, müssen potenzielle Datendiebe auch erstmal physisch in der Nähe auftauchen. Ich denke mal, dass es dabei auch eine wesentlich höhere Hemmschwelle geben wird als wenn die Möglichkeit bestehen würde, durch die Technik die Daten während des Bearbeitens abzugreifen, bevor sie wieder sicher verschlüßelt werden.
Papier hat eine denkbar schlechte Zugriffszeit und das Durchsuchen von Texten in Papierform hat auch so seine Tücken. Daher muss es immer eine Kombination aus verschlüsselter Speicherung und Übertragung der Daten geben. Lücken können dabei noch genügend auftreten, aber die größten Löcher sind erst mal zu.
Sicherheit ist i.d.R. unbequem und wird von vielen als störend empfunden. Das ist so und sollte bei der Implentierung von Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden: Irgendwer wird schon einen bequemeren Weg finden, um an seine Daten zu kommen.
Klingt nicht so toll, wenn das stimmt. Aber einfach irgendwelche Software anzupreisen und dem Threadersteller in den Glauben zu lassen, dass die Daten dann auch wirklich "sicher" sind, kommt finde ich auch nicht gut an.
Auf welchem Ponyhof lebst Du eigentlich? Du könntest auch auf die Idee kommen, dass hier Leute posten, die sich beruflich mit dem Thema beschäftigen (müssen). Es wurde zumindest von meiner Seite nicht "irgendwelche" Software angepriesen, sondern durchaus "geschäftstaugliche" Produkte.
Eigentlich müsste man konkreter Nachfragen, was es für Daten gibt, die geschützt werden müssen, wie groß sie sind und wie häufig man auf diese zugreifen muss, ich bin mir aber dabei bewusst, dass man sich bei solchen Fragen auf sehr dünnem Eis bewegt.
Welche Rolle spielen diese Fragen? (Antwort: so gut wie keine)
Wichtige Fragen: Wie regel ich meine Zugriffe (wer darf wann auf was zugreifen), muss ich die Zugriffe/Schutzverletzungen protokollieren, wie kann ich Daten wiederherstellen, welcher Aufwand ist für den Endanwender vertretbar, wie kann ich meine Clients zentral betanken/mit Updates/Regeln versorgen, Updatefrequenz etc.
U.a. dafür gibt es dann einen gemeinsamen Workshop zur Definition der Anforderungen und im Anschluss eine Konzeptausarbeitung.
Sind es Firmengeheimnisse, evtl. revolutionäre Patente, dann würde ich sie schonmal nicht auf irgendeinem elektronischen Gerät verewigen.
Na klar, die Entwicklungsabteilung druckt abends die Ergebnisse der Arbeit aus und packt alles in einen Safe. Am nächsten Morgen wird dann der Haufen via OCR und Vektorisierung wieder digitalisiert...
Natürlich werden diese Daten redundant auf div. Servern gespeichert - allerdings i.d.R. mit einem entsprechenden Zugriffsschutz.
Handelt es sich eher um solche Sachen wie Rechnungen, dann würde es meiner Meinung nach ausreichen, wenn man sich an die
[Anleitung] Windows Rechner sicher einrichten und wichtige Verhaltensregeln hält. Grade bezogen auf allgemeine Verhaltensregeln und optionale Programme/Erweiterungen, die zumindest den Browser besser vor Drive-by-Attacken schützen.
Ähm, wir reden aber schon noch von Arbeitsplatzrechnern und nicht den heimischen PC's, oder?
Je nach Anforderung muss ich damit rechnen, dass ein alter Browser in Verwendung ist (weil mal Anno dazumals exakt dafür eine Anwendung gestrickt wurde). Teilweise können nicht immer gleich aktuelle Windows-/sonstwelche Updates eingespielt werden, da erst eine Testphase durchlaufen werden muss oder weil meine Applikationen damit evtl. nicht laufen. Oder ich muss z.B. regelmäßig in fremde Netze bringen, damit ich meine Arbeiten erledigen kann...
Anwendungen, die wirklich nur unter einem Administratoraccount funktionieren, sind zwar schlecht programmiert, aber auch noch in freier Wildbahn anzutreffen. Achso, dabei handelt es sich noch um ein XP-Programm, dass nicht unter Vista/Win7/Win8 läuft.
Und die erwähnten 3000.- bis 5000.- EUR sind nicht mal viel. Soviel sei Dir versichert: Da reden wir nicht mal von soetwas wie ACLs/Zugriffsberechtigungen (AD-Gruppen o.ä.).
Ich gebe Dir recht: Sicherheit ist auch ein organisatorisches Thema und nicht nur ein technisches. Wer die Kompetenz nicht in der eigenen Firma hat, sollte sie extern einkaufen. Dafür gibt es genügend (un-)fähige Anbieter. Sicherheit hat viele Aspekte und der AV-Client ist nur ein Teil davon.
Nur sollte man nicht glauben, dass die Rezepte für zu Hause auch in Firmen gelten. Oder dass hier nur die picklige Jugend mitliest und schreibt...
Cu,
Chris