Tipps zur Pflege von LiIon Akkus

PogoMips

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Hi,

ich habe seit dem Wochenende ein neues Asus Zenbook, und bereits ab Werk besitzt der Akku nur 47Wh anstelle von den versprochenen 50Wh. Deshalb durchforste ich gerade das Netz um die Lebenszeit meines Akkus soweit wie möglich zu erhalten. Allerdings stoße ich auf viele, sich widersprechende Angaben:

- Möglichst am Netzteil lassen und selten ganz entladen [1]
- Notebooks nicht ständig mit Netzstrom zu betreiben. Damit der Lithium-Ionen-Akku möglichst lange eine sehr gute Leistung erbringt, müssen sich die Elektronen in der Batterie hin und wieder bewegen. Bei permanentem Netzbetrieb tun sie das nicht [2]

- Kleinere Aufladungen sind häufig am besten [3]
- Man sollte den Akku also aufladen, die Stromversorgung abstöpseln und mit dem Notebook arbeiten, bis der Akku nahezu, aber nicht vollständig entleert ist [4]

Ich arbeite mit meinem Notebook fast täglich an Orten, wo eigentlich immer eine Steckdose in Reichweite ist. Was haltet ihr für die beste Strategie?

[1] http://www.giga.de/extra/akku/tipps/lithium-ionen-akku-richtig-laden-4-tipps-fur-lange-lebensdauer/
[2] http://www.gravis.de/blog/lang-lebe-mein-akku/
[3] http://www.tomshardware.de/Li-Ionen-Akkus,testberichte-239772-5.html
[4] http://www.pc-magazin.de/ratgeber/praxis-die-richtige-akku-pflege-86753.html
 
Also was ich so gehört habe ist dauerhafter netzbetrieb nicht gut für den Akku. Die Entladung/Ladung sollte sich immer zwischen 30 und 70% bewegen, das hab ich mal in einem Artikel gelesen die Quelle weiß ich leider nicht mehr
 
Für LiIon Akkus sind drei Dinge schädlich/Stress:
- Ganz voll geladen
- Ganz leer
- Hitze

Daraus folgt, dass im Idealfall der Akku nie über 90% geladen und nie unter 10% entladen werden sollte. In der Praxis ist das aber so gut wie nie machbar, da man den wenigsten Notebooks (bzw deren Batteriemanagementsystemen) mitgeben kann den Akku nicht voll zu machen.
Wenn du es dir antun willst trenne das Netzkabel bei 90% Akku und stecke es bei 10 oder 20% wieder an.

http://batteryuniversity.com/learn/article/how_to_prolong_lithium_based_batteries
Zelle immer zwischen 0 und 100% betreiben: 300-500 Zyklen
Zelle zwischen 30 und 80% halten: 1200 - 1500 Zyklen.
 
Eigentlich stimmt das alles so, was du aufgezählt hast. Der Akku fühlt sich am wohlsten wenn er weder ganz voll noch ganz leer ist, das sollte die Ladeelektronik moderner Akkus aber selbstständig übernehmen. (Die 100%, die dir angezeigt werden, sind dann in Wirklichkeit nur 80-90% der maximalen Ladung, bei 0% genauso)
Das heißt dann: Du lädst den Akku, bis an das OS gemeldet wird, dass er voll ist, dann stöpselst du ab und arbeitest damit, bis das OS dir sagt, der Akku sei gleich leer. Natürlich darfst du den Akku auch bei 50% Ladung wieder ans Netz anschließen, wenn dir das dann besser passt. Nur eben nicht dauerhaft an der Steckdose, dann kann der Akku schneller Leistung verlieren, als du es wir wünschen würdest.
 
Den besten Rat den ich dir geben kann ist, nutze dein Notebook so wie du es möchtest und lass dich nicht von der Akkumulator-Chemie diktieren. Wenn du alle möglichen Tips beachtest ist dein Akku vielleicht nach 6 Jahren hinnüber und nicht schon nach 5, aber ist es das wirklich wert? Nutze deine neues Laptop so wie du es möchtest und finde dich damit ab das jeder Gegenstand seinen Verschleiß hat.
 
Der Akku ist ein Verbauchsmaterial. Sollte der vor dem Notebook ansich schlappmachen einfach austauschen, wenns ein fest verbauter ist, dann ist das Gerät eh nicht für eine Nutzung über 3-5 Jahren ausgelegt.

Li-Ion akkus verlieren auch Gesamtkapazität ohne genutzt zu werden.

Idealerweise lädst du den Akku bei jeder Gelegenheit auf und lässt ihn nicht zu heiß werden, also nicht lange auf eine Decke/Sofa/Bett stellen.
Besonders beim Laden nicht.

Ideal sind irgendwie 6° und 10-20% Ladestand beim Lagern. Aber du möchtest das dingen ja nutzen.
 
Masamune2 schrieb:
Daraus folgt, dass im Idealfall der Akku nie über 90% geladen und nie unter 10% entladen werden sollte.

Falsch, die Ladeelektronik überwacht die Spannung der Baterie permanent. Es ist nicht möglich den Akku zu Tiefentladen, oder ihm zu viel Saft zu geben.
 
Nix falsch. Es geht hier nicht um Tiefentladen sondern darum, dass der Akku wenn man ihn bei 10% länger irgendwo hinlegt (oder halt nicht nutzt) er schneller altert.

Ein Tiefentladen und damit die Dendriten Bildung in der Zelle verhindert die Elektronik.
 
Ich sehe schon, das hat viel Diskussionsbedarf angeregt :D

Da ich ja wie schon erwähnt meistens in der Nähe einer Steckdose bin, wäre es mir ja möglich die Ladung zwischen 30% und 90% zu halten. Wenn das nicht immer möglich ist, muss es halt auch mal anders gehn.

Was mir nur wichtig ist, ist zu wissen, dass ich das Notebook nicht ständig im Netzbetrieb betreiben sollte. Ob ich dann bei 30% auflade oder mal bei 10% ist halt abhängig von der Situation. Aber wenigstens hab ich jetzt mal einen guten Richtwert.
 
Was dir aber auch klar sein sollte ist, dass du die Lebensdauer des Akkus damit nicht verdoppelst. Wie Schnack schon gesagt hat ist es sinnvoller das Ding einfach zu benutzen und im Zweifel den Akku nach fünf Jahren zu ersetzen.
 
Das stimmt schon, aber es spricht ja nichts dagegen auf den Ladezyklus zu achten, wenn sowieso ne Steckdose da ist ;)
Und wenn man den Akku dann mal wirklich unterwegs braucht, hält er hoffentlich etwas länger.
 
Ich hab seit über 30 Monaten ein ASUS Zenbook UX32VD. Der Chip für den Akku passt eigentlich auf, dass der Akku nie vollständig geladen ist. Meine Ladung ging immer über 90% bis 94/5/6%. Und Windows fährt den PC vorher herunter, bevor dieser komplett entladen ist.

Wenn der Akku fest verbaut ist, was möchtest du machen?!?! Willst du wirklich täglich aufpassen, dass der Akku mal nicht schlecht geladen wird etc.? Dann viel viel viel Spaß, dann ist so ein UB absolut nichts für dich.

Ich hab auch ein wenig aufgepasst, da mein Akku oft vollständig geladen war und durch eine SSD usw. ein neustart in wenigen Sekunden passiert. Hab ich diesen in der Regel ausgemacht. Somit war dieser vollständig geladen und ich war an der Steckdose.

Aber was willst du machen, wenn ASUS leider schlechte Akkus verbaut? Vor 2 Wochen hab ich wieder mein Netzteil angeschlossen und die Lampe blinke: Grün & Orange. Akku im Arsch, bzw. der Chip. Jetzt darf ich mir ein Akku für 112€ kaufen.

Deswegen mein Fazit: Für den Akku der Tot ist, wenn dieser komplett entladen wird, was bei den modernen Akkus eigentlich nicht mehr passiert. Außer du startest diesen 10 mal neu, obwohl dieser eigentlich leer ist. Wenn der Akku vollständig geladen ist, sollte man diesen nicht immer von der Steckdose trennen, da der Akku beim initialisieren (also der Chip), den Akku wahrscheinlich ein wenig lädt und ein Überladen auch wieder schnell zum Tot führen kann. Wie du siehst, muss man schon sich anstrengen um einen modernen Akku zu beschädigen. Solange du das nicht machst, mach einfach was du willst. Mit ein wenig pech, geht der ASUS Akku nach 2 Jahren eh bald flöten. ^^ Oder ich hatte diesmal nur unheimliches pech. Aber in Forum bemängeln viele die ASUS Akku. Naja, lieber Akku kaputt, als der Bildschirm oder andere HW. ;)

Bei meinen älteren Notebooks, konnte man den Akku ja entfernen. Die hab ich in der Zeit, bis 5 Jahre nicht kaputt bekommen. Da man an der Uni ja zu 95% immer ne Steckdose hat, bzw. in Übungen, wo man diesen eigentlich braucht zu 100%.
 
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Masamune2 schrieb:
Nix falsch. Es geht hier nicht um Tiefentladen sondern darum, dass der Akku wenn man ihn bei 10% länger irgendwo hinlegt (oder halt nicht nutzt) er schneller altert.
Ein Tiefentladen und damit die Dendriten Bildung in der Zelle verhindert die Elektronik.

Der Akku "altert" sich nicht schneller wenn er bei 10% nicht genutzt wird. Das wort "altern" kann man lediglich im Zusammenhang mit Ladezyklen benutzen. Was allerdings passieren kann ist, dass ein Akku der mit 10% länger nicht genutzt wird durch die Selbstentladung in einen kritischen Spannungsbereich kommt = Tiefentladung. Daher sollte ein für mehrere Jahre gelagerter Akku eben nicht bei so niedriger Kapazität aufbewahrt werden.
 
Nun ja, mein ASUS-Akku läuft nun seit 2 Jahren praktisch im Dauerbetrieb; wenn eine Steckdose da ist, immer am Netz, wenn keine da ist, auch oft bis zur Neige; bisher hat die Kapazität bei normaler Anwendung nicht ab-, sondern im Vergleich zur Anfangszeit um circa 30 Prozent zugenommen ! Und wenn er in einigen Jahren mal schlechter performt, dann tausche ich ihn eben aus, solange der Computer noch seine Dienste ordentlich tut !

Ich kann über ASUS-Akkus also nicht klagen und an meinem Auto muss ich den Tank auch ständig füllen und die Pneus auch regelmässig ersetzen !

So what ???
 
Zum Thema Netzbetrieb: Ich bin bis vor ein paar Jahren davon ausgegangen, dass man den Akku im Netzbetrieb möglichst nicht dauerhaft im Gerät lassen sollte.

Ich habe mein jetziges Notebook etwas über ein Jahr und den Akku nie entfernt, auch wenn ich das NB vorrangig im Netzbetrieb nutze.
Der Akkutest sagt, dass der Akku mittlerweile noch eine Restkapazität von 94 % aufweist. Die 6 % Abnutzung nach 13 Monaten kann ich verschmerzen.

Wie hier schon gesagt wurde, sollte man den Akku halt nutzen, wie man es für richtig hält. Ein allgemein gültiges Rezept für eine längere Lebensdauer (ausser den Akku nicht zu starker Hitze auszusetzen) scheint es sowieso nicht zu geben.
 
Genau ! Wer sich noch an die Zeiten des Memoryeffektes erinnert, als es noch keine LI-Akkus gab, der tat damals gut daran, schonend mit dem Akku umzugehen ! Bei der Leistungsfähigkeit und Qualität der heutigen LI-Akkus kann man das wirklich vergessen und seine Mühen auf lohnenswerterteren Feldern einsetzen !
 
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Wie verhält sich ein Akku, der 12 Monate nicht aufgeladen wird? Also komplett unbenutzt?
 
Wenn er nicht ganz tiefenentladen war, dürfte da nichts passiert sein und er müsste weiterhin eine volle Perfomance liefern !
 
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OF-Bube schrieb:
Wie verhält sich ein Akku, der 12 Monate nicht aufgeladen wird? Also komplett unbenutzt?

Ich habe letztens erst meinen alten iPod shuffle 3G nach ca 3-4 Jahren wieder gefunden, er hatte sich nicht mehr einschalten lassen da er logischerweise leer war.

Nach dem aufladen funktionierte er allerdings wieder ohne Probleme und läuft noch fast so lange wie in den Spezifikationen angegeben.
 
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