Mr.Seymour Buds schrieb:
Warum soll ich jede Gleichung texen, wenn das auch ganz fix GPT machen kann?
Naja. Also ich verstehe den Ansatz, das man Formeln etc. einfacher eingeben können will.
Warum man dafür aber ein LLM benutzen will, bei dem ja immer die Gefahr von Missverständnissen besteht, verstehe ich nicht so ganz.
Dann doch lieber ein brauchbaren Formeleditor. Am besten auch im Rahmen einer Mathematiksoftware, wo man dann auch gleich Formeln manipulieren kann.
Und noch ein zweiter Punkt:
Die Stärke von LLMs ist ja, natürliche Sprache verarbeiten zu können.
Natürliche Sprache ist ja gern mal etwas ungenau. Formalisierte Sprachen wie in der Mathematik benutzt man ja genau deshalb, weil sich die gewünschten Sachverhalte effizient und präzise ausdrücken lassen.
LLMs sind so gesehen eher ein Umweg. Ich muss erst mühselig alles als natürliche Sprache formulieren, nur damit mir das GPT dann doch letztlich formalisierte Ausdrücke zurück gibt.
ISt also erst mal ein Umweg und das Gegenteil von "ganz fix".
Sprich: Der Ansatz ansich ist schon dämlich.
Ich mein, ich will OpenAI da kein Vorwurf machen. Die wollen natürlich, das möglichst Viele ihren Kram nutzen. Da ist sekundär, ob das Sinn macht oder nicht.
Das Feature geht an den Anforderungen vorbei. Ich denke mal, das ist eher ein Verkaufsfeature welches Leute ansprechen soll die sich nicht auskennen und dann so suggerieren: "Guck mal. Jetzt kannst auch Du ganz einfach wissenschaftliche Papers in Latex schreiben."
Mr.Seymour Buds schrieb:
Es geht vor allem darum, besser mit LaTeX arbeiten zu können.
Naja. Wenn Du den Artikel richtig gelesen hast, dann gehts ja OpenAI auch darum, das deren Kram mehr in Forschung eingesetzt wird. Also inhaltlich.
Klar das Latex-Ding macht erst mal inhaltlich nichts, aber flankiert halt die anderen Bemühungen.
Insofern zieht die Ausrede: "Geht doch nur um Latex" nicht wirklich.