News Top 10 der Halbleiterbranche: Nvidia knackt 100 Mrd. USD und lässt alle ganz weit hinter sich

Magellan schrieb:
Habe ich eigentlich ausführlich dargestellt.
Nö!
Magellan schrieb:
Es geht aktuell nicht darum Geld zu verdienen, wie in jedem (größeren) Unternehmenszyklus geht es zunächst um Fortschritt, Skalierung und Marktanteil, die Monetarisierung folgt viel später.
Genau so entstand und platzte die Dotcom Blase. Es stellte sich heraus, für Sachen wie Messenger oder eine Newsseite gibt kein Kunde Geld aus und das Geschäftsmodell dieser mit Milliardeninvestitionen gepuschten Unternehmen, sind reine Luftblasen.
Gegen Ende des Booms zeichnete sich ab, dass die hochbewerteten Unternehmen die Gewinnerwartungen in absehbarer Zeit nicht erfüllen konnten. Ihr Börsenwert war zumeist nicht durch materielle Gegenwerte gedeckt, Die im Expansionsdrang zugekauften Unternehmen waren zudem meist nicht profitabel.
Die Zweifel wurden lauter, als die ersten der vermeintlichen Hoffnungsträger Insolvenz anmelden mussten. Überdies stellte sich heraus, dass in einigen Fällen die ausgewiesenen Umsätze nur fingiert waren. Als im März 2000 die Kurse zu sinken begannen und vermehrt Verkäufe getätigt wurden, brach der Markt vollends in sich zusammen
Wenn du bedenkt, dass viele der "Umsätze" heute nur gegenseitiges Geldzuschieben ist, sind wir von diesem Punkt nicht einmal weit entfernt.
 
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Wenn du die Unterschiede nicht siehst und für dich alles dasselbe ist dann belasse ich es dabei, dass ich anderer Meinung bin, was aus meiner Sicht relevant war habe ich beigetragen, macht keinen Sinn sich da noch weiter im Kreis zu drehen. In einigen Jahren sind wir schlauer.
 
Magellan schrieb:
Wenn du die Unterschiede nicht siehst
Weil sie nur geringfügig sind. KI wird in der Zukunft eine große Rolle spielen, so wie das Internet heute. Es wird aber noch mehr Geld verbrannt wie damals, mit genauso schwammigen Vorstellungen.
OpenAI-Chef Sam Altman sagte selbst, Investor:innen seien "übererregt". Torsten Slok von Apollo (Anm.: Private-Equity-Unternehmen) meinte, die Top-10-Unternehmen des S&P 500 seien stärker überbewertet als in den Neunzigern. Ein MIT-Bericht von 2025 fand, dass 95 Prozent der Unternehmen "null Rendite" aus ihren Generative-AI-Investitionen erzielen.
Im Unterschied zur Dotcom-Blase der späten 1990er Jahre verfügen viele der heutigen Unternehmen, die in den KI-Sektor investieren, bereits über etablierte Geschäftsmodelle und stabile Umsätze. Dennoch ist – ähnlich wie Anfang der 2000er Jahre – mit einer deutlichen Marktbereinigung zu rechnen, von der zahlreiche aktuelle KI-Firmen nicht verschont bleiben werden.
https://www.leadersnet.at/news/9608...schwanken-geraet-und-investoren-umdenken.html

Ebenfalls sehr schön geschrieben:
Wie die Tech-Giganten diese gigantische Lücke zwischen KI-Investments und KI-Einnahmen schließen wollen, sei "die Billionen-Dollar-Frage", zitiert das "Wall Street Journal" einen Analysten. Bisher haben sie keinen Plan, wie sie die Rechenpower und Kreativkraft ihrer Modelle vermarkten sollen. ChatGPT ist zwar die am schnellsten wachsende App aller Zeiten und hat inzwischen wöchentlich etwa 700 Millionen User - fast ein Zehntel der gesamten Menschheit. Aber die weitaus meisten von ihnen nutzen die kostenlose Version. Ob und wie viel sie bereit sind zu zahlen, steht in den Sternen.
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Der-KI-Hype-wird-zur-Investmentblase-article26071975.html
 
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Der KI-Hype zeigt eher Parallelen zur Elektrifizierung des 19. Jahrhunderts, weniger zum Dotcom-Boom. Beide sind grundlegende Infrastrukturtechnologien, die langfristig integriert werden - etwa in Industrie, Verkehr und Alltag. Kurzfristig sind Übertreibungen, Enttäuschungen und Marktkorrekturen zu erwarten, wie sie bei Eisenbahnen oder Stromnetzen historisch auftraten. Die relevantere Frage lautet nicht „Blase oder nicht“, sondern: Welche Akteure und Geschäftsmodelle überstehen diese Phase und etablieren sich dauerhaft.
 
Duggan schrieb:
Der KI-Hype zeigt eher Parallelen zur Elektrifizierung des 19. Jahrhunderts, weniger zum Dotcom-Boom. Beide sind grundlegende Infrastrukturtechnologien, die langfristig integriert werden - etwa in Industrie, Verkehr und Alltag.
Sind denn etwa das Internet und alle damit verbundenen Szenarien, über die man um die Jahrtausendwende gesprochen hat und in die Investoren Milliardensummen gesteckt haben, keine grundlegenden "Infrastrukturtechnologien"?

Alles wofür man damals Milliarden verbrannte, nutzen wir heute wie selbstverständlich, das Geld wurde aber verbrannt, weil man auf kurzfristige Gewinne und endloses Wachstum gesetzt hat. Es ging bei den geplatzten "Blasen" nie um Technologie, sondern um überzogene Erwartungen der Anleger, völlig übertriebene Prognosen und die irgendwann eintretende Ernüchterung.

Ein weiteres Anzeichen solcher für solche kritischen Situationen ist, wenn sich die Beteiligten gegenseitig das Geld zuschieben. Die Immobilienblasen sind so geplatzt, sowohl in den USA als auch ich China, die Banken und die Firmen haben sich gegenseitig Geld zugeschoben, die erwarteten Einnahmen blieben aber aus und am Ende wurden in China ganze Stadtteile wieder niedergerissen.

Ein schönes Bild dazu aus dem pösen Internetz:


https://www.reddit.com/r/dataisbeau...c_mapping_the_flow_of_revenue_and_investment/
 
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Magellan schrieb:
Das würde ja das ursprüngliche angesprochene Problem der Überinvestition selbst regeln, wenn der Ausbau entsprechend limitiert ist werden die Unternehmen auch nicht dauerhaft mehr GPUs kaufen als sie in Betrieb nehmen können. Würde denen schon zutrauen dass sie ein, zwei Leute im Management haben die bis 3 zählen können.
Es ist ein Wettrüsten, da wird alles draufgeschmissen was geht. Vergleich: Wettrennen ins All in den 60ern.

Egal, wie viel du ausgibst, du musst nur schneller als deine Konkurrenz sein. Der jenigen gewinnt den Krieg und zwingt den anderen in den Bankrott. Besser gammeln HW ungenutzt bei mir im Lager Rum, als dass der Konkurrent sie sinnvoll einsetzen kann.

Warum hat Nadella GPUs rumliegen, die er aufgrund zu schwacher Infrastruktur (Strom) nicht verbauen kann? Ihm war doch beim Kauf klar, wie viel Energie das Netz noch liefern kann.
Ergänzung ()

@lynx007 Patrick Boyle gucke ich auch gerne und rglm.
Ich mag den trockenen bissigen Humor.
Ergänzung ()

Duggan schrieb:
Der KI-Hype zeigt eher Parallelen zur Elektrifizierung des 19. Jahrhunderts, weniger zum Dotcom-Boom. Beide sind grundlegende Infrastrukturtechnologien
Das Internet ist genauso eine Infrastruktur und war der Auslöser der dotcom Blase
Ergänzung ()

Duggan schrieb:
etwa in Industrie, Verkehr und Alltag. Kurzfristig sind Übertreibungen, Enttäuschungen und Marktkorrekturen zu erwarten, wie sie bei Eisenbahnen oder Stromnetzen historisch auftraten. Die relevantere Frage lautet nicht „Blase oder nicht“, sondern: Welche Akteure und Geschäftsmodelle überstehen diese Phase und etablieren sich dauerhaft.
All das ist während der dotcom Blase auch passiert.
Das Internet und einige Akteure sind geblieben.
 
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Alphanerd schrieb:
Das Internet ist genauso eine Infrastruktur und war der Auslöser der dotcom Blase
Das ist aber so formuliert auch nicht ganz richtig! Verzeihung da kommt wieder der Kaufmann durch 🤓.
Ich mein, das Gold löst zwar den Goldrausch aus. Und es ist ja die Gier und damit der Rausch der Größer ist als die Gold vorkommen die dann wiederum die blase platzen lassen! Vielleicht aber auch ein schlechtes Beispiel, weil Gold praktisch das äquavilent für Gier ist. Aber nehmen wir Milch. Die stellst du auf den Herd, denn machst du auf Max, und lässt sie so lange kochen bis die Hälfte nicht mehr in der Topf ist, das passt glaub ich sehr gut zur Dotcomblase, wen man sich wirtschaftszyklen und finanzmärkte so anschaut, wie sie operieren, funktionieren.
Also nein Internet ist und wahr nicht "Schuld". Es war der auslöser für den "Goldrausch". Es waren aber Banken und Fonds die jedem versprochen haben, "Du wirst reich!". Am ende sitzen die Leute noch heute auf ihren Telekomaktien die weniger wert als damals sind.
Warum haben wir nochmal über die Dotcom blase nochmal geredet. Guten Morgen! :volllol: Sorry, brauch erst nen Kaffe.
 
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