TP-Link Powerline TL-PA8010P (1300 Mbit/s)

MarGer

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Guten Tag,

mein Vater und ich habe unser Internet am Montag auf Cable 1000 aufgestuft und haben uns, da wir keine LAN-Stecker in der Wand haben die TP-Link TL-PA8010P für unsere LAN-Verbindungen gekauft.

Nachdem wir die Installation wie im Handbuch beschrieben durchgeführt haben, konnten wir feststellen, dass die Leistung erheblich zu wünschen übrig lässt. Wir haben die Adapter immer direkt in die Steckdose gesteckt und selbst an der Wand gegenüber kommen nur max. 100 Mbit/s an.

Ein direkter Anschluss beim Router und Messung der Geschwindigkeit ergab, dass dort 980 Mbit/s ankommen. Eine Etage höher in meinem Zimmer kommen nur noch 90 Mbit/s über das Powerline System an.

Hat jemand Tipp wie man die Leistung erhöhen kann?
Sind die Adapter noch nicht richtig eingestellt?
Gibt es bessere Alternativen zu Powerlinesystemen (außer LAN Direktanschluss)?


Über eure Tipps würde ich mich freuen!


Grüße Marcel
 
Leider ist Powerline ein System, was bei dem einen super funktioniert und beim anderen mies. Wie WLAN.
Kann an alter Verkabelung liegen, oder an Großgeräten, die stören.

Ich weiß nicht, obs Sinn macht! Aber persönlich würde ich den Powerline Adapter mal möglichst nah am Router ausprobieren und schauen, ob es da besser wird.
Einstellen kann man da eigentlich nix.

Gibt halt nur 3 Arten. WLAN, Powerline und LAN Kabel.
 
Du kannst es mal noch mit den Devolo Magic 2 probieren, das sind einer der besten Powerline Adapter die man kriegt.
2 Adapter sollten als Kit für knapp 100 Euro möglich sein, die TP-Link gibst zurück.
https://geizhals.de/devolo-magic-2-lan-starter-kit-8260-8413-8265-a1875040.html

Aber vorne weg: Mehr als 300 - 400 Mbit/s wird da (auch im allerbesten Fall) kaum drinliegen ohne die Elektroverkabelung anzupassen.
Testweise kann man auch mal versuchen reguläre Verbraucher vom Strom-Netz zu nehmen, es kann sein dass ein einziges Gerät die Verbindung massiv beeinträchtigt.

Wenn ihr die 1 Gbit/s wirklich nutzen wollt, kommt ihr aber um eine LAN Verkabelung nicht herum oder ein Elektriker müsste die Verkabelung für Powerline anpassen.
 
PowerLAN zweckentfremdet die Stromleitungen für die Datenübertragung und dafür sind die Leitungen nicht gedacht, weil Stromleitungen .. .. naja .. .. Strom verteilen sollen. Deswegen kann PowerLAN auch von jedem Gerät in der Steckdose - überall im Haus - gestört werden, bis hin zum kompletten Verbindungsabbruch.

Hinzu kommt, dass man bei PowerLAN ähnlich wie bei WLAN die Übertragungsraten in brutto und netto unterscheiden muss. Das PowerLAN-Kit von TP-Link wird zwar mit 1,2 Gbit/s beworben, hat aber nur LAN-Ports mit 1 Gbit/s. Warum? Weil die 1,2 Gbit/s netto gar nicht erreicht werden können. In der Praxis wird es sogar noch deutlich weniger sein. Zum Vergleich: PowerLAN-Sets mit beworbenen 500 Mbit/s haben oftmals nur LAN-Ports mit 100 Mbit/s verbaut, also ist der Erwartungswert des Herstellers selbst nur bei max 20% netto vom brutto.

Die neueren Generationen sind zwar effizienter, aber mehr als 50% sind auch da nur in Ausnahmefällen zu erwarten. Heißt: Deine PowerLAN-Adapter mit beworbenen 1,2 Gbit/s, aber nur 1 Gbit/s LAN-Ports werden selbst unter Laborbedingungen maximal 500-600 Mbit/s netto leisten können - aber dann kommen die Einflüsse durch die Qualität der Elektroinstallation, Störungen durch andere Geräte und dergleichen dazu, was unterm Strich bei dir zu den 100 Mbit/s führt, ~10% von dem, was du beim Kauf erwartet hast...

Um die Leistung von PowerLAN zu optimieren, hat man nur wenig Möglichkeiten:

  • Andere Standorte der Adapter testen
  • Andere Adapter testen (gerne auch von anderen Herstellern)
  • Aaaalle Geräte im Haushalt der Reihe nach aus der Steckdose ziehen und etwaige Störer identifizieren
  • Einen Elektriker damit beauftragen, die Elektroinstallation zu entstören, Phasenkoppler, etc.
  • PowerLAN in die Tonne treten und auf WLAN umsteigen oder im Idealfall LAN-Kabel verlegen
 
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Wenn du die vollen GBit nutzen willst dann wirst du bzw. dein Vater nicht drum rum kommen Lan Kabel zu verlegen.
Moderne Powerline Adapter versprechen fast immer Gbit + Leistung, diese werden aber nur unter Labor Bedingungen erreicht.
Vor Ort kommts dann immer auf die baulichen gegebenheiten an.

Ich benutzen ebenfalls Powerline Adapter von AVM (1220 + 1260) welche bei mir 850 Mbit liefern wenn ich sie im selben Raum von einer Steckdose zur anderen verbinde am selben Stromkabel.
Jetzt wo sie im ganzen Haus verteilt sind bei mir und über mutiple Stromkabel / Verteiler / Sicherungkästen laufen bleiben 150-200Mbit übrig von meiner 500 Mbit FTTH Leitung.

das reicht mir völlig um TV / Handy / Tablet mit dem internet zu verbinden per WLAN, alles was wichtig ist wie der PC ist direkt per Lan angeschlossen um die volle geschwindigkeit meines Anschlusses zu nutzen.
 
Powerlan ist leider sehr anfällig für Störungen. Es reicht, wenn ein Staubsauger eingeschaltet wird, schon merkt man es an der Bandbreite.
Ihr könnt testweise ein Mesh Netzwerk aufbauen oder, falls eine Koaxialverkabelung vorhanden ist, Ethernet over Coax probieren.
 
...ich würde es auch mit den Devolo Magic versuchen. Ich nutze die bei mir auch, notgedrungen. Die einfachen Devolo aber auch andere Marken hängen teils deutlich hinterher.
Aber es ist schon richtig, es funktioniert nicht überall mit einer brauchbaren Geschwindigkeit.
Auf jeden Fall mal andere Steckdosen probieren! Das macht eine ganze Menge aus! In einem Raum habe ich von 30 M/Bit bis 100 M/Bit alles vertreten.
 
Man kann versuchen alle möglichen Steckdosen auszuprobieren damit die 2 Adapter auf derslben Phase sind, dann sind sie meist viel schneller.
Ansonsten gibt es heutzutage hervorragende WIFI 6 Mesh Systeme die auch viel performanter sind als Powerline. Da kann man sich das Kabel fast sparen auch wernn das natürlich die beste Lösung ist.
 
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MarGer schrieb:
Eine Etage höher in meinem Zimmer kommen nur noch 90 Mbit/s über das Powerline System an.

Powerline USA:
120V-Netz, 10AWG (2,5 mm²)
Zwei Abgriffe vom selben Trafo am Strommast (2x 120V = 240V), 50 % der Steckdosen direkt untereinander verbunden, der Rest über den Trafo verbunden.

Powerline EU:
230V-Netz, 1,5 mm²
Drei-Phasen-Drehstromnetz (3x 230V -> 400V), 30 % der Steckdosen untereinander verbunden, ansonsten überhaupt nicht (Ausnahme: Schutzerde)

Fazit: Korrekte Beratung erspart Fehlkäufe.
 
Zum Ausprobieren würde ich die beiden Teile des Powerlan an eine 3-fach-Verlängerungssteckdose anschließen. Damit ist sichergestellt, daß beide an der gelechen Phase und weitgehend ungestört zusammenarbeiten können. Hier kann man auch die maximale Geschwindigkeit ausprobieren - eine bessere Kopplung der beiden Adapter gibt es nicht. Wenn die versprochene Geschwindigkeit hier nicht erreicht wird, ist etwas defekt.
Für den späteren Betrieb sollen die Adapter aber direkt in einer Wandsteckdose stecken.
 
Es wurde hier alles über die Zuverlässigkeit von Powerlan gesagt. Das ist nicht besser oder schlechter wie WLAN. Ich selbst nutze TP-Link 1 GBit Adapter und bekomme genug für das Streaming des Fernsehers im Obergeschoss. Die Dinger laufen recht stabil und haben keine Aussetzer und das alte Haus ist (elektrisch) neu verkabelt aber mit leider zu wenig Steckdosen und keinen Leerrohren - bauartbedingt kann ich leider kein Kabel ziehen aber für Streamingdienste reicht es mir. Ich hab 250Mbit Internet und die Dinger liefern mir 250Mbit. Der Ping ist aber schlechter und die Qualität der Verbindung hab ich nie gemessen - wie gesagt... der Fernseher hat damit keine Probleme
 
Laut Internet kann dieser Adapter nur fast-Ethernet, also maximal 100mbit/s… also alles in Ordnung
Sorry mein Google spinnt, der hat gigabit lan
 
Zuletzt bearbeitet:
Machen wir es kurz. NEIN. Willst du Full Speed brauchst du Kabel. Ansonsten musst du halt mit Powerline oder WLAN dahin Krebsen.
 
Luftgucker schrieb:
Man kann versuchen alle möglichen Steckdosen auszuprobieren damit die 2 Adapter auf derslben Phase sind, dann sind sie meist viel schneller.
Die von @MarGer genannten TP-Link arbeiten nach HomeplugAV2 was MIMO über Neutral und Schutzleiter bietet. Wenn die Powerline-Adapter auf der gleichen Phase sitzen (oder ein Phasenkoppler eingebaut wird) werden die Geräte wohl einen Hauch schneller, falls sie im Moment auf unterschiedlichen Phasen sitzen. Im Optimalfall gibt TP-Link 550 MBit/s netto an.

Pete11 schrieb:
Zum Ausprobieren würde ich die beiden Teile des Powerlan an eine 3-fach-Verlängerungssteckdose anschließen.
Guck mal hier

RexCorvus schrieb:
Das ist nicht besser oder schlechter wie WLAN.
WLAN kann man im Gegensatz zu Powerline auch ohne Elektrofachkraft (Einbau Sperrfilter, FI-Umgehung, ...) optimieren und ans Leistungsoptimum bringen.

RexCorvus schrieb:
keinen Leerrohren - bauartbedingt kann ich leider kein Kabel ziehen aber für Streamingdienste reicht es mir.
Falls du mal mehr Leistung brauchst und Telefon- oder Fernsehkabel vorhanden sind, stehen dir und natürlich auch @MarGer ein paar mehr Optionen offen:
  • 8-adrige Telefonkabel --> direkt als Netzwerkkabel verwenden
  • 4-adrige Telefonkabel --> als 100 MBit/s-Netzwerkkabel verwenden
  • 2 oder 4-adrige Telefonkabel --> G.hn-Adapter z.B. von Gigacopper
  • Fernsehkabel --> MoCA-Adapter (@b1nb4sh Ethernet over Coax verwendet i.d.R. G.hn, was sich mit Vodafone beißen würde, daher hier explizit nach dem Begriff MoCA suchen)
Wenn ich die Wände nicht aufklopfen will, würde ich hübsche Sockelleisten-Kanäle kaufen und Netzwerkkabel darin verstecken. Wie schon zur Genüge geschrieben, ist die Optimierung von Powerline aufwändig und wahrscheinlich deutlich teurer als die genannten Alternativen.

Wechsler schrieb:
Fazit: Korrekte Beratung erspart Fehlkäufe.
Aber Fachgeschäfte führen doch kein Powerline! Wieso soll ich mich da beraten lassen, der mir das was ich haben will gar nicht verkaufen möchte? ;)

Raijin schrieb:
PowerLAN zweckentfremdet die Stromleitungen für die Datenübertragung und dafür sind die Leitungen nicht gedacht, weil Stromleitungen .. .. naja .. .. Strom verteilen sollen. Deswegen kann PowerLAN auch von jedem Gerät in der Steckdose - überall im Haus - gestört werden, bis hin zum kompletten Verbindungsabbruch.
Du hast vergessen zu erwähnen, dass Powerline auch andere stören kann, z.B. DSL-Anschlüsse, Amateurfunker, AM/DRM-Radios, ... in der Nachbarschaft. Und Primärnutzer (wie z.B. Amateurfunker, lizenzierte Funkdienste) können, wenn ich es richtig im Kopf habe, über die Bundesnetzagentur den Betrieb von Störern in ihrem Umfeld untersagen lassen.
 
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