Leserartikel Treffen der Generationen - Ist ein Ryzen 7 1700 noch für 4K-Gaming geeignet?

Es dauert nicht mehr lange, und Ryzen wird 10 Jahre alt. Da lohnt sich doch mal ein Blick, wie sich der damals beliebte Achtkerner Ryzen 7 1700 heute noch schlägt. Gegen Intels Kaby-Lake-Generation hatte es die erste Ryzen-Generation in Spielen schwer, Hoffnungen wurden eher auf eine bessere zukünftige Performance aufgrund der höheren Kernzahl gelegt. Aber wie sieht es denn heutzutage aus im Vergleich zu zwei anderen Achtkernern der Generationen Zen 3 und Zen 5?

Warum dieser Test?

Vergleichsbenchmarks aller Ryzen-Generationen gibt es einige. Diese werden meist mit niedriger Auflösung auf einer High-End-Grafikkarte erstellt, um isoliert die CPUs gegenüberzustellen. Diese Tests sind wichtig, da nur so das volle Potenzial aller Prozessoren sichtbar wird, aber mich hat schon längere Zeit interessiert, wie viel Performance man mit älteren Prozessoren auf der Straße lässt, wenn man in der normalen Auflösung spielt. Bei mir steht ein 4K-Display auf dem Schreibtisch, und meine schnellste Grafikkarte ist zurzeit die AMD Radeon RX 9070, mit der ich auch in 4K-Auflösung spiele, daher erfolgten auch die Benchmarks in dieser Auflösung.

Der Spieleparcours

Die Spiele in diesem Benchmarkvergleich sind ein bunter Querschnitt durch meine Spielebibliothek und spiegeln auch meinen persönlichen Geschmack wider. Multiplayer-Shooter, komplexe Rollenspiele sowie Runden- oder Echtzeitstrategiespiele wird man hier nicht finden, stattdessen konzentriert sich der Parcours auf storygetriebene Single-Player-Spiele. Die Anno-Spiele habe ich zwar alle, aber die finde ich immer sehr anstrengend zum Benchen. Es ist ein Mix aus Alt und neu, von 2010 bis 2025, und auch mehrere Engines sind vertreten.

SpielJahrAPIEngineGetestete Grafikeinstellungen (Motion Blur und PP-Effekte wie Filmkorn oder Chromatische Aberration immer aus)
A Hat in Time2017DX9Unreal Engine 3Max Settings
Bioshock Infinite2013DX11Unreal Engine 3Max Settings, Alternatives Post-Processing
Clair Obscur: Expedition 332025DX12Unreal Engine 5DF Optimized Settings
Cyberpunk 20772020DX12REDengine 4DF Optimized Settings
Distance2018DX11UnityMax Settings ohne Realtime-Reflections
Hogwarts Legacy2023DX12Unreal Engine 4Ultra ohne RT
Horizon Zero Dawn Remastered2017DX12DecimaMax Settings
Indiana Jones und der große Kreis2024Vulkanid Tech 7Max Settings ohne PT
Jusant2023DX12Unreal Engine 5Max Settings
Kena: Bridge of Spirits2021DX12Unreal Engine 4Max Settings, Nachschärfung, Filmkorn und Chromatische Aberration per Engine.ini ausgeschaltet
Life is Strange 22018DX11Unreal Engine 4Max Settings
Mafia 2: Definitive Edition2010DX11IllusionMax Settings, 4xMSAA, ohne PhysX
Resident Evil 22019DX12RE EngineMax Settings, Max RT
Resident Evil 72017DX12RE EngineMax Settings, Max RT
Rise of the Tomb Raider2015DX12FoundationMax Settings
Shadow of the Tomb Raider2018DX12FoundationMax Settings ohne RT
Still Wakes the Deep2024DX12Unreal Engine 5Max Settings
The Talos Principle 22023DX12Unreal Engine 5Max Settings
The Witcher 2: Enhanced Edition2011DX9REDengine 2Max Settings ohne Ubersampling
The Witcher 3: Remastered2015DX12REDengine 3Ultra+, SSR Low, ohne RT und Hairworks
Tomb Raider2013DX11FoundationMax Settings, FXAA
What Remains of Edith Finch2017DX11Unreal Engine 4Max Settings
Yooka-Laylee2017DX11UnityMax Settings

Die Testsysteme

Es kamen folgende Testsysteme zum Einsatz:

System 1:
CPU: AMD Ryzen 7 9800X3D
Mainboard: Asus Prime B650 Plus
RAM: 2 x 16 GB DDR5-5600 CL46-45-45-45

System 2:
CPU: AMD Ryzen 7 5700X
Mainboard: MSI MAG X570 Tomahawk WiFi
RAM: 2 x 16 GB DDR4-3200 CL14-14-14-14

System 3:
CPU: AMD Ryzen 7 1700
Mainboard: ASRock X370 Taichi
RAM 1: 2 x 16 GB DDR4-3200 CL14-14-14-14
RAM 2: 4 x 8 GB DDR4-2400 CL16-16-16-16

Zwei RAM-Kits beim Ryzen 7 1700? Ja, denn die erste Ryzen-Generation befindet sich in einem Dilemma. Aufgrund der Aufteilung der Kerne in zwei Cluster, deren Verbindung am RAM-Takt hängt, ist die Gaming-Performance sehr stark vom RAM abhängig, gleichzeitig ist der Speichercontroller jedoch eher schlecht, weshalb höhere RAM-Takte schwierig zu erreichen sind. Das 2400er-Kit stellt eher den Zustand dar, den man zum Release realistisch erreicht hat. Und auch heute ist das 3200er-RAM-Kit kein Selbstläufer, ich musste die SoC-Spannung auf 1.125 V anheben, und rockstable war auch das immer noch nicht.

Die Testmethodik

Jedes Testsystem hatte seine eigene Windows-Installation, Version 26H2 mit Updatestand vom 10.10.2026. Von allen 3 Systemen liegen Images vor, die ich nach jedem Systemwechsel mit Clonezilla auf die immer gleiche NVMe-SSD WD Blue SN580 1TB gespielt habe. Die Spielebibliothek war auf einer Samsung 980 Pro 2TB, die im zweiten M.2-Slot steckt. Das bedeutet jedoch, dass die Spiele-SSD im X370-Board nur mit PCIe 2.0 angebunden ist, in den anderen beiden Systemen mit PCIe 4.0. Auch wenn ich einen möglichen Einfluss auf die Performance für sehr unwahrscheinlich halte, ausschließen kann ich ihn nicht, das gilt es zu bedenken.

Auf allen 3 Systemen war Resizable BAR aktiviert, denn auch wenn die erste Ryzen-Generation das nicht offiziell unterstützt, funktioniert es trotzdem, ohne ist die Performance teilweise deutlich schlechter.

Bezüglich der Windows-HVCI-Sicherheitsfeatures habe ich entschieden, alle Systeme so zu benchen, wie die Windows-Installation sie von Haus aus einstellt. Das bedeutet, dass die Speicherintegrität beim Ryzen 7 1700 aus war, und bei den anderen beiden CPUs an. Bei den meisten Nutzern wird diese Option nie verändert, daher dürfte es praxisnah sein. Dem Ryzen 7 1700 komme ich damit etwas entgegen, der würde mit eingeschalteter Speicher-Integrität noch ordentlich Performance verlieren.

Der Grafikkartentreiber war Adrenalin 26.9.2. In drei Spielen habe ich DXVK eingesetzt, um Treiberbugs zu umgehen bzw. die generell schlechte DX9-Performance des RDNA-Adrenalin-Treibers zu umschiffen. (A Hat in Time, The Witcher 2, What Remains of Edith Finch).

Alle Spiele, die modernes Upsampling anbieten, habe ich mit FSR4 Quality getestet. Soweit wie möglich wurde dabei immer auf die offizielle Ingame-Umsetzung oder AMDs Treiber-Überschreibung zurückgegriffen. In folgenden Spielen war das nicht möglich, dort habe ich Optiscaler eingesetzt:
Indiana Jones und der große Kreis - FSR 3.1-Inputs via Optiscalers DX12-Brücke auf FSR 4.1.1, da AMD immer noch keine Vulkan-Unterstützung für FSR4 hat.
Jusant - DLSS via OptiPatcher auf FSR 4.1.1
Kena: Bridge of Spirits - DLSS via OptiPatcher auf FSR 4.1.1
Rise of the Tomb Raider - DLSS via Nvidia-Spoofing auf FSR 4.1.1
Shadow of the Tomb Raider - XeSS auf FSR 4.1.1

In keinem Spiel wurde ein integrierter Benchmark getestet, es kam immer eine Szene aus dem realen Spiel zum Einsatz. Alle Benchmark-Szenen findet ihr in dieser Youtube-Playlist.

Die Benchmarks wurden angefertigt mit CapFrameX, immer gemittelt aus 3 Durchläufen mit einer maximalen Abweichung der P1-FPS von 3 %.

Performance-Index

Genug der Vorrede, hier nun das geometrische Mittel aller 25 Testszenen, normiert auf die durchschnittlichen FPS des 9800X3D.
Gesamtindex.png

Das sieht doch auf den ersten Blick gar nicht so schlecht aus. Der Ryzen 7 1700 verliert mit schnellem RAM gerade einmal 17 % im Vergleich zum 9800X3D, und auch der 5700X ist nur 4 % vom 9800X3D weg. Da einige Spiele dabei sind, die auch beim Ryzen 7 1700 nicht fordernd sind, lohnt sich jedoch auch ein Blick auf die wirklich CPU-fordernden Spiele.

Index CPU-lastige Spiele.png

Und da sieht die Welt schon ganz anders aus. Der Ryzen 7 1700 verliert in den fordernden Szenarien 32 % im Vergleich zum 9800X3D, mit langsamerem RAM ist er 40 % langsamer. Der schnelle RAM bringt mit 13 % zwar ordentlich was, macht aus dem 1700 aber trotzdem keine Rakete. Bemerkenswert ist, dass der 5700X fast den gesamten Rückstand schon einholen kann, ein Upgrade auf diese CPU auf dem gleichen AM4-Board würde sich schon richtig lohnen. Und darüber gäbe es ja noch den legendären 5800X3D, der sich leider nicht mehr in meinem Besitz befindet. Der 9800X3D könnte eigentlich noch viel schneller sein, lässt die Grafikkarte aber bis auf eine Ausnahme in Hogwarts Legacy immer vollständig ins GPU-Limit laufen.

Einzel-Ergebnisse

Es lohnt sich auch ein Blick in die einzelnen Spiele, da es Spiele gibt, in denen die CPUs überhaupt keinen Effekt haben, und Spiele, wo die Unterschiede eklatant sind.
A Hat in Time.png
Bioshock Infinite.png

Clair Obscur.png
Cyberpunk 2077.png

Distance.png
Hogwarts Legacy_Hagrids Hütte.png

Hogwarts Legacy_Hogsmeade.png
Horizon Zero Dawn Remastered.png

Indiana Jones und der große Kreis.png
Jusant.png

Kena.png
LiS2.png

Mafia 2.png
RE2.png

RE7.png
ROTTR.png

SOTTR.png
Still Wakes the Deep.png

The Talos Principle 2.png
Tomb Raider.png

What Remains of Edith Finch.png
Witcher2.png

Witcher3_Novigrad.png
Witcher3_Weißgarten.png

Yooka-Laylee.png


Die richtigen CPU-Brecher sind Cyberpunk, Distance, Hogwarts Legacy in Hogsmeade, Horizon Zero Dawn, Indiana Jones, Shadow of the Tomb Raider, The Witcher 2, The Witcher 3 in Novigrad sowie Yooka-Laylee. In Witcher 3 ist interessant, dass in der anderen Testszene in Weißgarten die CPU komplett egal ist und selbst der Ryzen 7 1700 mit der langsamen RAM-Konfiguration voll mithalten kann. Gleiches gilt für andere Gebiete in Hogwarts Legacy. Es ist nicht das ganze Spiel so fordernd wie große Städte.

Bei der gefühlten Flüssigkeit auf dem Ryzen 7 1700 schneiden leider alle fordernden Unreal-Engine-Spiele schlecht ab, diese hakeln wirklich spürbar, teilweise bleibt das Bild immer mal kurz stehen. Das ist schon in Kena störend, Hogwarts Legacy würde ich auf dem 1700 als unspielbar bezeichnen, zumindest in Hogsmeade. Aber dieses Spiel ist auch richtig schlecht optimiert, selbst der 9800X3D bekommt dieses Traversal Stuttering hier nicht richtig in den Griff.

Bei allen anderen Spielen, die nicht auf der Unreal Engine basierten, war ich hingegen beeindruckt, wie flüssig sich die Spiele trotz der niedrigen FPS noch angefühlt haben. Klar, butterweich war es nicht, die Frametimes werden etwas unruhiger, was man spüren kann, aber trotzdem war die Frameausgabe immer noch recht gleichmäßig und das Bild ist nicht, wie bei der Unreal Engine, immer wieder stehen geblieben. Cyberpunk und Witcher 3 spielen sich deshalb gut, genauso Indiana Jones und Shadow of the Tomb Raider. Das sind auch alles Spiele, die alle 16 Threads der CPU gleichmäßig auslasten. Hat man hier also doch einen späten Vorteil durch die vielen Kerne?

Frametimes

Aber dieses Gefühl muss ich natürlich auch belegen, deswegen habe ich von allen Spielen auch noch die Frametimes. Diese werden jedoch nicht Dark-Mode-kompatibel von CapFrameX gespeichert, daher packe ich die alle in einen Spoiler. Dark-Mode-Nutzer, seit gewarnt, das wird hell.

A Hat in Time_ComparisonChartExport_frametimes.png
BioShock Infinite_ComparisonChartExport_frametimes.png
Clair Obscur Expedition 33_ComparisonChartExport_frametimes.png
Cyberpunk 2077_ComparisonChartExport_frametimes.png
Distance_ComparisonChartExport_frametimes.png
Hogwarts Legacy_ComparisonChartExport_frametimes_Hagrid.png
Hogwarts Legacy_ComparisonChartExport_frametimes_Hogsmeade.png
Horizon Zero Dawn™ Remastered_ComparisonChartExport_frametimes.png
Indiana Jones and the Great Circle_ComparisonChartExport_frametimes.png
Jusant_ComparisonChartExport_frametimes.png
Kena Bridge of Spirits_ComparisonChartExport_frametimes.png
Life is Strange 2_ComparisonChartExport_frametimes.png
Mafia II Definitive Edition_ComparisonChartExport_frametimes.png
RESIDENT EVIL 2_ComparisonChartExport_frametimes.png
RESIDENT EVIL 7 biohazard_ComparisonChartExport_frametimes.png
Rise of the Tomb Raider_ComparisonChartExport_frametimes.png
Shadow of the Tomb Raider_ComparisonChartExport_frametimes.png
Still Wakes the Deep_ComparisonChartExport_frametimes.png
The Talos Principle 2_ComparisonChartExport_frametimes.png
The Witcher 2_ComparisonChartExport_frametimes.png
The Witcher 3_ComparisonChartExport_frametimes.png
The Witcher 3_ComparisonChartExport_frametimes_Weissgarten.png
Tomb Raider_ComparisonChartExport_frametimes.png
What Remains of Edith Finch_ComparisonChartExport_frametimes.png
Yooka-Laylee_ComparisonChartExport_frametimes.png

Fazit

"König in Anwendungen, Prinz in Spielen", so lautete im März 2017 die Überschrift zum Ryzen-1000-Launch-Review auf Computerbase. Ob aus dem damaligen Prinz inzwischen wirklich ein König geworden ist, konnte ich natürlich nicht klären, da ich dazu auch das Intel-Flaggschiff 7700K hätte testen müssen. Aber nur mit Blick auf den Sprung, den es bereits 3 Jahre später mit der Ryzen-5000-Reihe gab, muss man leider sagen, dass Ryzen 1000 nicht gut gealtert ist. Der 5700X deklassiert den 1700 schon sehr deutlich, nicht nur in 720p-Benches, sondern auch hier praxisnah in 4K auf einer gehobenen Mittelklasse-Karte. Und dabei war bis auf die beiden Resident Evil's und Indy auch kein Raytracing dabei, das würde die CPU noch mehr in die Knie zwingen. Aber dafür hat der Sockel AM4 den besten Upgrade-Pfad aller Zeiten, denn nicht nur die Ryzen-5000-CPUs sind immer noch sehr gut, den wieder aufgelegten 5800X3D gibt es als Sahnehäubchen oben drauf ja auch noch. AM4 steht damit zusammen mit dem legendären Sockel 775 in der ewigen Hall of Fame, ob AM5 das gleiche Kunststück gelingen wird, wird die Zeit zeigen.

Changelog

18.10.2026Der Ryzen 7 1700 wurde in allen Diagrammen und Frametime-Graphen mit einer Übertaktung von 3.800 MHz hinzugefügt. Danke an @leckerbier1 und @AAS für die Anregung.
20.10.2026Gesamt-Diagramme und Einzeldiagramm und Frametimegraph von Horizon Zero Dawn ausgetauscht, da auf dem 9800X3D versehentlich die dynamische Auflösungsskalierung an war.
 

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Schöner Artikel. Betreibe in meiner Werkstatt selbst noch ein System mit Ryzen 7 1800X und GTX 1080 an einem 27" 4K Monitor. Die ein oder anderen Spiele laufen auch mal in 4K mit angepassten Details.
 
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Der 1800X dürfte durch den höheren Takt nochmal einen ordentlichen Schub bekommen, das könnte ich durch Übertaktung meines 1700 ja auch mal testen.
 
Danke für den Test. Grundsätzlich ist der CPU die Auflösung egal und in Zeiten von Upscaling spielt die Monitorauflösung nur noch eine untergeordnete Rolle, entscheidend ist die Renderauflösung.

Folgende Fragen kann man unabhängig betrachten:
Erreiche ich mit der GPU die gewünschte Framerate?
Erreiche ich mit der CPU die gewünschte Framerate?

Bei der GPU hat man inzwischen viele Möglichkeiten, um auf die gewünschte Framerate zu kommen. Mit den richtigen Einstellungen, kann man auch mit einer ollen RTX 2060S/2070 noch sämtliche Titel auf einem 4K Monitor flüssig spielen. Natürlich nicht ganz so hübsch, wie auf einer High End GPU, aber es funktioniert.

Bei der CPU sieht die Sache anders aus, hier gibt es häufig nur wenige Einstellungen, die die CPU spürbar entlasten, wie z.B. Raytracing abschalten. Wenn die Framerate nicht zu niedrig ist, kann man je nach Titel auch mit Framegeneration das CPU Limit umgehen. Ansonsten hilft nur eine schnellere CPU.
 
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@mario_mendel34 hast halt auch sehr viele alte Titel getestet, die dem 1700 noch zu gute kommt, aber beim CPU lastigen Hogwarts sieht man ganz gut das man vor allem in den 1% low kaum noch Land sieht, außer man hat kein Problem damit noch in 30FPS zu zocken

ansonsten sollte jedem klar sein, der bissi Peilung von der Matiere, beim CPU&GPU Limit hat, dass je höher die Auflösung umso eher kommt man auch ins GPU Limit und die CPU spielt eine entsprechend untergeordnete Rolle

schade das du keine 720P Tests im CPU Limit noch gemacht hast, um den Leistungsvergleich der jeweiligen Ryzen Generationen abzubilden, aber ja, jeder der sich mit nicht mehr als 60FPS zufrieden gibt, kann im Grunde zu jeder 100€ CPU und einer entsprechenden Grafikkarte, in seiner jeweiligen gewünschten Auflösung, greifen

wer aber eher reaktionsschnelle Shooter oder Rennspiele zockt, braucht dann meist auch eine entsprechende starke CPU im System, selbst in 4K, auch wenn man dann icht mehr alle Regler auf ultra ziehen kann um an die gewünscht hohen FPS zu kommen

oder genauso wie bei Strategie sowie Aufbautiteln, die entsprechend stark CPU lastig sind
 
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Danke für den interessanten Beitrag.

Bin vor einiger Zeit vom R7 1700 zum R7 5700 gewechselt, nun sehe ich auch mal ein paar reale Balken
die meine Entscheidung doch sehr deutlich bekräftigen. Für meine alten Games hat der 1700er zwar immer
ausgereicht, aber man will ja auch mal was neueres. ;)
 
@Verak Drezzt Einige von den alten Titeln zwingen den 1700 aber auch ordentlich in die Knie, nur halt auf höherem FPS-Niveau, aber gerade bei den Spielen, die nur wenige Kerne nutzen, tendieren die Frametimes dazu, spürbar unrund zu werden.

Das Problem in Hogwarts Legacy sind auch nicht die 30 FPS, wären die stabil, könnte man das Spiel so spielen, habe ich zum Release auf der PS5 auch so gemacht. Das Problem sind die sehr schlechten Frametimes, weswegen das Bild immer mal kurz stehen bleibt. Witcher 3 in Novigrad sinkt P1-technisch ja auch schon auf 39 FPS, fühlt sich aber trotzdem noch fluffig an, weil die Frames immer noch relativ gleichmäßig kommen.

CPU-Benchmarks in 720p gibt es wirklich sehr viele, ich wollte mir für diesen Artikel daher im Speziellen die Performance in meinen realen Grafikeinstellungen ansehen.
 
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Danke für den guten Beitrag!
Ein 1700 mit OC wäre in der Tat noch interessant! :D
 
mario_mendel34 schrieb:
CPU-Benchmarks in 720p gibt es wirklich sehr viele, ich wollte mir für diesen Artikel daher im Speziellen die Performance in meinen realen Grafikeinstellungen ansehen.
ahjo nen CPU Test zu verstehen ist nicht wirklich schwer, auch wenn man zu nem 1700 eher weniger Tests noch findet, musst du dir halt nur nen Test von nem 5700X und nem 9800X3D als auch nen GPU Test deiner 9070 in 4K raussuchen und dann siehst du ja wie beides harmonieren,

wenn ein 5700X als Beispiel 70FPS, ein 9800X3D 140FPS und deine 9070 wie im CB GPU Index bei 4K um die 50FPS macht, weisde das eher deine Grafikkarte der limitierende Faktor in 4K ist und hättest da wohl nicht mal auf einen 9800X3D aufrüsten müssen
 
@AAS OC auf 3.800 MHz folgt.🙂

Verak Drezzt schrieb:
wenn ein 5700X als Beispiel 70FPS, ein 9800X3D 140FPS und deine 9070 wie im CB GPU Index bei 4K um die 50FPS macht, weisde das eher deine Grafikkarte der limitierende Faktor in 4K ist und hättest da wohl nicht mal auf einen 9800X3D aufrüsten müssen
Das Prinzip von 720p-Tests für die CPU ist mir bekannt, habe ich selber schon oft gemacht. Genau deswegen wollte ich es dieses Mal mit meinen realen Grafikeinstellungen testen, um zu sehen, wie viel von der Mehrleistung im GPU-Limit verpufft, bzw. wie viel der 1700 trotzdem noch verliert. Das Upgrade auf den 9800X3D hat sich bei mir trotzdem sehr gelohnt, in Witcher 1 im Händlerviertel 60 % bessere P1 als auf meinem vorherigen 7800X3D, bessere Performance in 86Box und RPCS3.
 
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Hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack, wie sich der auf 3.800 MHz übertaktete Ryzen 7 1700 bei den 11 CPU-lastigen Spielen einreiht.
CPU-lastige Spiele.png


Von der 18,75-%-igen Takterhöhung kommen nur 9,25 % in Mehrperformance bei den durchschnittlichen FPS an, bei den P1-FPS sind es 10,78 %. Und gerade in den Spielen, die viele Kerne nutzen, ist es eher weniger, da aufgrund der Aufteilung in zwei 4-Kern-Cluster sehr viel Kommunikation über die Infinity Fabric muss, die einfach der Flaschenhals ist.

Sobald ich alle Spiele mit der Übertaktung durch habe, aktualisiere ich die Diagramme im Artikel.
 
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mario_mendel34 schrieb:
Der 1800X dürfte durch den höheren Takt nochmal einen ordentlichen Schub bekommen, das könnte ich durch Übertaktung meines 1700 ja auch mal testen.
Hatte damals absichtlich nur den 1700 (ohne X) da die ja alle freigeschaltet waren, lief auf Anhieb mit 1800x OC ohne Problem bis zum Wechsel auf den 5800x so durch.
 
Schöner Test, danke dafür!

Den 1700 hatte ich mir damals auch kurz nach Release geholt, ihn allerdings nach etwas mehr als zwei Jahren bereits durch einen 3700X ersetzt.

Dem Fazit kann ich mich nur anschließen. Die Ryzen-1000er sind leider nicht besonders gut gealtert und heute zum Zocken nur noch eingeschränkt zu gebrauchen. Dank der grandiosen AM4-Plattform ist das aber zum Glück kein großes Problem.
 
Der übertaktete Ryzen 7 1700 ist jetzt in allen Diagrammen und Frametime-Graphen drin. Im Großen und Ganzen war die Übertaktung aber enttäuschend, da kam weniger Leistung bei rum als beim Wechsel vom 2400er-RAM auf den 3200er-RAM. In Horizon Zero Dawn schafft der übertaktete 1700, sich genau in die Mitte zwischen Stock 1700 und 5700X zu setzen, in den anderen CPU-intensiven Spielen klafft immer noch eine große Lücke.

Pro_Bro schrieb:
Hatte damals absichtlich nur den 1700 (ohne X) da die ja alle freigeschaltet waren, lief auf Anhieb mit 1800x OC ohne Problem bis zum Wechsel auf den 5800x so durch.
Ja, hier im Forum konnte man das allgemein beobachten, dass, wenn zum Achtkerner gegriffen wurde, immer der 1700 gekauft wurde. Ist ja auch logisch, war 200 Euro billiger und die Übertaktung ist ja wirklich easy gemacht.

T670i schrieb:
Den 1700 hatte ich mir damals auch kurz nach Release geholt, ihn allerdings nach etwas mehr als zwei Jahren bereits durch einen 3700X ersetzt.
So mutig, mir den 1700 zum Release zu holen, war ich nicht, zu der Zeit hatte ich noch eine alte Intel-HEDT-Plattform mit Intel Core i7 5820K. Hatte immer Angst, dass ich mich in der Gaming-Performance verschlechtere. Ich bin erst mit dem Ryzen 5 3600 eingestiegen. Den 1700 habe ich Jahre später gebraucht gekauft, weil ich neugierig war, wie schlecht der wirklich performt, und meine Befürchtung hat sich bewahrheitet, der 5820K war immer schneller.
 
Interessant zu sehen, was man mit RAM und OC aus 1700 rausholen kann, wobei der Takt ab Werk auch sehr niedrig war. Der Mehrwert der ersten Ryzen Generation lag eher in der MC Performance, weil es bei Intel nur 4 Kerne auf dem normalen Sockel gab. Die Gaming Performance wurde erst mit Ryzen 3000/5000 deutlich besser und bekam mit dem 5800X3D die Krone aufgesetzt.

Ich hatte damals vom AMD Phenom II X6 1090T Black Edition auf den Ryzen 5 1600 gewechselt, das war trotz ähnlicher Taktrate ein ordentlicher Sprung. Danach kamen 3600, 5600X und schließlich der 5800X3D.
 
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Sehr schön. Auch für den "einfachen Michel"/ DAU imo viel sinnvoller als 720p Tests. Mich juckt nicht, was CPU potenziell/theoretisch mit Grafikkartenupgrade xy in 5 Jahren ggf. erreicht.

Nur das was ich auch einstelle zum Zocken ist mir wichtig und wenn ich dann eben im GPU Limit bin (oder nur popelige 20-30% ggf. rausholen kann mit ner top CPU) die Erkenntnis Gewinne 200-300EUR für die Highend CPU (x3d) sparen kann und eben ein kleiner Einstiegs-8-Kerner o. ä. reicht.

Daher nochmal ein ausdrückliches Dankeschön! :schluck:

MfG, R+h
 
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AMD-Flo schrieb:
Der Mehrwert der ersten Ryzen Generation lag eher in der MC Performance, weil es bei Intel nur 4 Kerne auf dem normalen Sockel gab.
Wobei man von der guten MC-Performance auch nur profitiert hat, wenn die Threads unabhängig voneinander arbeiten konnten und keine Kommunikation über die IF stattfinden musste. Gab auch abseits vom Gaming bestimmte Workloads, wo die Haswell-E- und Broadwell-E-CPUs, die alle Kerne in einem Ringbus hatten, viel besser waren. Intel hatte HEDT dann nur mit Skylake-X verhauen, wo der Ringbus durch ein Mesh ersetzt wurde, was hohe Latenzen hatte.

AMD-Flo schrieb:
Die Gaming Performance wurde erst mit Ryzen 3000/5000 deutlich besser und bekam mit dem 5800X3D die Krone aufgesetzt.
Ich war mit meinen beiden Zen-2-CPUs 3600 und 3900X schon sehr zufrieden, aber der 5900X war dann wirklich nochmal eine andere Welt, da sind mir teilweise richtig die Augen rausgefallen. Und das sind sie dann auch nochmal beim 5800X3D. Das Teil war so geil, von allen CPUs, die ich wieder verkauft hatte, bereue ich es beim 5800X3D am meisten.
 
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Ich hab in Horizon Zero Dawn noch einen Fehler entdeckt, auf dem 9800X3D war versehentlich die dynamische Auflösungsskalierung mit Ziel-FPS 120 an. Den habe ich jetzt mit FSR4 Quality nochmal neu gebencht, und jetzt ist er bei den Durchschnitts-FPS nicht mehr schneller als der 5700X, nur bei den P1-FPS. Diagramme sind ausgetauscht.

Ich prüfe morgen die anderen Systeme nochmal nach, ob da auch wirklich immer die dynamische Skalierung aus war.

Die ausgetauschten Diagramme sehen minimal anders aus, da ich die jetzt schnell auf meinem Macbook gemacht habe und Excel unter macOS minimal anders ausschaut als unter Windows. In meinem Desktop-PC steckt noch das Bench-System und nicht mein Arbeitssystem. Das fixe ich morgen alles noch.
 

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