Trinkgeld in Deutschland - wem? wieviel? warum?

Was trifft bei Ihnen im Bezug auf Trinkgeldvergabe zu?


  • Umfrageteilnehmer
    78
Generell gibts auch nur noch im Restaurant nen gutes TG weis nicht das gehört einfach dazu es sei denne das ding war ultraschlecht.

Naja sonst gibts halt die paar cents zur runden zahl einfach immer von mir sollten 2-3cent da fehlen egal ob tanke oder beim einkauf.
Die meisten wollen schon garkeine cent mehr und machens genau andersrum geben mir das besonders fällt das an der Tanke auf..
Die nerven blos wird zeit das es mal abgeschafft wird zumindest 1 und 2er cent...
 
Ich gebe eigentlich Standard 5% außer der Dienstleister, egal ob Friseur/Friseuse, Dönermann/frau, Kellner/in ist unfreundlich. Wenn ich sie gut kenne oder sie ihre Sache gut machen dann gerne auch 10% oder mehr. Das Meiste war bisher 20%, da hat mich aber auch das Essen beinahe umgehauen und ich war scharf auf die Bedienung XD
 
Habe gestern Beispielsweise etwas bestellt und eine falsche Beilage bekommen, jedoch gesagt dass dies kein Problem sei. Eine Minute später Stand die Kellnerin mit der richtigen Beilage da und meinte ich bekäme die natürlich kostenlos zusätzlich.

Die richtige Beilage hätte es sowieso gehen müssen, sonst hätte ich gleich mit dem Anwalt gedroht.
 
Pandora schrieb:
Und ich habe ein massives Problem damit Menschen zu belohnen, nur weil sie ihren Job machen.
Du sprichst mir aus der Seele. Trinkgeld gibts bei mir nur für außerordentlich gute Leistung im Vergleich zum Preis oder Leistungen, die nicht verpflichtend sind. Wenn ich in ein Restaurant gehe, dann erwarte ich, dass das Essen gut schmeckt und der Service freundlich ist, weshalb ich in diesem Bereich so gut wie gar kein Trinkgeld gebe. Davon mal abgesehen, dass ich von Bekannten und eigener Erfahrung weiß, dass die Küche von dem Trinkgeld meistens nichts sieht. Wenn ein Betrieb außergewöhnlich gute Leistungen im Vergleich zur Konkurrenz erbringt, dann kann er dafür auch mehr Geld nehmen und dann seine Mitarbeiter besser bezahlen bzw. diese können bei dauernd sehr guter Leistung mehr Lohn fordern.
 
Meiner Frisörin gebe ich pauschal 20% Trinkgeld. Allen anderen (Kellner, Taxifahrer, Handwerker, etc.) nur wenn ich mit der Leistung zufrieden bin, dann sind es meist Beträge zwischen 2 und 5€. An die 10%-Regelung halte ich mich nicht.
 
Krass wie wenig Trinkgeld ihr gebt und das manche sogar gar nix geben. Klar wurden die Preise beim Friseur die letzten Jahre drastisch erhöht, weil sie vorher unter dem Mindestlohn verdienten und jetzt wenigstens Mindestlohn verdienen. Mindestlohn, das ist gar nix. Warum man da nicht mal nen Euro gibt verstehe ich nicht. Auch die Kellner verdienen doch viel zu wenig. Grade als Student muss man das doch Wissen oder wie finanziert ihr eurer Studium? Den Köchen kann man auch direkt das Geld geben, was für eine Ausrede.
 
Die Preise bei meinem Friseur sind einfach so das es angenehmer ist Trinkgeld zu geben.
Ich finde es frech 18,50€ für einen normalen Herrenschnitt zu nehmen, aber die 1,50€ sind mir dann auch egal und kommen ggf. bei den Mitarbeitern direkt an. Zumindest haben diese mir das schonmal gesagt - kenne dort eine Mitarbeiterin ganz gut.

Restaurant und Pizzabote bekommen immer Trinkgeld, die Höhe ist wirklich sehr individuell. So wie es eben gerade passt. :)
Der Hotelreinigungskraft habe ich gerade Freitag 5€ da gelassen, war nämlich 2 Wochen auf Teneriffa.
 
@Lunge: Ich habe selber als Studenten-/Schülerjob in der Gastronomie gearbeitet und noch NIE ist es vorgekommen, dass ein Gast in die Küche gelaufen ist und uns Trinkgeld gegeben hat. Das ist alles beim Service hängengeblieben, selbst wenn gesagt wird, dass die Küche was davon sehen soll. Sobald es ums Geld geht hört die Ehrlichkeit da bei vielen Menschen auf. Als Student, bezahlen die Eltern oder der Staat, und wenn man Medizin, Mathematik, Informatik oder ähnliche Fächer studiert, dann ist mehr als 40 Stunden im Monat arbeiten sowieso nicht drin. Wenn jemand Literatur/ Philosophie usw. studiert und dann nebenbei Teilzeit als Kellner arbeitet(kam bei uns öfters vor), dann ist das für mich alles andere als ein Grund ihm/ihr Trinkgeld zu geben, zumal wie schon gesagt wurde, der AG für die Entlohnung der Mitarbeiter zuständig ist.
 
frankel95 schrieb:
Manchmal tut es mir echt leid das ich nichts gebe aber dann liegt es daran das ich mit Karte bezahle und kein Bargeld dabei habe.
Auch bei Kartenzahlung kann man problemlos Trinkgeld geben. Man muss nur dem Dienstleister vor dem Bezahlvorgang einen entsprechenden Hinweis geben.

Ich gebe Trinkgeld, wenn ich mit einer Dienstleistung zufrieden bin
 
Also auf der anderen Seite vom Teich hab ich mehrmals gesehen, dass bei der Kartenzahlung die Trinkgeld Option in ihr Zahlgerät eingebaut wurde und man zwischen 10%, 15% und 20% auswählen konnte. Wie man kein Trinkgeld gibt hab ich übrigens nicht herausgefunden^^
 
Eigentlich ist das dreist dem Kunden Trinkgeld aufzuzwingen.
Am besten spuckt er mir dann auch noch in die Suppe wenn ich "nur" 10% gebe oder was?

Ist ja nicht so das die Kunden auch für ihr Geld arbeiten...
 
Ich gebe Trinkgeld, wenn ich mit einer Dienstleistung zufrieden bin
Warum nur bei Dienstleistungen?

​Und warum nicht konsequenterweise auch der Beratung im Modegeschäft Trinkgeld geben? Supermarktverkäufer? Schlüsseldienst?
 
Ähm... @The Ripper... das sind alles Dienstleistungen...
 
20% auswählen konnte. Wie man kein Trinkgeld gibt hab ich übrigens nicht herausgefunden^^

Bei mir war das letztes Jahr so, das man einen Kreditkartenbeleg zum Unterschreiben hatte und dann unten den Betrag den man als "tip" geben möchte eintragen konnte. Ob das natürlich so sicher ist ist dahingestellt.
 
Shelung schrieb:
Ähm... @The Ripper... das sind alles Dienstleistungen...
​Er meinte, er würde Trinkgeld geben, wenn er mit Dienstleistungen zufrieden wäre.

Meine Frage ist nun, (1) warum er das auf Dienstleistungen beschränkt und (2) warum er nicht bei JEDER Dienstleistung Trinkgeld gibt. Ich sehe z.B. keine Stimmen bei "Beratung in ModegeschäftBeratung in Modegeschäft​".


​Folglich: Ja, es sind alles Dienstleistungen. Aber er gibt nicht allen Trinkgeld.
 
1. Trinkgeld <- gilt ja als Zugabe für eine Person. Der ursprüngliche sinn dahinter fehlt wenn es nicht mit einer Dienstleistung zusammen hängt.

2. Das muss man sehr differenzieren. Berater in Modegeschäften und co. werden genau dafür bezahlt, bekommen zum teil Provision oder sind meistens mehr schlecht als recht.

Ich denke die meisten hier geben unabhängig von der Branche Trinkgeld wenn die Situation einen dazu bringt sich in besonderer form bedanken zu wollen.
Und das ist der springende Punkt. Es gibt kein Trinkgeld nur weil jemand eine Dienstleistung tätigt sondern für eine besondere Leistung für die man sich erkenntlich zeigen möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Trinkgeld <- gilt ja als Zugabe für eine Person. Der ursprüngliche sinn dahinter fehlt wenn es nicht mit einer Dienstleistung zusammen hängt.
​Das Trinkgeldgeben kommt aus den USA, wo der ursprüngliche "Sinn" dahinter war, Servicepersonal für besseren Service zu bestechen. Sh. Quellen aus meinem ersten Post. Später ist diese Angewohnheit schließlich lediglich auf andere Länder, wie z.B. Deutschland übergegangen.

Da hier aber keiner irgendjemanden bestechen möchte, ist mMn dieser "Sinn" obsolet.

​Was ist deiner Meinung nach der heutige Sinn hinter dem Trinkgeld in Deutschland? Ohne dieses Statement ist deine These unbegründet.

2. Das muss man sehr differenzieren. Berater in Modegeschäften und co. werden genau dafür bezahlt, bekommen zum teil Provision oder sind meistens mehr schlecht als recht.
​Ich splitte mal auf:
​-Bezahlung: Die Bedienung im Restaurant wird nicht bezahlt, dass sie die Gäste höflich und zuvorkommend bedient? -> ungültig
​-Provision: Ja, hier zahlt der Arbeitgeber für eine gute Arbeit im Sinne des Unternehmens. Inwiefern ist das ein Argument dafür, dass Restaurants nicht für gute Arbeit in ihrem Unternehmen zahlen müssen?
​-meistens eher schlecht als recht: Ist das ein Argument dagegen, den Beratern, die ihre Arbeit gut oder hervorragend machen, kein Trinkgeld zu geben?

​In a nutshell: Deine Argumentation bisher ist nicht sehr schlüssig.

Ich denke die meisten hier geben unabhängig von der Branche Trinkgeld wenn die Situation einen dazu bringt sich in besonderer form bedanken zu wollen.
Und das ist der springende Punkt. Es gibt kein Trinkgeld nur weil jemand eine Dienstleistung tätigt sondern für eine besondere Leistung für die man sich erkenntlich zeigen möchte.
​Ich wollte zunächst hier ausführlicher werden, jedoch hält deine Aussage viele Optionen offen: "wenn die Situation einen dazu bringt" kann viel heißen: Gesellschaftliche Normen, Gesellschaftlicher Druck, Peinlichkeit, Gute Leistung, etc.
​Deine Schlussfolgerung gilt nur, wenn die Situation durch "gute Leistung" definiert ist.

​Aber, dass dies Realität ist, widerlegt zumindest eine Studie in den USA: Die Höhe des Trinkgeld unterscheidet sich im Hinblick auf die Qualität nur um 2% in der Höhe des Trinkgeldes. Das ist praktisch nichts.

​Wenn erneut "gute Leistung" annimmt, ist das das Trinkgeld alles andere als branchenunabhängig. Wie diese Umfrage hier zeigt, und auch meine Erfahrung, beschränkt sich dies (1) nahezu ausschließlich auf den Diensleistungssektor und bevorzugt (2) eindeutig die Gastro-Branche: 83,05% hier geben im Restaurant Trinkgeld. Keiner gibt in Modegeschäften Trinkgeld. In der Bäckerei gibt auch keiner Trinkgeld. Und 68% beschränken ihr Trinkgeld nur auf die in der Umfrage genannten Bereiche.

​Wie gesagt, nicht sehr schlüssig.
 
The Ripper schrieb:

​Aber, dass dies Realität ist, widerlegt zumindest eine Studie in den USA: Die Höhe des Trinkgeld unterscheidet sich im Hinblick auf die Qualität nur um 2% in der Höhe des Trinkgeldes. Das ist praktisch nichts.

Wobei Nordamerika eine Sondersituation ist. Im Gastrobereich gibt es viele Menschen die ausschließlich vom Trinkgeld leben und sonst keine Bezahlung bekommen. Weiters werden die pauschal besteuert (Umsatzschätzung) und wenn ihnen jemand kein Trinkgeld gibt, dann müssen sie die Steuern trotzdem zahlen, weil das Finanzamt mit einem fixen Trinkgeldsatz rechnet.
Leute die das nicht wissen finden die 20% Forderung teilweise dreist, der Rest weiß, dass sie quasi für das Personal bezahlen und die Normalpreise nur das Essen/Zubereitung betreffen.

Da Endpreise in Nordamerika sowieso nur selten angegeben sind, finden die das wohl normal.
 
Ich frage mich warum du hier das ganze so aufreißt, dinge auseinander zerrst die so natürlich in ihrem Zusammenhang an ursprünglicher Bedeutung verlieren und dann eine neue Antwort erwartest.

Wann und wie viel Trinkgeld man gibt muss jeder für sich in der Situation ausmachen. Es ist eine Sondervergütung und kein fester Beitrag auch wenn es in den USA gerne so ist.
Ob der Postbote was bekommt, der Müllmann einmal im Jahr, der Friseur, Klempner oder sonst wer. Das gab es auch vor der Trinkgeldregelung in andern Ländern und hängt einfach am zwischenmenschlichen.


Die Statistik in den USA ist übrigens für Deutschland nicht anwendbar. Wenn man Trinkgeld zahlen muss, variiert die höhe automatisch nur wenig. Hier gibt's einfach auch gar nichts wenn nicht gewollt.
Wenn jemand meint immer Geld verschenken zu müssen ist das nicht das Problem der anderen.
Wir haben die Freiheit das nach eigenem Ermessen zu entscheiden.
 
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