Ubuntu 12.04.3 64bit laggt

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Fleet Admiral
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Hellau, seitdem ich von Ubuntu 12.04.2 auf 12.04.3 umgestiegen und zwar mit einer frischen Installation. Seitdem laggt das System jedoch und ist fast unbenutzbar. Der Systemmanager zeigt keine all zu große Auslastung an, hängt bei den Laggs aber selber für Sekunden fest.

Modifikationen: Da mit 12.04.3 der liebe Broadcom Wlan Chipsatz nicht zum Arbeiten zu bewegen war habe ich diesen "Workaround", der in Antwort2 beschrieben wird genutzt:
http://askubuntu.com/questions/3379...tall-missing-wl-on-ubuntu-12-04-3-lts-linux-3

Leider kann ich nicht nachvollziehen ob das Problem nach dieser Lösung aufkam oder nicht :(

Gefühlt laggt es mit bei Verwendung der Bluetoothmaus häufiger als mit dem TrackPoint, kann aber auch täuschen. Grenzwertig ist Beides.

Vielleicht kann jemand helfen und kennt das Problem oder kann mir Ansätze verraten wie ich herausbekommen kann, wie ich die Fehlerquelle ausfindig machen kann.

System:
Notebook - Dell Latitude E6500
CPU: P8400 Intel Core2
GPU: X4500HD
RAM: 4GB
Laufwerke: eine SSD (Zustand mehr als in Ordnung ;) )
Peripherie: Bluetoothmaus


Nachtrag - Lösung
Nach einiger Zeit habe ich wie in Post #6 festgehalten eine Lösung gefunden. Der Kernel mit Versionsnummer 3.8 ist der Quell allen Übels. Das Problem konnte durch einen die 3.10 und 3.11, daher einem manuellem Kernelupdate behoben werden. Da der Broadcom STA Treiber mit den neuen Kerneln etwas problematisch war bin ich weiterhin auf den b43 Treiber umgesteigen und damit wieder flüssig unterwegs.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
dein Problem kommt mir sehr bekannt vor. von 2005 bis 2008 hatte ich auch ein Notebook mit Broadcom Wlan Chipsatz und unter Ubuntu (aber auch andere Distributionen waren betroffen) die gleichen Probleme. Je nach Kernel trat das Problem auf, oder auch nicht. Fedora, mit einem sehr neuen Kernel, machte damals keine Probleme. Auch PCLinuxOS lief problemlos. Ich habe nie ausprobiert die Probleme mit Ubuntu zu lösen, aber ich gehe davon aus, dass es am Zusammenspiel zwischen Broadcom-Treiber und Kernel lag. Da mein Notebook noch an anderen Stellen Probleme mit Linux hatte (z. B. Grafiktreiber), bin ich dann doch bei WinXP geblieben und habe das mit dem Dual-Boot aufgegeben.
 
Versuch doch mal Kernel 3.8.0-30 - falls du den Standard-Kernel noch drauf hast! Evtl. hat dieser Kernel bessere Unterstützung. Versuch ist's wert.

Du brauchst da zwei folgende Pakete:

Kernel 3.8:
linux-headers-generic-lts-raring
linux-image-generic-lts-raring
 
Zuletzt bearbeitet:
3.8.0-30 Ist bei 12.04.3 direkt nach der Installation bzw. der div. Updates schon drauf ;)

Hatte zwischenzeitlich den Hals dermaßen voll, dass ich das System neu aufgesetzt habe und eine minimal neuere Version der bcmwl-kernel-source installiert habe (Version 6.30.233).

Bisher gehts, mal schauen was wird.


Dafür kommt jetzt wieder regelmäßig der Fehler vom X-Server der mit dem Standardtreiber und der Intel X4500HD nicht sorecht will. Linux ist eindeutig besser als die neueren Windoof Versionen, endlich wieder basteln :D
 
Update: Wer suchet, der findet!

Das Laggen rührt von der Bluetooth Maus her. Die Logitech M555b verträgt sich nicht mit Linux wie es scheint. Zumindest gibt es 2-3 Berichten zu diesem Thema aber immer ohne Lösung, selbst wenn die Bluetoothkommunikation auf Paketebene auseinandergenommen wurde.

verrücktes Ding
 
Update2 (damit eine wirklich funktionierende Lösung für andere Suchende im Thread zu finden ist ;) ):

Meine Annahme, dass es die Bluetoothmaus ist war nur eine halb wahre Mutmaßung. Ohne Bluetoothverbindung wurde es zwar besser, das Problem konnte jedoch nicht vollends behoben werden. Das Einspielen eines neueren Kernels wie 3.10 oder 3.11 bringt jedoch wirklich eine langanhaltende Verbesserung und es laggt nur noch, wenn die Hardware zum Flaschenhals wird!

Für die neueren Kernel empfiehlt sich für Broadcom Wlan dann jedoch wirklich der b43 Treiber. Der originale STA Treiber der Broadcomchipsätze funktioniert anscheinend nicht ohne Weiteres
 
Das liegt einfach an Unity. Selbst auf modernster Hardware verspürt man komische Verzögerungen, auf den Uni Rechnern ist es praktisch nicht benutzbar. Die Maus ist es garantiert nicht, die habe ich auch für den Laptop. Also entweder neues GUI ziehen, wie Cinnamon, Xfce4 etc. oder du machst mit Ubuntu was es verdient, putz es von der Platte.

Würde dir sogar empfehlen auf Manjaro Linux umzusteigen. Vorteile:
- Basiert auf ArchLinux (das trägt die Nerd Community, die Wikis zu jedem Mist schreiben^^)
- Prop. Treiber support von Haus aus
- Multi Kernel support
- AUR Repos, mit "yaourt <package>" lässt sich Quellcode ziehen und automatisch kompilieren
- Rolling Releases, Kernel 3.10.13 momentan bald 3.11.3 im stable branch. Die ganze Distro ist eine LTS Version ohne diese lästigen 6 Monats updates bis zur nächsten LTS. Einmal drauf, immer aktuell.

Wenn es dennoch auf Ubuntu Basis sein soll, dann nimm Linux Mint. Die Cinnamon Edition ruckelt garantiert nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rolling Release ist ganz sicher kein LTS. Kleiner Tip: LTS = Langzeitsupport... Bei einem Rolling Release weißt du hingegen heute nicht, ob das Update von morgen dir nicht dein halbes System zerknallt.
Ubuntu LTS hat 5 JAHRE Support, mit einem neuen LTS-Release alle 2 Jahre. Innerhalb dieser Zeit gibts Backports wichtiger Pakete, wenn sie auf ihre Stabilität getestet wurden. Das kannst du nicht mit ner Frickel-Lösung wie Arch vergleichen. Wenn man LTS will und braucht, dann verwendet man auch LTS -> CentOS, Ubuntu LTS, Debian... aber ganz sicher nicht Arch.

Rolling Release hat seinen Nutzen... aber nur im Home-Bereich, und da auch nur bei Leuten, die gern Probleme haben & beseitigen.
 
@black90: Wie bereits geschrieben, mit per Hand eingepflegtem, neuerem Kernel und dem b43 Treiber für den Broadcom Wlan-Chip bin ich wieder flüssig unterwegs und stelle nur Lags fest, wenn die Hardware an Grenzen stößt. Die Grenze lies sich wohl durch eine etwas sparsamere Desktopumgebung sicher noch minimal verschieben, aber Look&Fell von Unity finde ich ganz angenehm.



Was LTS vs. Rolling Release angeht. Ein RR Konzept unterscheidet sich grundlegend von jenem eines LTS. Wobei ich auf LTS fahre um möglicherweise auftretetende Inkompatiblitäten durch neue Kernel/Systemkomponenten zu vermeiden. Das ich den Kernelupdate der mit dem Update von Ubuntu LTS 12.04.02 aus 12.04.03 einherging dann von Hand gestartet habe ist eine ganz andere Geschichte und läuft der idee eines Systems welches auf einem LTS Betriebssystem aufsetzt entgegen. Aber ich lern ja noch :)
 
Zuletzt bearbeitet:
LTS heißt ja nicht, dass man sich grundsätzlich neuen Paketen verschließt... Man kann wunderbar LTS als Desktop verwenden, wenn man einige wenige 3rd-Party - Repositories für "ungefährliche" Software verwendet. Niemand will mit Open/LibreOffice von vor 2 Jahren rumwackeln, oder mit Gimp 2.6 -> passende Repos nachladen.
Der Kern des Systems bleibt hingegen solide.
 
Wobei man nicht vergessen darf das LTS Kernel oftmals schon einige Monate auf dem Buckel haben...

Das ist vor allem bei Problemen mit bestimmter Hardware ein Nachteil.

Dafür hat man weniger Probleme bei updates. Ich bin aber eher ein Bleeding Edge Fan
 
Kommt drauf an... RHEL/CentOS ist pure Steinzeit. Debian ist ziemlich träge bei Kernel-Updates. Bei Ubuntu kriegst du halbjährlich neue Stable-Versionen als Backport, aktuell isses halt 3.8-Raring.
 
Das stimmt.

Mit einem backport-Kernel über die Repositories ist das schon eine feine Sache.
 
Eigentlich müsste bis Ende des Jahres sogar 3.11-saucy für 12.04 fällig sein....
 
black90 schrieb:
Das liegt einfach an Unity. Selbst auf modernster Hardware verspürt man komische Verzögerungen
[...]
Wenn es dennoch auf Ubuntu Basis sein soll, dann nimm Linux Mint. Die Cinnamon Edition ruckelt garantiert nicht.
Fürchterlich schlecht getrollt...
Unity ist mitunter die schnellste DE momentan.
Gleichauf mit LXDE und bei weitem schneller als GnomeShell(bzw. Cinnamon) und KDE.

Daaron schrieb:
Eigentlich müsste bis Ende des Jahres sogar 3.11-saucy für 12.04 fällig sein....
Jap, sollte bald nach dem Saucy Release(nächste Woche) geported werden.
Dann kann der Threadersteller den Kernel direkt installieren und nicht nur den Mainline Kernel.
 
Aber es funktioniert doch jetzt so gut :)


Also fast, mit b43 Treiber will das Notebook vom Android Telefon erstellte HotSpots nicht mehr finden. Das ist schon etwas nervig und Bluetooth Thethering macht wirklich wenig Spaß.
 
Benutzt du den network manager? Andre WLAN Netzwerke werden gefunden?

Poste mal bitte die Ausgabe von


Vielleicht finden wir ja was.
 
Code:
$ sudo iwconfig 
eth0      no wireless extensions.

lo        no wireless extensions.

wlan0     IEEE 802.11bg  ESSID:off/any  
          Mode:Managed  Access Point: Not-Associated   Tx-Power=20 dBm   
          Retry  long limit:7   RTS thr:off   Fragment thr:off
          Encryption key:off
          Power Management:off


Interessant, das Ding sollte 802.11n beherrschen (wobei der Androide n bereitstellt) und Power Management off gefällt mir auch nicht
 
Der Broadcom STA Treiber hat wenigstens funktioniert bis zum Kernelupdate. Dagegen haut es mit dem b43 Treiber schlicht überhaupt nicht hin (nur b/g ist einfach Steinzeit und fetzt nicht).

Ich bin mit dieser Anleitung vorgegangen:
https://help.ubuntu.com/community/WifiDocs/Driver/bcm43xx#b43 - Internet access


Code:
~$ lspci -vvnn | grep 14e4
0c:00.0 Network controller [0280]: Broadcom Corporation BCM4322 802.11a/b/g/n Wireless LAN Controller [14e4:432b] (rev 01)

Laut Dokumentation sollte der b43 Treiber für den BWM4322 Chipsatz eigentlich auch nur "teilweise" funktionieren und wenn ich mir die Dokumentation reinziehe scheint es mit 802.11a/n mit genau diesem Chipsatz nicht funktionieren sondern nut b/g. Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege und helft mir zumindest mit dem kleinem "n" unterwegs zu sein ;).
Ergänzung ()

Nachtrag: So nachdem ich als Anfänger jetzt ersteinmal meine aktuelle Installation zerschossen habe bin ich in Windowsverhaltensweisen zurückgefallen. Sprich System plätten und neu installieren.

Also diesmal Ubuntu 13.10 druff und schon läufts stabil, laggt nicht und das Wlan funktioniert. Wobei das an irgend einem neuerem Patch liegen dürfte, da ich es vorher auch schon mit 13.10 versuchte und da die laggs genauso schlimm waren wie mit 12.04.03. Daher 3.8.0.19 ist ne Katastrope 3.8.0.31 ist spitze :D


Mal schauen wann ich wieder Probleme habe :)
 
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