Überspannungsschutz Steckdose gesucht

hardblogger

Lieutenant
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Hallo zusammen,

ist nicht ganz das richtige Board nehme ich an, aber zumindest die Titelunterzeile "Alles zum Thema Stromversorgung" passt :)

Ich suche einen zuverlässigen Überspannungsschutz für meinen Homeserver. Nicht, dass der im Fall eines Blitzeinschlags oder sonstiges mal abraucht...

Gibts da Empfehlungen für zuverlässige Lösungen? Auf was gilt es denn zu achten? Oder kann man einfach die billigste nehmen, weil alle taugen?

Danke!
 
Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: kleine USV (z.B. von APC) mit integriertem Überspannungsschutz für unter EUR 100,-
 
Ein Überspannung- und Überstromschutz als Steckdosenleiste hilft nur in speziellen Fällen. Selbst die teuren Leisten mit sehr hohen Stromstärken bis z.B. 30000-50000A bieten dir bei weitem keine Sicherheit. Blitze können Stromstärken bis zu 300000A erreichen. Die Steckdosenleiste bietet also schon technisch keine Garantie und hält selbst oft den angegeben Stromstärken von z.B. 30000A nicht stand. Sich auf die versprochene Garantie zu verlassen ist nicht zu empfehlen, oftmals bekommt man gar nichts oder nur sehr wenig erstattet.

Davon abgesehen müsstest du sämtliche Elektrogeräte, die miteinander verbunden sind (-> Ethernet!) extra absichern, sowie die Verbindungskabel d.h. jeder PC, Router, Switch und sonstige Netzwerkgeräte müssen mit solch einer Steckdose inkl. Ethernetschutz ausgerüstet sein. Am Router kommt dazu noch ein Überspannung- und Überstromschutz für die Telefon- bzw. Kabelleitung hinzu. Bei Kabelanschluss betrifft das ganze auch noch jeden Fernseher.

Als Fazit kann man festhalten, dass man sich nur mit einer umfassenden Absicherung gegen Blitze schützen kann. Die Absicherung wird in drei Gruppen (Grob-, Mittel- und Feinschutz) unterteilt, welche jeweils höhere Ströme absichert und müssten, wenn sie zuverlässig funktionieren soll, in die Hauselektrik (-> Sicherungskasten) integriert sein. Der Feinschutz, wozu die Steckdosenleisten gehören, gehört an jedes vernetzte Gerät. Dazu sichert man, wie bereits erwähnt, sämtliche andere eingehenden und leitenden Kabel (Telefon, TV Kabel, ...) extra ab, da Überspannung oder Überstrom auch darüber in die Geräte eindringen kann.

Um sicher zu gehen muss all dies abgesichert sein. Ist dem nicht der Fall lohnt sich eine Investition nicht bzw. man benötigt schon viel Glück, damit es was bringt.

@ elkechen
Die von dir verlinkte Steckdosenleiste hat einen Ableitstrom von bis zu 4500A, der durchschnittliche Blitz verfügt über eine Stromstärke von 20000A.

@ computerbase107, Sebbi
Eine USV die den Strom immer über die Batterie leitet, wäre eine Möglichkeit, solange man keinen extrem starken Blitz in der Nähe hat und dieser über die Stromleitung eindringt. Jedoch sollte man die Folgekosten (Akku alle ~2 Jahre) erwähnen. Sollte der Akku ausfallen, stürzt der Rechner ebenfalls mit ab.
 
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Puh - da hängt ja mehr dran, als gedacht...
Auf die Hauselektrik habe ich keinen Einfluss (Mietwohnung)
Ist ein Überspannungsschutz an der Dose (vielleicht mit integriertem LAN Überspannungsschutz) dann besser als nichts, oder kann ich mir das gleich sparen?

So ein USV ist mir glaube ich eine Nummer zu viel...
 
Solange der Blitz nicht direkt ins Haus schlägt, sondern nur in die Stromleitung in der Nähe (min. 30 m von Haus weg), und alle mit den PC verbundenen Geräte über ne gute OnlineUSV laufen, kann man sich fast sicher sein, das die Geräte + PC überleben. Allerdings die USV zumindest auf der Netzseite schrott.

€dit:
die paar mm bei der Sicherung machen dem Blitz aber überhauptnix beim Überspannungsschutz ! der hat schon paar km vorher in der Luft zurückgelegt! Das einzige gegen was son n Überspannungsschutz hilft sind normale Netzüberspannungen, die nicht von der Natur kommen


Bei nen Direktschlag hilft nur noch ein guter Blitzableiter der auch mitn verbauten Stahlbeton verbunden ist, um nen Schutzkäfig zu bilden. Denn ansonsten schon alleine durch das EM Feld des Blitzes die Feinelektronik schrott.

Wenns aber denn direkt den Hausstromanschluss trifft ... wäre es besser, wenn der Rechner komplett von Netz und allen anderen Geräten getrennt ist im Privathaushalt :D
 
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Naja, es kann schon etwas bringen, es ist halt kein garantierter Schutz. Voraussetzung ist, die Überladung kommt aus dem abgesicherten Bereich (Stromnetz, Ethernet, ...) und die Steckdosenleiste hält der Überspannung bzw. Überstrom stand (also eher schwächere Blitze oder Einschlag einige Häuser weiter).

@ Sebbi
Von induzierten Spannungen wollen wir gar nicht erst reden. Das kann echt ein Albtraum sein :). Ein richtig starker Blitz (welche auch die sind, die es bis zur Erde schaffen) könnte vermutlich Feinelektronik in deiner Nachbarschaft killen.
 
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Test von USVs in der aktuellen c't ( c't > Inhalt c't 23/2012 )

Link: http://www.heise.de/ct/inhalt/2012/23/116/

Ergebnis: Kauf dir eine von APC(Schneider Elektrik)

116.jpg



Eigene Erfahrung:

Eine Überspannung (durch einen Pumpenmotor im Keller - oder vielleicht doch ein Blitz) hat, trotz anderer Phase, alle meine Geräte gekillt, die an einem Überspannungsstecker(TV, DVD etc.) von Brennenstuhl hingen.
Mein PC, der an einer APC USV hing, hats überlebt. Die USV hat ein paarmal gepiept - das wars auch schon.
 
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Alternative: Hausrateversicherung anpassen
Tote Hardware tut dann nicht weh. Gegen Datenverlust hilft ein regelmässiges Backup auf vom Stromnetz getrennte "Offlinemedien" oder auf der Cloud. Für private Anwendungen ist das oft die günstigere Lösung.
 
Philipus II schrieb:
Gegen Datenverlust hilft ein regelmässiges Backup auf vom Stromnetz getrennte "Offlinemedien" oder auf der Cloud. Für private Anwendungen ist das oft die günstigere Lösung.

Backup auf Offlinemedien 100 % ACK !

"oder Backup in die Cloud" -> NoGo :o

"und Backup in die Cloud" -> Naja würde ich persönlich nicht machen, aber wer will ... denn du weißt nie wer dann mit deinen Daten handtiert und wie die Verfügbarkeit im Richtigen Notfall ist. Ich errinnere dich nur an Murphys Law
 
Bezüglich der Sicherheit habe ich keine Bedenken. Dank TrueCrypt kann die hochgeladenen Dateien gerne jeder ansehen.
Ein Backup in die Cloud ist aus meiner Sicht eine Ergänzung. Nur auf die Cloud zu setzen ist mi persönlich noch zu heiß.
 
Mein Gedanke war eben, das offline Backup etwas bequemer zu gestalten, indem die externe Platte an einer Steckdose hängt, die per Software über USB aktiviert wird, wenn das backup ansteht.
Und eben jene Steckdose wollte ich eben zunehmend schützen.
Oder genügt es, wenn die Steckdose bei einer Überspannung nicht eingeschaltet ist?
Bin wirklich relativ unbedarft, was Elektrik angeht...
 
hardblogger schrieb:
Oder genügt es, wenn die Steckdose bei einer Überspannung nicht eingeschaltet ist?


bei Überspannung vom Stromnetz ist es wenns nur geringfügig ist ausreichend. Heftigere Überspannungen hält das jenoch nicht ab

Schon mal dich statisch aufgeladen und dann an in die Nähe eines Metallgegenstandes gekommen? Und dann das leichte Zwicken bemerkt odwohl du das Metall gar nicht berührst? Dann hast du gerade einen miniBlitz erlebt, der durch die Luft einige mm bis cm übersprungen hat. Genau das gleiche passiert bei Überspannung im Stromnetz. Irgendwann ist soviel Spannung und Stromstärke vorhanden, das die Lücke, die der Schalter im Stromkreis bildet, einfach überbrückt werden kann. Damit schießt die Überspannung voll in die angeschlossenen Geräte.

Sicher ist in den Sinne nur abgesteckt und ca. 100 cm von der Steckdose weggelegt wenn möglich. Noch besser die Steckdose mit nen Holzstück verstellen, so das keine direkte Sichtverbindung zum Stecker besteht. Dann biste außer bei nen Direktschlag gut abgesichert.

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Ortentliches Backup:

2 USB Platten, die jeweils komplett deine zu sichernden Daten aufnehmen können.
Dann einmal pro Woche (oder wie du willst) deine Wichtigen Daten auf jeweils beine Platten kopieren (oder mit nen Backupprogramm deiner Wahl)

Damit haste deinen Daten 3x. 1x auf deinen PC 1x auf der einen Platte, 1x auf der Anderen.

eine Platte kannste so bei dir haben, die andere in nen Tresor oder so, je nach die wie sicher es sein soll.
 
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