Ünterstützt eine RTX 3060 den CMYK Farbraum

cmdr_nemesis

Ensign
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Hallo liebe Community,

weiß jemand ob eine GeForce RTX 3060 den CMYK Farbraum unterstützt wenn man einen solchen Monitor besitzt, der das ausgeben kann? Es geht darum, die Person arbeitet mit Adobe Photoshop und hat einen entsprechenden Monitor. Nun möchte er aber ab und an auch mal ein modernes Spiel spielen und möchte aber nicht auf diesen CMYK Farbraum verzichten.

Danke euch.

Gruß Cmdr Nemesis
 
Den Monitor will ich sehen der CMYK ausgibt. ;)

Spaß beiseite: hier scheint ein bisschen Verwirrung in der Nomenklatur zu herrschen.

Ich verstehe die Frage nicht ganz, die Antwort ist aber immer: ja.

Eine 3060 kann alles was man braucht - zum Gamen oder Photoshoppen. ;)

CMYK ist ein Farbmodell, kein Farbraum. Ein Monitor kann nie CMYK ausgeben sondern zeigt immer in RGB an, weil er nur RGB Subpixel hat. CMYK spielt nur im Druck eine Rolle, in Photoshop läuft alles mit RGB/in RGB Farbräumen. Man kann CMYK höchstens im Modeselektor oder Softproof simulieren. Ältere Grafikkarten konnten kein 10 Bit ausgeben, weshalb oft zu Workstation Grafikkarten gegriffen werden musste; dies ist aber bereits seit einigen Generation obsolet, 10 Bit und großen Farbräumen steht also auch mit Consumer Grafikkarten nichts mehr im Wege.
 
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Er meinte zu mir, dass er sich vor Jahren einen Monitor und eine Grafikkarte gekauft hat, die Graka ist eine nVidia Quadro....ne ganz alte, die den CMYK Farbraum darstellen kann. Es geht darum, dass er manchmal in Photoshop was bearbeitet und wenn er diese Datei dann irgendwo ausdrucken möchte, dann soll der Druck natürlich den Farben entsprechen, die er auf dem Monitor hatte....also nicht verfälscht.
 
Ein guter kalbrierter Monitor mit hoher Farbraumabdeckung (AdobeRGB, DCI-P3) ist da vorranging.
Trotzdem kann der Monitor im Grunde nur RGB. Wenn du CMYK Farbverbindlich haben willst, dann musst du Proof-Ausdruck auf einem dafür geigneten Drucker und dem gewünschten Papier machen.

Mann arbeitet mit Farbprofilen (Fogra39 etc.) um das gewünschte Endergebnis im Druck zu erreichen.
Sehr umfangreiches Thema, da es sehr vieles zu beachten gibt u.a. Volltonfarben Pantone, HKS (K/N).
 
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Das hat nichts mit CMYK zu tun sondern mit dem Farbraum und ICC profile
Es gibt einen Drucker auf der Welt der den kompletten Farbraum von AdobeRGB abdecken kann. Nicht mal der Farbraum von jpg kann man drucken.

Wenn Du dich damit mehr beschäftigen willst ist ein gamut viewer empfehlenswert. der zeigt dir den druckbaren Bereich deines Druckers und Papiers an.
 
Klar die Karte kann so einiges, was natürlich auch von den Treibern abhängig ist.
Irgendwo habe ich noch im Kopf, dass der Treiber intern bei Nvidia sogar theoretisch eine 48-bit Farbtiefe unterstützt.
Momentan sind das glaube ich 30-Bit. Also 10 pro Farbkanal. Aber selbst das kann schon nicht jeder Monitor.
 
Ok, dann danke schon mal. Also kann man doch sicher mit einer RTX 3060 diese Farbräume möglichst bekommen auch ohne eine Quadro oder? Oder ist das ein Feature was nur den Quadros vorbehalten ist?
 
cmdr_nemesis schrieb:
also nicht verfälscht.
Genau. Das hat aber nichts mit einem "CMYK Farbraum" zu tun, sondern damit, dass du deinen Monitor kalibrierst und einen Druck Proof machst und Farbprofile richtig einpflegst. ;)

Ist alles sehr kompliziert, scheint aber, als hätte sich dein Kollege auch nicht wirklich damit beschäftigt.

Fakt ist: er braucht keine Quadro mehr. Wenn er keinen hardwarekalibrierbaren Monitor hat, muss er mit einer neuen Grafikkarte aber den Monitor nochmals kalibrieren (falls er das überhaupt jemals getan hat), denn die Kalibrationsergebnisse werden in die Grafikkarte geschrieben bei einer Softwarekalibrierung.

Dann ist es nur noch wichtig, dass man sich ein Farbprofil besorgt, welches der Druckservice zur Verfügung stellt, dann kann man problemlos einen farbechten Softproof in Photoshop anstellen.

cmdr_nemesis schrieb:
auch ohne eine Quadro oder?
Ja!

cmdr_nemesis schrieb:
Oder ist das ein Feature was nur den Quadros vorbehalten ist?
NighteeeeeY schrieb:
Ältere Grafikkarten konnten kein 10 Bit ausgeben, weshalb oft zu Workstation Grafikkarten gegriffen werden musste; dies ist aber bereits seit einigen Generation obsolet, 10 Bit und großen Farbräumen steht also auch mit Consumer Grafikkarten nichts mehr im Wege.
;)
 
Gut, dann danke ich euch für die wertvollen Informationen. Dann kann ich ihm die Grafikkarte empfehlen...ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Grüße Cmdr Nemesis
 
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@cmdr_nemesis: @NighteeeeeY und @NameHere haben Dir das Wichtigste ja schon beschrieben. Ergänzend noch der Unterschied zwischen CMYK und RGB in der Farberzeugung. CMYK ist ein subtraktives Farbmodell, RGB ein additives. Vereinfacht kannst Du es Dir so vorstellen:

CMYK:
Beim Drucken auf ein weißes Blatt Papier entsteht beim Überlagern von Cyan, Magenta und Yellow (Gelb) theoretisch ein Schwarz (BlacK). Da es aber kein richtiges Schwarz ist, gibt es noch Schwarz als eigene Farbe im Druckprozess. Etwas ausführlicher kannst Du das z. B. bei Wikipedia nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/CMYK-Farbmodell.

RGB:
Hier ist der Ausgangspunkt ein Monitor/Fernseher. Dieser zeigt standardmäßig nichts an, d.h. das Bild ist schwarz, bis er ein Bildsignal bekommt. Monitore erzeugen die Farben aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Pixel eines Bildschirms setzen sich daher mindestens aus drei Sub-Pixeln in den drei Farben zusammen. Werden alle drei zum Leuchten gebracht, egal ob per Kathodenstrahl bei klassischen Röhren (CRT), per Hintergrundbeleuchtung bei LCDs oder selbstleuchtenden wie OLED, entsteht weißes Licht. Auch hier wieder etwas ausführlicher bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/RGB-Farbraum.

CMYK-Farbmodell.png RGB-Farbmodell.png
 
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CMYK-Farbraum (Profil) hat nichts mit einem Monitor zu tun, den haben Farbdrucker bzw deren Ausdruck.
 
Mal blöd gefragt: CMYK und RGB könnte man aber beide je als CIE Lab Wert angeben oder?
 
Bisschen ganauer geht's nicht, wo eingeben. CIE Lab ist doch eigtl. selbst ein Farbraum.
 
Mein Verständnis war, dass man sowohl CMYK als auch RGB jeweils vollständig in CIELab abbilden kann.
=> Anhand der CIELab Koordinaten müsste es möglich sein zu sehen, wo / ob die beide Farbräume sich überschneiden, oder habe ich das jetzt falsch verstanden?
 
Weiß nicht recht was du meinst, kommt vllt. noch was von jemandem hier.
Ja nachdem mal die Google Suche damit füttern,
du wirst gleich fündige werden, auf vielen kompetenten Seiten zu solchen Themen.
Manche führen auch zu EIZO, mit guten Erklärungen dort zu vielen Themen aus diesem Bereich.
 
Samez schrieb:
CMYK und RGB könnte man aber beide je als CIE Lab Wert angeben oder?

Selbstverständlich. In Photoshop oder jedem anderen Grafikprogramm kannst du ja auch jeden RGB Wert simultan als CMYK Werte ansehen. Umrechnen lassen sich die problemlos. Muss ja, wie will man sonst was drucken. :D

Nur wie weiter oben schon gesagt muss man halt bei der Umrechnung bzw. letztendlichen Ausführung des Drucks ein paar Dinge beachten bezüglich subtraktiv und additives Farbsystem und eben was Leuchtheit von Papierweiß zu Monitorhintergrundbeleuchtung angeht. Aber das ist ja alles in die Software schon eingearbeitet.
 
Bodennebel schrieb:
@cmdr_nemesis: @NighteeeeeY und @NameHere haben Dir das Wichtigste ja schon beschrieben. Ergänzend noch der Unterschied zwischen CMYK und RGB in der Farberzeugung. CMYK ist ein subtraktives Farbmodell, RGB ein additives. Vereinfacht kannst Du es Dir so vorstellen:

CMYK:
Beim Drucken auf ein weißes Blatt Papier entsteht beim Überlagern von Cyan, Magenta und Yellow (Gelb) theoretisch ein Schwarz (BlacK). Da es aber kein richtiges Schwarz ist, gibt es noch Schwarz als eigene Farbe im Druckprozess. Etwas ausführlicher kannst Du das z. B. bei Wikipedia nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/CMYK-Farbmodell.

RGB:
Hier ist der Ausgangspunkt ein Monitor/Fernseher. Dieser zeigt standardmäßig nichts an, d.h. das Bild ist schwarz, bis er ein Bildsignal bekommt. Monitore erzeugen die Farben aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Die Pixel eines Bildschirms setzen sich daher mindestens aus drei Sub-Pixeln in den drei Farben zusammen. Werden alle drei zum Leuchten gebracht, egal ob per Kathodenstrahl bei klassischen Röhren (CRT), per Hintergrundbeleuchtung bei LCDs oder selbstleuchtenden wie OLED, entsteht weißes Licht. Auch hier wieder etwas ausführlicher bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/RGB-Farbraum.

Anhang anzeigen 1120424 Anhang anzeigen 1120425
Danke nochmal für die ausführliche Erklärung. ;)
 
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