Hallo Popey900,
unabhängig von der Marke, Größe technische Spielerein, gibt es einen sehr einfachen Weg in Sachen Bildqualität die Spreu vom Weizen zu trennen. Gehe auf die entsprechende Geizhals-Seite und klicke bei den Kriterien auf:
- Direct-Lit
- [Local Dimming
- und HDR
dann hast Du schon mal über 90% der TVs ausgesondert. Es gibt aber ein paar Ausnahmen, die zwar keine als Local-Diming bezeichnete Technik verfügen, aber trotzdem über alternative Techniken ein sehr gutes Ergebnis liefern.
Zu 1.: Direct-Lit besagt, daß die Hintergrundbeleuchtung nicht aus einer Reihe LEDs bestehen, welche die Hintergrundfolie von der Seite beleuchten (Edge-Lit), sondern daß der TV über eine LED-Matrix verfügt, die hinter der Folie angebracht sind. Dadurch erhält man eine viel bessere und homogenere Ausleuchtung, außerdem eine höhere Leuchtkraft, da mehr LEDs eingesetzt werden können. Der Nachteil dieser Technik, daß dadurch keine 2cm flachen TVs möglich sind, und das je besser die Ausleuchtung ist, sprich je mehr LEDs verwendet werden um die Hintergrundbeleuchtung zu realisieren, umso mehr Strom das Gerät verbraucht. High-End hat halt auch auf der Stromrechnung seinen Preis.
Zu 2.: Zusätzlich zu dem Direct-Lit kann man die Bildqualität dadurch verbessern, indem der Bildprozessor die Leuchtkraft der Hintergrund-LEDs entsprechend der Farb- und Helligkeitsverteilung der jeweiligen Szene anpaßt, also dimmt. Wird das einheitlich für alle LEDs gemacht, dann spricht man von einfachem Dimming. Die besten Geräte jedoch steuern die LEDs in kleineren Gruppen oder noch besser einzeln an. Dadurch erhält man das hochwertigste Bild, weil man dadurch den erzielbaren Kontrastumfang erheblich erhöhen kann. Sprich besonders wenn Du z.B eine Szene hast, wo ein Teil des Bildes sehr Hell ist, der andere jedoch sehr Dunkel, dann sieht man bei schlechten TVs keine Zeichnung (keine feineren Konturen)mehr in solchen Stellen. Je nach Einstellung kommt es dann zu einer Über- oder Unterbelichtung des einen Bildteiles. Indem man jede einzelne LED aber einzeln ansteuern, kann man maximalen Kontrastumfang erreichen, und man sieht wieder Konturen in beiden Teilen. Einziger Nachteil der Technik: Hoher Rechenaufwand und höherer Bauteileaufwand, dadurch höherer Preis. Und wie schon oben erwähnt, höhere Stromkosten.
Zu 3.: Ein technisches Feature auf das man achten sollte. Durch HDR ist die Darstellung eines größeren Farbraums möglich. Sicher oft gehört, doch was bedeutet das in der Praxis? Vereinfacht ausgedrückt, kann man Sachen auf dem Bildschirm darstellen, die vorher einfach nicht möglich waren (außer bei Bildröhren früher). So z.B. die Farben Gold und Silber, oder aber auch ein leuchtendes Dunkelblau. Im reinen RGB-Farbraum ist das eben gar nicht möglich. Daher ist HDR, wenn es alle Komponenten, von der Quelle bis zum Bildschirm unterstützen, ein Feature das zu einer deutlich sichtbaren Verbesserung der Bildschirmdarstellung und des Realismus führt.
Wenn Dir Fernsehen per SAT-Empfang wichtig ist, solltest Du noch zusätzlich auf das Feature "
SAT-IP Client" anklicken. Wenn Du dann deine SAT-Anlage auf SAT-IP umstellst, dann kannst Du Fernsehen übers WLAN. Du schleppst im Sommer dann den Fernseher in den Garten, und brauchst dort lediglich einen Stromanschluß um die nächste WM/EM mit einem Bier in der Hand, und einem saftig gegrilltem Steak in der anderen zu genießen.