News Umfrage bei Unternehmen: Halbleiter „Made in Europe“ dürfen kaum mehr kosten

nlr

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Europäische Unternehmen sind in vielen Bereichen von ausländischen Halbleiter­fertigern abhängig und müssen sich auf die Verfügbarkeit dieser verlassen können. Eine Mehrheit der vom Bitkom befragten Unternehmen würde auch europäische Halbleiter kaufen, sofern diese maximal 5 Prozent teurer sind als die aktuellen Bezugsquellen.

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Nicht überraschend, dass am Ende immer die Kosten entscheiden. Offshoring hat man ja nicht aus jux und dollerei gemacht.
 
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Ist halt das ewige Problem, was kostet es, wenn man nicht mehr in der Lage ist seinem Geschäft nachzugehen? Die Europäische Industrie hat sich über weite Strecken an den bestbietenden verkauft; und die Resultate sehen wir langsam. Nexperia ist ein super Beispiel, was es kosten kann - man stelle sich vor, weite Teile der Autoindustrie stehen wegen einem Zulieferer still.

Just in Sequence, Global supply usw sind halt "effizienter" bis es kracht.
Und dann gehen wir zur Regierung jammern.
 
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"Was ist Dir Deine "Unabhängigkeit" wert?"
"'Nen Euro. Max!"
 
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Stimmt! Halbleiter, die in Europa hergestellt würden, bräuchten ja u. a. keine seltenen Erden aus Asien. Damit würde man die Abhängigkeit völlig aufbrechen! :freak:
 
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Die Frage ist, ob die seltenen Erden wirklich so selten sind. Sieht man ja am Lithium, das jetzt, wo man vermehrt danach sucht, immer mehr gefunden wird. Ich denke man sucht gar nicht mehr danach, weil das Suchen zu teuer und die Gewinnung zu umweltschädigend ist. Besser andere machen das...
 
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natürlich dürfen sie nicht mehr kosten. Für Unternehmen zählen Zahlen. Das ist das was unsere Politik immer vergisst. Kein Unternehmer wird hier aus gutem Willen eine Fabrik eröffnen, wenn die Mehrkosten nicht durch höhere Preise und garantierter Abnahme gedeckt sind. Und andersrum wird kein Unternehmer höhere Preise zahlen, nur weil das Produkt aus der EU kommt und nicht aus Asien.
 
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Tja, die Unternehmen wollen maximal 5% mehr bezahlen wenn die Waren aus der EU kommen. Gleichzeitig regen sie sich aber auch auf wenn die Konkurrenz aus Fernost immer stärker wird und deren Kundschaft lieber dort kauft weil es wesentlich günstiger ist...
 
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Hauptsache billig, das sieht man schon am Endkunden.
Es sind nicht umsonst Temu und Shein so erfolgreich, da ist es auch egal wenn das Billignetzteil dein Haus abfackelt oder der Billigschmuck zum Entsorgen auf den Sondermüll muss
 
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Kaufmannsladen schrieb:
Nicht überraschend, dass am Ende immer die Kosten entscheiden. Offshoring hat man ja nicht aus jux und dollerei gemacht.
Dann sollen die Shareholder auch die Risiken und Schäden tragen.
 
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Wie schnell doch das grosse grüne Schiff im Suez-Kanal (und alle ebenbürtigen Faktoren einer Vollkostenrechnung) vergessen ist ...
 
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die lieferketten sind halt noch zu stabil um sich ernsthaft mit so unbequemen fakten zu befassen.
 
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Pixelkiller schrieb:
Hauptsache billig, das sieht man schon am Endkunden
Genau das! Den Unternehmen ist das am Ende „egal“, die Produktkosten werden ja auf den Kunden umgelegt. Die 5% Aussage ist meiner Ansicht nach eher so zu verstehen:

„Die Unternehmen denken das bei 5% teueren Halbleiter Chips aus der EU der Endkunde die damit verbundenen Kostensteigerungen akzeptieren wird sodass sich das nicht negativ auf die Geschäftszahlen auswirkt“.

Man kann sich ja mal ein Gedankenexperiment machen:

A) EU Chip RTX5090 2600 EUR vs. Taiwan Chip RTX5090 2500 EUR

B) EU Chip Smartphone 1050 EUR vs. Korea Chip Smartphone 1000 EUR

C) Bei einem 60.000 EUR Auto hingegen wird das komplett egal sein, da macht das vielleicht 60.100 EUR.
 
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Wie hoch ist das Risiko dass es einen Totalausfall der Lieferkette gibt in den nächsten 5 Jahren?
5-10% ?
Wie hoch ist der Schaden wenn sie ausfällt?
Vielleicht 5-30% Verlust, wenn man davon ausgeht dass entweder alternative Quellen gefunden werden oder der Staat eingreift.

Scheint ein überschaubares Risiko zu sein für ein Unternehmen. Da würde ich auch nicht viel für eine Versicherung ausgeben.

Volkswirtschaftlich ist das Risiko natürlich größer, aber das liegt nicht im Aufgabenbereich einzelner Unternehmen dies zu mitigieren.
 
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Das eigentliche Problem ist gar nicht der höhere Kostenfaktor.
Sondern das wir mit dem Erwerb dieser Teile danach nicht mehr die innovativeren Produkte schmieden.
Unser Vorteil war stets das #erfinden #machen #vorrangehen

Selbst wenn wir die Teile -30% innerhalb der EU selbst schnitzen könnten, bringt uns das auf lange Sicht nicht weiter.
 
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Lippenbekenntnisse
Allein den Willen dann auch tatsächlich der Vernunft den Vorrang über die Gier zu geben bezweifle ich insbesondere bei Konzernen.
Prove me wrong.

Oder wie sieht es inzwischen mit der pharmazeutischen Grundversorgung aus Eigenproduktion in EU aus 5 Jahre nach der Pandemie? Hat zwar nicht unmittelbar was miteinander zu tun...aber....doch....
 
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EadZ schrieb:
man die Abhängigkeit völlig aufbrechen!
Tipp: recherhiere doch mal wo in den letzten 3-5 Jahren seltene Erden in großer Menge gefunden wurden. Und beim nächsten mal recherchierst Du bitte brav vorher. Ok ? :cool_alt::schluck: :heilig:
 
DeadMan666 schrieb:
da macht das vielleicht 60.1000 EUR.
Wie viel?


Befragt wurden die Unternehmen auch dazu, wie sie die Maßnahmen der EU zur Stärkung der europäischen Halbleiter-Industrie beurteilen.
Welche Maßnahmen eigentlich? Gibt es da abseits von Subventionen überhaupt irgendwas?
Das müsste ja schon was substantielles sein, wenn die Firmen die Maßnahmen loben.
 
Kaufmannsladen schrieb:
Nicht überraschend, dass am Ende immer die Kosten entscheiden. Offshoring hat man ja nicht aus jux und dollerei gemacht.
Weil man ja zur Halbleiterproduktion MASSEN an Billigarbeiter im offshore braucht ;)
Ich weiß ja auch nicht.

@ueg
offshore ist schon korrekt in dem Kontext ;)
 
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