News Umfrage bei Unternehmen: Halbleiter „Made in Europe“ dürfen kaum mehr kosten

Ach am Ende produzieren sie einfach gleich in China, verkaufen natürlich auch in China und USA, das klappt in letzter Zeit bloß nicht mehr so gut. Entweder wegen Zölle oder sie es gleich selber bauen
 
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Mit dieser Einstellung bleiben wir abhängig vom EU Ausland, letztlich sind diese aber deutlich günstiger.
Letztlich wäre Zwang wohl am besten in Form von Zölle welche nicht EU Halbleiter teuer machen als einheimische.
 
Ist doch logisch, wenn der Produktionsstandort eh unattraktiver wird, warum bereit sein, hier höhere Kosten zu zahlen, wenn mann längerfristig auch die produktion verlagern kann?

Das ist für viele deutlich attraktiver. Zumal euopäische Halbleiter ja immer nett klingen, aber wenn der gesamte Wirtschaftskreislauf rund um diesen Industriezweig um Asien und teils Nordamerika liegt, dann wird das nicht so leicht. Man braucht ja nicht nur die fertigen Chips, sondern jegliche Infrastruktur und Handelsketten drumherum. Und das Personal.

Wäre die Attraktivität Europas als Produktionsstandort größer, wäre auch die BEreitschaft zu höheren Preisen für einheimische Vorprodukte größer.
 
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jabberwalky schrieb:
Die Frage ist, ob die seltenen Erden wirklich so selten sind. Sieht man ja am Lithium, das jetzt, wo man vermehrt danach sucht, immer mehr gefunden wird. Ich denke man sucht dar nicht mehr danach weil das Suchen zu teuer und die Gewinnung zu umweltschädigend ist. Besser andere machen das...
Seltene Erden waren nie selten, sondern sind quasi überall, sie heißen so weil die Konzentration niedrig ist. Alles über 1% ist bei den meisten schon ein Jackpot. Deshalb lohnt es sich auch quasi nie, die seltenen Erden selber zu fördern, sondern man fördert sie als Beiwerk bei Kupfer, Eisen usw.

Außerdem fördert nicht nur China seltene Erden, aber selbst Australien schickt ihre Erze dann nach China zum Veredeln, da China auf die Veredelung ein quasi Monopol hat.
 
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nachdem die stetig wachsende Nähe zu China zum Problem wurde und nicht mehr gewährleistet werden konnte, dass wichtige Produkte auch den europäischen Bürgern zur Verfügung stehen. Die von China als Reaktion darauf verhängten Exportkontrollen machten deutlich, wie abhängig zum Beispiel Autohersteller von einzelnen ausländischen Halbleiterunternehmen sind.

Hilfe, wir haben Angst dass wir keine Chips mehr bekommen, deswegen machen wir Unsinn, der dazu führt, dass wir keine Chips mehr bekommen.

Und bei dem ganzen Unfug sollte man auch mal realisieren, dass es nicht nur China und die EU gibt.
Auch auf den Phillippinen, in Mayasia und natürlich auch in Korea gibt es eine blühende Halbleiterindustrie.
 
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KainerM schrieb:
Just in Sequence, Global supply usw sind halt "effizienter" bis es kracht.
Und dann gehen wir zur Regierung jammern.
Ja, im Nachhinein könnte man sagen das war grob fahrlässig. Aber die dicken Gewinne haben die Hersteller ja gemacht, sollen sie jetzt auch auf die Fresse fallen.
 
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jabberwalky schrieb:
Die Frage ist, ob die seltenen Erden wirklich so selten sind. Sieht man ja am Lithium, das jetzt, wo man vermehrt danach sucht, immer mehr gefunden wird. Ich denke man sucht dar nicht mehr danach weil das Suchen zu teuer und die Gewinnung zu umweltschädigend ist. Besser andere machen das...
Sind sie nicht, die kann man in ziemlich vielen Laendern abbauen. Das Problem ist die Gewinnung der seltenen Erden aus dem abgebauten Material, das ist China momentan Monopolist (dank niedriger Umweltstandards und hoher Subventionen). Ausserdem erfordert dies viel Wasser und einen hohen Chemiekalien Einsatz. Und wir supersaubere Europaer moegen sowas nicht. Also macht das China fuer uns, dann dann haben wir ein reines Gewissen.
 
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jabberwalky schrieb:
Die Frage ist, ob die seltenen Erden wirklich so selten sind.
Nein, sind sie nicht. Im gesamten ist nix daran selten.
Aber sie haben sich in der Entstehung der Erde nicht derartig konzentriert wie andere Rohstoffe. Sie sind in geringen Mengen ueberall drin.

Knuddelbearli schrieb:
Außerdem fördert nicht nur China seltene Erden, aber selbst Australien schickt ihre Erze dann nach China zum Veredeln, da China auf die Veredelung ein quasi Monopol hat.
Ich weiss nicht wie arbeitsintensiv der Veredelungsprozess ist, aber China hat bei vielen Sachen eine andere, ich will es mal Mentalitaet nennen. Damit China etwas macht, muss es nicht mehr Gewinn bringen als alles andere. Auch bei nur minimalem Gewinn findet sich jemand in China, der das macht.
So duerfte es mit den seltenen Erden angefangen haben, als der Verbrauch nur gering war. Der Westen dachte sich: "Lohnt sich nicht, die Chinesen machen es eh billig".
Tjo, und nu stehen wir da.

Fighter1993 schrieb:
Aber die dicken Gewinne haben die Hersteller ja gemacht, sollen sie jetzt auch auf die Fresse fallen.
Das Problem dabei ist, die Hersteller sind in diesem Prozess derartig dick und fett geworden... Wenn die fallen, gibts ein Beben in der Wirtschaft, da werden wir uns alle die Situation aus 2008 zurueckwuenschen.
 
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Ranayna schrieb:
Das Problem dabei ist, die Hersteller sind in diesem Prozess derartig dick und fett geworden... Wenn die fallen, gibts ein Beben in der Wirtschaft, da werden wir uns alle die Situation aus 2008 zurueckwuenschen.
Joa, Zeit genug das zu verhindern war ja jetzt lange genug da oder? So in etwa 17 Jahre….
 
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Ranayna schrieb:
Ich weiss nicht wie arbeitsintensiv der Veredelungsprozess
Dürfte vermutlich stark von den einzuhaltenden Umweltauflagen abhängen.
Das Fördern ist ja nicht das Problem aber irgendwie wirds einen Grund haben weshalb China die Veredelung quasi komplett in der Hand hat.
 
EadZ schrieb:
keine seltenen Erden aus Asien. Damit würde man die Abhängigkeit völlig aufbrechen! :freak:
Seltene Erden sind eigentlich gar nicht so selten. Aber aus Asien sind sie eben besonders günstig 😅.

Wenn man wollte, könnte man auch da unabhängiger werden.
Kostet aber wieder.
 
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Fighter1993 schrieb:
Joa, Zeit genug das zu verhindern war ja jetzt lange genug da oder?
Sollte man meinen.
Aber Unternehmen, vorallem boersennotierte, denken nur bis zum naechsten Quartalsabschluss. Von selber wird da keines weiter denken als die typische CEO Halbwertszeit.

Und politischer Wille die Unternehmen mal zur Verantwortung zu ziehen fehlt samt und sonders. Und wenn man das angehen wollen wuerde, wird gleich wieder mit Begriffen wie "De-Industrialisierung" gekontert und Arbeitsplatzverlust angedroht.
 
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viele Industrieunternehmen haben nur 7 bis 10 Prozent Marge. Wenn man da kosten um 5 Prozent erhöht ist nicht viel übrig. Schon klar, Chips sind nicht die einzigen Kosten, aber das Argument kann man alle für Lieferanten bringen. Und dann sind die 5 Prozent schlicht die Grenze des machbaren.
 
@nlr wo hast du das abgeschrieben?
Jüngst übernahm die niederländische Regierung die Kontrolle, nachdem die stetig wachsende Nähe zu China zum Problem wurde und nicht mehr gewährleistet werden konnte, dass wichtige Produkte auch den europäischen Bürgern zur Verfügung stehen. Die von China als Reaktion darauf verhängten Exportkontrollen machten deutlich, wie abhängig zum Beispiel Autohersteller von einzelnen ausländischen Halbleiterunternehmen sind.
Es gibt niederländische Gerichtsunterlagen, die belegen das es auf Druck von der US-Regierung erfolgt ist.
Die Reaktion von China erfolgte wie bei allen anderen "Sanktionen" und "Enteignungen". (FAFO)
 
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Maximal 5 % teurer? Was für Drogen nehmen die Chefeinkäufer?
Wenn man die Gesamtsituation betrachtet, dann sollte uns eine sichere Lieferkette locker 25 % Aufpreis wert sein, zumal Nexperia ja keine "Raketentechnik-Chips" liefert, sondern nur günstige "Brot-und Butter"-Halbleiter (FETs, Transistoren, Dioden) sowie Standardkomponenten (Widerstände, Spulen, Kondensatoren). Die spezialisierten Halbleiter gibt es nach wie vor von NXP.
 
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das wundert mcih überhaupt nicht. im prinzip wollen sie nichts mehr bezahlen für sichere versorgung, denn wenn die versorgung ausfällt, wie jetzt bei zf und bosch, dann melden die unternehmen einfach kurzarbeit an und der staat, also wir alle, springen ein und bezahlen dafür. das ist echt ne tolle sache, die wir hier in deutschland haben. umgekehrt müsste es sein. 20% aufschlaf auf chips von "unsicheren" ländern und dann haben wir etwas, von dem wir das kurzarbeitergeld bezahlen könne anstatt es immer wieder bei den investitionen in die zukunft einzusparen!!!
 
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