@Raptor2063
Ich stehe vor einer ähnlichen Entscheidung wie du, nur dass ich nicht in der Situation bin von GTX285 auf GTX470 zu wechseln, sondern vor einer Neuanschaffung stehe. Einsatzgebiete sind ebenfalls Videobearbeitung / Compositing (aber mittlerweile eher Spassprojekte, also keine Kiste für den Job oder so), dann und wann mal ein bisschen 3D (Maya, hier waren ATI "Consumer" Karten ja noch nie zuhause im Gegensatz zu den ganz brauchbaren Geforces). Ausserdem tauchen immer mehr kleine, interessante Programme/Projekte auf die Cuda auf nutzen, insbesondere die Mercury Engine in Premiere CS5 klingt verlockend (wie gut/souverän das ganze wirklich läuft ist für mich trotz vieler vor Euphorie nur so strotzdender Demovideos noch nicht wirklich geklärt).
Langer Rede kurzer Sinn, mir geht's glaube ich ähnlich wie dir:
- ATI ist leider keine Option, also bleibt nur Nvidia.
- Quadro-Preise übertrieben und der Nutzwert fraglich
- Cuda weiter verbreitet oder zumindest früher verfügbar gewesen als Open CL (und zuwenige Softwarehersteller, die es bereits als quasi Hardware-unabhängige Schnittstelle nutzen würden).
Bis zu meinem Rechnerkauf wird es wahrscheinlich Sommer werden. Ich hoffe auf zumindest etwas sinkende Ram-Preise (hätte Gerne 24GB für After Effects Ram-Preview) und den "kleinen i7 980X" also den 970er HexaCore, der wohl in absehbarer Zeit rauskommen wird.
Die Frage die ich mir stelle (GTX285 vs. GTX470) ist eigentlich also bereits geklärt. Die GTX470 erhält den Vorzug sobald folgende Kriterien erfüllt werden:
- Leise Versionen (es muss nicht geräuschlos sein, aber was die meisten unter leise verstehen ist mir immer noch zu laut, Wasserkühlung kommt für mich nicht in Frage)
- oder eben passende/leise Kühlerkombinationen von Fremdherstellern.
- OSX-Unterstützung (Hackintosh-Projekt ist geplant um verschiedenes auszuprobieren von Video/Audio bis Programmier-Tools, vor allem wird der Open-CL-Kram wohl wenn dann auf der MAC-Platform erst richtig in Schwung kommen)
Dazu sollte ich vielleicht noch anfügen, dass ich jemand bin der seinen Rechner relativ lang ohne gröbere Hardware-Veränderungen nutzt. Klar hier mal grössere Festplatten, da mal eine SSD mehr rein, nach ein paar Jahren auch mal ne leistungsfähigere Grafikkarte, aber im grossen und ganzen passiert da bei mir normalerweise die ersten 3 Jahre nicht viel.
Ich versuche also kompatibel zu all der Software zu sein die ich bereits jetzt nutze, und von der ich weiss dass ich sie ausprobieren möchte. Zusätzlich möchte ich mit ein bisschen Voraussicht eine gute Wahl treffen, um auch in 1 oder 2 Jahren unnötige Hardwarewechsel zu vermeiden.
Mittlerweile ist mir weniger das Geld zu schade, als der Stress / die Zeit / Treiber- /Softwarefrickeleien bis die eierlegende Wohlmilchsau wieder genauso 110% kompromislos rennt wie sie es in ihrer Ursprungskonfiguration davor schon mal getan hat. -> Einmal am Anfang alles perfektionieren und dann nur noch wenn's nötig ist an Details polieren...
Wow, das interessiert dich jetzt vermutlich alles gar nicht

aber ich versuche mal noch kurz die Gedanken zusammenzufassen die ich mir in deiner Situation stellen würde, vielleicht kann dir das ja doch noch irgendwie von Nutzen sein...
Ganz simpel gefragt:
- Merke ich bereits, dass mir irgendwas zu langsam geht? Im Sinne von: machen 15-20% Geschwindigkeitsverbesserung das Aufrüsten überhaupt interessant ?
- Wann hätte ich den Performancezuwachs gerne? Am besten gestern, oder kann ich das Ende des Jahres/ den Anfang des nächsten auf einer Backe abzsitzen und auch der innere Schweinhund drängt gar nicht allzu sehr?

- Brauche ich neue Features für spezifische Software, die mit der vorhandenen Hardware nicht läuft?
- In welchen Bereichen hätte ich die Performance-Verbesserung gerne? 3D? Compositing? Editing? Video-Encoding? ...
- Wieviel Performance-Verbesserung ist ausser in 3D-Programmen wirklich zu erwarten, bei einem Wechsel von einer Genereation auf den direkten Nachfolger (Aftereffects, ja nutzt 3D, in 99% der Fälle würde mir der Ram ausgehen und nicht die 3D-Power...)
- Videokonverter und andere nützliche Tools die auf der Grafikkarte mal wirklich Speed bringen könnten im Vergleich zur CPU, haben für meine Zwecke meist nur einen Bruchteil der nötigen Einstellungsmöglichkeiten die ich von renomierten "Software-Only-Rendering" Produkten/Tools gewohnt bin. Deren Hersteller lassen widerum immer noch ganz schon auf sich warten, bis sie sich mal dazu durchringen endlich GPU-Beschleunigung (richtig) in ihre Produkte zu packen...
Nimm's mir nicht übel wenn ich dich hier mit dem ganzen Kram zugemüllt haben sollte.
Meine Wahl in deiner Situation wäre wohl die GTX285 erst mal noch zu behalten.
Ich würde viel weniger hoffen durch eine schnellere Grafikkarte Produktivsoftware zu beschleunigen, sondern immer noch dasitzen und auf die Softwarehersteller warten müssen (endlich mal Gas zu geben). Aber da unterscheiden sich unsere Anwendungsszenarien vielleicht auch etwas.
Soviel mal mein Senf dazu
