Unsichere Reaktoren in Deutschland

Sherman123 schrieb:
EDIT: Ich bin für einen gesetzlichen EU-weiten Ausbaustopp - ach richtig, das ist auch gar nicht mehr nötig, da aktuell kein Kernkraftwerk gebaut wird. Das zeigt doch genau wie "kostengünstig" die Kernkraft ist.

Bei der aktuellen Panikmache durch grüne Politiker würde ich mir als Unternehmen auch verdammt genau überlegen ob ich mehrere Mrd.€ in ein Projekt investiere, welches am Ende durch campende Hippies zur Strecke gebracht wird. (yes, offense!)

Ich stosse mich auch daran, dass Erdöl zZ in rauen Mengen verbrannt wird und wir uns eigentlich gar nicht bewusst sind, wie wichtig dieser Rohstoff in unserem alltäglichen Leben ist - Kunststoffe, Kosmetik, Petrochemie/Pharmaindustrie, Benzin/Diesel/Kerosin etc...
 
@ Foehammer

Eines gibt mir dabei allerdings ein wenig Hoffnung; man kann heute wenigsten wieder mit mehr und mehr Menschen über die Gesamtproblematik reden, während man bis vor wenigen Jahren fast dafür gesteinigt worden wäre von den durch grünen Populismus und Angstmache verblendeten Atomkraftgegnern , die Thematik auch nur anzuschneiden, und mit dem populistischen "Atomkraft nein danke !" alle kausalen Zusammenhänge ignoriert und sachliche fakten vom Tisch gewischt werden konnten.

Foehammer schrieb:
Ich stosse mich auch daran, dass Erdöl zZ in rauen Mengen verbrannt wird und wir uns eigentlich gar nicht bewusst sind, wie wichtig dieser Rohstoff in unserem alltäglichen Leben ist - Kunststoffe, Kosmetik, Petrochemie/Pharmaindustrie, Benzin/Diesel/Kerosin etc...

Ja, und es es sind ja insbesondere die Düngemittel, die zur Erzeugung der Nahrungsmittel auf unserer Welt bei exponetiell anwachsender Erdbevölkerung benötigt werden, zu deren Erzeugung man auf die fossilen Bodenschätze angewiesen ist !
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Nutzung fossiler Energieträger hat ja auch nicht zwangsläufig eine lineare Emission von CO² zur Folge.
Auch hier ist es eine Frage des technischen Aufwandes (und damit der finanziellen Mittel), inwiefern man diese reduziert bzw. isoliert/abscheidet.


Gallen schrieb:
Dass ist doch Unsinn; Uran reicht noch etwa 100 Jahre
Du hättest die beiden Sätze anders herum anordnen sollen ;)
Die gesicherten und vermuteten Vorkommen sind in etwa 50 Jahren aufgebraucht.

Gallen schrieb:
Und eines verrate ich Dir, wenn diese Deutschen einmal im Winter in ihren kalten Wohnungen sitzen werden
Wärme-Erzeugung mit Strom ist extrem ineffizient und spielt in Deutschland so gut wie keine Rolle. Im Unterschied zu Frankreich.


Grüße
 
Gallen schrieb:
Dass ist doch Unsinn; Uran reicht noch etwa 100 Jahre, wenn wir es nicht anreichern oder Brüter einsetzen; bis dahin hat man Zeit, nach einer wirklichen Lösung des Energieproblems zu forschen. Und dass Uran auch endlich ist, rechtfertigt doch nicht, die fossilen Bodenschätze weiter zu veraasen !

Schon richtig, aber nicht mit den AKWS der zweiten und dritten Generation an Reaktoren. In 20-30 Jahren wenn die vierte Generation mal kommen söllte, könnte man mal wieder reden Kernkraft einzusetzen, aber da muss noch viel geschehen auch bei der Endlagerung.

Uran reicht sogar noch länger. Gibt verscheiden Studien, einen sagen 100 Jahre andre so 150 jahre.

Uranvoräte geschätzt 11.3 Millionen Tonnen
Bedarf der 440 Kernkraftwerke 0.068 Millionen Tonnen.

Das wäre der Vorrate für 150 Jahre. Aber nur wenn der Bedarf so bleibt. Wenn man die gesamte Erde mti Grundlast AKWs ausbauen würde. wären weitere 1500 AKWs erforderlich, was heisst das dann weniger als 50ß Jahre wären.


Hier fehtl aber noch das Material was bei Forschungseinrichtungen oder Medizinischen Zwecken genutzt wird.

Technische Verbesserung:
Wiederaufbereitung von 150 auf 300 Jahre
Schnellere Brüter 150 auf 4700 Jahre
Hochtemperaturreaktoren (die in der vierten Generation dazukommen) ungewisse. Sollte aber um die 300 Jahre hinkommen, da die Hälfte an Uran gebraucht wird, so mein Wissen dazu.

Aber jetzt sollen alle AKWs von Netz und in 20-30 Jahren hätten wir die Stromversorgung auf EE umgebaut also wo zu dann noch Kernkraft wieder?

Viel zu große Dezentrale Kraftwerke beim ungeplanten Herunterfahren wären auf einmal 2GW Strom zu wenig.
Plus das bei den Uranabbau die Umwelt beschäftigt wird. Das bei den Betrieb von Akw auch noch ein Risiko von Umweltschäften udn der Menschen besteht.
 
Tekpoint schrieb:

Das ist doch wieder eine typische Milchmädchenrechnung ! Dass und aus welchen Gründen die Emmisonswerte zurückgegangen sind trotz abgeschalteter Atomkraftwerke hat doch mit der prinzipiellen Tatsache nichts zu tun, dass fossile Kraftwerke die Atmosphäre durch ihre Emmissionen zerstören und Kernkraftwerke nicht !

Außerdem steht in dem von Dir zitierten Artikel auch das Folgende:

"Seit 2008 habe es einen stetigen Rückgang der Emissionen gegeben, wie weit der Ausstoß aber zurück gegangen wäre, wenn alle Atomkraftwerke am Netz geblieben wären, darüber wurde bei der Bekanntgabe keine Angabe gemacht."

Karbe schrieb:
Wärme-Erzeugung mit Strom ist extrem ineffizient und spielt in Deutschland so gut wie keine Rolle. Im Unterschied zu Frankreich.
Grüße


Auch das ist doch genauso eine Milchmädchenrechnung ! Nur weil man das dreifach schlechte kaum maht, ist das zweifach schlechte plötzlich gutzuheißen ?

Tatsache ist und bleibt, dass der Strom in Deutschland, egal zu was er verbraucht wird, zm allergrößten Teil aus fossilier Energie gewonnen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Ökostrom ist auch nur so billig weil andere noch konventionellen Strom beziehen.

Wenn von 100% Angebot rund 20% aus grünem Strom bestehen und von den Kunden auch nur 20% den grünen Strom beziehen, dann geht die Rechnung auf.
Wenn jetzt die andern 80% auch noch grünen Strom haben wollen dürfte der exorbitant teurer werden.

Was ich aber auch nur gerne immer wieder anführe: Wenn - wie die Bundesregierung wirklich plant - bis 2020 rund 1. Mio Elektroautos auf den deutschen Straßen fahren sollen ( durchschnittlich 15 kwh pro 100km ) und man von etwa 10.000 km Jahresleistung ausgeht ( was für nen Pendler nicht viel ist ) dann erfordert das rund 170 MW mehr an installierter Stromleistung.
Sind etwa 60 moderne WEA bei 8760 Volllaststunden ( die nie erreicht werden ) also eher 200 WEA.

Prognostiziert man dazu, dass es wir ganz von fossilen Brennstoffen weg wollen und machen daraus 20 Mio elektroautos bis 2030, dann brauchen wir nochmal schlappe 3230 MW mehr an installierter Leistung.
Ich glaube die deutschen AKW liegen so zwischen 1200 und 1400 MW.

Ich bin nach wie vor FÜR Atomkraftwerke, wenn die einzige sinnvolle Alternative der Bau von Kohlekraftwerken ist. Und genau so sieht es im Moment aus. Aktionismus hat noch nie wirklich sinnvolle Früchte getragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
was noch lange nicht bestätigt, dass das AKW die Ursache dessen ist.

es gibt so viele AKws wo es keine solche Auffälligkeiten gibt.
wieso ist nun also dieses eine AKW eindeutig schuldig, obwohl es doch keinerlei Anzeichen dafür gibt?
sucht man etwa einen einfachen Sündenbock?
 
hardwarekäufer schrieb:
Komplettzitat entfernt

Mal eine Frage hast du dir wenigstens die Mühe gmaht dich dafür mal näher zu beschäftigen? oder mal hier die letzten 10 Seiten des Thread zu lesen wenigstens?

Ich will mich nicht wiederholen jetzt. Aber so was lass ich auch nicht im Raum stehen hier ;)

Auf Seite 74 der PDF Datei findest du mehr dazu

6.4.6 Elektrofahrzeuge
Für die Szenariojahre 2020 und 2030 wurde eine Flotte von Elektrofahrzeugen bestehend aus
batterieelektrischen und Plug-In-Hybridfahrzeugen im Strommarktmodell abgebildet, die
gemäß verschiedener Nutzungsprofile (siehe Kapitel 5) eingesetzt werden. Insgesamt werden
540.000 Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 und 5.870.000 Elektrofahrzeuge im Jahr 2030
angenommen, wobei Plug-In-Hybride den größten Teil der Fahrzeuge stellen.

Stromverbrauch beträgt insgesamt im Jahr 2020 rund 1 TWh und damit unter 0,2 % der
gesamten jährlichen Nettostromnachfrage. Im Jahr 2030 sind es je nachLadeszenario
zwischen 9 und 11 TWh, was 1,5 bis 1,8 % des Nettostromverbrauchs entspricht.
Studie von Öko-Institut PDF Datei 120 Seiten lang.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Kompletzitat entfernt)
Es gibt mehrere Leukämiecluster. In vielen liegt weit und breit keine kerntechnische Anlage.

Wenn man einfach die Cluster raussucht, wo zufällig eine steht, ist das irgendwie etwas realitätsverzerrend :rolleyes:
 
Leukämie kann viele Ursachen haben, beispielsweise auch Radon aus dem Boden in vielen gegenden Deutschlands; die erhöhte radioaktive Strahlung um Kernkraftwerke ist jedenfalls nicht erwiesener Massen die Ursache für erhöhe Leukämieraten, denn dann müsste das bei allen AKWs zutreffen, was nicht der Fall ist.
 
Hi
Lar337 schrieb:
In vielen liegt weit und breit keine kerntechnische Anlage.
ja, dann gib doch mal drei/vier Beispiele aus Deutschland, mit fehlemden Verursacher. ;)
Sittensen geht auch auf Strahlung zurück, aufgrund eines defekten Röntgengerätes ;)
und im Hundsrück gings ja um Uranabbau, hatte ich ja bereits geschrieben.
Die kannst du also zur Seite schieben.
Auch die Cluster um die Asse http://www.derwesten.de/nachrichten/erhoehte-zahl-von-leukaemie-faellen-nahe-asse-id3986627.html,
Morsleben und evtl. Gorleben kannst du zur Seite schieben.

Aussergewöhnlich das man in Sittensen den Verursacher schnell finden konnte, um
AKWs aber offensichtlich seit Jahren im Dunkeln tapt.

Cu
 
Zuletzt bearbeitet:
Anmerkung: Uran wird in der Medizin nicht angewendet, da kommt üblicherweise Kobalt und Caesium(?) zum Einsatz, hat damit also keinen bzw einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Vorräte.

Die Leukämiecluster sind interessant... dazu einen interessanten Link
(von einer kernkraftfreundlichen Seite)

Die Auslöser von Leukämie sind grösstenteils nicht genau bekannt - ionisierende Strahlung ist nur eine Möglichkeit.
Solange ein KKW sicher läuft, dürfte wohl keine Gefahr bestehen, sonst wären die Zahlen sehr viel klarer - bei Störfällen sieht das anders aus. Allerdings gilt auch hier: Wie zuverlässig werden solche Störfälle gemeldet?
Ich kann mir (leider) gut vorstellen, dass da eher mal was "Kleines" unter den Teppich gekehrt wird. Die Frage ist, wie man diesen Informationsfluss verbessern könnte

eine herrlich reisserische Atomgegnerseite mit haltlosen Behauptungen findet man auf vorort.bund.net ^^
 
Hi

den Blockeintrag kennt man. :D Cluster hat Sie aber wohl auch nicht.
In Lohmen gibts ein 16faches Risiko für Leukämie, 10 km von Rossendorf (bei Dresden)
(kleine Gemeinde, mit wohl 3 Fällen, hatte ich Gestern irgendwo gelesen)

Cu

Edit: netter Artikel Strahlentelex.de Nr. 508-509 / 22.Jahrgang, 6. März 2008
"Auf Nachfrage nach den Orten der Cluster, nach Zeiträumen und der Höhe der Auffälligkeiten, gab
das Kinderkrebsregister interessanterweise zur Antwort, dass dort auch Verwunderung über die Äußerung des Ministers herrsche. Aus den Daten des Kinderkrebsregisters ergäbe sich diese Aussage jedenfalls nicht" (Kaatsch 2008)
 
Zuletzt bearbeitet:
@hardwarekäufer,
deine Rechnung nimmt zur Annahme, daß es nur Elektroautos mit PlugIn-Akkumulatoren geben wird.
Daneben werden aber auch andere, vom öffentlichen Stromnetz unabhängige Technologien an Bedeutung gewinnen, bspw. Hybrid-Antriebe oder Brennstoffzellen.

Grüße
 
mir gefällt die idee der eingebauten photovoltaikzellen, damit sich das auto auf dem parkplatz selbst lädt und auch wärend der fahrt einen wesentlichen teil der benötigten energie selbst erzeugt. so wäre man von der externen gewinnung von treibstoffen/energie und dem damit verbundenen energieaufwand unabhängig. aber das wäre leider zu wetterabhängig/tageszeitabhängig und photovoltaik ist wohl noch nicht ausreichend effizient dafür und die akkus sind auch noch ein problem, dann darf das auto nicht zu stark verschmutzt sein, da sonst die energiegewinnung zu stark beeinträchtigt wird....
also (noch) viele probleme, die eher dagegen sprechen.

brennstoffzellen sind eigentlich ne tolle sache und kommen ja schon ewig z. b. in u-booten erfolgreich zum einsatz. aber ist es bei brennstoffzellen nicht so, dass die gewinnung von wasserstoff und sauerstoff selbst viel energie benötigen?
 
Zur Wasserstoffgewinnung gibts ne eigene Wikiseite hier

scheint zZ wohl noch nicht in der Lage, grosse Mengen H2 wirklich wirtschaftlich zu produzieren...

Ausserdem hat H2 leider die Angewohnheit, durch praktisch alle Hüllen zu diffundieren, weil der Atomradius so klein ist. Auch müsste zum grossflächigen Einsatz auf der Strasse dafür gesorgt werden, dass die Tanks unfallsicher sind, Knallgas ist ziemlich gefährlich
 
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