Unsichere Reaktoren in Deutschland

Cadoc schrieb:
In unserem heutigen Strommix in Deutschland sind 17% erneuerbare Energien und 22% Atomkraft. Da kann keiner behaupten, dass es nicht möglich ist die Atomenergie mittelfristig durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

Woher kommen die 17%? Sind das der Anteil an der gesamten erzeugten Leistung in welchem Zeitraum oder werden hier Peak Werte mit Gesamtleistungen verglichen? Und was ist mit der Grundlast. So einfach this is not.
Ergänzung ()

Karbe schrieb:
Atomkraftwerke tragen auch nicht zur Lösung dieses Problems bei. Das ist ein Märchen der Atom-Lobby.
Zum einen, da ihr Anteil von 4% an der Weltenergie-Erzeugung einfach viel zu gering ist und zum anderen, weil der Uranabbau sowie das Herstellen und Wiederaufarbeiten von Brennstäben enorm energie-intensiv ist und in dieser Rechnung überhaupt nicht berücksichtigt wird. Ähnliches trifft auch auf die Lüge vom billigen Atomstrom zu.

Grüße

Zur CO2 Bilanz der KKWs:

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_co2-bilanz_stromerzeugungsanla.html

Immer noch niedriger als die von PV Anlagen, trotz Uranabbau.
 
http://www.unendlich-viel-energie.d...der-strommix-in-deutschland-im-jahr-2010.html
Das hier ist die Quelle für den Strommix 2010. Das ist der durchschnittliche Anteil der verschiedenen Technologien an dem erzeugten Strom. Es gibt wenig Sinn Peak-Werte zu vergleichen, beim Strommix geht es immer um die Gesamtmenge.
Natürlich liefern AKW ihre Leistung deutlich konstanter als Wind- und Wasserkraftwerke, aber es gibt auch sehr vielversprechende Ansätze zur Speicherung der Energie in Pumpwerken und Ähnlichem. Ich sehe da mittelfristig keine großen Probleme. Bei der Kernkraft schon.
Edit:
Es ist übrigends nicht möglich den Atommüll in die Bilanzen einzubeziehen, weil eine Entsorgung schlicht unmöglich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Betrachtung fehlt aber irgendwie die Entsorgung der jeweiligen Produkte. zumindest steht es nicht in der Einführungszeile. Weder bei KKW noch bei PV ... Komisch

Konnte man natürlich argumentieren, dass man den Atommüll quasi "unendlich" lange lagern muss, was auch nicht CO2 neutral sein kann. Man setzt ja auch da Technik ein. Vor allem wenn einige hoffen Atommüll in der Zukunft um zubauen zu nicht strahlenden Elementen und so nicht Jahrhunderte dafür zu zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tjo, traut keiner Statistik, die ihr nicht selbst gefälscht habt.

Die "Ökospinner" nutzen Statistiken von "Ökospinnern" und die "AKW Extremisten" nutzen Satistiken von "AKW Extremisten" um der jeweilig andere Seite zu zeigen, dass sie falsch liegt.



EDIT: @ wunschiwunsch: Also jetzt drehst du völlig am Rad. Sorry, aber langsam übertreibst du es wirklich mit deiner Paranoia und deinem Schlechtgerede...
 
Zuletzt bearbeitet:
und was ist mit der Produktion von solarmodulen und windkrafträdern?
das wird auch nicht mit rein gerechnet...bissl scheinheilig die Diskussion.
Schonmal was von Merit Order gehört?

so einfach ist das nicht mit der Stromeinspeisung ins Netz...
 
@ getexact das habe ich auch geschrieben, das es auch bei PV-Anlangen ... auch nicht eingerechnet ist!!!!!

@ Damien White? Wie bitte?

Ach und mache ich Atomkraft schlecht wenn ich sage, dass man Atommüll quasi "unendlich" lange Lagern muss. Wir reden voll Halbwertzeiten von mehreren Millionen Jahren. Ich will ja gar nicht aufzählen was du schon für Mist geschrieben hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
PV ist auch sinnlos in D. Sollte auch nicht subventioniert werden. Windkraft ist immerhin recyclebar. Bringt aber ohne ausreichendes EU Verbundnetz nicht soviel wie möglich wäre. Momentan bleibt nur Kohle und Gas(Biogas) übrig, Wasserkraft ist in D voll ausgebaut(bis auf Wellenkraftwerke)

es bleibt halt nicht viel übrig... sinnvoll wäre vorallem ein Netzausbau EU-weit
 
getexact schrieb:
und was ist mit der Produktion von solarmodulen und windkrafträdern?
das wird auch nicht mit rein gerechnet...bissl scheinheilig die Diskussion.
Schonmal was von Merit Order gehört?

so einfach ist das nicht mit der Stromeinspeisung ins Netz...
Irgendwann sieht man die Landschaft vor lauter Windkrafträdern nicht mehr.
 
Jop stimmt,

1. Lagerung, Abfallaufbewarung fraglich. Keine Ahnung, wie das in die CO2 Bilanz eingeht (Aber der Unterschied zu den anderen fossilen Energieträgern ist durchaus groß!)

2. Zahlen scheinen korrekt. Natürlich ist ein Hauptgrund für diese Zahlen das EEG. Für jedes sich drehende Windrad werden andere Kraftwerke runtergeregelt. Der Anteil von Wind steigt dardurch natürlich. Der größte Anteil ist Wasser + Wind. Wasser gabs schon früher, Wind ist durchaus noch ausbaufähig und zu begrüßen. Hauptsächlich Offshore. Ich wollte in meiner direkten Nachbarschaft auch kein Windrad haben.

3. Das mit der Peakleistung kommt bei PV Anlagen gerne mal vor. Die werde dann mit 100kWp angeben, was die Leistung im Idealfall betrachtet. Die mittlere Leistung ist natürlich wegem dem geringeren Sonneschein niedriger. Muss man einfach beachten. Natürlich muss man noch die Energierücklaufzeit betrachten. Die sorgt bei PV Anlage derzeit für eine negative Energiebilanz und wird es die nächsten Jahre noch tun.

4. Pumpspeicherkraftwerke sind nicht neu. Die Regelleistung gibt es schon länger. Mit dem Aufkommen weiterer dezentraler Einspeiser (Offshore speist z.T. in Höchstpannung, Hochspannug und Mittelspannug ein, PV hauptsächlich in die Niederspannungsebene), wird die Regelbarkeit schwieriger zu bewerkstelligen. Neue Verfahren in der Hochsannungstechnik haben die Situatio verbessert: Hochtemperaturleiterseile. Leitungsmonitoring, gewisse Regelbarkeit von konventionellen Kraftwerken ist natürlich auch gegeben. Dazu kommt noch eine Schar von Gasturbinen, die schnell einspringen könne. Netzausbau aber immer noch dringend notwendig! Hat man bei der Durchfahrt des Schiffes bei der Elbe Anno 2006 wars glaub - gesehen.

5. Ansonste okay. Wind ist gut :) Mein absoluter Favorit. Aber Offshore Anlagen brauchen recht lange zum Bauen. Also wirds halt einfach noch ein paar Jahren dauern.
 
Hochwasser ungleich Tsunamiiiii^^
aber egal.
 
Ein solches Hochwasser ist mehr als ausreichend um eine Notstromversorgung völlig zu zerstören...
 
und das sagt wer? sprichst du da von deinem unershöpflichen Fundus an Erfahrung in solchen Fällen, die schon, so wie es sich anhört oft vorgekommen sein müssen, dass AKW's überflutet worden sind?
 
wieso fehlten ihr die rechtlichen Grundlagen? Rot/Grün hat den Ausstieg auch nur im Bundestag beschlossen und nicht mal den Bundesrat gefragt.

Naja, scheint wohl das endgültige aus der Kerntechnik in Deutschland zu werden. Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dank der TEchnikfeindlichkeit der Deutschen und Angstmacherei der Grünen hat Deutschland sehr viel Potential in den Bereichen, Gentechnik, Stammzellen und Kerntechnik verloren bzw. sogar aufgegeben. In einigen Bereichen waren wir führend. Als nächstes sind wohl die Kohlekraftwerke dran (Datteln) und dann wohl bald auch die Chemieindustrie (umweltschädlich?). In diesen Bereichen schafft sich Deutschland ganz bewusst ab. Wenigstens ist etwas mehr Sicherheit durch das abschalten geschaffen worden, wenn auch nur ganz wenig *nach Frankreich und Tschechien rüberschau*

edit:

Die Kühlung in Fukushima hat das Erdbeben ohne Probleme überstanden, aber der Tsunami hat die regulären Pumpen zerstört, die 2. Kühlung durch Dieselpumpen überflutet und die dritte Versicherung durch batteriebetriebene Pumpen ist nach 2 Tagen ausgefallen. Die allerletzte Versicherung war das Meerwasser, aber dazu sind die Pumpen zu weit zerstört.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöne Verallgemeinerung, die "technikfeindlichen Deutschen". Darum ist Deutschland ja auch unter anderem in der chemischen Industrie und im Maschinenbau weltweit führend :rolleyes:. Aber schön brav mit Stammtischparolen und dummen Vorurteilen um sich schmeißen!
Die Forschung an Gentechnik ist in Deutschland übrigends immernoch sehr aktiv, nur sinnvollerweise mit besonderen Sicherheitsmaßnahmen.
 
Sorry, aber in keinem anderen Land hat man so sehr viel Angst vor "Genfood" ala "ich will keine Gene in meinen Tomaten", neuen (Kohle-)Kraftwerken, neuen Industrieanlagen wie in Deutschland. Das zieht sich durch viele Bereiche und ich bin mir ziemlich sicher das die chemische Industrie (Die ganze "Chemie" im Essen) bald als nächstes dran ist. Leider lassen sich viele Menschen ihne naturwissenschaftlichen Hintergrund von solchen Phrasen blenden.
 
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