Unsichere Reaktoren in Deutschland

Robo32 schrieb:
Angenommen sie wüssten es, glaubst du sie würden es öffentlich sagen ?

Merle schrieb:
Robo32, das ist kein Zitat von mir.

Jo das war meins. Wenn du sagst, dass sie es sowieso nicht sagen würden, wenn sie es wissen zeigt das nur, das man Atomkraft nicht betreiben darf, weil die Regierungen und Betreiber unverantwortlich handeln und nicht in unserem Interesse, wenn sie Gefahren verschweigen um Profite zu fahren.
 
Der Müll ist in der Tat ein Problem, aber auch nur, solange man politisch nicht will, dass dieser in der Pampa gelagert wird - Orte auf dem Planeten gibt es genug.
Das ist doch absurd. Zudem: Man müsste ihn immer für Hunderttausende von Jahren in einer Hochsicherheitszone lagern, allein die Kosten dafür machen den Atomstrom mit Abstand zum teuersten Strom.

Du tust so, als würden die da gerade alle Däumchen drehen und warten, bis es zum GAU kommt.
Das ist wohl nicht der Fall. Sie tun, was sie tun können.
Ja, da gebe ich dir recht, natürlich machen sie das. Nur: Wenn jetzt das ganze von außen mit Meerwasser zu kühlen versucht wird, zeigt das, dass man den Kern schon aufgegeben hat. Und das was sie jetzt machen, ist improvisiert. Natürlich besser als nichts zu machen, aber sehr fraglich, ob das hilft.


Hoffen wir alle das beste.
 
Bookstar schrieb:
Blödsinn "diese Technologie ist nicht beherrschbar"...da kommt mir die Galle hoch. Atomstrom hat wesentlich zu der Industrialisierung beigetragen und ist eine der saubersten Energien. Das die Technologie sehr wohl beherrschbar ist, haben die letzten Jahrzente gezeigt.

Ich weiß nicht, ob Atommüll so sauber ist.
Und ich weiß auch nicht, ob es so angenehm für die Umwelt und die Menschheit ist, wenn es dann mal zu Pannen in den AKWs kommt.

Von sauber kann hier keine Rede sein. Das sind Bomben und keine Stromerzeuger.
Wir müssen da dringend weg von.
Aber da ja immer neue AKWs gebaut werden, wird das so schnell nicht passieren. Und wenn ein Land aussteigt, zig andere dafür nicht, bringt es auch nichts.

Mich würde mal interessieren, wie viel % des Strombedarfs stand heute ohne Atomenergie gedeckt werden könnte.
Dann würde man sehen können, ob es auch ohne relativ zeitnah machbar wäre.
Und da müsste dann einfach jeder selbst etwas für tun, und diese extreme Stromverschwendung reduzieren.
 
kaigue schrieb:
Wunschiwunsch

Du tust so, als würden die da gerade alle Däumchen drehen und warten, bis es zum GAU kommt.
Das ist wohl nicht der Fall. Sie tun, was sie tun können.

Also?

Ja und sie wissen nicht ob es was bringt, ob es nichts bringt oder in näherer Zukunft noch zu Problemen Führen kann (Freies Zitat von einem Atomphysiker von gestern). Der sagte auch, naja das es kurzfristig nicht schlimm ist was sie machen sieht man daran, dass bisher nichts weiter passiert ist. Er meint dafür gibt es keine Erfahrungswerte und man kann nur Spekulieren was passiert. Und jetzt erzähle mir bitte nochmal, dass Atomkraft beherrschbar ist, wenn man so herum spekulieren muss.
 
Luzertof schrieb:
Tschernobyl darf als Vergleich nicht herangezogen werden. Weder sind RBMK-Reaktoren vergleichbar mit dem, was es so im Westen gibt, noch würde man in Deutschland dermaßen fahrlässig Experimente mit einem Live-Reaktor durchführen - dafür gibt es ja (mittlerweile) auch Simulatoren.

Harrisburg war ebenfalls ein Reaktor der 1./2. Generation und mit EPR in keinster Weise vergleichbar. Zu den Gründen, warum Fukushima nun Probleme bereitet, habe ich mich bereits ausführlicher geäußert.

Was ändert denn die Bauart der Reaktoren daran, dass sich im Inneren Prozesse abspielen, die durch den Menschen nicht vollständig gesteuert werden können? Wäre es nämlich so, hätten sie in Japan den Reaktor einfach gestoppt. Aber augenscheinlich ist dies auch trotz modernerer Technik (?) nicht möglich - und das ist der Kern der Problematik.
 
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Megatron schrieb:
siehe meinen Beitrag #59

Das zeigt nur auf wie Mangelhaft unserer "Heutiger Wissensstand" ist.

Achja und diese sogenannte "Ätherenergie", die überhaupt nicht praxisnah ist, es keine Forschungen dazu gibt und den enormen Energiebedarf der Welt decken soll, das ist dann deine Alternative?

Junge, mach dich mal nicht lächerlich! :(

Ich bin der Meinung lieber Atomstrom, als Kohle. Aber auf beides wird man in absehbarer Zeit nicht verzichen können. Vorteil Kohle: Die neuen Kraftwerke mit Hightech Filtern stoßen nur noch sehr wenig CO² aus.

Achja die Elektrifizierung wird den Strombedarf nocheinmal MASSIV erhöhen. Bin da gespannt, wie das ohne den 2 Basis Stromquellen Atom und Kohle überhaupt eine Möglichkeit besteht dies regenerativ abzudecken.
 
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http://www.kernenergie.de/kernenergie/Themen/Kernkraftwerke/Kernkraftwerke_in_Deutschland/

Anteil in Deutschland an der Bruttostromerzeugung beträgt 22%

Anteil in Deutschland an der Grundlast 45%

Weltweit habe ich keine Quelle gefunden.

Man bemerke die Grundlast. Problem bei PV ist, dass da die Peakleistung angegeben wird, die nur im güsntigsten Fall erreicht wird (kW Peak). Auch der Wind weht nicht immer, weshalb die Windleistung nicht konstant ist. Daher ist der Anteil der Kernkraft an der Grundlast noch so hoch.

Und aus diesem Grund kann man die auch nicht einfach so ersetzen. 22% klingt vielleicht wenig, 45% jedoch mehr ;)
 
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badday schrieb:
Hier die Erzeugung 2009: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/59/Strommix-D-2009.png
Export liegt bei ca. 6-7%: http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/stromexportweltmeister-deutschland/

D. h. 23%-7% = ca. 15%

Die Zahlen haben sich vermutlich schon zu gunsten der EE verschoben.

Damit wurde im ersten Quartal in Deutschland 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht

Im ersten Quartal 2010 wurde also mehr Strom erzeugt als verbraucht.


Ganz ehrlich.
Auch wenn die Zahlen 1-2 Jahre alt sind .. in meinen Augen scheint es kein Ding der Unmöglichkeit sein, auf Atomenergie zu verzichten.
Man will es einfach nicht, das wird wohl der Grund sein.
 
badday schrieb:
Man müsste ihn immer für Hunderttausende von Jahren in einer Hochsicherheitszone lagern, allein die Kosten dafür machen den Atomstrom mit Abstand zum teuersten Strom.

Mit absurden Zahlen zu argumentieren ist blanker Unfug. Du, geschweige denn ich, haben ja gar keine Vorstellung darüber, wie die Technologie in bspw. 100 Jahren aussieht. An deiner Stelle würde ich solche Vermutungen und Milchmädchenrechnungen ala 500000 Jahre x 50k € unterlassen. Das trägt überhaupt nichts sinnvolles zur Debatte bei.

badday schrieb:
Nur: Wenn jetzt das ganze von außen mit Meerwasser zu kühlen versucht wird, zeigt das, dass man den Kern schon aufgegeben hat. Und das was sie jetzt machen, ist improvisiert. Natürlich besser als nichts zu machen, aber sehr fraglich, ob das hilft.

Jetzt verstehe ich das: Du bist ein Experte für Atomkraftwerke und gerade live vor Ort. Ansonsten könntest du die Situation nicht derart gut einschätzen. Oder beziehst du dich doch nur auf Medienberichte? :lol:
 
Man will es einfach nicht, das wird wohl der Grund sein.
Korrekt. Hier werden Lobbyinteresssen über das Allgemeinwohl gestellt.

Klingt schwarz-weiß und naiv, wenn man sich mit der Materie aber befasst, kommt man zwangsweise zu diesem Entschluss.


Jetzt verstehe ich das: Du bist ein Experte für Atomkraftwerke und gerade live vor Ort. Ansonsten könntest du die Situation nicht derart gut einschätzen. Oder beziehst du dich doch nur auf Medienberichte?
Wenn Meerwasser eingelassen wird, dann versucht man de facto nicht mehr den Kern im Inneren zu kühlen, oder willst du dem widersprechen?


Mit absurden Zahlen zu argumentieren ist blanker Unfug. Du, geschweige denn ich, haben ja gar keine Vorstellung darüber, wie die Technologie in bspw. 100 Jahren aussieht. An deiner Stelle würde ich solche Vermutungen und Milchmädchenrechnungen ala 500000 Jahre x 50k € unterlassen. Das trägt überhaupt nichts sinnvolles zur Debatte bei.
Doch, es verdeutlicht, wie absurd das Preisargument ist, weil die Langzeitkosten immens hoch sind.
 
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wunschiwunsch schrieb:
Ja und sie wissen nicht ob es was bringt, ob es nichts bringt oder in näherer Zukunft noch zu Problemen Führen kann (Freies Zitat von einem Atomphysiker von gestern). Der sagte auch, naja das es kurzfristig nicht schlimm ist was sie machen sieht man daran, dass bisher nichts weiter passiert ist. Er meint dafür gibt es keine Erfahrungswerte und man kann nur Spekulieren was passiert. Und jetzt erzähle mir bitte nochmal, dass Atomkraft beherrschbar ist, wenn man so herum spekulieren muss.

Meine Güte, ich weiß ja noch nicht mal, was in meinem Handy vor sich geht.
Wie soll ich dann beurteilen, was in dem Reaktor vor sich geht?

Du hast vielleicht Angst davor nicht in Kontrolle zu sein. Aber abolute Kontrolle gibt es nicht.
 
Tja, was sollen wir denn nun machen, wir können ab heute die AKW´s herrunterfahren, sagen wir mal wir fahren morgen alles runter und bauen die nächsten 15jahren die Kraftwerke ab ...

Unser Strompreis steigt um 5 cent die kwh, 4 weil keine AKW´s mehr da sind, 1 cent als mitgezogene übliche erhöhung ...
Wir müssen zahlen um endlich ein Endlager zu errichten, ob über Strompreis oder Steuern ist dabei doch egal, wobei es ja ein mix macht, auch die Konzerne sind an Lagern beteiligt :rolleyes:
Wir müssen Strom dazu kaufen, langfristig, ehe etliche Windräder und Pumpspeicher gebaut wurden, wo überhaupt? ehe jedes Haus zwangsweise Photvoltaikanlagen bekommen hat.

Wir kaufen dann Atomstrom aus Frankreich, oder aus Italien, Polen? wo darf es denn her sein? aber nein, wir kaufen den Ökostrom aus den Ländern, so ist besser, nochmal 2 cent drauf, mit gutem gewissen, wieso da 500meter hinter Grenze aufeinmal 3 neue AKW´s gebaut werden, seltsam ...

scheiße gelaufen, immer Sommer 41°C, die Flüsse auf 28°C angestiegen, verdammt, alle AKW´s runterfahren, hatten wir 2006? 2010? in Frankreich, unsere Kohlekraftwerke haben sich gefreut, 110% und 20-30cent die kwh abkassiert ... Strombörse halt ...

20 Jahren später, 12 Sommer mit Netzzusammenbrüchen später, unsere Infrastruktur steht, kleinere Schwankungen werden wie gehabt über die Börse ausgeglichen ...

In Frankreich, Holland, Belgien,Polen, ? na wo darfs sein? ein Unfall, 4 Reaktorblöcke Kernschmelze, günstiger Wind, 5millionen verstrahlte Deutsche, na toll, und wir hatten doch alles Öko ...


was ich sagen will, es nützt nichts in Deutschland alles zu überstürzen, Nachhaltig Aussteigen und das nicht Alleine, es nützt uns nichts wenn Grenznah alles zugebaut ist mit AKW´s ... Das ist echt mal eine Sache der EU ...

davon mal abgesehen, nicht jeder Meldepflichtige unfall ist auch irgendwas wichtiges, irgendwas gefährliches, da muss gemeldet werden wenn ein Trafo brennt, im Kohlekraftwerk neben an wird die Zelle gelöscht, neu gestrichen, neue Trafo rein und weiter gehts, und keiner schreit ...

800Meldepflichtige sachen, ist doch einfach Rotz, wichtig ist mal, ja was wurd denn da gemeldet, hat das überhaupt irgendwas mit etwas radioaktivem zu tuen?
ich will nicht abstreiten das auch was wichtiges dabei war, aber alles relativ ...

Es ist sehr Lobenswert das wir Ökologisch Energie haben wollen, auch wenn wir uns uneinig über Sinn und Unsinn von Atomkraft oder Co2 sind, wir haben das Ziel es zu schaffen, man sollte nur nichts überstürzen, wir müssen das alles bezahlen aber keiner will 70% Steuern zahlen, wir müssen es Netze bauen während die alten gepflegt werden, keiner will dafür bezahlen, wir wollen das unser Geld sinnvoll und effektiv eingesetzt wird, aber keine will darauf warten ...
 
badday schrieb:
Diese Seite ist vom Lobbyverband der Atomindustrie ("Deutsches Atomforum") und daher in keinster Weise vertrauenswürdig. Die 22% sind korrekt, ich möchte nur verhindern, dass darauf in der zukünfitgen Diskussion verwiesen wird.

Es handelt sich aber um Zahlen zu Energiemix und nicht um die Sicherheit von KKWs.
Daher würde ich schon sagen, dass die Zahlen korrekt sind.

Das ist auch nicht schwer nachzuprüfen, wieviel Grundlast die Kernkraftwerke im letzten Jahr erzeugt haben.

Es ändert also nichts daran, dass die KKWs einen beachtlichen Teil des Grundlaststroms erzeugen.
 
Wenn ein Bauteil auf eine bestimmte Lebensdauer ausgelegt ist, halte ich es für unssinnig, das Bauteil vor dem Erreichen dieser einzumotten. Das ist weder umwelttechnisch noch ökonomisch sinnvoll.

Allerdings bin ich absolut für ein AKW-Bauverbot. Die Zig-Milliarden, die der Steuerzahler in den Bau der Kraftwerte (ja, der Bau wurde schon öfters massiv von der öffentlichen Hand quersubventioniert) und Endlager buttert, sind in Alternativen Energieformen wesentlich besser aufgehoben.

Imho lautet das Stichwort nachhaltig auststeigen. Von heute auf morgen alle deutschen AKWs zudrehen ist kontraproduktiv.
 
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ExcaliburCasi schrieb:
Tja, was sollen wir denn nun machen, wir können ab heute die AKW´s herrunterfahren, sagen wir mal wir fahren morgen alles runter und bauen die nächsten 15jahren die Kraftwerke ab ...

Ein Anfang wäre es, die Laufzeitverlängerung zurückzunehmen. Dass wir unsere AKW nicht von heute auf morgen herunterfahren und ersetzen könnten, ist mir auch klar, obwohl ich gegen Atomstrom bin. Aber die Laufzeitverlängerung war und ist Mist. Man muss einfach mit Hochdruck den Ausstieg anvisieren und mit der Laufzeitverlängerung wurde dieses Ziel zugunsten von Milliardengewinnen der Energieversorger aufgeweicht.

Außerdem würde ich es gut finden, wenn man diesen elementaren Bereich der Grundversorgung der privaten Gewinnschöpfung wieder entziehen würde. Das führt nämlich nur zur Interessenkollisionen und Nachteilen zu Lasten der Bevölkerung.

Frag dich doch mal, warum die Preise für Energie so sehr angezogen haben in den letzten Jahren.
 
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Merle schrieb:
Robo32, das ist kein Zitat von mir.

Sorry, ist korigiert ;)

wunschiwunsch schrieb:
Jo das war meins. Wenn du sagst, dass sie es sowieso nicht sagen würden, wenn sie es wissen zeigt das nur, das man Atomkraft nicht betreiben darf, weil die Regierungen und Betreiber unverantwortlich handeln und nicht in unserem Interesse, wenn sie Gefahren verschweigen um Profite zu fahren.

Es geht doch nicht um den Strom, die Konzerne wollen Geld haben und so lange die AKWs für sie billiger sind, werden sie auch betrieben - das es so ist wie es ist, ist eine politische Entscheidung und diese ist sicher nicht zum Wohle des Volkes.

badday schrieb:
Diese Seite ist vom Lobbyverband der Atomindustrie ("Deutsches Atomforum") und daher in keinster Weise vertrauenswürdig. Die 22% sind korrekt, ich möchte nur verhindern, dass darauf in der zukünfitgen Diskussion verwiesen wird.

Das ist richtig, ändert aber nichts an der Problematik der Grundlast - Strom zu spieichern ist recht aufwendig und nicht von heute auf morgen machbar - die dafür notwendigen Anlagen bauen sich nicht von alleine und die AKW-Betreiber werden sie sicher nicht bauen ( die anderen können es sich nicht leisten ).
 
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