Upgrade PC Kopfhörer + DAC

Mijay

Ensign
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Apr. 2010
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Hallo zusammen,

ich überlege aktuell, mein bestehendes Audio-Setup am PC aufzurüsten, bin mir aber nicht ganz sicher, ob sich der finanzielle Sprung für meinen Anwendungsfall lohnt. Ich hoffe auf ein paar Einschätzungen oder Erfahrungen von euch!

Mein aktuelles Setup:
  • Kopfhörer: Beyerdynamic TYGR 300 R
  • DAC/Amp: FiiO E10K Olympus 2
  • Lautsprecher: Bose Companion 20 (angeschlossen am Line-Out des FiiO, Lautstärke wird über den Bose-Puck geregelt)
    (Kurzer Hinweis vorab: Bitte keine Grundsatzdiskussion über die Bose-Boxen. Sie erfüllen für meine Zwecke absolut ihren Zweck und sollen auf jeden Fall weiter verwendet werden.)
Anwendungsfall:
  • Primär spielen am PC
  • Gelegentlich mal ein Film oder eine Serie am Monitor.
  • Musik spielt eine eher untergeordnete Rolle.
Das geplante Upgrade:
  • Kopfhörer: HiFiMAN Edition XS (Magnetostat)
  • DAC/Amp: FiiO K7 oder Topping DX3 Pro+ (da der E10K für den Edition XS vermutlich etwas dünn auf der Brust ist und ich den Line-Out für die Bose-Boxen wieder sauber einbinden möchte)
Macht dieser Schritt von einem dynamischen Kopfhörer (TYGR 300 R) auf einen Planar-Magnetostaten (Edition XS) für Gaming überhaupt Sinn?

Der TYGR macht seine Sache eigentlich schon echt gut. Bringt mir die extrem breite Bühne und die schnelle Abstrahlung des HiFiMAN beim Zocken einen spürbaren Mehrwert (Detailauflösung, Immersion, Ortung), oder schieße ich da mit Kanonen auf Spatzen und die Ortung in Shootern wird durch die riesige Klangbühne vielleicht sogar „zu schwammig“?

Danke euch vorab für eure Erfahrungen und Einschätzungen!
Mijay

PS: Eventuell besser hier aufgehoben: Gaming-Audio, Streamsetups & Co: Kaufberatung? Sorry
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Endeffekt können wir hier ja schreiben was wir wollen, technisch macht der Wechsel von Dynamischen auf Planar KH für Gaming schon Sinn wenn mehr Räumlichkeit/Ortung wichtig ist. Wie ausgeprägt du das wahrnimmst.. das kannst halt nur selbst entscheiden. Wennst den bassbetonten Spaß Sound der TYGR gerne magst wird dir danach was fehlen. Zur Not kannst ja beide am FiiO K7/DX3 betreiben. Für den Edition XS macht das Upgrade schon Sinn, die Entscheidung zwischen Fernbedienung+Display vs gute Messwerte ist ja auch subjektiv. Dann kannst dir aber auch die Frage stellen ob das Upgrade auf Hifiman Arya oder Audeze LCD-2 oä. nicht noch mehr Sinn macht.

Deswegen auch.. ausprobieren.
 
Mijay schrieb:
da der E10K für den Edition XS vermutlich etwas dünn auf der Brust ist

Warum sollte er das ? Er hat 18 Ohm und braucht damit keine hohen Spannungen, und für den E10K sind 16-150 Ohm empfohlen.
 
(mehr) Geld in DAC/KHV zu stecken, ist sicherlich Blödsinn. Falls (!) der alte überfordert sein sollte, dann wäre es wohl besser, das Geld für einen „besseren“ Kopfhörer zu sparen, meine Meinung.

Ich habe noch keinen Hifiman (sogar ganz allgemein Magnetostaten und bis zu mehreren Tausend Euro) gehört, der mir (!) gefallen hat.
Das kann man nur selber ausprobieren, es wird von Fanboys eben sehr viel Blödsinn im Netz verbreitet. Die Leute hatten bisher nur Beipack (Wegwerf) KH, kaufen sich einen billigen Hifiman und dann ist das der beste KH der Welt…
 
würde FiiO immer Topping vorziehen. man muss sich nur mal die negativen bewertungen auf amazon durchlesen. hatte selber auch mal Topping zuhause für kurze zeit.

FiiO K7 lohnt sich wenn das headset viel strom zieht
 
Ich nutze einen Fiio K19 mit verschiedenen Kopfhörern und die Fiio Teile sind echt krass.
Fiio auf die #1, K19 <3

Ich finde der K7 hat gute Werte und man liest nur Gutes
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mijay ich würde an deiner Stelle bei einem HiFi Händler in der Nähe mal ein paar Planar Headphones anhören, ob dir das überhaupt zusagt. Manche schwören auf die Technik, andere können damit gar nix anfangen.
Ich für meinen Teil kenne es nur von meinen IEMs und dort wiederum hör ich nur sehr wenig Unterschiede zu dynamischen Treibern, jedoch lässt sich das nicht so ganz mit einem grossen Over-Ear vergleichen.

Ich würd mich also erstmal damit auseinandersetzen, was du dir überhaupt auf den Kopf setzen willst. Hier random zu fragen, ob das Upgrade lohnenswert ist, führt zu nichts - weil das nur du alleine entscheiden und eruieren kannst, indem du es eben hörst.

Wenn die Entscheidung für den KH steht, kann man noch immer einen Blick auf den DAC werfen, wobei ein EK10 schon mit recht viel zurechtkommt.
 
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@Captain Mumpitz
Hab uch einige Planare und auch hybride In-Ears.
Von den Single Planar IEMs bin ich auch nicht so beeindruckt, wie ich das gern hätte.

Bei Over-Ears ist der Unterschied dagegen schon enorm.
In meinem Fall haben die Planare (vor allem Hifiman) alles andere abgelöst.
Bevor ich den ersten Hifiman gehört habe, war ich harter Beyerdynamic Fan.
T1 Gen2, A&K T5p, DT1770 pro, T70 und alle kleinen Modelle (weil hab sie auch repariert)
Auch einen AKG K812 hatte ich hier und der passte gar nicht zu mir.

Und weil die Unterschiede zwischen dynamisch und Planar so groß sind, würde ich auch zum Testen tendieren. Wobei der Edition XS sehr viele Fans hat. Auch aus der tiefen Audiophilen Szene.

Zum fiio E10k:
Bitte weg damit. Moderne onboard Lösungen liefern schon deutlich mehr Leistung und auch wenn der Edition XS "nur" 18 Ohm besitzt, so braucht er, aufgrund seines Wirkungsgrades, doch einiges an Feuer.
Fosi Audio ZH3 würde ich noch in den Raum werfen. :)

Ansonsten eben Fiio K11 oder FiiO K13
 
meiner Erfahrung nach ist die räumliche Darstellung bei Beyer ziemlich schlecht, würde sagen eine 3/10 - zumindest entspricht das meinem (unmodifizierten) dt700pro. die Beyerkopfhörer sind eigentlich alle durch die Bank fehlkonstruktionen, die kaum mehr als "rechts links" darstellen können.

aber das hängt nicht am Treiber sondern zu 90% an dem drum herum, planare Treiber haben sogar eher tendenziell eine kleinere Bühne als dynamische Treiber, aber das steht und fällt mit dem Gehäuse, den polstern, Winkel und Abstand zum Ohr, Gehäusebedämpfung usw.

eine weite stereobühne ist immer positiv, außer vielleicht bei sehr speziellen Monitoringaufgaben.

ob du wechseln sollst und wie viel besser der hifiman ist, kann ich nicht sagen.

aber es gibt wirklich vieeeeeeel bessere Kopfhörer als die von beyerdynamic. kann mir ehrlichgesagt nicht den kommerziellen Erfolg von Beyer mit den Kopfhörern erklären, die sind unterdurchschnittlich.
 
duskstalker schrieb:
meiner Erfahrung nach ist die räumliche Darstellung bei Beyer ziemlich schlecht, würde sagen eine 3/10 - zumindest entspricht das meinem (unmodifizierten) dt700pro. die Beyerkopfhörer sind eigentlich alle durch die Bank fehlkonstruktionen, die kaum mehr als "rechts links" darstellen können.
Kann ich jetzt so mit den MMX300 2nd nicht bestätigen.
 
Vielen Dank an Alle! Als ich hier im Forum ein bisschen herum gelesen habe, wurde dieser Kopfhörer immer wieder hervorgehoben. Deshalb habe ich diesen jetzt auch explizit erwähnt.

duskstalker schrieb:
aber es gibt wirklich vieeeeeeel bessere Kopfhörer als die von beyerdynamic.
Ich bin für Alternativen sehr offen!
Absolute Bedingung: Es muss ein offener Kopfhörer wie mein aktueller sein!
 
Also Hifiman kann ich klanglich auch empfehlen, mir gefallen sie. Beyerdynamic hingegen hat mir nie gefallen, durch den Beyerpeak. DT990 Pro und Amiron Wireless hatte ich da ausprobiert. Nach einigen Jahren Hifiman Sundara bin ich letzten Herbst um Arya Stealth, für mich ist das quasi Endgame. Saubequem und mir gefällt der Klang.

Dazu habe ich im Herbst dann den DAC um Topping DX5 II gewechselt, mit dem bin ich auch sehr zufrieden und würde jederzeit wieder dazu greifen.
 
Mijay schrieb:
Ich bin für Alternativen sehr offen!
du "musst" dir KH selber anhören, zumindest wenn du die finden möchtest, die DIR am besten gefallen oder das beste P/L Verhältnis für DICH bieten.

ich gehe soweit, dass man am besten gar nicht wissen sollte, welche Technik dahinter steckt, welche Marke oder wie teuer der ist. Ganz einfach unvoreingenommen hören, das einzige was wirklich wichtig ist: beim Vergleich sollte die Lautstärke so gut wie möglich angeglichen sein!

jeder hört anders, gerade bei der Ortung. Eins meiner Lieblingsbeispiele:
viele Leute behaupten, dass Beyer T1 und T90 quasi die gleichen KH sind, der Höhen-Peak beim T90 leicht stärker ausgeprägt ist (und man das mit einem PEQ ohne Probleme ausgleichen kann) aber es keinen Grund gibt, den Aufpreis für den T1 zu zahlen.
ich hatte beide im direkten Vergleich, der T1 gehört in der ca. 1000€ Klasse (soviel hatte der damals gekostet) mit zu den besten KH; die ich bisher selber gehört habe. Den T90 würde ich nicht geschenkt nehmen wollen!
ich kann jetzt natürlich nicht genau sagen, woran das liegt. Aber ein "verstecktes aber spezielles" Merkmal des T1 ist, dass die Treiber relativ stark angewinkelt in den Muscheln sitzen, während sie beim T90 "platt" vorm Ohr sind.

ich definiere die "Qualität des Klangs" eines KH ja hauptsächlich (halbwegs sauberen Frequenzgang und keine Verzerrungen setze ich voraus) über die Breite und vor allem TIEFE der Bühne. Die leichte Anwinkelung der Treiber im T1 scheint da perfekt zu meinen(!) Ohren zu passen.
ich gehe soweit und äußere mal die Vermutung, dass meine "Abneigung" (ich habe keine Abneigung, ich habe nur noch keinen einzigen brauchbaren gehört) gegen Magnetostaten auch damit zusammenhängt. Die Teile sind bauartbedingt irgendwie Fehlkonstruktionen (Hauptsache anders und viel Hype, es finden sich schon Influenzer, die die Dinger in den Markt treiben).
ok, dagegen spricht, dass ich Elektrostaten liebe, aber auch wenn die "Membrane" ähnlich aufgebaut ist, kann man die halt "besser" bauen. So ein gleichmäßiges Hochspannungsfeld zwischen zwei hauchdünnen Gittern lässt sich halt "mechanisch" wesentlich einfacher erzeugen (von der Hochspannung mal abgesehen ;) ) als ein halbwegs homogenes Magnetfeld dieser Dimension (Größe und Stärke).

ich habe keine Ahnung, wie es heutzutage z.B. bei der IFA aussieht. "Früher" konnte man da aber auf jeden Fall sehr viele KH querbeet hören (HiFi Tage oder MUC HighEnd ist natürlich besser), gut sortierte Hifi Läden gibt es ja (zumindest hier in der Pampa) quasi gar nicht mehr.
 
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