Uraltes Programm auf W11 - kein Zugriff auf Netzlaufwerk

franc

Cadet 4th Year
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Hallo

eine Architektin (Kundin) verwendet noch ein uraltes Programm (Orca Ava PE 14) von 2007 oder so. Das tat unter Windows 10 noch seinen Dienst, jetzt ist sie auf einen neuen Rechner mit Windows 11 Pro umgezogen.
Ich hab das Programm wieder nur kopiert, das geht eigentlich (musste noch die VB6 Runtime installieren und ein OCX Element registrieren), aber ich komme nicht auf das Netzlaufwerk drauf, das ist nicht mehr sichtbar.

Das Programm stürzt kommentarlos ab, wenn ich im Explorer eine Datei auf dem Netzlaufwerk direkt anklicke, in der Ereignisanzeige ist dazu nichts zu finden, Logdatei des Programms finde ich auch nicht.

Die Dateien von Orca Ava sind nämlich alle auf einem anderen Rechner im lokalen Netzwerk, dort ist der Ordner freigegeben (und auf dem W11-PC als Netzlaufwerk eingebunden).

Ich muss das Programm schon als Administrator laufen lassen, sonst startet es gar nicht, also es will gleich Adminrechte.

Die Datei und Druckerfreigabe sowie Netzwerkerkennung sind an.

Hat jemand eine Idee, was ich da machen kann, dass das Netzlaufwerk oder generell eine Freigabe im Netz für das Programm zu verwenden ist?

Danke. franc
 
franc schrieb:
Ich muss das Programm schon als Administrator laufen lassen
Genau das ist das Problem, denk ich. Die Netzlaufwerke (die als Benutzer angelegt wurden) sind nur für Programme ohne Admin-Rechte sichtbar. Wenn das Program im Admin-Modus läuft, müssen die Netzlaufwerke als Admin eingerichtet werden, z.B. über das Terminal mit Admin-Rechten.

Bin ich auch schon drüber gestolpert.

Zumindest für die Sichtbarkeit bei mir war das so.
 
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Also ich würde als Erstes mal in der Anleitung zum Programm nachschauen, ob da irgendwelche Hinweise sind in Bezug auf Kompatibilität.
Und dann würde ich der Kundin direkt raten, das Programm zu aktualisieren, wenn es professionell genutzt (also damit Geld verdient) wird.
 
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Blöde Frage, aber das ist ein ziemlich teures Programm, wo sie als Architektin sicher mal eine Lizenz gekauft hat.
(ORCA AVA PE kostet aktuell entweder einmalig 4.278€ oder jährlich 1.788€.)
Warum dann nicht die atuellste Version (26.0) installieren statt einer uralten? Oder muss man da für jede neue Version neu bezahlen?
 
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Wenn Orca AVA vollständig installiert ist, läuft das auch im Benutzerkontext.

CU
redjack
 
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Ich denke, dass SirKhan den richtigen Grund genannt hat (Programm als Admin gestartet).
Versuch doch mal, eine Datei über den UNC-Pfad zu öffnen und nicht über das Netzlaufwerk (also \\server\freigabe\datei statt z.B. z:\datei).
 
KnolleJupp schrieb:
Oder muss man da für jede neue Version neu bezahlen?
Natürlich bzw. zumindest muss es einen laufenden Softwarepflegevertrag geben, da sind Major Updates oft mit drin. Vollkommen normal im Professionellen Umfeld.
 
Mach ne Batch, in welcher du das Netzlaufwerk mountest und dann das Programm startest. Dann die Batch als Admin starten und es sollte funktionieren.

Noch besser wäre natürlich eine aktuelle Version des Programmes nutzen.
 
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SirKhan schrieb:
Genau das ist das Problem, denk ich. Die Netzlaufwerke (die als Benutzer angelegt wurden) sind nur für Programme ohne Admin-Rechte sichtbar. Wenn das Program im Admin-Modus läuft, müssen die Netzlaufwerke als Admin eingerichtet werden, z.B. über das Terminal mit Admin-Rechten. ...
Danke!
Das scheints gewesen zu sein.
Ich hatte erst probiert im Total Commander (als Admin geöffnet) ein Netzlaufwerk zu erstellen, das hat nicht gereicht, aber im Terminal mit:

Bash:
net use Z: \\SERVER\Daten /user:server passwort /persistent:yes

scheint es zu gehen.
Rufe ich vom Netzlaufwerk direkt eine Datei per Doppelklick auf geht es immer noch nicht, dann stürzt Orca sofort wieder ab, auch ohne die UAC aufzurufen.
Ich weiß aber auch nicht, ob das überhaupt mal so ging.
Jetzt ist Z: jedenfalls im Dateidialog von ORCA AVA zu sehen, wenn ich es starte, das war es vorher nicht.

KnolleJupp schrieb:
Blöde Frage, aber das ist ein ziemlich teures Programm, wo sie als Architektin sicher mal eine Lizenz gekauft hat.
(ORCA AVA PE kostet aktuell entweder einmalig 4.278€ oder jährlich 1.788€.)
Warum dann nicht die atuelle Version (26.0) installieren statt einer uralten? Oder muss man da für jede neue Version neu bezahlen?
Ja, sehr teuer ist das. Tatsächlich haben die auch eine aktuelle Lizenz noch dazu gekauft, aber damit kann man nur noch von einem einzigen PC aus Orca öffnen, im Moment können sie das alte Orca noch auf zwei PC öffnen (k.A. ob gleichzeitig, das wäre aber auch nicht nötig).
Das Problem ist aber, wenn man die alten AVA Dateien mit der neuen Version öffnet und speichert, dann kann man sie nicht mehr mit dem uralten ORCA AVA öffnen, weil das Format geändert wurde (nicht abwärtskompatibel). Sie bräuchten also noch eine zweite Lizenz (der andere Architekt braucht es aber nur gelegentlich). Ist also schon eine Kostenfrage.
Das uralte Programm reicht aber immer noch aus, also die Funktionalität ist ihnen genug.
 
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Benutzt das Programm eventuell noch SMB1 als Freigabe? Soweit ich es noch in Erinnerung habe, ist diese standardmäßig bei Windows 11 deaktiviert.
 
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Update und gut. Kostenfrage stellt sich bei Betriebsmittel eher sekundär wenn die Erfüllung des Jobs daran geknüpft ist.
 
stefaninho schrieb:
...
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System]
"EnableLinkedConnections"=dword:00000001
Das hat schon viel gebracht!
Jetzt ist nur noch ein Problem, wenn ich von einem Netzlaufwerk eine Datei doppelklicke und von dort aus starte, dann stürzt Orca sofort ab. Natürlich ohne Ereignis- oder Logeintrag.
Es funktioniert aber, wenn ich aus Orca heraus mich durch den Pfad des Netzlaufwerks durch hangle, also im Dateidialog von Orca. Nur nicht direkt vom Explorerr in W11.

Könnte das auch irgend so eine Einschränkung sein?
 
Also ich habe der Architektin heute gezeigt, wie man die Dateien nur öffnen kann, macht ihr aber nichts. Kann sie auch so.
Ich habe auch gesagt, sie sollen sich doch überlegen, die zweite Lizenz dazu zu kaufen, können sie ja absetzen, dann ist es nicht so teuer (ich schätze mal dann noch die Hälfte, weil von der Steuer absetzen heißt ja noch lange nicht geschenkt).
Sie überlegen es sich.
 
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